Auf der Seite Aktuelles gibt es Hinweise zu aktuellen Projekten und Veranstaltungen sowie Berichte und Bildmaterial zu vergangen Veranstaltungen.

Webtalk Frauen mit Behinderung im Sport

Barrierefreier Veranstaltungsflyer als pdf: Hier klicken

Am 23. Juni fand von 18:30-20:00 Uhr ein Webtalk statt zum Thema Frauen mit Behinderung – Einblicke in eine Sportwelt mit täglichen Herausforderungen.

5,5 Millionen Menschen treiben in Sportvereinen in Berlin und NRW Sport. “Sport für alle” ist der selbsterklärte Anspruch des organisierten Sports. Ob dieser auch Wirklichkeit ist, wollen wir mit unseren Podiumsteilnehmenden besprechen und mehr über ihre Sportwelt und Erlebnisse erfahren.

Auf dem digitalen Podium waren:

Kirsten Bruhn, mehrfache Paralympics-Siegerin

Dr. Dagmar Kubanski, Expertin für Inklusion & Teilhabe; Beauftragte für Mädchen & Frauen im Behindertensportverband Berlin e. V.

Andrea Kuhne, Athlet*innen-Sprecherin der Special Olympics NRW

Deborah Sikander, Deutscher Gehörlosen-Sportverband e.V. und Athletin im Breitensport

Neben vielen spannenden Informationen zum Thema konnten die Teilnehmenden den Zuschauer*innen einen besonderen Einblick in die eigene Sportpraxis geben. Im Fokus standen dabei besonders die vielen Barrieren, die bis heute im organisierten Sport vorhanden sind. Ebenso wurde sich intensiv über notwendige Veränderungen ausgetauscht, um mehr Inklusion und Gleichstellung voranzubringen. Anhand persönlicher Erfahrungen wurde deutlich, dass Frauen mit Behinderung einen deutlichen Bedarf an Unterstützung haben, den sie häufig nicht erhalten. Gehörlose Menschen haben z. B. oftmals nur die Chance auf Sport, wenn es in der Umgebung einen Sportverein mit anderen gehörlosen Sportler*innen oder Gebärdensprach-Dolmetscher*innen gibt. Athlet*innen bei den Special Olympics benötigen häufig eine betreuende Person, die bei Organisation von Training und Wettkampf unterstützt. Und auch im Para-Schwimmen zeigen sich notwendige Voraussetzungen, um regelmäßig barrierefrei Sport treiben zu können.

Als Fazit lässt sich festhalten, wie wichtig Sensibilität und Interesse für das Thema sind, um den organisierten Sport zukünftig inklusiver und sicherer zu gestalten. Es geht dabei generell um Sport für Menschen mit Behinderung, aber auch besonders um den Schutz von Frauen mit Behinderung vor (sexualisierter) Gewalt - Abhängigkeiten spielen in diesem Sportbereich eine besonders große Rolle.

Die Veranstaltung war kostenlos und wurde von zwei Gebärdensprachdolmetscher*innen begleitet.

 

 

 

Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Sport dürfen kein Randthema sein!

Die vierte BundesNetzwerkTagung der queeren Sportvereine (BuNT) bot vom 13.-19. November 2021 wieder viel Raum für Austausch und Vernetzung mit mehr als 150 Teilnehmenden aus organisiertem Sport, Wissenschaft, Medien, Politik, Verwaltung und Gesellschaft.

Der LSB Berlin hat die Veranstaltung inhaltlich und organisatorisch unterstützt, weswegen wir uns umso mehr über die Veröffentlichung der Dokumentation der letztjährigen BuNT freuen!

Wir empfehlen Euch und Ihnen daher einen Blick in die Dokumentation. Sie bietet nicht nur Informationen über die Veranstaltung selbst, der Mehrwert der BuNT-Dokumentationen als eine Art Nachschlagewerk für queere Belange im Sport ist besonders hervorzuheben!

Hier geht es zur Dokumentation der BuNT 2021! 

2022 findet übrigens vom 31.10.-06.11.2022 in einer Mischung aus digitalen, hybriden und Vor-Ort-Veranstaltungen in Nordrhein-Westfalen statt. Programm und Anmeldungen werden im Sommer veröffentlicht. Für weitere Informationen hier klicken: BuNT 2022

Internationaler Frauentag 2022

Am 8. März war wieder Internationaler Frauentag. Immer ein guter Zeitpunkt, um das eigene Handeln mit Blick auf Sexismus und Benachteiligung zu hinterfragen und über Gleichberechtigung von Frauen im Sport zu reflektieren.

In den letzten Jahren und Jahrzehnten haben sich die Gesellschaft und der Sport zwar deutlich weiterentwickelt, wenn wir von Gleichstellung und Gleichberechtigung von Frauen sprechen. Doch bei näherem Hinsehen und Nachfragen wird deutlich: Es ist noch ein langer Weg. Dies haben auch die Gäst*innen unseres Podiumstalks im November 2021 herausgestellt: Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen, Petra Tzschoppe (ehemalige Vizepräsidentin für Frauen und Gleichstellung des Deutschen Olympischen Sportbunds, DOSB), LSB-Direktor Friedhard Teuffel und Doha Beydoun, Trainerin beim Verein Boxgirls Berlin e. V. Sie haben über eigene Erfahrungen gesprochen, bestehende Missstände offengelegt und die Rolle von Sportverbänden oder medialer Berichterstattung hinterfragt.

Die gesamte Veranstaltungen kann hier noch einmal angeschaut werden.

Es gibt oftmals eine unterschiedliche Wahrnehmung, wenn von Benachteiligung oder Sexismus gesprochen wird. Der Blick auf das Thema ist häufig von der eigenen Persönlichkeit geprägt, weshalb es auch darum geht, den Aussagen von Frauen mehr Gehör zu schenken, unterschiedliche Erfahrungen anzuerkennen und den Blick von außen zu schärfen. Bis heute ist das Sportsystem sehr männlich geprägt und von Rollenbildern sowie Klischees beeinflusst. Diskriminierung und Sexismus finden tagtäglich statt, werden geduldet oder oftmals auch nicht als solches wahrgenommen. Es kann der Spruch vom Seitenrand sein, klischeehafte Berichterstattung, die Erwartung an stereotypisierte „Weiblichkeit“, ungleiche Bezahlung oder gar sexualisierte Gewalt.

Frauen sind bis heute außerdem auf Entscheidungsebenen von Sportvereinen und -verbänden, in Trainer*innen-Teams oder bei den Sportmedien unterrepräsentiert. Unser Ziel muss es sein, gemeinsam jeglicher Ungleichbehandlung oder Diskriminierung entgegenzuwirken und viele Menschen als Unterstützer*innen für Vielfalt und Gleichstellung zu gewinnen. Wir möchten den Internationalen Frauentag 2022 abschließend dazu nutzen, um alle engagierten Frauen in den Berliner Sportvereinen und -verbänden DANKE zu sagen: Für Eure Arbeit, Euer Engagement und Euren täglichen Kampf gegen Vorurteile.

Die nächste Ausgabe unserer Verbandszeitschrift Sport in Berlin widmen wir Euch: Auf mehr als 10 Seiten können die Leser*innen vielfältige Frauen aus dem Berliner Sport kennen lernen und einen wissenschaftlich fundierten Einblick ins Thema erhalten. Hier geht es zur Ausgabe.

One Billion Rising 2022

2022 haben am 14. Februar wieder sehr viele Menschen gegen die Gewalt an Mädchen und Frauen tanzend demonstriert. In diesem Jahr unter dem Motto „Rise! Resist! Unite!"

Der organisierte Sport leistet dabei einen wichtigen Beitrag, denn er kann viel leisten – Sport ermöglicht es Menschen, sich eigenmächtig und selbstbestimmt zu entwickeln, Einfluss auf Strukturen und Systeme zu nehmen und besonders auch eine notwendige Selbstsicherheit und Selbstkompetenz zu entfalten. Dies gilt besonders auch für Frauen* und Mädchen im Sport. Diskriminierung, Unterdrückung und gewaltsame Übergriffe an Frauen* und Mädchen müssen aktiv unterbunden werden.

Auch der LSB war wieder vor Ort. Einen Eindruck der Veranstaltungen gibt es hier.

 

 

Der Podiumstalk am 9. November war ein voller Erfolg! Doppelolympiasiegerin Britta Steffen und die Vizepräsidentin für Frauen und Gleichstellung des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) Petra Tzschoppe haben mit Friedhard Teuffel, LSB-Direktor und Doha Beydoun vom Sportverein Boxgirls Berlin e. V. über Gleichstellung, Ungleichbehandlung und Sexismus gesprochen. 

Die Gäst*innen haben sich intensiv über stereotype Rollenbilder von Frauen* im Sport, unbewusste Diskriminierung, ungleiche Bezahlung und strukturelle Probleme ausgetauscht. Auch haben sie viele persönliche Eindrücke sowie Erfahrungen aus dem Leistungs- und Breitensport mit dem Publikum geteilt, die zum Nachdenken anregen wie z. B. über sichere Sporträume für Frauen* - besonders auch mehrfach-diskriminierte Frauen*, zu wenige Sportjournalistinnen* oder Sportfotografinnen* und die oftmals sehr diskriminierende sexistische Betrachtung des Körpers von Frauen* im Sport.

Hier gibt es das komplette Video des Podiumstalks: HIER KLICKEN

Die 16. Frauen-Vollversammlung (im digitalen Format) des DOSB fand am 24./25. September 2021 statt.

Der Bericht 2021 der Vizepräsidentin ist hier einzusehen.

Information von der DOSB-Webseite: Die Frauen-Vollversammlung ist in der DOSB-Satzung verankert, findet jährlich statt und verfügt über ein Antragsrecht an die Mitgliederversammlung des DOSB. Sie findet unter der Leitung der DOSB-Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung statt und setzt sich aus den Frauen- und Gleichstellungsvertreter*innen der DOSB-Mitgliedsorganisationen zusammen. Die Frauen-Vollversammlung dient dem Austausch und der Abstimmung über zukünftig im DOSB zu setzende Themen. Ferner findet in diesem Rahmen die Wahl der Sprecherinnengruppe der Frauen-Vollversammlung statt.

Digitales Kamingespräch am 30. März um 18:30 Uhr.

Wir haben alle Interessierten eingeladen, gemeinsam über das Thema GLEICHSTELLUNG IM SPORT zu diskutieren. Unser Ziel ist es, gemeinsam den Weg zu bestreiten und die strategischen Ziele des Landessportbunds Berlin – insbesondere das Ziel 6 „Der LSB als verantwortungsvoller Förderer von Teilhabe“ – mit unseren Themen zu Gleichstellungspolitik voranzubringen.

Unsere Gäst*innen auf dem digitalen Podium waren:

Thomas Härtel Präsident Landessportbund Berlin

Silke Renk-Lange Präsidentin Landessportbund Sachsen-Anhalt und Vertreterin der Landessportbünde in der Sprecherinnengruppe der Frauen-Vollversammlung des Deutschen Olympischen Sportbunds

Kirsten Ulrich Vizepräsidentin für Frauen und Gleichstellung im Sport, LSB Berlin

Thorsten Süfke Vorsitzender des Landesausschusses Frauen und Gleichstellung

 

 

8. März 2021 - Internationaler Frauentag

Zum Internationalen Frauentag am 8. März hat der LSB den vielen engagierten Frauen im Berliner Sport Danke gesagt. Frauen sind unentbehrlich für den organisierten Sport: Sie gestalten diesen ihn durch ihre Ideen, Erfahrungen und vielfältigen Fähigkeiten. Sie werben an vielen Stellen für mehr Gerechtigkeit oder gerechte Teilhabe, sie agieren aus einem besonderen Blickwinkel und machen unsere Vereine und Verbände dadurch abwechslungsreicher und demokratischer.

Leider sind Frauen bis heute im Sport deutlich unterrepräsentiert – besonders im Ehrenamt sowie auf Vorstands- und Entscheidungsebene. Zur Förderung von Chancengleichheit ist es wichtig, Frauen im eigenen Umfeld wertzuschätzen, Frauen bei der Besetzung einer ehrenamtlichen Entscheidungsfunktion direkt anzusprechen und ihnen im Verein/Verband mehr Gehör zu schenken und sie über die vielen Möglichkeiten ehrenamtlichen Engagements im Sport zu informieren.

Vielfalt ist ein Gewinn für den organisierten Sport, den es zu nutzen und zu fördern gilt! Der Landessportbund Berlin unterstützt Sie dabei mit einem Programm zur Stärkung, Förderung und Motivation von Frauen für das Ehrenamt im Sport und fördert aktiv den Abbau von Vorurteilen, Stereotypen und Diskriminierung. Was Frauen für das Ehrenamt im Sport bedeuten und wieso wir noch mehr Gleichstellung anstreben sollten, das machen unsere Berliner*innen Marianne, Sabine, Elfriede und Jens in unserem neuen Video „Vielfalt im Ehrenamt – Wir Frauen im Sport“ besonders deutlich.

One Billion Rising 2021 - als digitaler Livestream

Seit vielen Jahren gibt es die Tanz-Demo gegen Gewalt an Mädchen und Frauen*, die alljährlich am 14. Februar im Rahmen von One Billion Rising am Brandenburger Tor stattfindet. Gemeinsam setzen viele Menschen so ein wichtiges Zeichen für Gleichberechtigung und Empowerment. Der organisierte Sport leistet dabei einen wichtigen Beitrag, denn er kann viel leisten – Sport ermöglicht es Menschen, sich eigenmächtig und selbstbestimmt zu entwickeln, Einfluss auf Strukturen und Systeme zu nehmen und besonders auch eine notwendige Selbstsicherheit und Selbstkompetenz zu entfalten. Dies gilt besonders auch für Frauen* und Mädchen im Sport - der LSB versucht dies durch unterschiedliche Maßnahmen zu fördern sowie der Zielgruppe eine Stimme zu geben. Diskriminierung, Unterdrückung und gewaltsame Übergriffe an Frauen* und Mädchen müssen aktiv unterbunden werden.

In diesem Jahr gab es am Brandenburger Tor coronabedingt keine Tanzveranstaltung, sondern eine Kundgebung, die im Livestream verfolgt werden konnte. Schirmperson war die Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Dilek Kalayci. Vor Ort waren u. a. Bettina Lutze-Luis Fernández, Leiterin des Mädchensportzentrums Centre Talma der Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit.

Ein Video über One Billion Rising, das Centre Talma und die Tanz-Demo findet gibt es hier.

Den aufgezeichneten Livestream gibt es hier.