Bericht zum Seminar des Monats April

"Pflanzliche Ernährung - so geht`s richtig!" am 03.04.2019 mit Lisa Hapke

Pflanzliche Ernährung wird immer wichtiger, jedoch herrscht in diesem Bereich sowohl in der Bevölkerung als auch in der Beratung oft noch Verunsicherung. In dieser Fortbildung klärte die Dozentin über die Beweggründe sowie potenziell kritische Nährstoffe und deren Bedarfsdeckung bei pflanzlicher Ernährung auf. Sie stellte Alternativprodukte vor und zeigte, wie diese sinnvoll einzusetzen sind.

Ein leicht gekürzter Bericht einer Teilnehmerin:

"Die am häufigsten gestellten Fragen zur „richtigen“ pflanzlichen Ernährung bezogen sich zum Beispiel auf den Nährstoff- und damit auch auf den Vitamin- und Eiweißbedarf. Ob Defizite bei dieser Form der Ernährung auftreten können? Ob sich Sportler, Kinder, werdende Mütter und letztlich alle so ernähren können oder sollten? Viele von uns beschäftigen sich einerseits immer häufiger und mehr oder weniger intensiv mit der Thematik, sind aber andererseits auch recht verunsichert.

Für mich selbst sah ich in diesem Fortbildungsangebot die Chance etwas Neues zu erfahren, was mir auf meinem Weg zur optimalen Ernährungsform weiterhilft und ich davon in meinem Umfeld über wichtige Details informieren kann. Unsere Dozentin, Frau Lisa Hapke, leitete und begleitete uns mit ihrer ausgesprochen empathischen, freundlichen und offenen Art durch den sehr kurzweiligen Abend. Jederzeit hatte man das Gefühl, kompetent und durch ihr fundiertes Wissen umfassend informiert zu werden. Das Interesse nach weiteren, tiefergehenden Informationen oder weiterführenden Fortbildungen zum Thema schien sich im Laufe des Abends und darüber hinaus noch zu steigern.

Selbst überzeugt davon und durch das Seminar darin bestätigt, ist mein Fazit, dass es auch wegen der nachfolgenden Generationen ein sinnvoller Weg ist, eine überwiegend pflanzliche Kost zu sich zu nehmen, obwohl ich derzeit noch das ein oder andere Mal auf verantwortungsvolle Art und Weise Fisch, Geflügel oder Fleisch genieße. Trotzdem oder gerade deshalb werde ich dabei nicht vergessen, dass es entsprechend der Dozentin immer eine individuelle Lösung gibt und geben sollte, für welche Ernährungsform man sich in unserer Gesellschaft auch entscheidet.

Als ein Highlight habe ich die Gruppenarbeit erlebt, bei der sich herausstellte, dass es ganz unterschiedliche Ernährungsgewohnheiten gibt. Die Aufgabe, einen vollwertigen veganen Ernährungsplan für einen Tag zu erstellen, war deshalb auch eine besondere Herausforderung. So musste zuerst sogar nicht nur geklärt werden, was, sondern auch wann, wie oft und in welcher Form gegessen werden sollte. Zum Beispiel kam dabei heraus, dass der individuell gewählte Zeitpunkt für ein Frühstück zwischen 6 Uhr morgens oder auch erst um 12 Uhr mittags liegt. Das Resultat unserer Teamarbeit war für die praktische Umsetzung, wenn man sich nach der veganen Lebensmittelpyramide (bisher kannte ich nur die von der DGE!) richtet, mit Blick auf den Nährstoffbedarf noch nicht optimal, aber ausbaufähig;). Deshalb ist es auch sehr hilfreich und dankenswert, dass alle Teilnehmer/-innen ein Handout und die Präsentation in digitaler Form zur Verfügung gestellt bekommen haben. Daraus kann man zum Beispiel entnehmen, dass unser Ernährungsverhalten großen Einfluss auf unsere Gesundheit, Fitness, Sport/Leistungssport und auch auf unsere Umwelt hat, was aus den vorgestellten Grundsätzen zur vollwertigen Kost hervorgeht. Demnach sollte man auf ökologisch produzierte, fair gehandelte, umweltverträgliche, regionale und saisonale Produkte achten, pflanzliche Lebensmittel und reichlich Frischkost bevorzugen."

 

 

  • Die Dozentin Lisa Hapke
  • Lisa Hapke