Gründung am 29. Oktober 1949

Der Landessportbund Berlin wird 70 und wandelt sich weiter

Heute vor 70 Jahren schlossen sich Berliner Sportvereine zum „Sportverband Groß-Berlin“ zusammen, der Vorgängerorganisation des heutigen Landessportbunds Berlin. Kontroversen gab es bei der Frage eines „Verbandes der Vereine“ oder eines „Verbandes der Verbände“. Thomas Härtel, Präsident des Landessportbunds Berlin sagt heute: „Wir feiern mit Stolz den 70. Geburtstag des Landessportbunds Berlin und blicken zurück auf eine bewegte Zeit. Die Frage von damals – sind wir ein Verband der Vereine oder ein Verband der Verbände – ist heute so aktuell wie damals. Verbände und Vereine haben den Landessportbund zur heute größten zivilgesellschaftlichen Organisation der Stadt gemacht. Die vielen tausend Ehrenamtlichen, die sich tagtäglich in Vereinen engagieren, bilden das Rückgrat der Stadtgesellschaft. Ihnen gilt unser Dank.“

Der Landessportbund befindet sich gerade in einem intensiven Wandel hin zu einem Dienstleistungs- und Kompetenzzentrum für den gesamten Berliner Sport, für Verbände und Vereine. Er übernimmt Verantwortung über den Sport hinaus, indem er sich um Themen wie gesellschaftlicher Zusammenhalt, Gesundheit, Integration und Inklusion kümmert. Durch Aus- und Weiterbildung befähigt er Menschen, sich in Vereinen und Verbänden zu engagieren und den immer spezieller werdenden Anforderungen gerecht zu werden. Dieser Wandel ist auch Bestandteil eines neuen Leitbilds, das der LSB gerade mit seinen Mitgliedsorganisationen ausarbeitet.

Der Berliner Sport hatte am 29. Oktober 1949, vier Jahre nach Kriegsende, seine erste Struktur und Organisationsform gefunden und die Grundlagen für einen demokratischen Aufbau der Selbstverwaltung des Berliner Sports geschaffen. Ziel war es, den von den Alliierten 1945 in den Bezirken eingeführten Kommunalsport durch Vereinssport abzulösen und einen Dachverband zu schaffen. Damals einigten sich die Delegierten auf einen „Verband der Vereine“. Die Vertretung der Sportarten der zukünftigen Fachverbände erfolgte über einen „Erweiterten Vorstand“.

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