LSB-Präsident Härtel: Koalitionsvertrag stärkt Lebensqualität und Zusammenhalt durch Sport

Inklusive Neubauten, Unterstützung für Vereine und Kindersport

Der Landessportbund Berlin begrüßt die verabredeten Maßnahmen der neuen Koalition zum Sport. LSB-Präsident Thomas Härtel sagt: „Der Koalitionsvertrag für den Senat ist eine gute Grundlage für mehr Bewegung in der Stadt. Jetzt müssen die verabredeten Maßnahmen zum einen Schritt für Schritt abgearbeitet werden. Zum anderen hoffen wir vor allem dann eine Weiterentwicklung zu erleben, wenn Sport ressortübergreifend gedacht und behandelt wird. So ist es auch im Vertrag formuliert.“

Die Arbeit der etwa 2.500 Berliner Sportvereine ragt in viele Bereiche hinein, darunter Gesundheit, Bildung, Soziales und Stadtentwicklung. „Hier liegt eine große Chance, auch für diese Ressorts, mit Sport mehr für die Stadtgesellschaft zu erreichen, mehr Lebensqualität und Zusammenhalt“, sagt Härtel.

Im Koalitionsvertrag finden sich zahlreiche zentrale Forderungen des Landessportbunds wieder, darunter eine bessere Bezahlung von Trainer*innen in Angleichung an das Gehalt von Lehrer*innen, wenn sie die Voraussetzung dafür erfüllen, die Schaffung einer vollen Stelle für die Bezirkssportbünde und mehr Vereine bei der Beantragung von Fördermitteln zu unterstützen, geht in die absolut richtige Richtung“, sagt Härtel. „Die Fortschreibung und Weiterentwicklung unserer Programme „Schule und Sportverein“ und „Berlin hat Talent“ sind wichtige Zeichen für Kinder und Jugendliche, gerade nach den anhaltenden Belastungen durch die Pandemie“, so Härtel weiter. Von großer Bedeutung sei zudem das Bekenntnis, die Fördervereinbarung Zukunftssicherung Sport fortzuschreiben, die dem organisierten Sport Planungssicherheit für seine Arbeit bietet.

Einen besonderen Raum im Koalitionsvertrag nimmt die Sportinfrastruktur ein. „Hier begrüßen wir die beabsichtigte strategische Gesamtplanung für Berlin, die Aussagen zur Sicherstellung und Neubauvorhaben Berliner Bäder sowie das klare Bekenntnis zum Leuchtturmprojekt Friedrich-Ludwig-Jahnsportpark als „Sportpark für Alle“. Dabei bedarf es einer gemeinsamen Anstrengung, um alle einzubeziehen und nicht noch mehr Zeit zu verlieren“, sagt Härtel. Das Thema Inklusion spielt ohnehin eine große Rolle, nicht nur bei der Planung des Jahn-Sportparks, sondern auch bei vielen Einzelmaßnahmen. „Dass Typensporthallen im Sinne der Inklusion überarbeitet werden und in jedem Bezirk mindestens zwei inklusiven Sporthallen errichtet werden, ist ein gute Festlegung im Koalitionsvertrag Die Special Olympics 2023 werden hoffentlich neue Energie für die Inklusion freisetzen“, sagt Härtel.

Die Sportmetropole Berlin lebt vom ehrenamtlichen Engagement in den Sportvereinen wie auch vom Spitzensport und internationalen Sportgroßveranstaltungen. „Daher freuen wir uns, dass auch die Option einer Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele in den Koalitionsvertrag aufgenommen wurde“, sagt Härtel, „das macht aber in der Tat nur Sinn, wenn es ein nachhaltiges Konzept unter Beteiligung der Bevölkerung ist. Und es passt auch gut zum Koalitionsvertrag der künftigen Ampelkoalition auf Bundesebene. Dort heißt es, dass Sportgroßveranstaltungen wie Olympische und Paralympische Spiele nach Grundsätzen wie Menschrechten und Nachhaltigkeit ausgerichtet sein müssen.“