Empfang „50 Jahre Jugendaustausch Jerusalem – Berlin“ im Haus des Sports

Jerusalems Bürgermeister Moshe Lion: „Sport ist perfekt, um Freundschaften zu schließen“

Der Landessportbund Berlin hat am Mittwochabend das 50-jährige Bestehen seines Jugendaustauschs mit Jerusalem gefeiert. Es ist der älteste Austausch dieser Art in ganz Berlin. Zum Jubiläumsempfang im Haus des Sports kamen sowohl der Bürgermeister der Stadt Jerusalem, Moshe Lion, als auch der israelische Botschafter, S.E. Jeremy Issacharoff, und Sport-Staatssekretär Aleksander Dzembritzki. Seit 1969 haben mehr als 5000 Jugendliche aus Jerusalem und Berlin in 20 verschiedenen Sportarten an dem Programm teilgenommen.

Moshe Lion betonte, wie gut sich die Beziehungen zwischen Deutschland und Israel entwickelt haben. „Die Suche nach Gemeinsamkeiten und das gegenseitige Verständnis sind Teil der Mission Jerusalems. Sport bringt Menschen zusammen und ist eine perfekte Möglichkeit, Freundschaften zu schließen. Wir werden die Freundschaften fortsetzen und weiterhin durch kulturellen Austausch und Sport lernen.“

Gastgeber Thomas Härtel, Präsident des Landessportbunds Berlin, blickte in seiner Begrüßungsrede auf die vergangenen 50 Jahre zurück: „Die jungen Sportlerinnen und Sportler haben viele Stunden miteinander verbracht, viel voneinander erfahren und ge-lernt, das ist das beste Zeichen für die deutsch-israelische Freundschaft. Es ist aber auch ein wichtiges Zeichen für ein gemeinsames Miteinander aller Menschen, woher sie auch kommen. Wir sind uns unserer Geschichte bewusst und wollen die Freundschaft mit Jerusalem und Israel weiter pflegen und intensivieren. “

Aleksander Dzembritzki, Staatssekretär für Sport, sagte: „Die Partnerschaft zwischen dem Landessportbund Berlin und der Stadtverwaltung Jerusalem hat auch nach 50 Jahren nicht an Bedeutung und Aktualität verloren. Gerade in Zeiten von Social Media ist der Sport und der internationale Austausch von ganz besonderem, hohem Wert. Wer mit seiner Mannschaft im Ausland und in einer Gastfamilie gewesen ist, erfährt, was das bedeutet.“ Dzembritzki erinnerte auch an die Makkabi Europaspiele, die 2015 im Berliner Olympiapark stattfanden: „Das zeigt, wie wir mit Vergangenheit umgehen und welche Kraft der Sport in dieser Stadt besitzt.“

Über den Jugendaustausch

Dieser Austausch mit Israel ist der älteste seiner Art im Sport mit Jugendlichen in ganz Berlin. Zwischen dem Landessportbund Berlin und der Stadtverwaltung von Jerusalem, Abteilung Sport, besteht seit 1969 ein sehr erfolgreiches Sportaustauschprogramm im Jugendbereich. Seitdem haben insgesamt mehr als 5000 junge Sportlerinnen und Sportler aus beiden Städten an dem Austauschprogramm teilgenommen. Ziel ist es, das gegenseitige Verständnis zu fördern. Auch Inklusion hat ihren Platz im Programm.

Anfang 2019 waren zwölf Fußballerinnen im Alter von 15 und 16 Jahren des SV Blau-Weiß Berolina Mitte 49 und drei Betreuer für zehn Tage in Israel.

Einen Artikel über den Austausch aus dem LSB-Magazin „Sport in Berlin“ finden Sie hier.

Foto: Aleksander Dzembritzki, Moshe Lion, Thomas Härtel (v.l.) im Haus des Sports

  • Aleksander Dzembritzki, Moshe Lion, Thomas Härtel (v.l.) im Haus des Sports