Bildung ist Bewegung und Bildung braucht Bewegung. Wie will Ihre Partei Sport in Kitas und Schulen weiter fördern? Wie stehen Sie zu einer täglichen Schulsportstunde? Unterstützen Sie flächendeckende Schulschwimmzentren und Radfahren in der Schule?

In steigender Regelmäßigkeit wird die Bedeutung von Bewegung für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen wissenschaftlich belegt. Der Bewegungsmangel nimmt leider zu und verlangt nach starken Gegenmaßnahmen. Mit den Kooperationen „Kleine kommen ganz groß raus“ im Kita-Bereich sowie „Schule und Sportverein /-verband“ im Breitensport und den Programmen „Profivereine machen Schule/Kita“ machen Landessportbund, Sportjugend, viele Sportvereine und Verbände nachhaltige und vielfältige Angebote für Kinder und Jugendliche aller Altersstufen auf unterschiedlichem Niveau. Hierfür bedarf es einer harmonisierten, angemessenen Vergütung. Schwimmen und Radfahren können exemplarisch gefördert werden durch flächendeckende Schulschwimmzentren und Radfahrprojekte in Schulen, um die Schwimmfähigkeit signifikant zu steigern und mit Radfahren umweltfreundliche Mobilität in der Stadt zu fördern. Hier kann der organisierte Sport seine Kompetenz voll ausspielen. Modellprojekte beispielsweise aus Hessen haben gezeigt, dass eine tägliche Schulsportstunde nicht nur die körperliche Entwicklung unterstützt, sondern auch die kognitiven Fähigkeiten fördert, gerade wenn der Sport auch schon am Vormittag in den Schultag eingebaut wird. Um jedoch qualitativ hochwertigen Sportunterricht anbieten zu können, braucht es von den Hochschulen gut ausgebildetes Personal.

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Für uns ist die Förderung von Sport und Bewegung bei Kindern und Jugendlichen ein unverzichtbarer Grundpfeiler eines guten und gesunden Aufwachsens. „Sport von Anfang an“ – getreu diesem Leitprinzip treten wir in unserem Landeswahlprogramm für eine Sport- und Bewegungsförderung ein, die bereits bei der Vorschulpädagogik ansetzt und sich über die Grund- und weiterführenden Schulen bis hin zum Hochschulsport an den Berliner Hochschulen durchzieht. So fördert die SPD-geführte Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie im Rahmen des Programms „Schule und Sportverein/-verband“ zahlreiche Kooperationen zwischen Berliner Schulen und Sportvereinen. Die enge Einbeziehung von Sportjugend, Profisportvereinen und assoziierten Vereinen in die geförderten Programmen „Profivereine machen Kita“ und „Profivereine machen Schule“ verbessern ebenfalls seit Jahren die Bewegungsangeboten der Berliner Kitas und Schulen.

Die SPD hat den Zusammenhang zwischen Bewegungsangeboten und Bildungserfolg frühzeitig erkannt und in Schlüsselbereichen Berlins umgesetzt. Auch deshalb sind drei wöchentliche Schulsportstunden im Lehrplan für uns seit Jahren eine Selbstverständlichkeit. Darüber hinaus sollen alle Kinder und Jugendlichen im schulischen Ganztag täglich Sport- und Bewegungsangebote nutzen können. Darüber hinaus wollen wir die Bezirke dabei unterstützen, bei der Gestaltung des öffentlichen Raumes die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen besonders zu berücksichtigen und Sportflächen altersübergreifend noch kreativer und barriereärmer gestalten und sanieren. Kinder und Jugendliche sollen dabei in die Planung einbezogen werden.

Das Schwimmenkönnen ist eine lebenswichtige Grundfertigkeit. Für uns gilt: jedes Kind in Berlin soll schwimmen können. Wir sind daher stolz darauf, dass wir seit Jahren die Zahl der Berliner Kinder, die nicht schwimmen können, deutlich senken konnten. Dazu trägt der verbindliche Schwimmunterricht bei, aber auch die Ausweitung von Schwimm- und Beckenzeiten und die Schaffung neuer Wasserflächen. Gemeinsam mit der Sportjugend, dem Berliner Schwimmverband und anderen engagierten Vereinen sorgen wir weiterhin dafür, dass alle Kinder in den Ferien ein Angebot bekommen, ihr Schwimmabzeichen zu machen, wenn sie das Ziel im Unterricht nicht erreichen konnten. Die Idee flächendeckender Schulschwimmzentren haben wir gemeinsam mit dem Berliner Schwimmverband und weiteren Vereinen entwickelt und setzen sie weiter um. Hierbei entwickeln wir die entsprechenden Angebote, um die Schwimmfähigkeit insbesondere der Berliner Schulkinder gezielt zu fördern.

Auch sicheres Radfahren ist in der Großstadt eine Grundfertigkeit, die jedes Kind beherrschen soll. Deshalb setzen wir frühzeitig an der Verkehrserziehung an, unterstützen die örtlichen Verkehrsschulen und bauen die gemeinsamen Projekte der Senatsverwaltungen für Bildung, Verkehr und Sport weiter aus. Analog zur Schwimmausbildung will die Berliner SPD gemeinsam mit Schulen und Vereinen attraktive Angebote für Kinder machen, um ihre Fahrradfähigkeiten zu verbessern und ihnen Verkehrsregeln zu vermitteln.

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Für viele Kinder und deren Familien ist die Schule der zentrale Ort des gesellschaftlichen Lebens. Die CDU Berlin möchte daher das Angebot an nachmittäglichen Sport-AGs ausbauen. Es soll eine Vielzahl an Sportarten bedient werden, zu denen auch das Schwimmen gehört. Hierfür gilt es, sowohl motivierte Lehrkräfte, als auch qualifizierte Trainer aus den Vereinen zu gewinnen. Das Engagement von Sportfachkräften außerhalb der regulären Unterrichtsstunden ist identitätsstiftend und trägt maßgeblich zur Motivation von Kindern und Jugendlichen bei.

Die Kooperationen mit den regionalen Vereinen sollen langfristig angelegt sein, damit die Schulen eine Planungssicherheit haben. Die Teilnahme an Sport-AGs kann das Interesse der Kinder an einer Sportart stärken, sodass möglicherweise viele junge Menschen für eine Vereinsmitgliedschaft gewonnen werden können.Darüber hinaus wünschen wir uns eine stärkere Professionalisierung bei der Zusammenarbeit von Vereinen, Kitas und Schulen. Dazu gehört in erster Linie der Ausbau der Programme „(Profi-)Vereine machen Kita“ und „Profivereine machen Schule“ sowie die Weiterentwicklung des Projekts „Berlin hat Talent“.

Neben der Stärkung von Sport-AGs steht die CDU Berlin auch einer täglichen Schulsportstunde aufgeschlossen gegenüber. Insbesondere das morgendliche Sporttreiben vor dem Unterricht trägt aus unserer Sicht dazu bei, dass die Kinder wacher, frischer und aktiver in den Tag starten.

Die Schulschwimmzentren unterstützen wir. Wir wollen in Anlehnung an das Projekt „Neuköllner Schwimmbär“ eine flächendeckende Möglichkeit für Kinder der ersten und zweiten Klassen schaffen, sich bereits vor Beginn des obligatorischen Schwimmunterrichts mit dem Element Wasser vertraut zu machen. Dafür sind optionale Angebote an allen Berliner Schulen zu schaffen. Mit Wassergewöhnungskursen wollen wir auch die Jüngsten erreichen und schon in der Kita den Spaß am Planschen wecken.

Zur Erhöhung der Schulwegsicherheit ist für uns die Fahrradausbildung in der Schule ein besonderes Anliegen. Um eine umfangreiche Ausbildung der Kinder sicherzustellen, möchten wir auch die Jugendverkehrsschulen beispielsweise durch ausreichende materielle und personelle Ausstattung stärken und für eine engere Kooperation mit den Schulen werben, sodass das Sporttreiben auch schon vor der Schule beginnt.

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Die Kooperationen mit den Vereinen für Sport in Kitas und Schulen wollen wir ausweiten, so dass in allen Bezirken Angebote für die Kinder zur Verfügung stehen.

Jedes Kind in Berlin soll Schwimmen lernen. Wir können nicht hinnehmen, dass immer wieder Menschen ertrinken, weil sie nicht schwimmen können. Schulschwimmen soll daher weiter Priorität im Vertrag mit den Bäderbetrieben haben, so dass für alle Schüler*innen der dritten Klassen das Schulschwimmen gesichert ist. Die Schulschwimmzentren wollen wir nach den guten Erfahrungen auf ganz Berlin ausweiten. Zudem wollen wir die Öffnungszeiten der Berliner Bäderbetriebe verlängern, damit alle Schulklassen die Möglichkeit zum Schwimmunterricht bekommen und sich die Nutzung der Bäder besser verteilt. Darüber hinaus wollen wir prüfen, ob Kooperationsverträge mit anderen Schwimmhallen, etwa in Hotels oder Fitnessstudios abgeschlossen werden können, um die vorhandenen Kapazitäten besser zu nutzen.

Das Radfahren gewinnt in unserer Stadt weiter an Bedeutung, mit dem Ausbau der Radinfrastruktur wollen wir mehr Menschen und auch Kinder fürs Radfahren im Alltag gewinnen. Für die Kinder ist die Vermittlung von sicherem Fahren besonders wichtig. Gemeinsam mit den bezirklichen Verkehrsschulen und Projekten, die vereinzelt an Berliner Schulen bereits sehr erfolgreich durchgeführt wurden, möchten wir ein Programm auflegen, dass Schüler*innen in allen Berliner Bezirken den sicheren und kompetenten Umgang mit dem Fahrrad vermittelt.

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Gerade die Corona-Pandemie zeigt uns noch einmal verstärkt, wie wichtig es für Kinder ist, sich an der frischen Luft zu bewegen, zu spielen und gemeinsam mit Familie und Freunden Spaß daran zuhaben und was es bedeutet, wenn dies nur noch eingeschränkt möglich ist. Sport, Spiel und Bewegung gehören in den kindlichen Alltag. Im Kita-Bildungsprogramm sind sie fest verankert. Doch auch in die Schule muss mehr Bewegung. Eine tägliche Stunde Sport in der Schule muss nicht unbedingt eine Sportstunde im Stundenplan sein. Aber es sollte möglich sein, den schulischen Alltag für alle Altersklassen so zu organisieren, dass Sport und Bewegung fest integriert sind. Eine gewisse Flexibilität bei der Unterrichtsgestaltung und Schulorganisation und fächerübergreifende sowie außerunterrichtliche Sportaktivitäten in Kooperation mit dem organisierten Sport können viel bewirken. Zum Beispiel gehören das Erlernen des Radfahrens und die Radverkehrsprüfung im Rahmender Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung zusammen. Und Programme wie „Berlin hat Talent“,„Schule und Verein“, Profivereine machen Schule“ oder „Kleine kommen ganz groß raus“ haben neben dem sportlichen Effekt auch Bedeutung für den Erwerb sozialer Kompetenzen. Das wollen wir auch weiter fördern und die Bedingungen dafür auch bei der Vergütung angleichen und verbessern. Wir möchten darauf hinwirken, dass noch mehr Schulen Kooperationen dieser Art eingehen und Sport an allen Schulen ein über den Sportunterricht hinausgehendes Angebot machen können. Hierfür gilt es nicht nur, neue Pädagog:innen entsprechend auszubilden, sondern auch bereits tätige Pädagog:innen hierfür zum Beispiel durch gezielte Fortbildungen zu gewinnen.

Der Erwerb der Schwimmbefähigung ist für uns LINKE von größter Bedeutung. Kein Schüler, keine Schülerin soll die Schule ohne Schwimmbefähigung verlassen. Corona-bedingte Ausfälle des Schwimmunterrichts müssen kompensiert werden. Wir unterstützen die Schwimmlern-Offensive des Berliner Schwimm-Verbands und seiner Partner, hier über Ferienschwimmkurse hinaus zu denken.Dies sind gute Ergänzungsangebote und bestes Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Schule, Sport und Bäder-Betrieben. Sie können qualifizierten Schwimmunterricht aber nicht ersetzen.Wir setzen uns dafür ein, mit dem Schwimmunterricht früher zu beginnen, am besten schon in der Kita, Spätestens jedoch in der ersten Klasse. Schulschwimmzentren wollen wir in allen Bezirken fest etablieren.

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Wir unterstützen in vollem Umfang die Forderungen des LSB. Kernpunkte unseres Programms sind mindestens 2 Doppelstunden Sport in der Schule pro Woche. Sportunterricht muss wieder Priorität haben. Dafür müssen qualifizierte Sportlehrer zur Verfügung stehen. Traditionelle Sportarten bilden die Grundlage. Schwimmunterricht schon ab der 2. Klasse bis zum Ende der 4. Klasse. Jedes Kind muss schwimmen können.

Mehr Kooperation und Partnerschaften von Schulen, Sportvereinen und anderen Sportanbietern. Frühe Programme für Talentsuche- und Förderung.

Der Wettbewerbsgedanke muss wieder stärker gefördert werden. Bundesjugendspiele und Sportabzeichen ablegen muss verpflichtend durchgesetzt werden.

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Bewegung in Kita und Schule ist ein elementarer Bestandteil für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Ausreichend Bewegung beugt schweren Erkrankungen vor, macht Spaß und tut gut. Gerade im außerschulischen Bereich ist hier noch Luft nach oben. Aber auch in Ganztagsschulen muss diesem Bereich eine größere Bedeutung eingeräumt werden, wenn die Schulkinder dort von morgens bis abends am Ort sind. Die Ausweitung des Sportunterrichts würde zulasten anderer Fächer gehen. Sinnvoller wären verstärkte Angebote nach dem regulären Unterricht, etwa im Rahmen von Sport-Arbeitsgemeinschaften an Schulen – gern in Zusammenarbeit mit benachbarten Sportvereinen.

Um Sportvereine vor Ort besser fördern zu können, brauchen wir starke Bezirkssportbünde. Wie steht Ihre Partei dazu, aus der bisher halben geförderten Stelle für jeden Bezirkssportbund insgesamt zwei zu machen, damit sie ihre zahlreichen gesellschafts- und sportpolitischen Aufgaben vor Ort erfüllen können?

Die Bezirkssportbünde sind eine der wichtigsten Säulen des Vereinssports in Berlin. Sie stehen sportarten- und vereinsübergreifend im Bezirk und im Kiez für die Interessen des organisierten Sports ein. Sie schaffen damit eine einzigartige Verbindung zwischen Sportlerinnen und Sportlern auf der einen Seite und Bezirksverwaltungen und -politik auf der anderen. Gerade in der Corona-Pandemie hat sich die Bedeutung der Bezirkssportbünde als verlässliche Partner und Multiplikatoren in der Kooperation mit den für die Sportstättenvergabe zuständigen Schul- und Sportämtern in den Bezirken gezeigt. Eine flächendeckende Beteiligung in den Sportausschüssen der Bezirksverordnetenversamm-lungen und eine frühzeitige Einbindung bei Fragen des Sportstättenbaus und der Sportstättenvergabe würde die Bezirkssportbünde aufwerten und stärken. Zur Unterstützung ihrer umfangreichen Verwaltungsaufgaben werden die Bezirkssportbünde bisher mit einer halben Personalstelle vom Senat gefördert. Die weitere Stärkung der Bezirkssportbünde und ihr großes Aufgabenspektrum, das den Kinderschutz, die Kooperation mit Schulen und auch die Integration verschiedener gesellschaftlicher Gruppen umfasst, macht die Förderung von mindestens zwei Personalstellen pro Bezirkssportbund sinnvoll – eine allgemeine, die Vereine schlagkräftig unterstützt und als Bindeglied zwischen Landessportbund, Fachverbänden und Vereinen fungiert – und eine als Kinderschutz-beauftragte/-r, die sich um weitere gesellschaftlich hochrelevante Themen wie die Prävention sexualisierter Gewalt, Integration und Inklusion kümmert.

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Für die Sozialdemokratie gilt: Sport darf nicht an finanzieller Not scheitern. Deshalb hat der Sport im Verein eine hohe Bedeutung für die SPD. Denn gemeinnützige Sportvereine sorgen im Unterschied zu kommerziellen Sportanbietern dafür, dass Sport für alle Berliner:innen bezahlbar bleibt. Den Bezirkssportbünden kommt hierbei eine wesentliche Rolle zu: sie treten sportarten- und vereinsübergreifend im Bezirk und im Kiez für die Interessen des organisierten Sports ein. Die SPD begrüßt daher ausdrücklich, dass der Landessportbund in der Millionenmetropole Berlin seine Arbeit künftig dezentraler aufstellen will. Auch deshalb steht die Berliner SPD in ihrem Landeswahlprogramm zur bestehenden Fördervereinbarung mit dem Landessportbund und ist entschlossen, diese weiterhin zu sichern. Angesichts der umfangreichen Verwaltungsaufgaben der Bezirkssportbünde sowie ihres breiten Einsatzspektrums ist sich die Berliner SPD mit dem Landessportbund darin einig, dass es einen weiteren Personalaufbau in den Bezirkssportbünden bedarf. Wir wirken weiter darauf hin, die Mittel für den organisierten Sport auskömmlich zur Verfügung zu stellen. Zudem setzt sich die Berliner SPD weiterhin für eine stärkere Beteiligung der Bezirkssportbünde in den Sportausschüssen der Bezirksverordnetenversammlungen und eine frühzeitige Einbindung bei Fragen des Sportstättenbaus und der Sportstättenvergabe ein.

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Die Angebote der Sportvereine, Jugendeinrichtungen und sozialen Träger in den Bezirken sind enorm. Die Vielfältigkeit ist jedoch meist aufgrund mangelnder Transparenz nicht für jeden ersichtlich. Wir unterstützen daher die Stärkung der Bezirkssportbünde insbesondere auch durch die Aufstockung der bisher halben geförderten Stelle auf zwei und fordern darüber hinaus den Einsatz von lokalen Sportmanagern, die eine bessere Vernetzung von Kita-, Schul- und Vereinssport sowie der weiteren wohnortnahen Sportangebote sicherstellen. Sie sollen dafür Sorge tragen, dass Bewegung vom Kindesalter an routiniert in den Alltag integriert wird. Die Sportmanager sind u.a. dafür verantwortlich, dass an allen Schulen Sport-Infoscreens angebracht werden, die die regionalen Bewegungsangebote digital bewerben. Neben den Schulsportangeboten sollen dort auch Vereine und soziale Organisationen ihr Repertoire darstellen. Diese Form von Transparenz ermöglicht es Kindern und Eltern, sich unkompliziert über die Sportmöglichkeiten in ihrem Umfeld zu informieren.

Darüber hinaus sollen die Sportmanager die Zusammenarbeit von Vereinen, Kitas und Schulen professionalisieren. Dazu gehört in erster Linie der Ausbau der Programme „(Profi-)Vereine machen Kita“ und „Profivereine machen Schule“ sowie die Weiterentwicklung des Projekts „Berlin hat Talent“.

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Unbenommen ist die verbindende Arbeit der Bezirkssportbünde maßgeblich für die Kommunikation zwischen dem Sport vor Ort und den übergeordneten Gremien. Das vielfältige Aufgabenspektrum ist in den letzten Jahren weiter gewachsen und daher ist die Forderung nach zusätzlichen geförderten Stellen sehr nachvollziehbar. Aufgrund der erwartbar angespannten Haushaltslage mindestens in den nächsten zwei Jahre wäre es jedoch wenig seriös, zeitnah große Aufwüchse bei den Personalmitteln in Aussicht zu stellen. Hier muss das Gespräch zwischen allen Beteiligten gesucht und überlegt werden, wie die realen Bedarfe mittel- und langfristig gedeckt und finanziert werden können.

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Wir erkennen die große Bedeutung der Bezirkssportbünde an und begrüßen ihre Entwicklung und wachsende Bedeutung für den Sport in den Bezirken und als Interessenvertretung für den organisierten Sport gegenüber der Politik. Wir wollen diese Arbeit auch künftig unterstützen und fördern. Dazu gehört auch die schrittweise weitere Verbesserung der Ausstattung mit mehr hauptamtlichen Stellen zur Unterstützung der Arbeit und zur spürbaren Entlastung des Ehrenamtes. Eine perspektivische Ausstattung mit jeweils zwei Stellen halten wir dabei für angemessen. So unterstützen wir das Engagement des Sports für die Sportförderung in der ganzen Breite und Vielfalt, insbesondere auch bei der Sicherung und Entwicklung der Sportinfrastruktur und als Ansprechpartner für den vereinsungebundenen Freizeitsport. Die Bezirkssportbünde sind zuverlässige Partner der Bezirke bei der Sozialraumentwicklung. Sie beteiligen sich an Kooperationen mit anderen sozialen Trägern und Einrichtungen, sind Ratgeber bei der Gesundheitsförderung und beraten und unterstützen die Bürger:innen in Alltagsfragen. Sie kümmern sich um Ferienangebote, sinnvolle Nachmittagsbetreuung und den Kinderschutz. Mit Initiativen für Fair Trade im Sport, Klima- und Naturschutz sind sie vielfach Vorreiter beim Aufgreifen von gesellschaftspolitischen Themen. Wir danken dem organisierten Sport, dass er gerade über die Bezirkssportbünde immer mehr Verantwortung für die soziale Entwicklung vor Ort und in den Nachbarschaften übernimmt. Das erfordert und rechtfertigt in jedem Fall die stärkere öffentliche Förderung, wobei wir die Autonomie des Sports auch künftig respektieren.

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Unterstützung der LSB Forderung. Es muss eine bessere Vernetzung von Senat- LSB- Sportvereinen und anderen Sportanbietern mit den Bezirken geben. Kernpunkt sind hierfür die Stadtentwicklungspläne Sport für alle Bezirke. Die vollständige Umsetzung muss in der 19. Wahlperiode erfolgen! Dazu bedarf es einer besseren Kontrolle und einer verbindlichen Umsetzung.

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Die Bezirkssportbünde sind in den Bezirken unterschiedlich personell ausgestattet. Schon vor der halben Standardstelle haben einzelne Bezirkssportbünde eine halbe Stelle finanziert, sodass eine Vollzeitstelle entstanden ist. Eine weitere personelle Aufstockung muss sich an den Gegebenheiten vor Ort orientieren.

Nur eine intakte Sportinfrastruktur kann Menschen dauerhaft in Bewegung bringen. Wie wird Ihre Partei auf den qualitativen und quantitativen Mangel an Sportstätten, gerade auch an barrierefreien, reagieren und wie wollen Sie mangelnde Transparenz und Nutzungskonflikte bei der Vergabe der Sportstätten angehen? Wie wollen Sie das Vereinsinvestitionsprogramm verändern, um mehr vereinseigene Sportstätten zu schaffen? Und wie wollen Sie sicherstellen, dass der Sport in Infrastrukturprojekten stärkere Berücksichtigung findet?

Zur Infrastruktur für den organisierten Sport gehören gut ausgestattete gedeckte und ungedeckte Sportstätten sowie von Schwimmflächen in ausreichender Zahl. Der Sanierungsstau bei öffentlichen Anlagen ist allerdings in den vergangenen Jahren weiter angewachsen, außerdem nimmt die Unterversorgung für Vereine, Schulen und sportbegeisterte Berlinerinnen und Berliner in dramatischem Ausmaß zu. Helfen kann hier nur eine Sportstättenoffensive, die sowohl die öffentlichen Anlagen wie auch die Anlagen in Vereinshand umfasst und selbstverständlich Barrierefreiheit verspricht. Gelingen wird das nur durch eine stärkere Berücksichtigung des Sports in der Stadtplanung, also bei allen entscheidenden Projekten. Der Anteil an vereinseigenen Sportanlagen in Berlin ist bundesweit unterdurchschnittlich. Vereine klagen über einen hohen bürokratischen Aufwand, um am Vereinsinvestitionsprogramm partizipieren zu können. Dabei sollten gerade auch kleinere Vereine in die Lage versetzt werden, Eigentum zu erwerben. Programme auf Bundesebene aber auch das landeseigene Sportstättensanierungsprogramm können in Berlin ihre Wirkung nicht entfalten, weil Bauvorhaben einfach nicht umgesetzt werden können. Gerade hier besteht dringender Handlungsbedarf. Auch Menschen mit Behinderung müssen in gleicher Weise in Berlin Sport treiben können. Dafür müssen Maßnahmen für die Sportstättensituation getroffen und Standards für Barrierefreiheit gesetzt werden.

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In ihrem Landeswahlprogramm verpflichtet sich die Berliner SPD dem Anspruch einer Sportstadt Berlin. Für uns ist klar: Sport treiben darf weder an finanzieller Not scheitern noch daran, dass es nicht ausreichend Sportflächen gibt. Wir setzen uns daher dafür ein, dass den förderungswürdigen Sportvereinen in Berlin ausreichend Sportflächen zur Verfügung stehen, die von öffentlicher Hand gebührenfrei bereitgestellt und instandgehalten werden. Bei Instandhaltungen und Sanierungen investieren Land und Bezirke in die Barrierefreiheit. Wir wollen erreichen, dass jeder Bezirk mindestens zwei vollständig inklusive Sporthallen schafft. Mit der Berliner Schulbauoffensive entstehen durch Neubau und Sanierungen rund 400 neue Hallenteile in Berlin. Zudem war die SPD  die treibende Kraft, bereits zum Ende der vergangenen Wahlperiode die Mittel für die Sanierung der bezirklichen Sportanlagen auf 18 Mio. Euro jährlich zu verdoppeln. Wir haben dafür gesorgt, dass aus den Investitionsmitteln der vergangenen Jahre zahlreiche Projekte im Sport vorangebracht wurden.

Sportflächen müssen auch in neu entstehenden Stadtquartieren ebenso neu errichtet werden wie mit einem „Band des Sports“ auf dem ehemaligen Flughafen Tegel. Zudem werden wir die Sanierungsmittel für die bezirklichen Sportstätten aufstocken. In die Schaffung weiterer Sportflächen und den Umbau des Jahnsportparks zu einem inklusiven Sportpark investiert der Berliner Senat unter SPD-Führung etwa 200 Mio. Euro. Viele Millionen wurden und werden zudem an der Sportanlage Paul-Heyse-Straße, im Olympiapark und dem Sportforum Berlin investiert. Die neuen Stadtquartiere wie der Blankenburger Süden oder die Nachnutzung des Flughafens Tegel bieten die Möglichkeit, weitere Sportflächen, insbesondere Großspielfelder zu errichten. Wo Sportflächen dauerhaft aufgegeben werden, wollen wir eine Pflicht zur Ausweisung von Ersatzflächen rechtlich verankern.

Das Vereinsinvestitionsprogramm haben wir im Rahmen der letzten Haushalte wesentlich gestärkt. Es dient dem Erhalt und der Errichtung von Sportanlagen, ggf. auch dem Ankauf von privaten Grundstücken. Hierdurch können förderungswürdige Berliner Sportvereine im Rahmen langfristiger, zinsvergünstigter Erbpachtverträge mit der öffentlichen Hand auch Grundstücke pachten.

Mit einem Bädervertrag bekennen wir uns zur auskömmlichen Finanzierung der Berliner Bäder und zum schrittweisen Abbau des Sanierungsstaus an unseren über 60 Bäderstandorten. Für den Bau von zwei neuen Multifunktionsbädern an den Standorten Mariendorf und Pankow stehen über 60 Mio. Euro zur Verfügung. Weitere Versorgungsunterschiede gleichen wir aus. Am Standort Spandau-Süd sowie im Osten der Stadt sollen weitere Wasserflächen entstehen, um den steigenden Bedarf zu decken.

Auf Bundesebene setzen wir uns dafür ein, einen „Goldenen Plan Sportstätten“ neu aufzulegen und bundesweit über zehn Jahre jeweils eine Milliarde Euro in kommunale Sportstätten zu investieren.

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Intakte Sportstätten stellen eine der Grundvoraussetzungen dar, damit der Sport seinen wichtigen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt und zur Gesunderhaltung leisten kann. Viele der insgesamt etwa 4.500 Sportanlagen sind jedoch stark sanierungsbedürftig: Der Sanierungsstau beläuft sich auf knapp 300 Millionen Euro. Wir wollen daher, dass das Sportstättensanierungsprogramm von derzeit 18 Millionen Euro jährlich weiter aufgestockt wird. Zusätzlich soll jedem Bezirk mindestens eine Million Euro pro Jahr zur Verfügung gestellt werden, um das jährliche Wachstum des Sanierungsstaus zu stoppen. Es muss sichergestellt sein, dass den Sportvereinen jederzeit ausreichend gedeckte und ungedeckte Sportflächen zur Durchführung ihres Trainings- und Wettkampfbetriebes zur Verfügung stehen. Um dem Bedarf der wachsenden Stadt gerecht zu werden, reicht die Instandsetzung und Aufwertung der vorhandenen Sportflächen sowie deren Auslastungsoptimierung jedoch nicht aus. Die barrierefreie und inklusive Gestaltung der Berliner Sportstätten ist für die CDU Berlin erklärtes Ziel. Priorität hat für uns dabei der zügige Umbau des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks zu einer modernen Leistungs-, Breiten- und vollständig barrierefreien Inklusions-Sportanlage. Diese soll ein Leuchtturm des Behindertensports werden, der einer Sportmetropole gerecht wird. Überdies müssen neue Sporthallen gebaut werden. Die im Zuge der Schulneubauoffensive des Senats entstehenden Sporthallen müssen ebenfalls dem Vereinssport zugutekommen.

Unter dem Punkt 9 „Digitalisierung für den Sport nutzen“ wird erläutert, wie wir die transparente Vergabe von Sportstätten sicherstellen und Nutzungskonflikte vermeiden wollen.

Ungedeckte Sportanlagen sind Klima- und Umwelteinflüssen ungeschützt ausgesetzt. Ihre Nutzung ist daher stark limitiert. In den kalten Wintermonaten werden die Sportanlagen so gut wie gar nicht frequentiert. Mit Blick auf die Flächenknappheit ist dies nicht länger vertretbar.

Wir wollen daher die ungedeckten Sportanlagen ganzjährig nutzbar machen, sodass eine möglichst vollständige Auslastung über das Jahr hinweg erreicht wird. Zum einen gelingt dies durch den vermehrten Einsatz von Traglufthallen. Neben Tennisplätzen können auch andere Sportflächen, aber auch Freibäder mithilfe von Traglufthallen auch in der kalten Jahreszeit betrieben werden.

Vor dem Hintergrund der langfristigen Sanierungsarbeiten bei den Berliner Bädern würde eine temporäre Überbauung der Sommerbäder insbesondere die angespannte Lage bei den Schwimmvereinen und Schulen lockern. Die Großspielfelder und verbleibenden Hartplätze können zum anderen dadurch ganzjährig nutzbar gemacht werden, indem sie mit Kunstrasen und Flutlichtanlagen ausgestattet werden. Die CDU Berlin setzt sich daher dafür ein, dass ungedeckte Sportanlagen flächendeckend so modernisiert werden, dass auch ein Trainingsbetrieb während der Wintermonate sichergestellt ist.

Um der massiven Wohnraumknappheit in Berlin zu begegnen, werden notwendigerweise immer mehr Stadtquartiere zu entwickeln sein. Der CDU Berlin ist daran gelegen, dass bei Neubauvorhaben stets der Sportstättenbedarf mitberücksichtigt wird. Räume für sportliche Betätigung sind aus unserer Sicht ebenso wichtig, wie verkehrliche, soziale und kulturelle Infrastruktur. Sowohl das Land Berlin als auch Investoren sollen in Anlehnung an die zu erwartenden Anwohnerzahlen ausreichend gedeckte und ungedeckte Sportanlagen in ihre Bauplanungen einbeziehen. Wir fordern daher einen Sportflächenschlüssel für die Stadt, durch den sichergestellt werden soll, dass bei künftigen Quartiersplanungen und größeren Bauvorhaben pro Einwohner auch ausreichende Sportflächen zur Verfügung stehen. Neben der angemessenen Quantität sind auch die qualitativen Ausstattungsmerkmale der Sportstätten an den Bedürfnissen der künftigen Nachbarschaften zu orientieren. Dabei ist darauf zu achten, dass die neuen Sportanlagen möglichst vielen sportartspezifischen Normen entsprechen, damit dort auch offizielle Wettbewerbe ausgetragen werden können.

Hinsichtlich des notwendigen Baus neuer Sportanlagen ist auf innovative Lösungen zu setzen. Für die CDU Berlin ist klar, dass etwa Sporthallen nur noch als Doppelstockhallen oder womöglich dreistöckige Hallen gebaut werden sollten. Durch die Flächenknappheit und die damit einhergehende Nutzungskonkurrenz muss auch vermehrt darüber nachgedacht werden, Sportflächen auf bestehende und integriert in neue Gebäude zu bauen. Hier ist die Zusammenarbeit von Politik, Bauwirtschaft und Sport gefragt, um solche und weitere kreative Ideen auf deren zügige Umsetzung hin zu prüfen.

Vereinen soll es im Rahmen des Vereinsinvestitionsprogrammes zukünftig wieder ermöglicht werden, dem Land Berlin ihre genutzten Grundstücke abzukaufen. Mit den Grundstücken als Sicherheit erhalten sie bessere Kreditbedingungen bei Banken gegenüber Pachtverträgen.

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Als wir 2016 Regierungsverantwortung übernommen haben, waren die Sportanlagen in Berlin in schlechtem Zustand. Mit dem Sportstättensanierungsprogramm haben wir begonnen, Sportstätten wieder in Schuss zu bringen. Es ist aber auch klar: Bei der Vielzahl an Anlagen wird die Sanierung ein Marathon, kein Sprint. Für uns ist wichtig, dass die Sanierungen nach hohen ökologischen Standards mit transparenter Bürger*innenbeteiligung erfolgen müssen. Die Klimakrise erfordert, dass wir in allen Lebensbereichen Ressourcen schonen. Deswegen haben wir in den Sportanlagen-Nutzungsvorschriften auch Nachhaltigkeitskriterien verankert. Berliner Sportanlagen müssen nicht nur ökologisch, sondern auch barrierefrei werden. Multifunktionale und behindertengerechte Sportstätten versetzen alle Berliner*innen in die Lage, sich sportlich zu betätigen, und leisten somit einen Beitrag zur Gesellschaft der Vielen, die allen Menschen, auch in einer älter werdenden Gesellschaft, ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht.

Berlin wächst und damit auch der Bedarf an Sportstätten. Aus ökologischer Sicht ist es geboten, vorhandene Sportanlagen besser auszulasten, bevor wir mit Neubauten Flächen versiegeln. Wenn nicht bereits geschehen, können die Außengelände von beispielsweise Schulen umfassender genutzt werden, indem sie nach Schulschluss für die Allgemeinheit geöffnet werden. Wo nötig werden wir auch neue Sportanlagen bauen. Insbesondere bei der Entwicklung der 16 neuen Stadtquartiere müssen Sportanlagen nicht nur für den Schulsport sondern auch für den Vereinssport und den vereinsungebundenen Sport eingeplant werden.

Wir wollen die Nutzung vorhandener Sportanlagen deutlich optimieren und daher die Einführung eines berlinweit einheitlichem digitalen Buchungs- und Verwaltungssystems schneller voranbringen, als dies bisher gelungen ist. In der wachsenden Stadt ist es einerseits notwendig, bei neuen Quartieren auch neue Sportflächen mitzudenken, andererseits muss aber auch eine optimale Ausnutzung der bestehenden Flächen sichergestellt werden.

Um einen möglichst niedrigschwelligen Zugang zu Sport und Bewegung auch außerhalb von Vereinen zu ermöglichen, haben wir das Programm „Sport im Park“ ins Leben gerufen, das in allen Berliner Bezirken kostenlose Sportangebote ermöglicht. Egal ob Teamsport, Workout oder Balance, bei mehr als 100 Aktivitäten ist für jede*n was dabei. Dieses erfolgreiche Programm wollen wir auch in den kommenden Jahren weiterführen und ausbauen, ebenso wie mehr öffentlich zugängliche Bewegungsangebote, ob zum Bouldern, Skaten oder Tischtennis.

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Die Sportinfrastruktur Berlins muss mit dem Wachsen der Stadt Schritt halten. Ein Schritt muss die Sicherung und der Ausbau bestehender Sportanlagen sein. Wir möchten, dass für jede aktiv genutzte öffentliche Sportanlage, die aufgegeben wird, künftig Ersatz geschaffen werden muss.

Das Sportanlagensanierungsprogramm werden wir fortsetzen und zusätzlich in mehr inklusive Angebote und Barrierefreiheit investieren. Hierfür wollen wir auch das Planungshandbuch Sport anpassen, damit inklusiv nutzbare Sportanlagen künftig wirklich Standard werden.

Die Schulbauoffensive werden wir noch stärker nutzen, um über den Unterrichtsbedarf hinaus Sportbedarfe beim Bau von Schulsportanlagen zu berücksichtigen. Das Modellprojekt in 2020 und 2021, wonach Mehrbedarfe des Sports von Anfang an eingeplant, angemeldet, finanziert und umgesetzt werden können, wollen wir verstetigen. Das muss Bestandteil der weiteren Schulbauoffensive werden.

Bei der Entwicklung neuer Stadtquartiere wollen wir Sportanlagen fest einplanen, dazu gehören auch Bäder. Für diese Ausstattung wollen wir einen verbindlichen Standard entwickeln, der auch für private Investoren gilt. Daneben wollen wir aber auch Grünflächen und Parks stärker als bisher für Sport und Bewegung öffnen. Unsere Idee ist, dafür mit den Bezirken ein einheitliches Verfahren und Bewilligungskriterien zu entwickeln. So sollen der vereins- aber auch der vereinsungebundene Sport Planungssicherheit erhalten und Verwaltungsentscheidungen transparenter gemacht werden.

Für DIE LINKE ist die kostenlose Bereitstellung der öffentlichen Sportanlagen für den vereinsgebundenen und individuellen Freizeitsport oberstes Prinzip der Sportförderung. Da sehen wir uns in Übereinstimmung mit der Berliner Landesverfassung. Statt auf den Erwerb von öffentlichen Sportanlagen orientieren wir auf Erbpachtverträge. Auch so können wir die Eigeninitiativen von gemeinnützigen und förderungswürdigen Sportorganisationen gleichermaßen ermöglichen und absichern. Exklusivrechte für die Nutzung öffentlicher Sportanlagen sind für uns angesichts der knappen Sportflächen und Nutzungszeiten nicht mehr zeitgemäß. Wir kommen um eine kooperative und intensivere Nutzung der Sportinfrastruktur nicht herum. Das erhöht die Bedeutung der Sportstättenvergabe in den Bezirken. Hier ist vor allem Transparenz, Solidarität unter den Nutzenden aber auch technische Unterstützung der Verwaltung gefragt. Das vom Land entwickelte IT-gestützte Vergabeverfahren sollte berlinweit eingesetzt werden. Dabei wollen wir die Bezirke unterstützen.

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Vorrangig dürfen keine Sportflächen und Gebäude, ohne verbindlichen und sofortigen Ersatz, mehr umgewidmet werden. Bei neuen oder umzugestaltenden Stadtquartieren sind gesetzlich verbindliche Regelungen zu treffen, die den Sport jeweils ausreichend berücksichtigen. Mehr Geld in die Sanierung und den Neubau von Sportanlagen, statt unsinnige Kulturobjekte und dubiose Fördervereine zu unterstützen. Reformation der Berliner Bäder Betriebe. Statt fast jedes Jahr ein Bad vom Netz gehen zu lassen und unsinnige teure Spaßbäder zu planen, müssen die Investitionen für den Erhalt und die Wiedereröffnung bereits geschlossener Bäder verwendet werden. Schwimmhallenneubau muss effektiv mit anderen Sportarten gekoppelt werden. Als Beispiele dienen hier unzählige Objekte in ganz Deutschland, wo Schwimmhallen mit Eishallen und anderen Sportarten gekoppelt sind und große Einsparungen und Synergieeffekte erzeugt werden (s. Kraft-Wärme-Kopplung).

Investitionen und Sicherheit der Vereine kann dahingehend gefördert werden, dass ihnen die vorhandenen stadteigenen Grundstücke, nach entsprechender Prüfung, zur langfristigen Erbpacht übergeben werden. Sie haben dann die Möglichkeit das Gelände sinnvoll weiter zu entwickeln.

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Die Sportinfrastruktur in Berlin ist trotz aller Bemühungen der letzten Jahre vielfach marode und in keinem guten Zustand. Massive Investitionen sind auch in der Zukunft notwendig. Wo immer möglich, sollten die Sportstätten barrierefrei und inklusiv gebaut werden. Das große Ärgernis bleibt die Hängepartie beim Jahnsportpark. Nach dem Willen der FDP wäre das alte, völlig veraltete und marode Stadion längst einem barrierefreien Neubau gewichen. Dieses Leuchtturmprojekt sollte eine Priorität der neuen Legislaturperiode sein.

Mit dem Olympiapark, dem Sportforum Hohenschönhausen und dem Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark gibt es drei zentrale Sportstätten, die auch für Vereine und Verbände von elementarer Bedeutung sind. Mit der Erschließung des ehemaligen Flughafens Tegel kann ein weiterer herausragender Ort für den Sport dazukommen, auch der ehemalige Flughafen Tempelhof bietet enorme Potenziale für Sport und Bewegung. Wie will Ihre Partei diese Standorte innerhalb der Sportmetropole Berlin entwickeln und welche Rolle spielt der organisierte Sport dabei?

Die bundesweit einmaligen Areale des Sports in Berlin können ihr Potenzial nicht richtig entfalten. Die Weiterentwicklung des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks zu einem Sportpark für alle, gerade auch für die Anwohnerinnen und Anwohner, und als Kompetenzzentrum für Inklusionssport, stockt. Für den Olympiapark gibt es unzählige Ideen, von denen bisher kaum welche umgesetzt sind, einschließlich eines attraktiven Sportmuseums. Das Sportforum Hohenschönhausen ist das nationale Spitzensportzentrum, der größte Olympiastützpunkt Deutschlands hat hier seine Heimat. Um die Möglichkeiten des Sportforums zu optimieren, bedarf es der Unterstützung des Bundes, die von Berliner Seite konzeptionell vorbereitet und eingefordert werden muss. Mit der Schließung des Flughafens TXL entsteht eine einmalige Fläche, auf der auch der Sport einen entscheidenden Beitrag für die Bevölkerung leisten kann – mit einem „Band des Sports“, das Angebote für organisierte und nicht-organisierte Sportlerinnen und Sportler miteinander verknüpft, Bewegung und Begegnung schafft und als Leuchtturm über die Sportmetropole Berlin hinaus strahlt.

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Die SPD ist die Partei, die sich in Berlin so offensiv zu den Chancen bekennt, die ein inklusiver Friedrich-Ludwig-Jahnsportpark für den organisierten und den individuellen betriebenen Sport in Berlin bietet. Ein inklusives und barrierefreies Stadion, das Heimat für Wettbewerbe im Behindertensport und für die dritte Fußball-Liga sein wird, ist dabei nur ein Aspekt. Wegen der Bevölkerungsentwicklung benötigen die nah gelegenen Schulen und die nutzenden Vereine zusätzliche Kapazitäten, so dass wir eine Sporthalle und einen zusätzlichen Kunstrasenplatz schaffen werden. Darüber hinaus werden wir die Nutzungsmöglichkeiten für individuell Sporttreibende weiter verbessern, u.a. auch mit einer auch für blindengerechte Laufstrecke durch das Gelände. Für die Umgestaltung des gesamten Areals hat der Berliner Senat Koalition Mittel in Höhe von 195 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Am Olympiastützpunkt in Hohenschönhausen investieren wir Schritt für Schritt in die Infrastruktur, prioritär in eine neue Athletikhalle, die Sportfunktionsgebäude für Fußball („Baracke C“) und perspektivisch in die Bogensporthalle. Das Stadion auf dem Gelände ertüchtigen wir für die Bedarfe in der Fußball-Regionalliga. Da die Förderung des Spitzensports und der entsprechenden Sportanlagen im Kompetenzbereich des Bundes liegt, setzen wir auf weitere Investitionen in unsere nationalen Zentren des Spitzensports. An der Sportanlage Paul-Heyse-Straße haben wir zahlreiche Maßnahmen bereits umgesetzt. Die Tischtennis-Halle als Parastützpunkt befindet sich in Umsetzung. Für den Olympiapark haben wir mit der Vision 2030 einen Masterplan „Olympisch in allen Dimensionen“ entwickelt, den wir sukzessiv umsetzen wollen. Das bedeutet eine massive Investition in die Zukunft – rund 60 Millionen Euro bis zum Ende des Jahrzehnts. Mit einer ähnlichen Investition wollen wir das Olympiastadion nicht nur als moderne Multifunktionsarena erhalten, sondern auch weiterentwickeln. Für den ehemaligen Flughafen Tegel planen wir die Schaffung von Sportanlagen ein. In Tempelhof muss ein neuer Volksentscheid Klarheit bringen, ob der Bau von Wohnungen in den Randbereichen und die Schaffung von Sportanlagen ermöglicht werden. Als Berliner SPD halten wir beides für dringend geboten.

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In Berlin gibt es eine hervorragende Sportinfrastruktur, die sich sowohl für die Austragung internationaler Großevents, als auch für die Durchführung kleinerer Wettbewerbe eignet. Die Vielzahl modernster Sportanlagen, beispielsweise die Max-Schmeling-Halle, das Velodrom, die SSE, die Alte Försterei, die Mercedes-Benz-Arena, und nicht zuletzt das Sportforum mit dem Olympiastützpunkt und dem Schul- und Leistungssportzentrum, die Eliteschule des Sports (Poelchau-Schule) im Olympiapark sowie die Flatow-Oberschule in Treptow-Köpenick gelten als Aushängeschilder der Sportstadt Berlin. Auch die Regattastrecke Grünau, das Steffi-Graf-Stadion oder das Horst-Korber-Sportzentrum gehören für uns zu den Leuchttürmen der Sportinfrastruktur, deren Leistungsfähigkeit es aufrecht zu erhalten und entsprechend der demografischen Veränderungen auszubauen gilt. Die CDU Berlin setzt sich für die Entwicklung nachhaltiger Nutzungskonzepte der großen Sportstätten ein. Dabei müssen diese Sportstätten auch im internationalen Vergleich eine führende Rolle spielen.

Die geplanten Investitionen für die Neugestaltung des Sportforums in Hohenschönhausen sind nicht nur für den Sport im Allgemeinen, sondern besonders auch für den Olympiastützpunkt von zentraler Bedeutung. Die CDU unterstützt daher die Planungen zur Weiterentwicklung dieses internationalen Spitzensportzentrums sowohl für die Phase I bis zum Jahr 2025, als auch darüber hinaus für die Phase II ab 2025 ausdrücklich.

Der Olympiapark Berlin ist ein Filetstück für den Sport, dessen Potential allerdings nicht annähernd ausgeschöpft wird. Wir wünschen uns eine Entwicklung für das Gelände, die es für den Leistungs-, Breiten- und Individualsport attraktiv und umfassend nutzbar macht. Unter besonderer Berücksichtigung des Denkmalschutzes können wir uns zum Beispiel die Überdachung des Schwimmstadions vorstellen, wobei die alte Tribüne in den Hallenbau integriert wird. Die Chancen, die sich für den Sport auf dem Areal bieten, dürfen nicht ungenutzt bleiben. Der Olympiapark mit der Eliteschule des Sports soll genau wie das Sportforum ein Zentrum für den Leistungs- und Spitzensport in Berlin sein.

Bei der Weiterentwicklung des Parks sind eine mögliche Bewerbung für Olympische Spiele ebenso wie die Interessen der dort ansässigen Vereine sowie das von Hertha BSC an diesem Standort favorisierte moderne Fußballstadion zu berücksichtigen. Natürlich ist auch das Olympiastadion eine großartige Sportstätte, das sowohl für eine mögliche Olympiabewerbung als auch für zahlreiche weitere internationale Top-Sportveranstaltungen, die wir uns für Berlin wünschen, eine wichtige Rolle spielen wird.

Das Cantian-Stadion im Jahn-Sportpark ist in seiner Größe und Lage einzigartig in Berlin. In diesem Stadion könnten Sportveranstaltungen der Leichtathletik, des Fußballs, des Behindertensports und vieler weiterer Sportarten auf nationaler und internationaler Ebene stattfinden, für die sonst kein Stadion in Berlin tauglich ist. Ausschließlich durch einen Ersatzneubau könnten die Ansprüche an ein zukunftsfähiges, modernes Stadion umfassend erfüllt werden. Wenn der Inklusions- und Behindertensport bei der Umgestaltung des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks an erster Stelle stehen und der Park zum Leuchtturm des Inklusionssportes werden soll, ist ein Abriss der geeignete Weg. Das neue Stadion inmitten des Sportparks ist von überregionaler Bedeutung. Die Stadt kann mit dieser inklusiven Sportstätte beispielhaft vorangehen und Berlin als Sportmetropole auszeichnen.

Mehrere Berliner Vereine stehen darüber hinaus vor dem Sprung in die Dritte Fußball-Bundesliga. Mit Viktoria 1889 steht nun der erste Aufsteiger fest. Diesen Vereinen fehlt jedoch die geeignete Spielstätte in der Stadt. Das Cantian-Stadion könnte daher in den kommenden Jahren auch eine entscheidende Rolle für den Berliner Fußball spielen. Eine schnelle Lösung ist daher umso wichtiger.

Die Standorte insbesondere am Flughafen Tegel, aber auch nach einem weiteren transparenten Abstimmungsverfahren am Flughafen Tempelhof, sollen im Rahmen des Sportflächenschlüssels für den Sport erschlossen werden. Bei der Nutzung dieser Flächen hat für uns der organisierte Sport oberste Priorität.

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Der neu gestaltete Olympia-Park in Charlottenburg-Wilmersdorf und der inklusive Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark in Pankow sowie der "Sport- und Bewegungspark Tegel" sollen Vorzeige-Projekte für das Nebeneinander von institutionalisiertem und frei organisiertem Sport werden. Hierfür wollen wir den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark modernisieren und zeigen, wie an einem historischen Ort in einer Naturlandschaft neben dem ehemaligen Grenzstreifen eine inklusive Sportstätte für alle Menschen entstehen kann.

Mit Blick auf den Olympiapark unterstützen wir die Bemühungen des Landesdenkmalamts, dieses als überregionales Denkmal für eine Bundesförderung zu qualifizieren, um eine realistische Chance zu haben, die notwendigen Sanierungsarbeiten und gewünschte Umbaumaßnahmen zur Attraktivitätssteigerung des Standorts finanzieren zu können. Das Tempelhofer Feld ist ein großer und wichtiger Freiraum für den vereinsungebundenen Sport und die Freizeitgestaltung.

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Berlin muss seinen zentralverwalteten Sportstätten eine klare Perspektive geben. Dazu gehört, entsprechende Entwicklungsprojekte nicht mit unrealistischen Erwartungen zu überfrachten und auch die finanzielle Machbarkeit im Blick zu behalten. Als LINKE präferieren wir einen jeweils standortkonkreten klar strukturierten Stufenplan, der neben dem Erhalt auch der Weiterentwicklung des jeweiligen Sportstandorts eine realistische Perspektive gibt und dabei neben den sportfachlichen auch die städtebauliche Einordnung, Anforderungen der Inklusion, Auswirkungen auf den Klima- und Naturschutz, Interessen der Nachbarschaften und Besonderheiten wie den Denkmalschutz berücksichtigt.

Wir stehen zur Entwicklung des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks zu einer Inklusionssportanlage. Hier wollen wir einen Standard für einen inklusiven/barrierefreien Sportstandort setzen. Die Planungen dafür sollen im laufenden Beteiligungsprozess zügig vorangetrieben werden und ab Ende 2021 in die Umsetzung kommen.

Das Sportforum Hohenschönhausen hat viel Potenzial, das es klug zu nutzen gilt. Bei der Entwicklung des Olympiastützpunktes setzen wir uns dafür ein, dass der Bund hier deutlich mehr finanzielle Verantwortung übernimmt und gemeinsam mit dem Land Berlin und dem Bezirk den Standort weiter qualifiziert.

Die Machbarkeitsstudie zur Entwicklung des Olympiaparks hat uns gezeigt, was auf diesem historischen Gelände alles möglich ist. Jetzt geht es darum, realistisch zu planen, den bereits ansässigen Sport zu sichern und die Gesamtanlage für eine intensivere öffentliche Nutzung durch Sportvereine und Freizeitsport fit zu machen. Das Sportmuseum kann als attraktiver Besuchermagnet dazu einen Beitrag leisten.

Was die Potenziale des ehemaligen Flughafens Tempelhof angeht, so sehen wir hier als LINKE viele Möglichkeiten, im vorgegebenen gesetzlichen Rahmen vorhandene Sportnutzungen weiter zu entwickeln und auch neue Angebote gerade in der Kooperation von Vereins- und Freizeitsport zu etablieren. Die in diese Richtung laufenden aktuellen Planungen unterstützen wir ausdrücklich.

In Tegel sehen wir die Chance, modellhaft ein neues Stadtquartier zu entwickeln und dabei Standards für die Ausstattung mit Sportanlagen und Gelegenheiten für Sport und Bewegung zu verabreden, die auch an anderer Stelle als Beispiel oder auch „Leuchtturm“ für eine gelungene Synthese von Sport, Umwelt, Leben und Arbeiten gelten kann. Das vom LSB skizzierte „Band des Sports“ deckt sich dabei mit unseren Vorstellungen.

Bei den Berliner Bäder-Betrieben erwarten wir, dass der neue Bädervertrag allen Beteiligten mehr Sicherheit gibt, auch was die Finanzierung von Investitionen in Erhalt, Weiterentwicklung und Neubau von Bädern angeht. Zielstellung ist auch hier, dem Bedarf an Schwimmflachen auch perspektivisch gerecht werden zu können. Dafür braucht es unbedingt auch Neubauten.

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Konzentration und schnelles Umsetzen von geplanten Zentren für Inklusion, wie z.B. der Jahnsportpark, statt sich in vielen weiteren Anlagen der einzelnen Bezirke im „Klein-Klein“ zu verzetteln.

Entwicklung des Olympiaparks und des Olympiastadions unter Einbeziehung des Hauptankermieters Hertha BSC zu einer modernen Multifunktionsarena.

Ansonsten Zustimmung zu allen anderen Punkten des LSB.

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Für den Olympiapark liegt ein umfassendes Konzept vor, das Stück für Stück in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollte. Das Sportforum Hohenschönhausen hat einen umfassenden Sanierungs- und Erweiterungsbedarf. Hier bietet sich die Ansiedlung weiterer Landes- und Bundesleistungszentren an. Sollte das Flughafengelände Tempelhof mit Wohnungen bebaut werden, ist dabei eine angemessene Sportinfrastruktur mit zu berücksichtigen, die über den örtlichen Bedarf hinausgehen sollte. Dasselbe gilt für den Flughafen Tegel.

Sport lebt von Engagement und Ehrenamtlichkeit, aber das Ehrenamt braucht Unterstützung. Wie steht Ihre Partei dazu, ehrenamtlichen Übungsleiterinnen und Übungsleitern und anderen ehrenamtlichen Engagierten (u.a. Freiwilligendienstleistende) in den Sportvereinen für ihre Mobilität ein kostenloses VBB-Ticket zur Verfügung zu stellen? Und werden Sie sich dafür einsetzen, beispielsweise die Ausbildung zur Übungsleiterin und zum Übungsleiter als Bildungsurlaub anerkennen zu lassen? Wie setzt sich das Land Berlin auf Bundesebene für die Durchsetzung des Ehrenamtsstärkungsgesetzes ein? Und können Vereine ab 1.000 Mitglieder generell mit einer halben Verwaltungsstelle unterstützt werden?

Ehrenamtliche Arbeit ist gelebtes gesellschaftliches Engagement und ein entscheidender Stabilisator dieser Gesellschaft, gerade angesichts größer werdender Fliehkräfte. Um ehrenamtliches Engagement zu erhalten, zu entwickeln und anzuerkennen, bedarf es von allen Seiten neue und kreative Formen der Förderung und Wertschätzung. Impulse aus dem Jahr 2021, in dem Berlin European Volunteering Capital ist, sollen erkannt, verbreitert und verstetigt werden. Für das aktuelle Geschäftsjahr koordinieren Landessportbund und Sportjugend die Rekordzahl von 200 Freiwilligendienstleistenden, welche durch ihr Engagement maßgeblich zur Stabilisierung und Weiterentwicklung der Berliner Sportvereine und -verbände beitragen. Des Weiteren muss das kommende Ehrenamtsstärkungsgesetz auch im Land Berlin praxisorientiert Umsetzung finden, damit Ehrenamt und Engagement nachhaltig weiterentwickelt werden kann. Dank der Unterstützung des Parlaments wurden zuletzt fünf mittelgroße Sportvereine zwischen 1.000 und 1.999 Mitglieder mit einer halben Verwaltungskraft gefördert. Dieses Modellprojekt hat sich bewährt und es spricht alles dafür, es auf alle Vereine dieser Größenordnung auszuweiten. Denn Hauptamtlichkeit entlastet das Ehrenamt und stärkt die Vereine.

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Sportvereine leben vom ehrenamtlichen Engagement ihrer Mitglieder. Als Berliner SPD sind wir stolz darauf, dass sich so viele Berliner:innen in Sportvereinen ehrenamtlich engagieren. Dieses Engagement wollen wir weiterhin unterstützen und stärken. Hierfür sind die Entlastung von bürokratischem Aufwand und gesellschaftliche Anerkennung besonders wichtig. Dank der Ehrenamtskarte genießen engagierte Berliner:innen zahlreiche Vorteile. Diese werden wir wirksamer bewerben und gemeinsam mit den beteiligten Organisationen und Initiativen weiterentwickeln.

Wir halten an der Absprache zwischen dem Berliner Senat, der BVG und dem VBB fest, jährlich 13.000 Einzelfahrscheine für einkommensschwache Berliner:innen, zur Unterstützung ihres freiwilligen Engagements bereitzustellen. Bei Bedarf wollen wir die Anzahl erhöhen. Das Berliner Bildungsurlaubsgesetz gehört zu den fortschrittlichsten in Deutschland. Anerkennungsfähig sind nach §11 u.a. die Veranstaltungen, die von Trägern von Jugend- und Erwachsenbildung durchgeführt werden. Auf Bundesebene hat die SPD das Ehrenamtsstärkungsgesetz mitgetragen und somit zur Erhöhung der Übungsleiterpauschale auf 3.000 Euro und der Ehrenamtspauschale auf 840 Euro beigetragen.

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Das Ehrenamt ist für die CDU Berlin ein Herzensanliegen. Unzählige Berlinerinnen und Berliner engagieren sich in den verschiedensten Bereichen ehrenamtlich. Durch ihren unermüdlichen Einsatz tragen sie wesentlich zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Stadt bei. Ohne das freiwillige Engagement so vieler Bürgerinnen und Bürger würde vieles in unserer Stadt nicht möglich – gerade im Vereinssport bilden sie eine tragende Rolle. Ohne die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer würde es den Sport in unserer Stadt in seiner Breite und Vielfalt nicht geben. Deshalb werden wir auch weiterhin für mehr öffentliche Anerkennung und Wertschätzung der Ehrenamtlichen in Berlin eintreten. Wir wollen eine Kultur des Respekts und der Aufmerksamkeit für alle erreichen, die sich in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Und wir wollen, dass sich mehr Menschen zu Engagement in Vereinen und Organisationen bereitfinden, insbesondere Jugendliche. Ziel der CDU ist es daher, der abnehmenden Bereitschaft zur Übernahme eines Ehrenamtes durch vielfältige und gezielte Maßnahmen entgegenzutreten.

Dafür wollen wir die von uns 2015 eingeführte Ehrenamtskarte so weiterentwickeln, dass die ehrenamtlich Engagierten auch den Nahverkehr zu vergünstigten Konditionen, am besten sogar kostenlos, nutzen können. Auch weitere ausgewählte Angebote des öffentlichen Lebens sollen für die Ehrenamtler frei zugänglich sein. Denn das wäre nicht nur ein Zeichen großer Wertschätzung, sondern entlastet die Ehrenamtlichen gleichzeitig bei der Ausführung ihrer Tätigkeiten.

Zur Unterstützung und Stärkung ehrenamtlicher Arbeit setzt sich die CDU Berlin darüber hinaus dafür ein, einen Ehrenamtsfonds für Veranstaltungs- und Materialausgaben einzurichten und diesen mittels eines eigenen Titels im Haushaltsplan von Berlin zu verstetigen.

Als neue Form der Auszeichnung wollen wir einen Berliner Ehrenamtspreis für besonders verdiente Engagierte ins Leben rufen und verstetigen. Die jährliche Auslobung und Verleihung eines Ehrenamtspreises würde die Wertschätzung für Engagierte weiter stärken und vor allem das Bürgerschaftliche Engagement sichtbar in den Fokus der Stadtgesellschaft rücken. Über den Erhalt einer monetären Prämie hinaus soll die Verleihung des Ehrenamtspreises den Organisationen als eine öffentliche Bühne zur Vorstellung ihrer Projekte dienen und am jährlich stattfindenden Aktionstag „Berlin sagt danke“ stattfinden.

Außerdem wollen wir ehrenamtlich Tätige und Vereine weiterhin von Bürokratie entlasten und durch Beratungsangebote unterstützen. Die Einrichtung eines „Forums des Ehrenamts“ als zentrale Anlaufstelle für das bürgerschaftliche Engagement sowie eines „Beirats Ehrenamtsförderung“ in allen Senatsverwaltungen oder die Einsetzung eines Beauftragten für das bürgerschaftliche Engagement in Berlin könnte dazu beitragen.

Da ehrenamtliches Engagement oft nicht nur auf langfristiger Basis stattfindet, sondern zunehmend durch Kurzzeit-Engagements freiwilliger Helferinnen und Helfer insbesondere bei Großveranstaltungen im Sport- und Kulturbereich ergänzt wird, wollen wir eine landesweite „Volunteer-Datenbank“ einrichten, in der sich Interessierte informieren und als freiwillige Helferinnen und Helfer für projektbezogene Aufgaben registrieren lassen können.

Wir sind uns einig, dass Übungsleiterinnen und Übungsleiter gute Rahmenbedingungen für ihre Tätigkeiten verdienen. Die Frage des Bildungsurlaubs wird vielschichtig und kontrovers diskutiert. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen der beruflichen Qualifizierung im Gleichklang mit ehrenamtlichem Engagement und der hierzu notwendigen Qualifizierung. Wir sind nicht der Auffassung, dass es eines gesetzlichen Bildungsurlaubs bedarf. Arbeitgeber stehen bereits heute in der Pflicht, ihren Arbeitnehmern den nötigen Freiraum zu geben, um sich zu qualifizieren und sich gesellschaftlich einzubringen. Daher lehnen wir eine gesetzliche Regelung ab und setzen mehr auf individuelle Regelungen und die Bereitschaft beider Parteien, sich für gesellschaftliche Fragen einzusetzen.

Wir teilen die Auffassung, dass die Hauptamtlichkeit das Ehrenamt entlasten kann. Daher unterstützen wir die Idee, kleine und mittelgroße Sportvereine in ihrer alltäglichen Arbeit durch die Förderung einer halben Verwaltungsstelle zu entlasten.

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Viele Berliner*innen sind in Sportvereinen ehrenamtlich aktiv. Sie übernehmen vielfältige, gesellschaftliche Aufgaben und sind unverzichtbar. Sie unterstützen das soziale und sportliche Miteinander im Breiten-, Freizeit- und Leistungssport als Trainer*innen, Schiedsrichter*innen oder im Vorstand. Fair Play gilt für uns nicht nur auf dem Platz, sondern auch bei der Bezahlung von Trainer*innen und Übungsleiter*innen. Deswegen haben wir die Finanzierung der Trainer*innen und Übungsleiter*innen verbessert. Uns ist wichtig, ihre Leistung anzuerkennen und dafür Sorge zu tragen, dass kostenlose Fortbildung- und Seminarangebote, auch im Bereich des Kinderschutzes zur Verfügung stehen. Dies ist ein wichtiger Bestandteil, um zu gewährleisten, dass Sportvereine sichere Orte für Kinder und Jugendliche, frei von jeglichen Formen physischer, psychischer sowie sexualisierter Gewalt, sind. Deshalb halten wir den Erwerb des Kinderschutzsiegels für Vereine für notwendig.

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Unser aller Leben hat sich mit der Pandemie verändert. Eine der wenigen positiven Begleiterscheinungen ist, dass Menschen stärker zusammenrücken und sich gegenseitig unterstützen. Gerade in den Sportvereinen ist dies erlebbar. Man hilft sich, engagiert sich und sorgt sich gemeinsam, wie es weitergeht. Der Sport lebt vom Ehrenamt, heute mehr denn je. Wir wollen das Ehrenamt weiter fördern und unterstützen. Wir denken dabei auch an die Zeit nach der Pandemie, wo der Aufwand groß sein wird, um das Vereinsleben neu zu beleben, den Mitgliederverlust wieder wett zu machen, den Trainings- und Wettkampfbetrieb neu zu organisieren und die Sportanlagen fit zu machen. Wir wollen dafür ein Wiederaufbauprogramm vorschlagen. Auch durch mehr hauptamtliche Kräfte wollen wir diesen Prozess unterstützen. In diesem Sinne wollen wir das Programm für hauptamtliche Stellen für Vereine ausbauen und verstetigen. Dabei sollen die Erfahrungen genutzt werden, die wir bereits bei der Ausstattung von mittelgroßen Vereinen gemacht haben. Das auszuweiten, ist sinnvoll und lohnt sich für alle Beteiligten. Was ein kostenloses VBB-Ticket angeht, so wollen wir das im Rahmen des Umsetzungskonzeptes der erst kürzlich vorgelegten Engagement-Strategie des Landes diskutieren. Das gilt auch für die Forderung, die Ausbildung zum Übungsleiter/zur Übungsleiterin als Bildungsurlaub anzuerkennen. In der Engagement-Strategie ist von „Engagement-Urlaub“ die Rede. Auch das gilt es, möglich zu machen.

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Wir befürworten das kostenlose VBB-Ticket und alle anderen Forderungen. Die Verwaltungsstellen für mittelgroße Sportvereine sollte durch bessere Verzahnung von Senat - LSB - Bezirke und Sportvereine umgesetzt werden.

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Das Ehrenamt verdient generell eine größere Aufmerksamkeit. Eine Anerkennung könnte über höhere Freibeträge bei der Steuererklärung und die Anhebung der Übungsleiterpauschale erfolgen. Mögliche vergünstigte Tarife beim ÖPNV wären zwischen den beiden beteiligten Bundesländern des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg auszuhandeln.

Der organisierte Sport braucht für seine vielfältigen Aufgaben finanzielle Sicherheit. Wird Ihre Partei die Fördervereinbarung des Landes Berlin mit dem Landessportbund verlängern? Wie stehen Sie dazu, die Förderprogramme für den Sport jährlich auf der Grundlage der Inflationsrate, der Tariferhöhungen und der Erhöhung des Berliner Mindestlohns linear anzuheben? Unterstützt Ihre Partei, dass die jährlichen Einnahmen aus der Sportwettsteuer dem Sport zugutekommen?

Der Landessportbund Berlin erhält aus Zuwendungen des Landes Berlin, aus der Fördervereinbarung für den Sport sowie von der Lotto-Stiftung Berlin öffentliche Mittel, um den Sport in seiner Vielfalt zu fördern. Steigende Kosten durch die jährliche Inflation, aber auch durch Tariferhöhungen und die Erhöhungen des Berliner Mindestlohns stellen die Sportvereine und Sportverbände vor hohe finanzielle Herausforderungen. Der Landessportbund Berlin begrüßt ausdrücklich die Erhöhungen im Berliner Mindestlohn. Wir fordern eine Anbindung der Zuwendungen und der Fördervereinbarung an die Inflationsraten und die Tarif- und Mindestlohnerhöhungen. Die Finanzierung der jährlich steigenden Zuwendungen kann beispielsweise durch die Einnahmen des Landes aus der Sportwettsteuer abgedeckt werden. Das Land Berlin erhielt aus der Sportwettsteuer 2019 Einnahmen in Höhe von 15,683 Mio. € (Seite 16, Statistisches Bundesamt, Fachserie 14, Reihe 4, 2019), gleichzeitig ist Berlin das einzige Bundesland, das diese Einnahmen aus der Sportwettsteuer nicht zurück an den Sport fließen lässt. Dabei entstehen diese Steuereinnahmen im Sport.

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Der Berliner SPD ist es gelungen, die Finanzierung des organisierten Sports durch eine Fördervereinbarung mit dem Landessportbund sicherzustellen. Wir stehen weiterhin zu dieser gemeinsamen Errungenschaft und werben für die Fortführung der Vereinbarung in unserem Landeswahlprogramm. Für uns ist nach wie vor klar, dass der organisierte Sport nicht vom Einkommen aus den Lottomitteln abhängen darf.

Die letzten Jahre haben auch gezeigt, wie anspruchsvoll die gesellschaftlichen Anforderungen an den organisierten Sport sind. Um den Einsatz und die angemessene Bezahlung professioneller Trainer:innen zu ermöglichen, wurden auf Initiative der SPD viele Förderprogramme wie z.B. „Profivereine machen Kita / Schule“, „Schwimmbär“ oder das Bonusprogramm für Schulen ausgebaut. Deshalb war und ist es für uns selbstverständlich, die Sportfinanzierung an die wachsenden Bedürfnisse anzupassen, auch über den Ausgleich der Inflation und die Vereinbarungen in der Finanzierungsvereinbarung hinaus. Für die Berliner SPD bleibt klar, dass die Gesamtausgaben für den organisierten Sport, für eine Vielzahl von Förderprogrammen der Jugendförderung und des Spitzensports, für Investitionen in die Infrastruktur und die Ausgaben für die Akquise von Großveranstaltungen, die Einnahmen aus Lotto-Zweckerträgen und Sportwettsteuern stets deutlich übersteigen werden und im Haushalt abgesichert werden müssen.

Auch in der Pandemiezeit unterstützt die Berliner SPD, die Sportmetropole Berlin weiterhin. So konnte die SPD-geführte Senatsverwaltung für Inneres und Sport die Proficlubs und Traditionsveranstaltungen im vergangenen Jahr mit über 2,1 Mio. Euro dabei unterstützen, krisenbedingte Ausfälle im Sponsoringbereich aufzufangen. Mit dem neuen Hilfsprogramm „Offensive Sportmetropole“ stehen in der Saison 2021/2022 hierfür weitere 3 Mio. Euro zur Verfügung. Neben Marketingpartnerschaften sind auch Zuwendungen und die Überlassung von Sportstätten Teil des Programms. Auch die Sportvereine und –verbände des Breitensports wurden im vergangenen Jahr vom Senat finanziell unterstützt. Dafür standen 6 Mio. Euro bereit, die über den Landessportbund ausgereicht wurden. Dieses Programm wird 2021/2022 ebenfalls fortgesetzt.

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Die CDU Berlin bekennt sich ausdrücklich zur Sportmetropole Berlin. In den Sport zu investieren, heißt für uns, in die Zukunft zu investieren. Deshalb ist die auskömmliche Finanzierung und Unterstützung des Breiten- und Spitzensports, der Berliner Sportvereine sowie des Landessportbundes eines unserer gesellschaftlichen Ziele.

Die Fördervereinbarung des Landes Berlin mit dem Landessportbund hat sich nach anfänglicher Skepsis bewährt. Gerade während der Corona-Krise hat der LSB gezeigt, dass er für die Vereine und alle Sportlerinnen und Sportler in Berlin eine bedeutende und unverzichtbare Rolle einnimmt.

Eine Erhöhung der Förderprogramme würden wir uns ebenso wünschen. Wir sind gerne bereit, den Ansatz mitzutragen, diese Erhöhung auf Grundlage der Inflationsrate, der Tariferhöhungen und der Erhöhung des Berliner Mindestlohns linear anzuheben.

Doch werden die Nachwirkungen der Corona-Pandemie sicherlich auch den Sport betreffen. Umso wichtiger ist es daher, zusätzliche Einnahmequellen zu erschließen. Hierzu gehört für uns neben der Verwendung der Einnahmen aus der Sportwettsteuer zum Beispiel auch die stärkere Vermarktung von Namensrechten. Auch muss zukünftig stärker als bisher um Bundesfinanzierungen geworben werden, gerade in Hinblick auf die Förderung des Olympiastützpunktes und den Leistungssport in der Stadt.

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Die von uns in dieser Legislatur eingeführte Fördervereinbarung mit dem Landessportbund war ein wichtiger Meilenstein in einer verlässlichen Sportfinanzierung. Eine pauschale Anpassung der Förderhöhe an externen Indikatoren wie der Inflationsrate halten wir nicht für zielführend. Vielmehr ist es notwendig, hier – wie auch in der Vergangenheit bereits etabliert – in engem Austausch zu bleiben, welche Schwerpunkte für die Zukunft jeweils gesetzt werden sollen, wo eine Erhöhung der Zuwendungen ggf. sinnvoll ist. Eine zweckgebundene Verwendung der Sportwettsteuer ist aus haushaltsrechtlichen Gründen, die auf Bundesebene gesetzlich abschließend geregelt sind, leider nicht möglich und auch nicht unbedingt zielführend. Wir wollen die Finanzierung des Sports weiterhin bedarfsgerecht gestalten.

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Der Berliner Sport hat in der Pandemie Verantwortung übernommen und leistet täglich seinen Beitrag zur Eindämmung und Überwindung der Pandemie. Dafür danken wir! Mit dem Rettungsschirm für den Sport hat sich auch DIE LINKE in Regierungsverantwortung als verlässlicher Partner des Sports erwiesen und wird dies auch künftig tun. Eine der wesentlichen Voraussetzungen dafür war und ist die Fördervereinbarung des Landes Berlin mit dem Landessportbund Berlin. Diese Fördervereinbarung für den Sport, war eines der ersten Versprechen, die wir als Koalition eingelöst haben. Damit haben wir dem Sport erstmals Planungssicherheit unabhängig von den unsicheren Lottoeinnahmen gegeben. Dazu stehen wir. Diese Vereinbarung werden wir fortschreiben, mit dem Sport weiterentwickeln und dabei auch Tariferhöhungen, Mindestlohnentwicklung und eine allgemeine Teuerungsrate berücksichtigen.

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Voll umfängliche Unterstützung

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Die Verlängerung der Fördervereinbarung mit dem Landessportbund zu den genannten Konditionen unterstützen wir.

Berlin ist Deutschlands Sportmetropole. Um diese Spitzenposition halten zu können, bedarf es permanenter Anstrengung. Wir wünschen uns nationale und internationale Spitzensportveranstaltungen. Auch Olympische und Paralympische Spiele in unserer Stadt bleiben für uns ein Ziel. Deshalb brauchen wir vor allem die Unterstützung derjenigen, die den Erfolg im Sport überhaupt erst möglich machen: der Trainerinnen und Trainer. Ist Ihre Partei bereit, sich für eine Gehaltserhöhung vor allem für unsere Landestrainerinnen und Landestrainer einzusetzen?

Qualifizierte Trainerinnen und Trainer zeichnen den organisierten Sport aus. In den vergangenen Jahren ist es uns mit Hilfe der Abgeordneten gelungen, das Einkommen der hauptamtlichen Trainerinnen und Trainer schrittweise zu erhöhen. Mit der Unterzeichnung des Leistungssportkonzepts 2024 durch die Senatsverwaltung für Inneres und Sport, den Olympiastützpunkt Berlin und den Landessportbund hat eine neue Etappe begonnen. Das gemeinsam erarbeitete Konzept zur Priorisierung des Leistungssports in Berlin schafft Transparenz und Planungssicherheit. Nun ist es an der Zeit, dafür zu sorgen, dass nicht weitere gut qualifizierte Trainerinnen und Trainer aus Berlin abwandern. Unter Berücksichtigung der großen Verantwortung für den langfristigen Leistungsaufbau, den großen zeitlichen Aufwand und der Qualifikation unserer Trainerinnen und Trainer halten wir eine Einkommensspanne von 4.000 € bis 5.500 € für angemessen. Auch die Honorar- und Jugendtrainerinnen und -trainer sollten angemessen vergütet werden. Zugleich ist es notwendig, das Profil unserer Eliteschulen des Sports weiter zu entwickeln. Für die Bewerbung um Sportgroßveranstaltungen brauchen wir gemeinsam mit der Politik eine abgestimmte Strategie.

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Dass Berlin heute zu den größten Sportmetropolen der Welt gehört, ist dem großen Engagement unserer Vereine, den zahlreichen Freiwilligen und den beharrlichen Anstrengungen der Politik zu verdanken. Der Berlin-Marathon, der Velothon, das Sechstagerennen oder das Internationale Stadionfest (ISTAF) sind ebenso Aushängeschilder wie Hertha BSC und der 1. FC Union Berlin, ALBA, die Füchse, die Volleys, die Eisbären, der Tischtennis Club Eastside oder die Wasserfreunde Spandau. Über 140 Bundesliga-Teams, viele Leistungssportler:innen und Landestrainer:innen repräsentieren unsere Stadt. Ihre Wettkämpfe und Veranstaltungen ziehen viele Besucher:innen an – und sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Berlin. Als SPD Berlin freuen wir uns besonders auf die Special Olympics Deutschlandspiele 2022 und die Weltspiele 2023. Zudem stehen wir einer Bewerbung für die Paralympischen und Olympischen Spiele grundsätzlich positiv gegenüber, wenn ein gutes und nachhaltiges Konzept, möglicherweise in Zusammenarbeit mit anderen Städten und ohne Gigantismus, weitgehend von der Gesellschaft, dem organisierten Sport und der Bundesregierung unterstützt würde.

Die SPD hat dafür gesorgt, dass die Vergütung der Landestrainer:innen in den letzten Haushaltsberatungen verbessert wurde, und ist weiterhin entschlossen, eine auskömmliche Vergütung für die Landestrainer:innen sicherzustellen.

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Der Spitzensport ist eine großartige Werbung für die Sportmetropole Berlin. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, müssen folgende Komponenten gut aufeinander abgestimmt sein:

1. Zufriedenheit der Leistungsträger

Unsere Leistungssportlerinnen und Leistungssportler müssen mental belastbar sein, müssen Teamfähigkeit, Fleiß, Disziplin und Willensstärke mitbringen, um optimale Leistungen zu erzielen. Damit sind sie Vorbilder für unsere Gesellschaft und Botschafter unseres Landes. Als Voraussetzung müssen ihnen jedoch die idealen Rahmenbedingungen geboten werden. Schule, Studium bzw. später der Beruf oder die berufliche Weiterbildung, Familie und Spitzensport müssen im Rahmen einer dualen Karriere in Einklang gebracht werden. Neben der Landespolizei Berlin wünschen wir uns noch weitere öffentliche Betriebe, die Spitzensportlerinnen und Spitzensportler fördern. Die Strukturen müssen sich an den Athleten ausrichten.

2. Optimale Trainingsbedingungen

Optimale Trainingsbedingungen findet man in optimalen Sportstätten. Bei einem Gesamtsanierungsstau von fast 300 Mio. Euro liegt der Fokus auf der Erhöhung der Mittel zur Sportstättensanierung, wie bereits unter Punkt 3 erwähnt. Der Spitzensport muss vor allem an sportartübergreifenden Sportzentren mit optimalen Trainingsbedingungen für die verschiedenen olympischen und Paralympischen Sportarten hervorragende Bedingungen vorfinden. Dazu gehört der Olympiastützpunkt mit den Eliteschulen des Sports. Hier müssen die finanziellen Möglichkeiten geschaffen werden, um die Trainingsmöglichkeiten immer wieder zu optimieren und zu modernisieren. Neuste Möglichkeiten im Bereich der technischen und digitalen Unterstützung sollten vollumfänglich zur Verfügung stehen.

Die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen komplexen sportmedizinischen, physiotherapeutischen, trainings- und bewegungswissenschaftlichen, sozialen, psychologischen und ernährungswissenschaftlichen Betreuung der Athletinnen und Athleten muss an diesen Standorten gewährleistet sein und dient als Grundlage für gute Platzierungen bei nationalen und internationalen Wettkämpfen. Konzepte für den Leistungssport bedürfen einer regelmäßigen Kontrolle auf ihre Aktualität.

3. Hoch motivierte Trainer und Betreuer

Eine besondere Stellung für den Spitzensport, aber vor allem auch für die Athletinnen und Athleten haben die Trainerinnen und Trainer und Betreuerinnen und Betreuer. Auch hier müssen die Voraussetzungen stimmen und eine ausreichende Finanzierung muss gewährleistet sein, sodass keine Abwanderung der Spitzenkräfte in andere Bundesländer erfolgt, wo Landestrainer mehr Zuwendungen bekommen, als in Berlin. Um insbesondere den jungen Spitzentalenten die bestmögliche Betreuung und Ausbildung ermöglichen zu können, wollen wir Trainerinnen und Trainer kontinuierlich fachlich auf Spitzenniveau weiterbilden.

4. Spitzenevents

Als führende Sportmetropole in Europa muss sich Berlin ständig neu für Spitzensportveranstaltungen bewerben. Dazu gehören attraktive nationale und internationale Wettkämpfe, wie die Finals, die Fußball EM, die Special Olympics, der Berlin Marathon, das ISTAF, Europa- und Weltmeisterschaften für alle Sportarten bis hin zu den Olympischen und Paralympischen Spielen.

Um eine hohe Akzeptanz bei den Berlinerinnen und Berlinern zu erreichen, sollten Bewerbungen transparent und gut abgestimmt mit der Politik und anderen Multiplikatoren der Stadtgesellschaft auf den Weg gebracht werden. Stadtrendite, Nachhaltigkeit aber auch der Umweltschutz sollten dabei eine wichtige Rolle spielen.

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BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN erkennt die Wichtigkeit der Arbeit in den Landesleistungszentren und der Eliteschulen des Sports uneingeschränkt an. Und wir sind uns einig: Die Bezahlung der Landestrainer*innen muss fair und angemessen gestaltet sein, ebenso die Vergütung der Jugendtrainer*innen. Eventuell erforderliche Anpassungen der Gehaltsstruktur oder auch anderer Leistungen im Rahmen des Arbeitsvertrages möchten wir gerne gemeinsam mit den Beteiligten beraten.

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DIE LINKE steht für eine Förderung des Sports in allen seinen Bestandteilen. Das schließt den Spitzensport ein. Spitzensportler:innen sollen in Berlin auch künftig beste Bedingungen vorfinden. Gerade bei der Förderung von paralympischen Sportler:innen und Sportarten sehen wir erheblichen Nachbesserungsbedarf. Hier wollen wir die Gelegenheit nutzen, mit der Ausrichtung der Special Olympics 2023 auch dem paralympischen Breitensport in Berlin einen Entwicklungsschub zu geben. Wir unterstützen die Forderung, dass die Vergütung der Landes-, Honorar- und Jugendtrainer:innen angehoben wird. Wir stehen für gute Arbeitsbedingungen. Das gilt für uns auch für den Sport.

In den Verwaltungen und öffentlichen Einrichtungen und Betrieben sehen wir noch mehr Möglichkeiten, um die spitzensportliche Karriere mit einer zivilen beruflichen zu vereinbaren. Die Eliteschulen des Sports haben einen festen Platz in der Leistungssportförderung. Diese wollen wir auch künftig sicherstellen. Spitzensport lebt von Spitzensportveranstaltungen. Berlin hat einen guten Ruf als Austragungsort. Das soll auch so bleiben. DIE LINKE tritt dafür ein, gemeinsam mit dem Sport und der Stadtgesellschaft neue Kriterien zu entwickeln, nach denen wir entscheiden, welche Veranstaltungen wir mit öffentlichen Mitteln fördern wollen. Es soll vor allem darum gehen, dass solche Veranstaltungen die sportliche und gesellschaftliche Entwicklung unserer Stadt voranbringen. Es geht um Nachhaltigkeit im Sinne inklusiv, ökologisch und vor allem auch sozial.

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Voll umfängliche Unterstützung

 

 

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Sportgroßveranstaltungen gehören zur sportlichen DNA von Berlin und werden von uns unterstützt. Die Anhebung der Trainergehälter ist im Zusammenhang mit dem gesamten Gehaltsgefüge in diesem Bereich zu betrachten. Neben den finanziellen Anreizen müssen auch die Rahmenbedingungen stimmen, um ausreichend Trainingspersonal zur Verfügung zu haben.

Vereinssport und sportorientierte Jugendsozialarbeit bedeuten auch unübersehbare Beiträge zur gesellschaftlichen Integration und Inklusion. Welche Möglichkeiten sieht Ihre Partei, die Ressourcen für diese wichtigen gesellschaftlichen Herausforderungen im Berliner Sport auszubauen und nachhaltig zu sichern?

Die sozialen Wirkungen von Sport und Bewegung im Verein sind unumstritten. Inklusion, Integration, Gesundheits- und Bewegungsförderung – die Vereine und die sportbetonten Jugendsozialprojekte zeigen vorbildlich, wie die gesellschaftlichen Herausforderungen angenommen werden. Das bindet in den ehrenamtlich geführten Vereinen viele Ressourcen und dabei müssen die Verbände mit hauptamtlicher Unterstützung zur Seite stehen. Der Landessportbund entwickelt dafür Kampagnen und Programme wie „Sportbunt – Vereine leben Vielfalt!“ und unterstützt die Vereine durch Beratung, den Aufbau von Netzwerken und die Bereitstellung von fachlicher Expertise. Um die Teilhabe und Vielfalt in Vereinen und Fachverbänden weiter auszubauen und nachhaltig zu etablieren, benötigt der Sport auch zukünftig personelle und finanzielle Ressourcen in den Bereichen Integration, Inklusion und Gesundheitsförderung. Dabei geht es beispielsweise auch um ein längerfristiges Inklusionsmanagement.

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Sport hat eine zentrale Bedeutung für den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft, für Inklusion, Integration und gegen Diskriminierung. Der organisierte Sport kommt, vom kleinen Verein in der Nachbarschaft bis hin zu unseren sportlichen Aushängeschildern, den Profilclubs, seiner gesellschaftlichen Verantwortung nach. Er kümmert sich um Kinder und Jugendliche, die Ausbildung neuer Übungsleiter:innen, lehrt Teamgeist und Fairplay und verbindet Generationen. Für die SPD ist deshalb klar, dass wir den organisierten Sport – der in Berlin Verfassungsrang hat - besonders fördern. Eine Gleichstellung, etwa bei der Nutzung der städtischen Sportanlagen, von gemeinnützigen, organisierten Sportvereinen mit sogar kommerziellen, „frei organisierten Sportgruppen“, lehnen wir ab.

Die Förderung der Sportjugend sowie der zahlreichen Projekte aus dem Jugendhaushalt ist und bleibt für die Berliner SPD selbstverständlich. Wir setzen dabei auch auf die bewährte Partnerschaft mit der Gesellschaft und dem Verein für Sport und Jugendsozialarbeit. Nicht nur an sozialen Brennpunkten ist die Verknüpfung von Sport und Sozialarbeit ein Schlüssel für eine bessere Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit schwierigen Startbedingungen. Auf unser Betreiben hin wurde in den letzten drei Landeshaushalten einen eigenen Haushaltstitel verankert, aus dem insbesondere Projekte gefördert werden, die gezielt die Teilhabe von bislang im Sport unterrepräsentierten Gruppen verbessern. Wir haben die Ausgaben dafür von Haushalt zu Haushalt erhöht.

Darüber hinaus wollen wir die Vielfalt geschlechtlicher und sexueller Identitäten auch im Sport sichtbar machen, indem wir Diversity- und Queer-Kompetenzen in allen Sportsbereichen stärken und entsprechende Projekte auch finanziell unterstützen.

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Sport eint, bildet, aktiviert, begeistert, integriert und trägt gleichzeitig zur Ausbildung von Werten wie Respekt, Toleranz, Fairness, Wertschätzung und Leistung bei, die von gesamtgesellschaftlicher Relevanz sind. Die CDU Berlin ist der Auffassung, dass das gemeinsame Sporttreiben von Menschen über alle Altersklassen, mit und ohne Migrationshintergrund sowie mit und ohne Behinderungen ganz wesentlich zu einem friedlicheren und besseren Zusammenleben in unserer Stadt beiträgt. Unser Ziel ist es, die Inklusion in den Vereinen voranzutreiben. Deshalb begrüßen und unterstützen wir Projekte wie die des Landessportbundes nebst seinen Vereinen und Verbänden zur Förderung von Teilhabe und Vielfalt im Sport.

Zudem werden wir uns auch weiterhin für den Ausbau barrierefreier und inklusiver Sportanlagen einsetzen. Priorität hat für uns dabei der Umbau des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks zu einer modernen Leistungs-, Breiten- und vollständig barrierefreien Inklusions-Sportanlage. Diese soll ein Leuchtturm des Behindertensports werden, der einer Sportmetropole gerecht wird.

Durch die Ausrichtung von Olympischen Spielen und der damit einhergehenden Ausrichtung von Paralympischen Spiele würde der flächendeckende Ausbau von barrierefreier Infrastruktur erheblich beschleunigt werden können. Der Zuschlag für ein derartiges Megaevent würde dadurch, ebenso wie die Ausrichtung der Special Olympics, den Inklusionsgedanken in der Stadt weiter verankern und langfristig ein größeres Sportangebot für Menschen mit Behinderung ermöglichen. Wir unterstützen ausdrücklich den Gedanken, bei Sanierungen und Neubauvorhaben von Sportstätten in Berlin wo immer möglich den Aspekt der Barrierefreiheit zu berücksichtigen.

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Das Teilhabeprogramm wird durch uns klar unterstützt. Menschen mit Behinderung wollen sich genau wie alle anderen sportlich betätigen oder gar im Wettkampf messen. Wir fördern daher inklusive Sportangebote, die allen Menschen offenstehen, egal welche körperlichen und psychischen Voraussetzungen, welche Herkunft, welches Geschlecht, welches Alter, welchen sozialen und finanziellen Hintergrund oder welche sexuelle Orientierung und sexuelle Identität der einzelne Mensch hat. Dafür brauchen wir natürlich barrierefreie Sportplätze und Hallen. Wir sprechen uns auch für den geplanten Inklusionssportpark aus. Dieser sollte aber den Bestand der Gebäude berücksichtigen und behutsam mit allen Beteiligten entwickelt werden.

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Die integrative und inklusive Bedeutung des Sports ist für uns als LINKE von enormer und wachsender Bedeutung. Toll ist, dass der Berliner Sport und hier insbesondere die gemeinnützigen Sportvereine vor Ort von sich aus aktiv sind, zupacken, Ideen entwickeln und Projekte auf den Weg bringen. Da gibt es viele Beispiele. Hervorheben wollen wir hier die sozialintegrative Bedeutung des Sports für Kinder und Jugendliche. Erwähnt werden soll hier auch der wachsende Beitrag des Reha- und Gesundheitssports für die Berliner:innen. Besonders wichtig sind die vielfältigen Initiativen, die sich für einen diskriminierungsfreien Sport und gegen Gewalt, Rassismus und Homophobie einsetzen. Politik hat aus Sicht der LIINKEN die Aufgabe, dieses Engagement jetzt und künftig möglich zu machen, zu unterstützen und zu fördern, auch durch die Ausstattung mit personellen und finanziellen Ressourcen, durch kluges und engagiertes Verwaltungshandeln und durch eigene Ideen und Anregungen.

Wir haben dafür in dieser Wahlperiode im Landeshaushalt kontinuierlich die Mittel erhöht. Das Problem ist oft die Jährlichkeit dieser Zuwendungen. Das gilt auch für Initiativen und Projekte, die sich bewährt haben, aber in Ermangelung von Geld nicht in die Regelfinanzierung kommen. Das wollen wir ändern. Auch wenn die öffentlichen Finanzmittel in den nächsten Jahren knapper werden, müssen wir künftig mehr in den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft investieren. DIE LINKE ist dazu bereit. Zum Beispiel könnte bei der Weiterentwicklung der Fördervereinbarung des Landes mit dem Sport ein größerer Betrag für den flexiblen Einsatz zur Unterstützung von Initiativen vor Ort verabredet werden.

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Voll umfängliche Unterstützung, außer beim Thema Integration. Hier sind nur diejenigen zu fördern, die sich nicht illegal in Deutschland aufhalten.

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Sport ist ein wichtiger Bestandteil von Jugendsozialarbeit und kann sowohl im präventiven Bereich als auch bei der Resozialisierung positive Effekte haben. Entsprechende Angebote sind in Zusammenarbeit mit den Bezirksämtern auszubauen.

Mit digitalen Möglichkeiten kann auch der Sport flexibler und effizienter werden und auch das Ehrenamt entlasten. Unterstützt Ihre Partei ein Förderprogramm für die Digitalisierung im Sport?

Die Gesellschaft und auch der organisierte Sport stehen vor großen Herausforderungen im Bereich der Digitalisierung. Sie bietet große Chancen für Sportvereine und Sportverbände. Auch Sportstätten können transparenter und effektiver vergeben und genutzt werden. Digitalisierung bedeutet aber auch, ein Höchstmaß an Datenschutz einzuhalten. Diesen Herausforderungen will sich der organisierte Sport stellen. Er benötigt aber finanzielle Unterstützung, um die hohen Investitionen umzusetzen. Der Landessportbund möchte dabei ein Digitalisierungsförderprogramm für die Sportvereine und Sportverbände umsetzen. Beispiele für Digitalisierungsprojekte in Vereinen und Verbänden sind: Mitgliedersoftware zur Entlastung des Verwaltungsaufwands, Apps zur Kommunikation mit den Mitgliedern, digitalisierte Zugangssysteme zu Sportstätten sowie die elektronische Unterstützung des Trainings- und Wettkampfbetriebs.

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Digitalisierung ist auch für Sportvereine eine Zukunftsaufgabe, die weit über die bloße Verwaltung von Mitgliedschaften hinausgeht. Dies umfasst Kommunikations- und Informationswege, Mitgliederportale sowie Zugangs- und Schließsysteme. Die Pandemiezeit hat zudem gezeigt, dass auch digitale Trainingseinheiten auf steigende Nachfrage stoßen – bei vielen sicherlich auch nach der Pandemie. Einem entsprechenden Förderprogramm stehen wir grundsätzlich positiv gegenüber. Auch wird die Sportstättenvergabe an Vereine und Sporttreibende demnächst durch digitale Verfahren bei Antragstellung und Genehmigung vereinfacht und für Nutzer:innen transparenter gestaltet. Damit wollen wir nicht nur den Service verbessern, sondern auch die Auslastung der bestehenden Sportanlagen über die online Sichtbarkeit erhöhen.

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Die CDU ist die führende Partei, wenn es um Fortschritt geht. Ganz vorne steht dabei die schnelle und konsequente Digitalisierung in allen Teilen der Gesellschaft, so auch im Sport!

Insofern unterstützen wir selbstverständlich Förderprogramme für die Digitalisierung im Sport, die gerade auch in den Geschäftsstellen, bei den ehrenamtlich Tätigen, aber auch im laufenden Vereinsbetrieb zu großen Entlastungen und zu zahlreichen neuen Angeboten führen werden. Ein wichtiger Punkt ist dabei auch die Aus- und Weiterbildung der Nutzer für eine reibungslose Anwendung. Hier können wir uns vermehrte Angebote über den Landessportbund und die Fachverbände, aber auch über andere Institutionen vorstellen.

Um die Erledigung stupider Verwaltungsarbeiten zu erleichtern oder auch Lernprozesse zu fördern ist auch Gamification für uns ein geeignetes Mittel.

Apps zur Information und Kommunikation zwischen Mitgliedern, Vereinen und Verbänden sollten über den Landessportbund verfügbar sein.

Cloudbasierte IT-Angebote für Vereine und Verbände, wie zum Beispiel eine leicht verständliche Verwaltungssoftware oder Projektsoftware für Sportveranstaltungen können wir uns ebenfalls im Angebot des Landessportbundes vorstellen. Das würde vor allem kleinen und mittleren Vereinen den schwierigen und kostspieligen Aufbau einer erweiterten IT-Infrastruktur, vor allem bei der Software abnehmen und die Verwaltungsaufgaben mit gängigen meist vorhandenen Komponenten ermöglichen. Eine entsprechende Bereitstellung entsprechender Mittel für den LSB zur Realisierung dieser neuen Aufgaben ist damit verbunden.

Dafür ist eine flächendeckende Breitband- und Mobilfunkversorgung aller Einrichtungen im Sport zu gewährleisten, die über entsprechende WLAN-Bereitstellung unkompliziert zugänglich ist. Damit würden sich auch zahlreiche neue Möglichkeiten zur elektronischen Unterstützung des Trainings- und Wettkampfbetriebs realisieren lassen.

Wir können uns aber darüber hinaus auch digitalisierte Verfahren für Zugänge von Sportstätten und der nötigen Infrastruktur, damit verbunden entsprechende statistische Auswertungen über Auslastungen vorstellen, die in der Konsequenz für eine optimalere und flexiblere Ausnutzung der vorhandenen Sportflächen genutzt werden.

Auch Zustandsdaten zu Sportanlagen sollen online zur Verfügung stehen. Dies macht im Hinblick auf Wassertemperaturen und aktueller Auslastung besonderen Sinn bei den Bädern in Berlin, aber auch bei anderen frei zugänglichen Sportanlagen.

Eine große Herausforderung bei zunehmender Digitalisierung ist der Datenschutz. Deshalb müssen die Vorschriften aus der Datenschutzgrundverordnung eingehalten werden.

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Bereits im Rahmen der Corona-Pandemie haben wir uns dafür eingesetzt, dass die Sportvereine Gelder aus dem „Rettungsschirm Sport“ gezielt für den Aufbau digitaler Angebote und digitaler Infrastruktur nutzen können. Auch sehen wir deutlich, wie sehr digitale Services die oft sehr aufwändige und mühsame ehrenamtliche Arbeit entlasten könnwn. Die durch uns mit-initiierte, erst kürzlich veröffentlichte Studie „Digital im Verein“ macht dies sehr deutlich und gibt auch Handlungsempfehlungen, an denen wir uns orientieren wollen (https://www.technologiestiftung-berlin.de/fileadmin/daten/media/publikationen/270121_Studie_Digitales-Ehrenamt.pdf). Für die Finanzierung etwaiger Maßnahmen muss auch geprüft werden, inwiefern Bundesprogramme zur Förderung der Digitalisierung genutzt werden können. Bei der Begleitung der Vereine auf dem Weg in die Digitalisierung werden wir prüfen, wie Kapazitäten der Digitalagentur mitgenutzt werden können.

Zur Digitalisierung im Sport gehört auch die Auseinandersetzung mit E-Sport. Unabhängig davon, ob es als Medienphänomen oder als Sportart gesehen wird - E-Sport wird zum Bestandteil des Alltags vieler Berliner*innen. Wir wollen seine Entwicklung mit Gamer*innen, Eltern und Pädagog*innen gemeinsam gestalten und einen souveränen Umgang unterstützen, insbesondere auch, wenn sich hier klassische Sportvereine engagieren. Dabei fördern wir insbesondere ehrenamtliches Engagement, Diversität und Geschlechtergerechtigkeit im E-Sport und setzen uns für einen nachhaltigen E-Sport-Standort ein.

Für eine effektivere Ausnutzung der vorhandenen Sportstätten möchten wir die Einführung eines berlinweit einheitlichem digitalen Buchungs- und Verwaltungssystems schneller voranbringen, als dies bisher gelungen ist.

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Die Digitalisierung ist längst im Sport angekommen. Die Pandemie hat dem einen weiteren Schub gegeben. Wir unterstützen ein entsprechendes Förderprogramm auch für den Sport. In der bereits angesprochenen Engagement-Strategie des Landes sind dafür bereits wichtige Elemente enthalten. Wir wollen das auch bei der Fortschreibung der Fördervereinbarung mit dem Sport und in den Zuwendungen künftig stärker berücksichtigten. Warum soll es keine Digitalprämie für Sportvereine geben? Uns geht es insbesondere darum, dass digitales Engagement inklusiv sein muss, dass es Zugänge schafft und erleichtert. Wir finden es richtig, analoges und digitales Engagement zu kombinieren. Aus Sicht der LINKEN geht es dabei nicht um das OB, sondern um das WIE. Wir möchten einen Rahmen für entsprechende Fördermöglichkeiten schaffen und dabei zum Beispiel auf dem Programm des derzeitigen Rettungsschirms für den Sport aufbauen.

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Voll umfängliche Unterstützung analog dem Modell in Glasgow. Alle Sportanbieter sind dabei aber mit einzubeziehen.

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Die Digitalisierung der Abläufe in den Sportvereinen und -verbänden sehen wir als eine zentrale Aufgabe des LSB an. Im Rahmen der Coronapandemie nicht verausgabte Gelder der Sportverwaltung könnten hierfür zweckgebunden zur Verfügung gestellt werden.

Die Sportvereine stehen mitten in der Gesellschaft und gestalten Gesellschaft. Wie steht Ihre Partei dazu, die Zuständigkeit für den Sport als gesellschaftliche Querschnittsaufgabe in die Senatskanzlei zu ziehen?

Die Leistungsfähigkeit des Vereinssports erstreckt sich auf immer mehr Bereiche. Sport ist gleichermaßen Bildung wie auch Persönlichkeitsentwicklung, gesellschaftliche Integration und Inklusion. Sportvereine sind Gesundheitsanbieter Nummer eins mit ihrer Bewegungsförderung und ihren zahlreichen Beiträgen zur Prävention und Rehabilitation. Mit dem Programm „Berlin bewegt sich“ können weitere niedrigschwellige Angebote für alle im öffentlichen Raum entstehen. Die Sportvereine sind zudem einzigartige Foren, um unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen, Milieus und Interessen zusammenzubringen und einen Austausch zu ermöglichen. Das Sporttreiben nach universell geltenden Regeln fördert Teamgeist, Fairplay und Respekt. So tragen Sportvereine ganz entscheidend zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei. Der organisierte Sport ist zugleich ein zentrales Wirkungsfeld für ehrenamtliches Engagement und damit der Demokratieförderung. Darüber hinaus hat Sport in Berlin Verfassungsrang. Eine Ansiedlung des Sports in der Senatskanzlei würde der gesellschaftlichen Querschnittsaufgabe des Sports gerecht werden, Reibungsverluste zwischen mehreren Verwaltungen beenden und neue Entwicklungs-potenziale für Berlin als bewegte Stadt eröffnen. Schon das Wissenschaftsressort hat in der laufenden Legislatur stark von seiner Zugehörigkeit zur Senatskanzlei profitiert und sich sichtbar weiterentwickelt. Das kann genauso mit dem Sport gelingen.

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Sportpolitik hat sich in den letzten drei Jahrzehnten immer stärker zu einer Querschnittsaufgabe entwickelt. So gehört die sportpolitische Zusammenarbeit zwischen Kitas, Schulen und Sportvereinen, die Koordinierung von Schulsport, schulsportlichen Wettbewerben und Schulschwimmen zum Geschäftsbereich der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Gleichzeitig ist die  Senatsverwaltung für Inneres und Sport u.a. für die überbezirkliche Sportförderung, die Grundsätze für die Nutzung von Sportanlagen, die grundlegenden Fragen der Sportentwicklung sowie der sportsozialen Maßnahmen zuständig. Als wichtiger Wirtschaftsfaktor und Imageträger unserer Stadt trägt der Sport in Berlin mit regelmäßigen Großveranstaltungen, Profivereinen auf höchstem Niveau und einmaligen Events zur Mobilisierung von Menschen in der Stadt und in die Stadt. Wir wollen diese Querschnittsaufgabe weiterhin aktiv gestalten.

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Der Sport ist heute eine Querschnittsaufgabe über fast alle Ressorts. Vereine sind längst mit ihren vielfältigen Angeboten in Aufgabenbereiche für die Gesellschaft hineingewachsen, die früher alleine solche der öffentlichen Hand waren. Wenn man sich die zahlreichen Aufgabenbereiche der Senatskanzlei ansieht, gehört der Sport längst dazu. Gerade nach der Pandemie wird es darum gehen, in Zeiten knapper Kassen die Sportvereine wiederaufzubauen.

Der Sport ist der Kitt unserer Gesellschaft, mit vielfältigen Angeboten tragen die Vereine wesentlich zur Gesundheit der Menschen in der Stadt bei. Sie unterstützen die öffentliche Hand bereits jetzt durch zahlreiche Angebote, so zum Beispiel beim Schwimmunterricht. Ohne die Vereine wäre der Rückstand, der durch die Corona-Pandemie bei der Schwimmfähigkeit unserer Grundschüler entstanden ist, nicht aufzuholen. Sie sind zentraler Teil des gesellschaftlichen Lebens. Bei aller Beteiligung und Unterstützung der öffentlichen Hand durch die Vereine muss dennoch die Autonomie des Sportes erhalten bleiben. Eine Integration des Sports in die Senatskanzlei bleibt also diskussionswürdig, sollte jedoch nicht ohne die Einbeziehung des Sports in der Stadt, bzw. der Vereine stattfinden.

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Der vielfältigen gesellschaftlichen Bedeutung und seiner übergeordneten Bezüge in viele andere Politikbereiche sind sich BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sehr bewusst. Sport und Bewegung halten gesund, ermöglichen Gemeinschaft, tragen maßgeblich zum körperlichen und psychischen Wohlbefinden bei. Sport ist integraler Bestandteil des sozialen und kulturellen Lebens und ebenso vielfältig. Dabei ist unsere Vision für die Hauptstadt des Sportes, dass Sport und Bewegung selbstverständlich in allen Bereichen mitgedacht werden: sei es das Laufen im Park, eine Runde Tischtennis im Hof, Bouldern an der Einkaufscenter-Fassade oder Kicken auf dem Supermarkt-Dach. Dafür denken wir Sport und Bewegung auch in der Stadtplanung mit. Sport verbindet auch über Grenzen hinweg.

Wir sind daher auch der Auffassung, dass der Sport in seiner ganzen Vielfalt in der kommenden Legislaturperiode politisch aufzuwerten ist. Sport ist ein Zukunftsthema und insbesondere der Vereinssport hat eine gesamtgesellschaftliche Bedeutung. Das Thema sollte daher künftig nicht mehr bei der Innenverwaltung angebunden werden, sondern in einem Ressort, das mehr Synergieeffekte und Bezüge zu anderen wichtigen Politikfeldern ermöglicht.

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Es ist eine ressortübergreifende Aufgabe, für den Berliner Sport in allen seinen Bestandteilen beste Bedingungen zu schaffen. Eine Zuordnung zur Senatskanzlei setzt Ressortzuständigkeit beim Regierenden Bürgermeister voraus. Diese Zuständigkeit ist das Ergebnis von Verhandlungen zwischen den Parteien, die den Senat bilden. Dem können und wollen wir nicht vorgreifen. Wir können aber versichern, dass DIE LINKE, sollte sie wieder an einer Regierungsbildung beteiligt sein, dafür sorgen wird, dass der Sport im Berliner Senat eine starke Stimme bekommt.

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Voll umfängliche Unterstützung mit dem Zusatz, dass der gesamte Berliner Sport berücksichtigt wird.

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Wir begrüßen es, wenn Sport als zentrale Aufgabe künftig beim Regierenden Bürgermeister angesiedelt sein würde. In NRW gibt es mit der Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt in der Senatskanzlei ein sehr positives Beispiel dafür.