Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele

LSB-Präsident Thomas Härtel: „2032 ist zu knapp, 2036 bleibt fest im Blick“

Zu einer möglichen deutschen Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele sagt Thomas Härtel, Präsident des Landessportbunds Berlin:

„Berlin kann auf jeden Fall Olympische und Paralympische Spiele ausrichten. Unsere Stadt ist Deutschlands Sportmetropole Nummer eins mit ausgezeichneten Sportstätten, herausragender Erfahrung in der Durchführung von internationalen Sport-Großveranstaltungen und vor allem einer sportbegeisterten Bevölkerung.

Der Landessportbund Berlin hat sich in den vergangenen Monaten intensiv mit dem DOSB über eine mögliche Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele ausgetauscht. Dabei ist klar geworden, dass das neue Verfahren des IOC eine deutlich frühere Vergabe der Spiele vorsieht und sogar schon 2022 möglich macht. Das ist für Berlin zu knapp. Denn eine Bewerbung kann nur erfolgreich sein, wenn sie aus der Gesellschaft kommt und von ihr getragen wird. Das bedarf einer guten und nachhaltigen Vorbereitung. 

Gleichzeitig ändert das nichts an unserer Überzeugung, dass Olympische und Paralympische Spiele eine großartige Chance wären, um Berlin und den Sport weiterzuentwickeln. Das Datum 2036 bringt dabei spannende Diskussionen mit sich und könnte zeigen, wie sich Deutschland seit den missbrauchten Spielen durch das Nazi-Regime verändert hat. In den nächsten Jahren kommen weitere sportliche Großereignisse nach Berlin, auf die wir uns schon freuen, unter anderem die Special Olympics World Games 2023 und die Fußball-EM 2024. Solche Veranstaltungen passen bestens nach Berlin, zeigen die Weltoffenheit der Stadt und leisten einen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt."

  • Thomas Härtel zu Olympischen Spielen in Berlin