Aktuelles

Auf der Seite Aktuelles gibt es Hinweise zu aktuellen Projekten und Veranstaltungen sowie Berichte und Bildmaterial zu vergangen Veranstaltungen.

Landessportbund Berlin erhält DOSB-Ethikpreis

Der Landessportbund Berlin (LSB) erhält als eine von sechs Organisationen für die jahrelange Unterstützung der BundesNetzwerkTagung des queeren Sports (BuNT) stellvertretend den Ethikpreis des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).

LSB-Präsident Thomas Härtel sagt: „Die Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im Sport ist uns ein wichtiges Anliegen. Wir freuen uns sehr über die diesjährige Auszeichnung einer Gruppe, die sich in ihrer Arbeit der Förderung von Vielfalt und Antidiskriminierungsarbeit verschrieben hat und sind froh, dass wir als LSB Berlin diese wichtigen Anliegen seit Jahren unterstützen können. Wir kommen dadurch unserer Verantwortung nach, die wir auch in unserem Leitbild kommunizieren: Sport ist eine Einladung an alle!“

Die BuNT ist ein gleichberechtigter Zusammenschluss von Sportverbänden, queeren Sportvereinen und Interessenvertretungen mit dem gemeinsamen Ziel, Sorge für mehr Chancengleichheit und -gerechtigkeit im organisierten Sport zu tragen. Die BuNT fördert die Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt im Sport und unterstützt den Abbau von Diskriminierungen aufgrund der sexuellen und / oder geschlechtlichen Identität. Die Veranstaltung wurde von queeren Sportvereinen initiiert und hat mittlerweile einen festen Termin im Veranstaltungskalender des organisierten Sports.

Der LSB Berlin unterstützt die BuNT von Anfang an – 2018 hat die erste Veranstaltung in den Räumen am Berliner Olympiastadion stattgefunden und der Dachverband des Berliner Sports agierte seitdem als wichtiger Kooperationspartner. Als Teil des Organisationsteams hat der Landessportbund Berlin auch an Planung, inhaltlicher Ausrichtung und Durchführung der Veranstaltung mitgearbeitet.

Am 2. Dezember wurde der Preis im Rahmen des Abendempfangs der DOSB-Mitgliederversammlung 2022 offiziell übergeben. Neben dem Landessportbund Berlin werden auch der Landessportbund Nordrhein-Westfalen, der Landessportbund Sachsen-Anhalt, der Stadtsportbund Düsseldorf sowie die beiden Berliner Vereine Seitenwechsel-Sportverein für FrauenLesbenTrans*Inter*und Mädchen und Vorspiel Sportverein für Schwule und Lesben Berlin stellvertretend für alle Organisationen und Institutionen ausgezeichnet, die die BuNT bislang unterstützt haben.

Mit dem DOSB-Ethikpreis zeichnet der DOSB seit 2010 alle zwei Jahre eine Persönlichkeit oder eine Gruppe aus, die sich in besonderer Weise um die Förderung der ethischen Werte im Sport verdient gemacht hat – besonders im Bereich der Werteerziehung, des sozialen und ökologischen Engagements oder im Sinne von Fairness und moralischer Integrität.

 

 

Verleihung DOSB-Ethikpreis
©picture alliance/DOSB
Teamfoto Preisträger*innen
©picture alliance/DOSB

31. Oktober - 6. November BundesNetzwerkTagung des queeren Sports 2022

Unter dem Motto „Wir sind da!“: Für erhöhte Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im Sport fand in diesem Jahr die 5. BundesNetzwerkTagung des queeren Sports (BuNT) statt.

Für den organisierten Sport ist es - trotz gestiegener Wahrnehmung für das Thema in (Sport-)Medien und Politik - noch ein weiter Weg, um gerechte Teilhabe aller Geschlechter und Geschlechtsidentitäten sowie den Abbau homofeindlicher und sexistischer Diskriminierung im Sport zu gewährleisten. Es geht vor allem um Strukturen, Regularien und Werte, die den Breiten- und Leistungssport inklusiver machen sollen. Die 5. BundesNetzwerkTagung des queeren Sports (BuNT) war wieder eine wichtige Plattform, um sich mit queeren Belangen, Teilhabe und Chancengleichheit im Sport auseinanderzusetzen.

Mit einer Mischung aus digitalen, hybriden und Vor-Ort-Veranstaltungen an der Deutschen Sporthochschule in Köln (NRW) konnten Interessierte wieder ein vielfältiges Programm wahrnehmen. Neben einer digitalen Talkrunde über persönliche Erfahrungen von Menschen aus dem Sport und einem digitalen Vortrag von Dr. Karolin Heckemeyer mit dem Schwerpunkt „Wir sind da! Geschlechtliche Vielfalt im Sport – eine historische Perspektive“ gab es vom 31. Oktober bis 3. November 2022 zunächst viele weitere Online-Angebote. Bei der Präsenzveranstaltung an der Deutschen Sporthochschule in Köln vom 4.-6. November fand u. a. eine prominent besetzte Podiumsdiskussion über die Verantwortung für queere Belange im Sport statt. Mit dabei waren Sven Lehmann (Queer-Beauftragter der Bundesregierung) und Prof. Dr. Thomas Abel (Prorektor der Deutschen Sporthochschule Köln). 

Eine Dokumentation der BuNT 2022 folgt im Frühjahr 2023.

 

Organisation und Ausrichtung der BuNT 2022: Landessportbund Nordrhein-Westfalen

Kooperation mit: Deutsche Sporthochschule Köln, SC Janus e. V. und Stadtsportbund Düsseldorf

Unterstützt und mitgestaltet durch (in alphabetischer Reihenfolge): 100% SPORT I Deutscher Olympischer Sportbund e. V. | FUMA Fachstelle Gender & Diversity NRW | Landessportbund Berlin e.V. | Landessportbund Sachsen-Anhalt e.V. I Landessportverband Schleswig-Holstein e.V. I LAG Lesben in NRW I Queeres Netzwerk Niedersachsen I Queeres Netzwerk Nordrhein-Wesfalen I Seitenwechsel -Sportverein für FrauenLesbenTrans*Inter* und Mädchen e.V.| Sportjugend Hessen I Vorspiel SSL Berlin e.V. | Netzwerk Geschlechtliche Vielfalt Trans NRW | Stadtsportbund Köln | Lesben- und Schwulenverband

Webtalk Frauen mit Behinderung im Sport

Am 23. Juni fand von 18:30-20:00 Uhr ein Webtalk statt zum Thema Frauen mit Behinderung – Einblicke in eine Sportwelt mit täglichen Herausforderungen.

5,5 Millionen Menschen treiben in Sportvereinen in Berlin und NRW Sport. “Sport für alle” ist der selbsterklärte Anspruch des organisierten Sports. Ob dieser auch Wirklichkeit ist, wollen wir mit unseren Podiumsteilnehmenden besprechen und mehr über ihre Sportwelt und Erlebnisse erfahren.

Auf dem digitalen Podium waren:

Kirsten Bruhn, mehrfache Paralympics-Siegerin

Dr. Dagmar Kubanski, Expertin für Inklusion & Teilhabe; Beauftragte für Mädchen & Frauen im Behindertensportverband Berlin e. V.

Andrea Kuhne, Athlet*innen-Sprecherin der Special Olympics NRW

Deborah Sikander, Deutscher Gehörlosen-Sportverband e.V. und Athletin im Breitensport

Neben vielen spannenden Informationen zum Thema konnten die Teilnehmenden den Zuschauer*innen einen besonderen Einblick in die eigene Sportpraxis geben. Im Fokus standen dabei besonders die vielen Barrieren, die bis heute im organisierten Sport vorhanden sind. Ebenso wurde sich intensiv über notwendige Veränderungen ausgetauscht, um mehr Inklusion und Gleichstellung voranzubringen. Anhand persönlicher Erfahrungen wurde deutlich, dass Frauen mit Behinderung einen deutlichen Bedarf an Unterstützung haben, den sie häufig nicht erhalten. Gehörlose Menschen haben z. B. oftmals nur die Chance auf Sport, wenn es in der Umgebung einen Sportverein mit anderen gehörlosen Sportler*innen oder Gebärdensprach-Dolmetscher*innen gibt. Athlet*innen bei den Special Olympics benötigen häufig eine betreuende Person, die bei Organisation von Training und Wettkampf unterstützt. Und auch im Para-Schwimmen zeigen sich notwendige Voraussetzungen, um regelmäßig barrierefrei Sport treiben zu können.

Als Fazit lässt sich festhalten, wie wichtig Sensibilität und Interesse für das Thema sind, um den organisierten Sport zukünftig inklusiver und sicherer zu gestalten. Es geht dabei generell um Sport für Menschen mit Behinderung, aber auch besonders um den Schutz von Frauen mit Behinderung vor (sexualisierter) Gewalt - Abhängigkeiten spielen in diesem Sportbereich eine besonders große Rolle.

Die Veranstaltung war kostenlos und wurde von zwei Gebärdensprachdolmetscher*innen begleitet.

 

 

 

Barrierefreier Veranstaltungsflyer als pdf: Hier klicken

Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Sport dürfen kein Randthema sein!

Die vierte BundesNetzwerkTagung der queeren Sportvereine (BuNT) bot vom 13.-19. November 2021 wieder viel Raum für Austausch und Vernetzung mit mehr als 150 Teilnehmenden aus organisiertem Sport, Wissenschaft, Medien, Politik, Verwaltung und Gesellschaft.

Der LSB Berlin hat die Veranstaltung inhaltlich und organisatorisch unterstützt, weswegen wir uns umso mehr über die Veröffentlichung der Dokumentation der letztjährigen BuNT freuen!

Wir empfehlen Euch und Ihnen daher einen Blick in die Dokumentation. Sie bietet nicht nur Informationen über die Veranstaltung selbst, der Mehrwert der BuNT-Dokumentationen als eine Art Nachschlagewerk für queere Belange im Sport ist besonders hervorzuheben!

Hier geht es zur Dokumentation der BuNT 2021! 

2022 findet übrigens vom 31.10.-06.11.2022 in einer Mischung aus digitalen, hybriden und Vor-Ort-Veranstaltungen in Nordrhein-Westfalen statt. Programm und Anmeldungen werden im Sommer veröffentlicht. Für weitere Informationen hier klicken: BuNT 2022

Internationaler Frauentag 2022

Am 8. März war wieder Internationaler Frauentag. Immer ein guter Zeitpunkt, um das eigene Handeln mit Blick auf Sexismus und Benachteiligung zu hinterfragen und über Gleichberechtigung von Frauen im Sport zu reflektieren.

In den letzten Jahren und Jahrzehnten haben sich die Gesellschaft und der Sport zwar deutlich weiterentwickelt, wenn wir von Gleichstellung und Gleichberechtigung von Frauen sprechen. Doch bei näherem Hinsehen und Nachfragen wird deutlich: Es ist noch ein langer Weg. Dies haben auch die Gäst*innen unseres Podiumstalks im November 2021 herausgestellt: Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen, Petra Tzschoppe (ehemalige Vizepräsidentin für Frauen und Gleichstellung des Deutschen Olympischen Sportbunds, DOSB), LSB-Direktor Friedhard Teuffel und Doha Beydoun, Trainerin beim Verein Boxgirls Berlin e. V. Sie haben über eigene Erfahrungen gesprochen, bestehende Missstände offengelegt und die Rolle von Sportverbänden oder medialer Berichterstattung hinterfragt.

Die gesamte Veranstaltungen kann hier noch einmal angeschaut werden.

Es gibt oftmals eine unterschiedliche Wahrnehmung, wenn von Benachteiligung oder Sexismus gesprochen wird. Der Blick auf das Thema ist häufig von der eigenen Persönlichkeit geprägt, weshalb es auch darum geht, den Aussagen von Frauen mehr Gehör zu schenken, unterschiedliche Erfahrungen anzuerkennen und den Blick von außen zu schärfen. Bis heute ist das Sportsystem sehr männlich geprägt und von Rollenbildern sowie Klischees beeinflusst. Diskriminierung und Sexismus finden tagtäglich statt, werden geduldet oder oftmals auch nicht als solches wahrgenommen. Es kann der Spruch vom Seitenrand sein, klischeehafte Berichterstattung, die Erwartung an stereotypisierte „Weiblichkeit“, ungleiche Bezahlung oder gar sexualisierte Gewalt.

Frauen sind bis heute außerdem auf Entscheidungsebenen von Sportvereinen und -verbänden, in Trainer*innen-Teams oder bei den Sportmedien unterrepräsentiert. Unser Ziel muss es sein, gemeinsam jeglicher Ungleichbehandlung oder Diskriminierung entgegenzuwirken und viele Menschen als Unterstützer*innen für Vielfalt und Gleichstellung zu gewinnen. Wir möchten den Internationalen Frauentag 2022 abschließend dazu nutzen, um alle engagierten Frauen in den Berliner Sportvereinen und -verbänden DANKE zu sagen: Für Eure Arbeit, Euer Engagement und Euren täglichen Kampf gegen Vorurteile.

Die nächste Ausgabe unserer Verbandszeitschrift Sport in Berlin widmen wir Euch: Auf mehr als 10 Seiten können die Leser*innen vielfältige Frauen aus dem Berliner Sport kennen lernen und einen wissenschaftlich fundierten Einblick ins Thema erhalten. Hier geht es zur Ausgabe.

One Billion Rising 2022

2022 haben am 14. Februar wieder sehr viele Menschen gegen die Gewalt an Mädchen und Frauen tanzend demonstriert. In diesem Jahr unter dem Motto „Rise! Resist! Unite!"

Der organisierte Sport leistet dabei einen wichtigen Beitrag, denn er kann viel leisten – Sport ermöglicht es Menschen, sich eigenmächtig und selbstbestimmt zu entwickeln, Einfluss auf Strukturen und Systeme zu nehmen und besonders auch eine notwendige Selbstsicherheit und Selbstkompetenz zu entfalten. Dies gilt besonders auch für Frauen* und Mädchen im Sport. Diskriminierung, Unterdrückung und gewaltsame Übergriffe an Frauen* und Mädchen müssen aktiv unterbunden werden.

Auch der LSB war wieder vor Ort. Einen Eindruck der Veranstaltungen gibt es hier.

 

 

Der Podiumstalk am 9. November war ein voller Erfolg! Doppelolympiasiegerin Britta Steffen und die Vizepräsidentin für Frauen und Gleichstellung des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) Petra Tzschoppe haben mit Friedhard Teuffel, LSB-Direktor und Doha Beydoun vom Sportverein Boxgirls Berlin e. V. über Gleichstellung, Ungleichbehandlung und Sexismus gesprochen. 

Die Gäst*innen haben sich intensiv über stereotype Rollenbilder von Frauen* im Sport, unbewusste Diskriminierung, ungleiche Bezahlung und strukturelle Probleme ausgetauscht. Auch haben sie viele persönliche Eindrücke sowie Erfahrungen aus dem Leistungs- und Breitensport mit dem Publikum geteilt, die zum Nachdenken anregen wie z. B. über sichere Sporträume für Frauen* - besonders auch mehrfach-diskriminierte Frauen*, zu wenige Sportjournalistinnen* oder Sportfotografinnen* und die oftmals sehr diskriminierende sexistische Betrachtung des Körpers von Frauen* im Sport.

Hier gibt es das komplette Video des Podiumstalks: HIER KLICKEN

Die 16. Frauen-Vollversammlung (im digitalen Format) des DOSB fand am 24./25. September 2021 statt.

Der Bericht 2021 der Vizepräsidentin ist hier einzusehen.

Information von der DOSB-Webseite: Die Frauen-Vollversammlung ist in der DOSB-Satzung verankert, findet jährlich statt und verfügt über ein Antragsrecht an die Mitgliederversammlung des DOSB. Sie findet unter der Leitung der DOSB-Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung statt und setzt sich aus den Frauen- und Gleichstellungsvertreter*innen der DOSB-Mitgliedsorganisationen zusammen. Die Frauen-Vollversammlung dient dem Austausch und der Abstimmung über zukünftig im DOSB zu setzende Themen. Ferner findet in diesem Rahmen die Wahl der Sprecherinnengruppe der Frauen-Vollversammlung statt.

Digitales Kamingespräch am 30. März um 18:30 Uhr.

Wir haben alle Interessierten eingeladen, gemeinsam über das Thema GLEICHSTELLUNG IM SPORT zu diskutieren. Unser Ziel ist es, gemeinsam den Weg zu bestreiten und die strategischen Ziele des Landessportbunds Berlin – insbesondere das Ziel 6 „Der LSB als verantwortungsvoller Förderer von Teilhabe“ – mit unseren Themen zu Gleichstellungspolitik voranzubringen.

Unsere Gäst*innen auf dem digitalen Podium waren:

Thomas Härtel Präsident Landessportbund Berlin

Silke Renk-Lange Präsidentin Landessportbund Sachsen-Anhalt und Vertreterin der Landessportbünde in der Sprecherinnengruppe der Frauen-Vollversammlung des Deutschen Olympischen Sportbunds

Kirsten Ulrich Vizepräsidentin für Frauen und Gleichstellung im Sport, LSB Berlin

Thorsten Süfke Vorsitzender des Landesausschusses Frauen und Gleichstellung