LSB senkt Nichtschwimmerquote um 25 Prozent

Schwimm-Intensivkurse in acht Berliner Bezirken

  • 116 kostenlose Intensiv-Schwimmkurse für Schulkinder  
  • Deutlich mehr Schwimmabzeichen als 2018 
  • Aktion von LSB, Sportjugend, Schwimm-Verband und sieben Vereinen 

Bei den Intensiv-Schwimmkursen, die der Landessportbund Berlin und seine Sportjugend gemeinsam mit dem Berliner-Schwimm-Verband in den Herbstferien 2019 organisierte, haben mehr als 665 Kinder ein Schwimmabzeichen abgelegt. Das entspricht einer Steigerung um 55 Prozent gegenüber 2018 (430). In den acht Bezirken, in denen die Kurse stattfanden, konnte die Zahl der Nichtschwimmer um ein Viertel gesenkt werden.  

Sensationelle 665 Abzeichen: 270 Seepferdchen, 337 Bronze und 58 Silber. So lautet die Bilanz der Intensiv-Schwimmkurse des Landessportbunds Berlin in den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf, Marzahn-Hellersdorf, Mitte, Neukölln, Pankow, Reinickendorf, Spandau und Steglitz-Zehlendorf. Laut Zahlen der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie konnten in diesen acht Bezirken 2.579 Grundschüler der dritten Klasse am Ende des Schuljahres 2018/2019 nicht schwimmen. Der Landessportbund Berlin hat die Nichtschwimmerquote hier um 25 Prozent gesenkt.  

Schwimmen lernen gehört zu den Bildungszielen an Grundschulen. Am Ende der dritten Klasse sollen alle Kinder das Schwimmabzeichen in Bronze abgelegt haben, d. h. sie sollen u. a. in maximal 15 Minuten 200 Meter schwimmen können. Zwar ist die Zahl der Nichtschwimmer bei Berliner Grundschülern im Vergleich zum Schuljahr 2017/2018 leicht gesunken. Dennoch konnte jeder sechste Drittklässler am Ende des Schuljahres 2018/2019 nicht schwimmen. Die Quote lag nach Zahlen der Senatsverwaltung in den Bezirken Neukölln (28,5%), Spandau (27,6%) und Mitte (23,5%) am höchsten. Am niedrigsten lag sie in Steglitz-Zehlendorf (9,6%).  

Jeder der insgesamt 116 kostenlosen Kurse des Landessportbunds in den vergangenen Herbstferien ging über eine Woche, jeden Tag 45 Minuten. Vor allem Kinder mit motorischem Förderbedarf sollten durch das Angebot angesprochen werden. Viele Kurse fanden in sozial benachteiligten Stadtteilen wie z.B. dem Märkischen Viertel statt, in dem die Nichtschwimmerquote bei Kindern besonders hoch ist. Um gute Lernfortschritte zu erzielen, haben pro Kurs maximal 12 Kinder teilgenommen, die von jeweils vier Trainern, die jeweils über eine DOSB-Trainer-C-Lizenz oder eine vergleichbare Qualifikation verfügen, betreut wurden. “Dieser hohe Betreuungsschlüssel und der Umstand, dass die Trainerinnen und Trainer nicht nur vom Beckenrand aus Anweisungen geben, sondern meist selbst mit im Wasser sind, haben zu diesen tollen Ergebnissen beigetragen”, sagte LSB-Direktor Friedhard Teuffel. “Möglich war das nur durch das herausragende Engagement unserer Vereine sowie den Einsatz des Schwimm-Verbands und unserer Sportjugend”, sagte Teuffel weiter.   

Folgende sieben Vereine haben sich beteiligt: Berliner Turn- und Sportclub e.V., Berliner Wasserratten 1889 e.V., SC Eintracht Berlin e.V., Schwimm-Gemeinschaft Neukölln e.V. Berlin, Sport Club Siemensstadt Berlin e. V., TuS Lichterfelde von 1887 e.V. und die Wasserfreunde Spandau 04 e.V. 

Hier gibt es ein kurzes Video, in dem über die Kurse bei der SG berichtet wird. 

Text: Oliver Weiß
Fotos: Jürgen Engler

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