Landessportbund Berlin News https://lsb-berlin.net Alle Neuigkeiten des Landessportbundes Berlin en_GB Landessportbund Berlin Wed, 07 Dec 2022 06:37:12 +0100 Wed, 07 Dec 2022 06:37:12 +0100 TYPO3 news-2160 Sun, 04 Dec 2022 12:32:46 +0100 Das sind Berlins Sportler*innen des Jahres aktuelles/news/details/das-sind-berlins-sportlerinnen-des-jahres/ Gina Lückenkemper und Simon Geschke sind die CHAMPIONS 2022. Union holt das „Triple-Double“ Foto: Jürgen Engler ]]> Die Sportmetropole feiert mit einer großen Party ihre CHAMPIONS 2022: Sprint-Europameisterin Gina Lückenkemper und Radrennfahrer Simon Geschke wurden am heutigen Samstag [3.12.2022] vor mehr als 1400 Gästen in der Estrel Convention Hall als Sportlerin und Sportler des Jahres 2022 mit den goldenen CHAMPIONS-Bären ausgezeichnet. Über das „Triple-Double“ jubelte der 1. FC Union Berlin. Zum dritten Mal in Folge wählten die Berlinerinnen und Berliner die Bundesliga-Fußballer zur Mannschaft des Jahres und Coach Urs Fischer zum Trainer des Jahres.     

Gina Lückenkemper: „Auszeichnung eine große Ehre in einem wahnsinnig intensiven Jahr“  

„Von den Berlinerinnen und Berlinern trotz dieser großen Konkurrenz zur Sportlerin des Jahres gewählt zu werden, bedeutet mir sehr viel“, sagte Gina Lückenkemper vom SCC Berlin. „Diese Auszeichnung ist eine große Ehre in einem wahnsinnig intensiven Jahr“. Deutschlands schnellste Frau hat sich im Sommer zu Europas Sprint-Königin gekrönt und bei der EM in München nach den 100 Metern trotz einer Verletzung auch mit der Staffel das 4x100-Meter-Finale gewonnen. „Ich bin echt traurig – sehr gern hätte ich vor Ort mitgefeiert“, verriet die 26 Jahre alte Ausnahme-Athletin, die sich in Florida (USA) mit ihrer internationalen Trainingsgruppe des US-amerikanischen Coaches Lance Brauman auf die neue Saison vorbereitet. Für Gina Lückenkemper nahmen ihre Eltern den Preis entgegen.  

Bei der Wahl der Berliner Sportlerinnen des Jahres 2022 landete Elena Semechin (Berliner Schwimmteam) diesmal auf Platz zwei. Die Para-Schwimmerin, die im Vorjahr und 2019 die CHAMPIONS-Wahl gewonnen hat, holte in diesem Jahr WM-Silber über 100 Meter Brust – mitten in ihrer Chemo-Therapie und nur wenige Monate, nachdem ihr ein Gehirntumor entfernt worden war. Wasserspringerin Lena Hentschel (Berliner TSC), die 2022 unter anderem Europameisterin (3m-Synchron) wurde, landete bei der CHAMPIONS-Wahl auf Platz drei.  

Simon Geschke: „Dieser CHAMPIONS-Titel ist der krönende Jahresabschluss“  

In Frankreichs Bergen fuhr sich der gebürtige Ost-Berliner Simon Geschke in diesem Sommer in die Herzen vieler Radsport-Fans. Mit viel Leidenschaft verteidigte der 36-Jährige bei der Tour de France neun Tage lang das legendäre Bergtrikot – und verpasste den Gesamtsieg in der Bergwertung denkbar knapp. Erst auf der letzten Berg-Etappe verlor Simon Geschke das gepunktete Trikot. „Dieser CHAMPIONS-Titel ist der krönende Jahresabschluss in einem wirklich besonderen Sportjahr“, sagte Simon Geschke, der mittlerweile in Freiburg lebt und für die CHAMPIONS-Gala mit seiner Frau nach Berlin gekommen war. Hinter Geschke sicherten sich Kanute Tim Hecker (SC Berlin-Grünau), der 2022 den WM- und den EM-Titel gewann, und der in Berlin lebende Speerwurf-Europameister Julian Weber (USC Mainz) die Plätze zwei und drei.  

2019, 2021, 2022: 1. FC Union zum dritten Mal mit CHAMPIONS-Doppelpack  

Nach 2019 und 2021 (2020 wurden die größten Berliner Sportidole, die seit 1979 mit überragenden Leistungen triumphiert hatten, gesucht) jubelten die Fußballer des 1. FC Union Berlin auch in diesem Jahr gleich doppelt. Das Team wurde von den Berlinerinnen und Berlinern und einer Expertenjury vor Basketball-Meister ALBA Berlin und Eishockey-Meister Eisbären Berlin erneut zur Mannschaft des Jahres gewählt. Und Berlins Trainer des Jahres 2022 trainiert auch diesmal die Mannschaft des Jahres: Union-Trainer Urs Fischer machte das „Triple-Double“ perfekt und sicherte sich wie 2019 und 2021 den goldenen CHAMPIONS-Bären in der Kategorie „Trainer*in/Manager*in“ vor den Meistertrainern Serge Aubin von den Eisbären Berlin und Israel González von ALBA Berlin.  

Juniorsportler*innen des Jahres 2022: Große Bühne für fünf Talente  

Zu Beginn der Gala gehörte die große CHAMPIONS-Bühne den großen Talenten aus der Sportmetropole. Gewichtheberin Antonia Helena Ackermann (20 Jahre; 3. Platz Junioren-WM, 2 Mal Platz 1 Junioren-EM), Seglerin Linda Josefine Hensel (18 Jahre; 2. Platz U19-WM), Bogenschützin Elina Idensen (19 Jahre; 2. und 5. Platz Junioren-EM), Judoka Annika Würfel (22 Jahre; 3. Platz U23-EM) und Skateboarderin Lilly Stoephasius (15 Jahre; 3. Platz World Skate Games) sind Berlins Juniorsportler*innen des Jahres. Die Preisträgerinnen erhielten neben den Berliner Bären auch eine Prämie in Höhe von 500 Euro von CHAMPIONS-Partner Berliner Sparkasse.  

Special Olympics World Games 2023 Berlin – Vorfreude auf das Highlight im kommenden Jahr  

Auf Berlins Sportparty des Jahres wurden indes nicht nur die aktuellen Erfolge gefeiert – es wurde auch der Blick nach vorn gerichtet: auf die Special Olympics World Games 2023. Vom 17. bis 25. Juni 2023 werden 7000 Sportler*innen aus 190 Nationen beim weltweit größten inklusiven Sportfest in Berlin starten. „Die Ehrung der Berliner CHAMPIONS ist jährlich ein Highlight im Berliner Sportkalender. Im nächsten Jahr werden die Special Olympics World Games ein weiterer Höhepunkt sein. Für uns sind die Weltspiele ein Meilenstein, um mehr Sichtbarkeit und Teilhabe für Menschen mit geistiger Behinderung zu schaffen“, sagte Sven Albrecht, Geschäftsführer von Special Olympics Deutschland und des Organisationskomitees der Weltspiele. „Dass die Special Olympics bei der CHAMPIONS-Gala integriert wurden, ist ebenso ein Schritt für mehr Inklusion. Und wer weiß, vielleicht werden ja auch irgendwann einmal Special Olympics-Sportler*innen hier ausgezeichnet.“ Tickets für die Groß-Veranstaltung im kommenden Jahr sind seit dem 1. Dezember erhältlich: www.berlin2023.org/tickets.  

Am Tag der Menschen mit Behinderung kam den Athlet*innen von Special Olympics eine Hauptrolle zu. Die beiden Leichtathletinnen Lilly Binder und Heidi Kuder überreichten bei der Champions Gala den Preis für Leichtathletin Gina Lückenkemper, Radfahrer Robert Herberg den für Radsportler Simon Geschke, Fußballer Vincent Grüneberg übergab Union Berlin die Auszeichnung als Mannschaft des Jahres und Mohammad Hammoudeh, ebenfalls Fußballer, die für Union-Trainer Urs Fischer.

Manfred von Richthofen-Solidaritätspreis für den FC Internationale Berlin  

Die Special Olympics standen in diesem Jahr auch im Zentrum des Manfred von Richthofen-Solidaritätspreises. Auf der CHAMPIONS-Bühne erhielt der FC Internationale Berlin die begehrte Auszeichnung, die mit einer finanziellen Zuwendung von CHAMPIONS-Partner SPIELBANK Berlin in Höhe von 5000 Euro verbunden ist. Der Verein aus Berlin-Schöneberg baut gerade sein Trainings- und Wettkampf-Angebot für Menschen mit geistiger Behinderung aus, schult Übungsleiter*innen, schafft auf der Vereins-Webseite ein Segment in leichter Sprache und steht so vorbildlich für mehr Anerkennung und gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit geistiger Behinderung.     

Sonderpreis der Sportmetropole: Vier Idole verabschiedet / 127 Medaillen „im Gepäck“  

Mit stehenden Ovationen wurden auf der CHAMPIONS-Gala Marcus Groß (33), Martin Häner (34), Patrick Hausding (33) und Ronald „Ronny“ Rauhe (41) gefeiert. Die vier Berliner Sport-Idole haben ihre großartigen Karrieren beendet. Nun wurden sie im Estrel feierlich verabschiedet und mit dem Sonderpreis der Sportmetropole ausgezeichnet. Gemeinsam gewannen sie 127 internationale Medaillen (Olympia, WM, EM). Marcus Groß ist Olympiasieger im Zweier- und Vierer-Kajak und wurde zweimal Weltmeister. „Mr. Wasserspringen“ Patrick Hausding holte drei Olympia- und vier WM-Medaillen (Weltmeister 2013) und feierte allein 17 EM-Titel (insgesamt 37 EM-Medaillen). Martin Häner gewann unter anderem mit dem Hockey-Nationalteam Olympia-Gold und Olympia-Bronze sowie sechs weitere internationale Medaillen. Kanute Ronald „Ronny“ Rauhe nahm an sechs Olympischen Spielen teil, sicherte sich zwei Olympiasiege und gewann allein 16 WM- und 15 EM-Titel.

Weitere Infos gibt es hier.

]]>
news-2159 Sat, 03 Dec 2022 20:31:03 +0100 DOSB-Präsidium für vier Jahre gewählt und wegweisende Beschlüsse für den Sport getroffen aktuelles/news/details/dosb-praesidium-fuer-vier-jahre-gewaehlt-und-wegweisende-beschluesse-fuer-den-sport-getroffen/ Thomas Weikert wurde mit 434 Stimmen (99%) als Präsident wiedergewählt. ]]> Die 19. Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hat am Samstag, 3. Dezember, im Kurhaus Baden-Baden das DOSB-Präsidium für die nächsten vier Jahre gewählt:

Thomas Weikert wurde mit 434 Stimmen (99%) als Präsident wiedergewählt, Verena Bentele (403 Stimmen), Kerstin Holze (370 Stimmen), Oliver Stegemann (338 Stimmen) und Miriam Welte (425 Stimmen) als Vize-Präsident*innen. Eine weitere, im Vorjahr auf der DOSB-Mitgliederversammlung in Weimar nicht besetzte Vizepräsidentenposition wird nun von Jens-Peter Nettekoven (273 Stimmen) besetzt.

Das Präsidium komplettieren Fabienne Königstein als gewählte Vertreterin der Athlet*innen und Stefan Raid als Vorsitzender der Deutschen Sportjugend (dsj) sowie auch weiterhin Britta Heidemann als Mitglied der Athletenkommission im Internationalen Olympischen Komitee (IOC).

„Das ist ein kraftvolles Votum für die im Amt bestätigten Präsidiumsmitglieder und natürlich auch für mich persönlich. Gemeinsam mit dem neu hinzugestoßenen Jens-Peter Nettekoven werden wir die Herausforderungen annehmen, vor denen der deutsche Sport steht. Pandemie, Energiekrise, und ebenso die Gestaltung der Zukunft mit Olympia, Safe Sport, mehr Bewegung und Gesundheit für das gesamte Land erfordern Energie und Geschlossenheit – für beides steht diese Mitgliederversammlung. Wir wollen gemeinsam mehr bewegen.“

Die Wahlen bildeten den Abschluss eines intensiven Sportparlaments, das am Morgen durch den Baden-Badener Oberbürgermeister Dietmar Späth, den Präsidenten des Landessportverbandes Baden-Württemberg, Jürgen Scholz, den Vorsitzenden der Sportministerkonferenz und rheinland-pfälzischen Minister des Innern und für Sport, Michael Ebling, sowie die baden-württembergische Ministerin für Kultus, Jugend und Sport, Theresa Schopper eröffnet worden war.

Für die Bundesregierung sprach Juliane Seifert, Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) vor den rund 300 Delegierten. Seifert betonte die von DOSB und BMI gemeinsam getragene Weiterentwicklung der deutschen Spitzensportförderung, betonte aber ebenso, dass in Pandemie und Energiekrise die Sportvereine als Basis abgesichert und gestärkt werden müssten. Sie betonte, dass das BMI sich weiterhin dafür einsetzen wird von der Energiekrise betroffene Sportvereine auch von den Härtefallregelungen profitieren können.

Beim Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport dankte Seifert dem DOSB und der dsj für den Dialogprozess. Zustimmend äußerte sich die Vertreterin der Bundesregierung auch zu dem partizipativen Strategieprozess, der einer möglichen deutschen Olympiabewerbung vorgeschaltet werden soll. Zuvor hatten die Delegierten, die sich aus den Vertreter*innen der deutschen Sportverbände, der Landessportbünde und weiterer sportnaher Organisationen sowie Einzelmitgliedern zusammensetzen, eine ganze Reihe von Weichenstellungen für die Zukunft des organisierten Sports in Deutschland vorgenommen.

Die Versammlung befürwortete einstimmig einen Beschluss zu einem mehrstufigen Strategieprozess für eine mögliche Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele. Miriam Welte und Oliver Stegemann präsentierten eine „Road Map“, deren erste Etappe im kommenden Jahr eine bundesweite Reihe von Diskussionsforen mit Befürwortern, Kritikern und Interessenvertretern aus Wirtschaft, Politik, Kultur und weiteren gesellschaftlichen Bereichen beinhaltet. In einem ergebnisoffenen und transparenten Prozess soll dabei vor der Frage nach möglichen Details wie Wann, Wo oder Wie das Warum diskutiert werden.

Sport als geschützten Raum, in dem vor allem Kinder und Jugendliche einen sicheren Platz haben, hatte der Antrag zur Resolution „Schutz vor Gewalt im Sport im Zukunftsplan Safe Sport als nachhaltige Gesamtstrategie verankern!“ zum Inhalt. Die Geschäftsführerin der deutschen Sportjugend, Christina Gassner, warb dafür, einen Zukunftsplan Safe Sport als langfristige Gesamtstrategie von DOSB und dsj sowie ihren Mitgliedsorganisationen zum Schutz vor Gewalt zu entwickeln. Gewalterfahrungen im Sportverein seien keine Einzelfälle. Eine grundlegende Position des Sports zum Schutz vor Gewalt sei bereits gemeinsam von DOSB, dsj und den Mitgliedsorganisationen sowie Athlet*innenvertretungen in einem intensiven Dialogprozess im Sommer erarbeitet worden. Die von der Mitgliederversammlung verabschiedetet Resolution „Schutz vor Gewalt im Sport im Zukunftsplan Safe Sport als nachhaltige Gesamtstrategie verankern!“ soll eine kontinuierliche Weiterentwicklung im Themenfeld Schutz vor Gewalt sichergestellt werden.

Besondere Aufmerksamkeit widmete die Versammlung dem Themenfeld „Aufarbeitung von sexualisierter Belästigung und Gewalt im Sport“. Als dritte Säule neben Prävention und Intervention soll Aufarbeitung verstärkt in den Blick genommen werden. Das Bewusstsein für und das Wissen über Unrecht durch sexualisierte Belästigung und Gewalt im Sport bietet die Chance, die Gewaltdynamiken in einem Sportverband oder -verein zu durchdringen, Fälle aufzuklären, zu handeln und den Betroffenen zuzuhören und sie zu unterstützen. Die Mitgliederversammlung stellte sich geschlossen hinter die Veröffentlichung der Leitlinien zur „Aufarbeitung sexualisierter Belästigung und Gewalt in Sportverbänden und -vereinen“, die Verbänden und Vereinen Orientierungshilfe für eine betroffenenzentrierte und transparente Aufarbeitung bieten. Resolution und Leitlinien wurden von der Versammlung einstimmig beschlossen.

Ein Menschenrechtsbeirat soll den DOSB zu Nachhaltigkeit und Menschenrechten beraten. Das Gremium helfe, diese für den Sport immer wichtiger werdenden Themen kontinuierlich zu bearbeiten. DOSB-Präsident Thomas Weikert: „Wir haben diese Diskussionen auch bei früheren Sportgroßveranstaltungen geführt, aber das Interesse flaute ab, sobald diese endeten. Mit Hilfe der im Beirat versammelten Expertise möchten wir eine dauerhafte Beschäftigung des Sports mit diesen Themen verankern, weil es nachhaltige Ansätze braucht, um echte Veränderungen bewirken zu können.“ Als Dachorganisation des organisierten Sports in Deutschland, aber auch als Nationales Olympisches Komitee halte es der DOSB für unabdingbar, dass das bereits eingetretene Umdenken im Weltsport und die Fokussierung auf Themen wie Nachhaltigkeit und Menschenrechte konsequent fortgesetzt werde, sagte Weikert.

Als Geschäftsführer des DOSB-Menschenrechtsbeirates konnte der frühere Präsident des UN-Menschenrechtsbeirats, Dr. Joachim Rücker, gewonnen werden. Informationen zu den Mitgliedern lesen Sie hier.

Die DOSB-Mitgliederversammlung 2023 findet am 2. Dezember in Frankfurt am Main statt.

]]>
news-2157 Thu, 01 Dec 2022 12:39:50 +0100 Ticket-Verkauf für Special Olympics World Games Berlin 2023 gestartet aktuelles/news/details/ticket-verkauf-fuer-special-olympics-world-games-berlin-2023-gestartet/ Größte inklusive Sportereignis der Welt: Vom 17. - 15. Juni finden in Berlin die Special Olympics World Games statt. ]]> Am 1. Dezember startet der Ticket-Verkauf für das größte Multisport-Event in Deutschland seit den Olympischen Spielen 1972 in München. „Wir möchten Menschen aus der ganzen Welt in Berlin begrüßen. Mit der Kraft des Sports zeigen wir, wie wertvoll Inklusion für alle sein kann, wie viel Spaß und Freude im Miteinander möglich ist“, sagt Mark Solomeyer, Nationaler Athletensprecher und Vizepräsident von Special Olympics Deutschland. Insgesamt werden 7.000 Special Olympics Athlet*innen aus 190 Nationen in 26 Sportarten bei den Weltspielen antreten.

Für die Sportwettbewerbe sind sowohl kostenfreie als auch kostenpflichtige Tickets erhältlich, darüber hinaus finden auch nicht-öffentliche Sportveranstaltungen statt. Tagestickets gibt es ab 8 Euro (ermäßigt: 6 Euro), Tagestickets für Familien kosten 24 Euro. Ein ganz besonderes Angebot gibt es für all diejenigen, die nicht genug bekommen können: Mit dem „Alle Wettbewerbe“-Ticket für 32 Euro (ermäßigt: 24 Euro) haben sie überall an allen Tagen den Eintritt sicher.

Alle Informationen zu den Tickets und zum Kauf von Eintrittskarten finden sich auf der Website der Special Olympics World Games Berlin 2023: www.berlin2023.org/tickets.

Neben Einzeltickets für die Eröffnungsfeier im Olympiastadion werden Tagestickets, Wochenpässe und attraktive Ticketpakete für die Weltspiele zum Beispiel für Gruppen, Familien, Auszubildende oder Rentner*innen angeboten.

Weitere Informationen zu den Weltspielen und den Wettbewerben finden Sie hier.

]]>
news-2156 Wed, 30 Nov 2022 17:32:25 +0100 Landessportbund Berlin erhält DOSB-Ethikpreis aktuelles/news/details/landessportbund-berlin-erhaelt-dosb-ethikpreis/ Unterstützung der Bundesnetzwerktagung des queeren Sports (BuNT) ]]> Der Landessportbund Berlin (LSB) erhält als eine von sechs Organisationen für die jahrelange Unterstützung der BundesNetzwerkTagung des queeren Sports (BuNT) stellvertretend den Ethikpreis des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). LSB-Präsident Thomas Härtel sagt: „Die Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im Sport ist uns ein wichtiges Anliegen. Wir freuen uns sehr über die diesjährige Auszeichnung einer Gruppe, die sich in ihrer Arbeit der Förderung von Vielfalt und Antidiskriminierungsarbeit verschrieben hat und sind froh, dass wir als LSB Berlin diese wichtigen Anliegen seit Jahren unterstützen können. Wir kommen dadurch unserer Verantwortung nach, die wir auch in unserem Leitbild kommunizieren: Sport ist eine Einladung an alle!“  

Die BuNT ist ein gleichberechtigter Zusammenschluss von Sportverbänden, queeren Sportvereinen und Interessenvertretungen mit dem gemeinsamen Ziel, Sorge für mehr Chancengleichheit und -gerechtigkeit im organisierten Sport zu tragen. Die BuNT fördert die Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt im Sport und unterstützt den Abbau von Diskriminierungen aufgrund der sexuellen und / oder geschlechtlichen Identität. Die Veranstaltung wurde von queeren Sportvereinen initiiert und hat mittlerweile einen festen Termin im Veranstaltungskalender des organisierten Sports.

Der LSB Berlin unterstützt die BuNT von Anfang an – 2018 hat die erste Veranstaltung in den Räumen am Berliner Olympiastadion stattgefunden und der Dachverband des Berliner Sports agierte seitdem als wichtiger Kooperationspartner. Als Teil des Organisationsteams hat der Landessportbund Berlin auch an Planung, inhaltlicher Ausrichtung und Durchführung der Veranstaltung mitgearbeitet.  

An diesem Freitag wird der Preis im Rahmen des Abendempfangs der diesjährigen DOSB-Mitgliederversammlung offiziell übergeben. Neben dem Landessportbund Berlin werden auch der Landessportbund Nordrhein-Westfalen, der Landessportbund Sachsen-Anhalt, der Stadtsportbund Düsseldorf sowie die beiden Berliner Vereine Seitenwechsel-Sportverein für FrauenLesbenTrans*Inter*und Mädchen und Vorspiel Sportverein für Schwule und Lesben Berlin stellvertretend für alle Organisationen und Institutionen ausgezeichnet, die die BuNT bislang unterstützt haben.  

Mit dem DOSB-Ethikpreis zeichnet der DOSB seit 2010 alle zwei Jahre eine Persönlichkeit oder eine Gruppe aus, die sich in besonderer Weise um die Förderung der ethischen Werte im Sport verdient gemacht hat – besonders im Bereich der Werteerziehung, des sozialen und ökologischen Engagements oder im Sinne von Fairness und moralischer Integrität.

 

 

]]>
news-2155 Tue, 29 Nov 2022 15:07:32 +0100 Sportstadt Berlin: Vielseitiges Sportleben auch unterhalb der Scheinwerfer aktuelles/news/details/sportstadt-berlin-vielseitiges-sportleben-auch-unterhalb-der-scheinwerfer/ LSB-Präsident schreibt heute im Tagesspiegel: „Die Stadt hat eine Unmenge an Geschichten zu bieten." Foto: Sebastian Wells ]]> LSB-Präsident Thomas Härtel schreibt heute in einem längeren Kommentar im Tagesspiegel: „Viele denken bei der Metropole Berlin zunächst an die erfolgreichen Sportvereine und die großen Events wie Marathon oder Istaf. Doch die Stadt hat eine Unmenge an Geschichten zu bieten....Ob Mannschaft, Sportverein, Sportverband, ob Athlet*in, Schiedsrichter*in oder Trainer*in, oder Vorstandsmitglied – immer geht es um Menschen. Jede und jeder einzelne von ihnen hat eine eigene Geschichte, auf den ersten Blick erscheinen sie manchmal unspektakulär, doch beim Nachfragen erfahren wir oft Dinge, die bewegen und berühren, zum Weiterdenken anregen und vorbildhaft wirken. Ich freue mich, wenn wir viele dieser Geschichten erzählen und künftig auch hier im Tagesspiegel noch mehr davon lesen können."

Hier geht es zum vollständigen Artikel.

]]>
news-2154 Tue, 29 Nov 2022 12:59:20 +0100 LSB und Vereine rücken noch enger zusammen aktuelles/news/details/lsb-und-vereine-ruecken-noch-enger-zusammen/  Am Wochenende konnte der LSB die ersten Vereine als direkte Mitglieder aufnehmen. ]]> Das war durch eine Satzungsänderung möglich geworden und stärkt die Verbindung zwischen Dachverband und Basis. LSB-Präsident Thomas Härtel: “Sportvereine sind für uns soziale Heimat und ich freue mich, dass wir bereits die ersten Vereine zu unseren neuen Mitgliedern zählen können. Die ersten Sportvereine erhielten am vergangenen Freitag ihre Mitgliedsurkunden. Beim gemeinsamen Werkstattgespräch haben wir die größten Herausforderungen für die nächsten Wochen aufgenommen: die Defizite bei der Berliner Sportinfrastruktur, die Gewinnung von mehr ehrenamtlichem und hauptberuflichem Personal für den Sport, Kinderschutz, Digitalisierung, Kommunikation. Wir wollen diesen Erfahrungs- und Praxisaustausch kontinuierlich fortsetzen und dafür auch ein eigenes Forum einrichten.”

Folgende 40 Vereine sind bereits aufgenommen oder die Aufnahme steht kurz bevor: TSV Spandau 1860 e. V., Verein für Leibesübungen Tegel 1891 e. V., Sport-Club Charlottenburg e. V., TSV Berlin-Wittenau 1896 e. V., Sport Club Siemensstadt Berlin e. V., Pro Sport Berlin 24 e. V., Berliner Wasserratten gegr. 1889 e. V., Fußball Club Internationale Berlin 1980 e. V., Berliner Sport-Club e. V., Toruko SV Berlin e. V., Sportfreunde Berlin 06 e. V., Sports for more e. V., Charlottenburger Turn- und Sportverein von 1858 e.V., Sportgruppe im Bezirksamt, Tempelhof -Schöneberg e. V., Kanusport-Vereinigung Havelbrüder e. V., Blau-Weiss Berlin e. V., Berliner Sport-Verein 1892 e.V. (BSV 92), Schwimmverein Berolina e. V., SC Berlin e. V., Sportliche Vereinigung Berliner Bären e.V., Verein für Bewegungsspiele Hermsdorf e.V., Turn- und Sportverein Lichterfelde von 1887 (Berlin) e.V., Tennisclub im Rundfunk Berlin-Brandenburg e.V., FC Viktoria 1889 Berlin Lichterfelde-Tempelhof e.V., Berliner Kanu-Club "Borussia" e.V., Wasserfreunde Spandau 04 e. V., Sportfreunde Kladow e.V., Bogensportclub BB-Berlin e. V., Berliner Turn- und Sportclub e. V. (Berliner TSC e. V.), Ruderclub Turbine Grünau e.V., BSV Mahlsdorfer Waschbären "Raccoons" e.V., Weltraumjogger Berlin e.V., Sportverein Empor Berlin e.V., Zehlendorfer Turn- und Sportverein von 1888 e.V., Sportgemeinschaft Empor Brandenburger Tor 1952 e.V., Sportclub Tegeler Forst e.V., Sportverein Wasserfreunde Grünau e.V., Sport-Gesundheitspark Berlin e. V., Pfeffersport e. V. und Hertha BSC e. V.

Insgesamt vertreten sie 122.703 Mitglieder.

Für die Neuaufnahme war eine Satzungsänderung notwendig. Dieser ging ein zwei Jahre dauerndes Beteiligungsverfahren mit den Fachverbänden, Bezirkssportbünden sowie großen Mehrspartenvereinen voraus. Nicht nur Vereine, auch Bezirkssportbünde werden durch die Satzungsreform gestärkt. Der Landessportbund setzt damit auf eine stärkere Beteiligung und mehr Transparenz. Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung im August 2021 wurde die Direktmitgliedschaft von Vereinen im Landessportbunds Berlin beschlossen.

Sportvereine können Mitglied im LSB werden, sofern sie sowohl Mitglied eines Fachverbands als auch eines Bezirkssportbunds sind. Sportvereine, die Mitglied im LSB sind, dürfen an Mitgliederversammlungen teilnehmen und haben dort auch Rederecht. Ihr Stimmrecht üben sie auch über die Bezirkssportbünde aus, die durch die Satzungsreform ebenfalls gestärkt werden. Ob der Landessportbund Berlin ein Verband der Verbände ist oder sich zu einem Verband der Verbände und Vereine entwickelt, beschäftigte den LSB Berlin aber schon vor 70 Jahren, zur Gründung des Landessportbunds. Damals einigten sich die Delegierten auf einen Verband der Vereine, erst später wandelte sich der Landessportbund zum Verband der Verbände. Vereine können ihre Mitgliedschaft online beantragen. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Infobrief.

]]>
news-2151 Fri, 25 Nov 2022 21:37:29 +0100 LSB-Mitgliederversammlung: Präsident Härtel wiedergewählt aktuelles/news/details/lsb-mitgliederversammlung-praesident-haertel-wiedergewaehlt/ Auch das Präsidium wurde für weitere vier Jahre bestätigt. Neu dabei sind Sophie Lehsnau und Mario Freund.  LSB Präsident wiedergewählt ]]> Der bisherige Präsident des Landessportbunds Berlin, Thomas Härtel, wurde bei der LSB-Mitgliederversammlung an diesem Freitagabend in seinem Amt als LSB-Präsident bestätigt – ohne Gegenstimme bei zwei Enthaltungen.

Auch das Präsidium wurde für weitere vier Jahre neu gewählt. Neu dabei sind:

  • Sophie Lehsnau, Präsidentin des Berliner Turn- und Freizeitsport-Bunds, ist neue LSB-Vizepräsidentin Sportinfrastruktur
  • Mario Freund, Präsident des Berliner Fechterbunds, wurde als Nachfolger für das Amt des Vizepräsidenten Finanzen gewählt.

Lehsnau und Freund folgen auf Jendrik Gundlach und Freiherr Reinhard von Richthofen, die nicht mehr kandidiert haben und aus dem Präsidium ausgeschieden sind. Reinhard Freiherr von Richthofen hatte nach zehn Jahren im Amt des Vizepräsidenten für Finanzen nicht mehr kandidiert. Die Mitgliederversammlung wählte ihn zum Ehrenmitglied des Landessportbunds Berlin.

Die bisherigen Vizepräsidentinnen und -präsidenten wurden in ihren Ämtern bestätigt:

  • Irene Schucht (Vizepräsidentin Bildung und Wissenschaft)
  • Kirsten Ulrich (Vizepräsidentin Inklusion, Vielfalt und Gleichstellung)
  • Claudia Zinke (Vizepräsidentin Sportentwicklung, Breiten- und Freizeitsport)
  • Karsten Finger (Vizepräsident Leistungssport) Eberhard Philipp Heck (Vizepräsident Recht)
  • Sally Rothholz (Vizepräsident Wirtschaft und Marketing)

Christian Krull, Vorsitzender der Sportjugend Berlin, folgt auf Steffen Sambill, und wurde in der Mitgliederversammlung 2021 als Vizepräsident Jugend bestätigt.

Erstmals nahmen auch Vereine an der Mitgliederversammlung teil.

Sportstaatssekretärin Nicola Böcker-Giannini dankte in ihrem Grußwort im Namen von Sportsenatorin Iris Spranger den Vereins- und Verbandsvertreterinnen und -vertretern für ihre Arbeit: „Was Sie leisten, ist eine Mammutarbeit und eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Die Absicherung des Sports gewinnt daher immer mehr an Bedeutung. Auch wegen der Energiekrise. Wir haben uns deshalb dafür eingesetzt, dass die Breitensportvereine acht Millionen Euro als Unterstützung aus dem Nachtragshaushalt erhalten.“ Bewegungsangebote seien gerade nach der Pandemie wichtiger denn je, betonte sie. Sie begrüßte, dass am 13. Dezember auf Initiative des DOSB und der Landessportbünde ein Bewegungsgipfel in Berlin in der Max-Schmeling-Halle stattfindet.

Oliver Stegemann, Vizepräsident des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB), würdigte die Vereine als Träger und Schnittstellen des Sports: „Deshalb finde ich gut, dass Berliner Sportvereine jetzt direkt Mitglied im Landessportbund werden können. Vereine sind tragende Säulen bei wichtigen Themen – beim Bewegungsgipfel oder beim Re-Start des Vereinssports nach Corona. Deutlich äußerte er sich zu einer Olympiabewerbug: „Der DOSB-Präsident möchte Olympia nach Deutschland holen. Auch ich möchte in meinem Leben einmal Olympische Spiele in Deutschland erleben. Wir alle können entsprechende Angebote machen, die nachhaltig sind und die wir alle unterstützen.“

Thomas Härtel dankte dem Abgeordnetenhaus und dem Senat für die Mittel im Rettungsschirm: „Wir konnten elf Millionen Euro an Vereine ausreichen, die finanziell von der Coronakrise besonders betroffen waren.“ Er dankte auch für die Unterstützung der Vereine in der Energiekrise durch zusätzliche Mittel im Nachtragshaushalt. Er verwies aber auch auf die Sportstättensituation in Berlin und nannte einen Sanierungsbedarf von 360 Millionen Euro. „Da sind 18 Millionen Euro im Sportstättensanierungsprogramm ein Klacks.“

Ein kurzes Video über die Mitgliederversammlung ist hier zu sehen.

]]>
news-2150 Thu, 24 Nov 2022 14:10:45 +0100 "Das Kind aus den Baracken" eingebürgert aktuelles/news/details/das-kind-aus-den-baracken-eingebuergert/ Mohammed ELOuahhabi, Fußballspieler, Trainer und Sport-Integrations-Coach beim Landessportbund Berlin, hat vor kurzem die deutsche Staatsangehörigkeit bekommen. Am 23. November überreichte ihm der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Dennis Buchner, in einem Festakt die Einbürgerungsurkunde. Seine ergreifende seine Rede im Wortlaut: ]]> Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren Abgeordnete! Liebe Mitbürgerinnen!

Wie schon der bekannte Humorist Heinz Erhardt einmal sagte: "Es ist leichter den Mund zu halten als eine Rede". Ich möchte aber trotzdem versuchen, heute einen Überblick über mein Leben vor und nach der Einbürgerung darzustellen. Leidenschaftlicher Fußballspieler, ein Kind aus den Baracken – bis vor 7 Jahren war ich nicht mehr als das. Im ärmsten Viertel der wunderschönen marokkanischen Stadt Fes aufgewachsen, wurde ich früh mit der Realität des Lebens konfrontiert: als ältester Bruder, ohne Vater war ich gezwungen als Kind bereits zu arbeiten, neben der Schule, nachts las ich im Schein der Straßenlaternen und lernte bis ich vor Müdigkeit einnickte. Mir wurde bald bewusst, dass Bildung und Sport die Schlüssel zu einem besseren Leben sein konnten – und ich hatte recht! Fußball begleitet mich seither durch mein ganzen Leben, ich schaffte mein Abitur mit 18 und studierte schließlich Germanistik. Doch mein Zugang zur deutschen Sprache begann ebenfalls über Fußball: Obwohl ich ein Kind der 90er bin, waren es Videos von Günter Netzers Spieler-Talent, die mich zum deutschen Fußball brachten.

Ich wurde schließlich der jüngste Trainer mit C-Lizenz in Marokko und engagierte mich in verschiedenen sozialen Vereinen im Bereich Sport und Bildung.

Mein erster Aufenthalt in Deutschland, ein Sommersprachkurs über den DAAD in Frankfurt am Main 2014, verschaffte mir erst einmal einen kleinen Kulturschock. Meine Erwartung, mich bereits am Flughafen über Goethe, Schiller und Lessing austauschen zukönnen, wurde bitter enttäuscht, als bei der Ankunft zunächst mein marokkanisches Gebäck (nicht „Gepäck“, sondern selbstgebackenen Süßigkeiten von meiner Mutter) konfisziert wurde und nur nach vielen Überredung und Kostproben vom Zoll mir wieder ausgehändigt wurde. Dass es im Sommer regnen und kalt sein könnte, hatte ich mir auch nie vorstellen können.

Ich war nur das Kind aus den Baracken, dass bis dahin noch nie in Europa gewesen war.

Doch der Sommerkurs mit internationalen Stipendiat*innen, der Austausch in der deutschen Sprache, war für mich eine wichtige Erfahrung und auch Motivation, meinen Bachelor mit guten Noten abzuschließen. Denn das Studium durchzuziehen war angesichts meiner schwierigen Lage und vieler Verantwortungen nicht immer leicht…

Bei der Betrachtung meines damaligen Lebens wird mir wieder bewusst, dass der Mensch ein soziales Wesen und auch immer wieder manchen Situationen hilflos ausgeliefert ist. Ein gutes Netzwerk, Unterstützung und Orientierung sind in solchen Phasen unglaublich wichtig!

Dass ich diese Möglichkeiten hatte, dafür bin ich immer noch sehr dankbar. Willy Brandt hat einmal gesagt: „Zur Summe meines Lebens gehört im Übrigen, dass es Ausweglosigkeiten nicht gibt“.

Denn Verzweiflung oder Ausweglosigkeit habe ich nie gespürt – ich wusste irgendwie immer instinktiv, dass es weiter geht und ich es schaffen kann. Als ich zum Beispiel meinen Traum von einem weiterführenden Studium in Deutschland wegen der fehlenden Finanzierung aufgeben musste, erfuhr ich zufällig vom Internationalen Parlamentsstipendium im deutschen Bundestag. Für mich war Politik schon im Germanistikstudium ein spannender Bereich gewesen und ich verbesserte täglich meine Sprachkenntnisse durch Videos über politische Talkshows und Debatten im Bundestag. Ich war fasziniert von vielen Biografien deutscher Politiker wie Willy Brandt, Gregor Gysi, Norbert Lammert u.a. Ich bewarb mich schließlich kurzfristig auf das Stipendium und bekam tatsächlich die Zusage!

Ende Februar 2016 war ich wieder in Deutschland – diesmal in Berlin, im Bundestag (wo das Herz der Demokratie schlägt)! Vor dem Flug konnte ich tagelang nicht schlafen. Es war verrückt: Gerade noch war der Strom in meinem Zimmer ausgefallen und es regnete durch das Dach und morgen traf ich Angela Merkel…

In dieses architektonisch außergewöhnliche Haus zu kommen, das bekannt war für seine Debattenkultur und in dem große internationale und nationale Entscheidungen getroffen wurden, machte mich ehrfürchtig und stolz. Für diese Möglichkeit und Chance bin ich mein ganzes Lebens dankbar. Das Praktikum absolvierte ich bei einem Abgeordneten aus NRW, der u. a. für den Bereich Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschutz zuständig war. Für mich absolutes Neuland, aber nicht minder spannend. Durch seine Unterstützung und besonders auch die seines Teams erlangte ich einen umfassenden Einblick in das tägliche Geschehen im Bundestag und durfte viel hinter die Kulissen schauen. Eine Erfahrung, die mich bis heute bereichert und mir immer wieder von Nutzen ist.

Neben der Arbeit mit einem Abgeordneten nahmen wir im IPS an Seminaren und Workshops zu Themen wie das Rechtsstaatssystem, Demokratie, Toleranz und Meinungsfreiheit teil, die meinen Charakter definitiv geprägt haben. Ich erweiterte nicht nur mein politisches Wissen, sondern auch mein Interesse an persönlicher, kultureller und religiöser Diversität. Bereits aus meiner Heimatstadt Fes kannte ich die friedliche Koexistenz von Synagogen, Kirchen und Moscheen, doch Berlin fasziniert mich diesbezüglich: Die konfessionelle Vielfalt innerhalb der Religionsgemeinschaften beeindruckte mich und besonders der Umgang mit Antisemitismus und jüdischer Kultur. Sich mit deutschsprachigen Stipendiat*innen aus unterschiedlichen Ländern austauschen zu können, besonders über die Aufarbeitung der deutschen Geschichte (und dazu gehört auch die Erinnerungskultur), erfüllt mich heute als deutschen Staatsbürger mit Stolz und Demuth.

Zum Ende des Praktikums bewarb ich mich auf eine FSJ-Stelle in einem Jugendclub, in der ich jedoch aus bürokratischen Gründen nicht bleiben konnte. Die Ausländerbehörde entschied willkürlich, dass ich für einen neuen Aufenthaltstitel zunächst in die Heimat zurückkehren musste, um das Visum von dort wieder neu zu beantragen. So positiv, wie ich bis zu diesem Zeitpunkt den deutschen Rechtsstaat betrachtet hatte, so negativ war diese überbürokratische Erfahrung für mich. Nichtsdestotrotz stellte ich später fest, dass Bürokratie ein Mittel gegen Korruption darstellt, jedoch wäre etwas weniger für alle Beteiligten manchmal nicht schlecht…

Mich auf ein FSJ zu bewerben kam nicht von ungefähr. Abgesehen davon, dass es für junge Leute in Deutschland eine unglaublich tolle und wichtige Möglichkeit darstellt, Erfahrungen in sozialen Bereichen zu sammeln, war es für mich bereits in Marokko ein Anliegen gewesen, mich sozial zu engagieren, besonders im Kontext von Sport und der Arbeit mit Geflüchteten aus der Subsahara.

Mit dieser Erfahrung schaffte ich den Sprung in die Arbeitswelt in Deutschland. Durch meine Sprachfähigkeiten hatte ich im Kontext der „Flüchtlingswelle“ einige Jobmöglichkeiten, doch durch meine Vorgeschichte war klar, dass die Stelle im Projekt "SPORTBUNT - Vereine leben Vielfalt" beim Landessportbund in Berlin prädestiniert für mich war. Noch heute ist für mich die Arbeit in diesem Projekt kein Job, sondern eigentlich eine „bezahlte Selbstverwirklichung“.

Mit meinen Kollegen und Kolleginnen habe ich großes Glück, sie haben mir nie das Gefühl gegeben, ein Fremder zu sein. Besonders als ich neu war, haben sie mich immer unterstützt und mir Zeit zum Einarbeiten gegeben. Das bedeutet mir viel!

Ich konnte nun endlich meine Fähigkeiten wie Sprachkenntnisse, soziale und emotionale Intelligenz fürs Projekt nutzen und als Stärken wahrnehmen, und war froh, dass ich nicht aufgegeben hatte. Ausdauer und seine Fähigkeiten bewusst als Teamplayer einsetzen – das kannte ich schon aus dem Fußball! Eigentlich ganz logisch und doch im Arbeitsalltag nicht immer klar…

Doch genau das half mir bei meinen täglichen Aufgaben als Sport-Integrationscoach: Integration funktioniert ähnlich. Bring dich ins Spiel ein mit deinen Stärken, respektiere die Regeln des Spiels und deine Mitspieler*innen! Es geht nicht ums Gewinnen oder wer besser ist, sondern um das Miteinander!

Genau deshalb fasziniert mich Sport als Integrationsmotor: Klar ist Sport nicht per se integrativ und auch keine eierlegende Wollmilchsau, aber Sport verbindet und schafft Räume, wo sich Menschen jeglicher Herkunft, Sprache, Religion treffen können, miteinander reden und nicht übereinander Vorurteile verbreiten. Sport kann eine soziale Heimat schaffen und ein Zugehörigkeitsgefühl vermitteln. Ich bin viel unterwegs und habe viele Integrationsprogramme anderer Länder gesehen und erlebt. Unser Deutschland, dieses Deutschland ist stark und hat nicht nur heute, sondern seit Jahren eine hervorragendes Integrationsarbeit geleistet!

Man muss sich vorstellen, dass dieses Land, das vor weniger als 4 Generationen ein schreckliches Verbrechen an der Menschheit begangen hat, heute ein Land der Sehnsucht ist. Nicht nur für internationale Studierende und Arbeitssuchende, sondern vor allem als ein sicherer Ort für viele Menschen, die vom Krieg und Elend geflohen sind! Unser Land hat gezeigt, dass es nur wenige Generationen braucht, um das Richtige zu tun!

Wer die Geschichte Deutschlands gut kennt, weiß, wir sind ein Einwanderungsland – nicht erst seit ein paar Jahren, sondern seit Jahrhunderten – und das soll auch so bleiben! Denn Deutschland ist ein Land, das immer von der kulturellen Vielfallt profitiert hat, aber auch ein Land, das diese sorgfältig unterstützt und fördert.

In meiner Arbeit in Berlin erlebe ich das Tag für Tag: Ich sehe wie effektiv die Projekte und Programme sind, die sich für das Thema Vielfalt und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft einsetzen. Und auch die Tatsache, dass jemand mit dem Namen Mohammed hier und heute diese Rede hält, war vor 30 Jahren noch undenkbar… Das verdanken wir vielen Politikerinnern und Politikern, die nicht nach Umfragen gehandelt haben, sondern nach ihrer Überzeugung.

Dass Migration natürlich ein Land vor Herausforderungen stellt, ist nicht zu leugnen. Wie es in jeder Gesellschaft Menschen gibt, die Migrant*innen ablehnen, so gibt es auch Menschen, die integrationsunwillig sind oder sogar die Sicherheit des Staates gefährden können. Und hier hat unser Land in vielen Fällen vernünftig und im Rahmen der Rechtstaatlichkeit reagiert. In diesem Zusammenhang war es aber vermutlich mein Name, der mir zum Verhängnis wurde: Kurz nach der Geburt meines Sohnes erhielt ich einen Brief vom Generalbundesanwalt. Das Schreiben lautete kurz gefasst: „Da wir dazu verpflichtet sind, Sie zu informieren, tun wir dies hiermit: Sie wurden telefonisch überwacht, da sie über fünf Ecken Kontakt zu jemandem hatten, der als Gefährder eingestuft wurde. Aber keine Sorge, alles ist gut.“ Ich fiel aus allen Wolken! Das Land, das ich so schätzte, hatte mich überwacht! Nur wegen eines Kontakts durch meine Arbeit mit geflüchteten Menschen; nur weil ich mit jemandem auf Arabisch kommuniziert hatte. Das war für mich hart zu realisieren.

Ich versuchte dem Fakt, dass der Staat dazu verpflichte war, mir dies mitzuteilen, etwas Positives abzugewinnen. Aber es fiel mir schwer. Ich konnte nur dankbar dafür sein, dass es den Artikel 1 des Grundgesetztes gab und ich in Deutschland lebte und in keinem Staat, in dem Folter legal war… Ich zog Stärke aus der Unterstützung meiner Familie und meiner Kolleginnen und Vorgesetzten.

In schwierigen Zeiten Menschen zu haben, die an einen glauben und einen nicht fallen lassen, ist ein großes Geschenk. Meine größte Sorge war, dass dadurch meine Chance verfiel, die vor einigen Monaten beantragte Staatsbürgerschaft tatsächlich auch zu erhalten. Die Staatsbürgerschaft, die für mich nämlich nicht nur ein Stück Papier oder Reisefreiheit bedeutete, sondern in der ich einen Auftrag sehe, um die Werte dieses Landes weltweit zu vertreten: Freiheit, Gleichberechtigung, Gerechtigkeit, Demokratie…

Ganze Zwei Jahre musste ich warten, bis es soweit war, obwohl ich so integrationsbereit wie kein anderer war: Ob 0 Fehler im Integrationstest, die Verehrung von Günther Netzer, meine tägliche Dosis Erich Fromm oder die durch meine Schwiegerfamilie vermittelte Liebe zu Fränkischem Brot und Sauerkraut – ich wollte es mit Leib und Seele! Doch Spaß beiseite: Für mich bedeutet Integration auch, ein Stück Verantwortung zu nehmen für die Gesellschaft in der ich lebe und Brücken zwischen Kulturen zu bauen! Ganz frei nach John F Kennedy: „Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann - fragt, was ihr für euer Land tun könnt.“ Denn Integration ist wie eine Liebesbeziehung - nie einseitig, sondern immer ein Eingeständnis füreinander, um sich gegenseitig wertzuschätzen und sich nahe zu bleiben.

Dies schaffe ich nicht nur in meiner hauptamtlichen Tätigkeit, sondern auch durch mein Engagement als stellvertretender Vorsitzender der OHDE Stiftung und als Mediator für Gewaltprävention.

Ich schließe ab mit einem Zitat von unserem Bundespräsidenten Dr. Steinmeier: „Es kommt nicht darauf an, dass alle dasselbe tun – aber dass wir eines gemeinsam im Sinn haben: alles zu stärken, was uns verbindet!“ In Berlin eingebürgert zu werden, ist für mich eine große Ehre! Berlin war für mich immer ein Symbol der Freiheit, eine offene und bunte Stadt – und das ist gut so!

Ich verdanke diesem Land, dessen Staatsbürger ich nun sein darf, viel: Chance auf bessere Bildung, berufliche Entwicklungsmöglichkeiten und vor allem die Staatsbürgerschaft. Sie ist mehr als die Mitgliedschaft in einem Fußballverein. Sie bietet die Möglichkeit, dass ich auch mitgestalten kann und für mich dieselben Regeln, derselbe Schutz aber auch Pflichten gelten wie gegenüber anderen Bürgerinnen und Bürgern. Ich bedanke mich für diese großartige Chance. Vielen herzlichen Dank für die Einladung und die Möglichkeit hier heute diese Rede halten zu dürfen!

Das Kind aus den Baracken sagt: „Danke“

(Mohammed ELOuahhabi)

]]>
news-2148 Tue, 22 Nov 2022 14:31:25 +0100 Achtung bei Google Fonts auf Vereins- und Verbandswebseiten aktuelles/news/details/achtung-bei-google-fonts-auf-vereins-und-verbandswebseiten/ Hinweise und Empfehlungen des LSB ]]> Datenschutz ist nach wie vor ein nicht zu unterschätzendes Thema – das aktuellste Problem eröffnet sich auf Vereinswebseiten. Diese nutzen zum größten Teil eine Schriftart von Google Fonts. Problematisch wird dies, wenn die Schriftart dynamisch (oder auch „remote“) eingebunden ist. Das führt dazu, dass beim Aufrufen der Webseite die Schrift von einem externen Server geladen wird. Dabei wird allerdings nicht nur die Schriftart durch die IP-Adresse des eigenen Geräts abgerufen, sondern zugleich auch die eigene IP-Adresse an den entsprechenden Google-Server weitergeleitet. Und genau diese Weiterleitung der IP-Adresse und eventuell anderer personenbezogener Daten stellt einen Verstoß gegen die Bestimmungen der DSGVO zur Verarbeitung dieser Daten dar.

Thematisiert wurde dieses Problem im Januar dieses Jahres vom Landgericht München I, welches in der Weitergabe der Daten einen Verstoß bestätigt hat und in der Folge dem Kläger Schadensersatzansprüche zugesprochen hat. Aus diesem Grund hört man in den letzten Wochen von einer „Abmahnwelle“ bei welcher Webseitenbetreiber, darunter viele Vereine und Verbände, Abmahnschreiben von sogenannten Abmahnkanzleien erhalten.

Wie sollten Sie nun also mit der Situation umgehen?

Zunächst empfiehlt sich, zu überprüfen, ob die eigene Webseite überhaupt betroffen ist. Dies ist nicht der Fall, wenn die Google Fonts lokal gespeichert wird, denn dann erfolgt keine IP-Adressen-Übermittlung beim Herunterladen der Schriftart. Einige Webseiten bieten eine Überprüfung an.

Sollten Sie bereits eine Zahlungsaufforderung erhalten haben, ist Folgendes zu bedenken: Die Abmahnschreiben stützen sich bisher auf ein einziges Urteil, und zwar das des Landgerichts München I, welches dem Kläger 100,00€ Schadensersatz zusprach. In den meisten Schreiben werde bereits mehr als diese Summe gefordert. Zudem ist das entsprechende Urteil nicht sehr ausführlich und entschied in einem Einzelfall – vorliegend jedoch gehen die Abmahner gezielt auf betroffene Webseiten, um Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Ob in diesen Fällen auch ein Anspruch gerichtlich bewilligt werden würde, ist fraglich. Zudem bauen die kommerziellen Versender von Abmahnschreiben darauf, dass die Empfänger Konflikten aus dem Weg gehen wollen und lieber die dreistellige Abmahnsumme zahlen.

Dies alles bedeutet nicht, dass Sie die Schreiben ignorieren sollten. Zwar kann die Wahrscheinlichkeit, durch die Abmahnenden verklagt zu werden, als einigermaßen niedrig eingestuft werden, da in einer derartig großen Masse abgemahnt wurde und demnach wohl eher der Verdienst mit den Abmahnsummen im Vordergrund stand.

Ob Schadenersatzansprüche zugesprochen werden, ist daher fragwürdig.

In den Medien wird empfohlen, diesem Vorgehen mit einem kurzen Schreiben zu begegnen, in dem die geltend gemachten Ansprüche zurückgewiesen werden. Oftmals erfolgen hierzu keine weiteren Reaktionen seitens der Kanzleien.

In jedem Fall ist es unerlässlich, dass sämtliche Verstöße gegen die DSGVO auf der eigenen Webseite behoben werden – egal, ob bereits ein Abmahnschreiben vorliegt oder nicht.

]]>
news-2147 Tue, 22 Nov 2022 13:40:30 +0100 Erfolgreiche Bilanz der Schwimm-Intensivkurse 2022 aktuelles/news/details/erfolgreiche-bilanz-der-schwimm-intensivkurse-2022/ 3.710 Schüler*innen haben in diesem Jahr ein Schwimmabzeichen abgelegt Foto: LSB ]]> Der Landessportbund Berlin kann eine erfolgreiche Bilanz der Schwimm-Intensivkurse ziehen: An den Kursen für Grundschüler*innen haben In diesem Jahr genau 4.924 Kinder teilgenommen. Davon haben 1.376 das Seepferdchen, 1.840 das Bronze- und 494 das Silber-Abzeichen abgelegt.  

Astrid-Sabine Busse, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, erklärt: „Schwimmen ist eine Grundkompetenz, die Kinder so früh wie möglich erlenen sollten. Es kann Leben retten, fördert die Koordinationsfähigkeit und macht dazu auch noch großen Spaß. Deshalb freue ich mich, dass dieses Jahr mehr als 3700 Schülerinnen und Schüler ihr Schwimmabzeichen erhalten haben. Gerade mit Blick auf die schwierigen Bedingungen durch die Corona-Pandemie ist es ein sehr positives Signal, dass die Schülerinnen und Schüler weiterhin die Gelegenheit erhalten, die Schwimmkurse zu absolvieren.“  

„Kinder sollten am Ende der dritten Klasse schwimmen können. Nicht alle schaffen das. Aber schwimmen können ist lebenswichtig. Deshalb haben wir 2018 die Schwimm-Intensivkurse ins Leben gerufen. Dabei lernen die Kinder nicht nur schwimmen, sie werden auch selbstbewusster. Diese Erfolgsbilanz wollen wir fortführen und uns dafür einsetzen, dass die Kurse auch im nächsten Jahr stattfinden. Ich danke schon jetzt allen Partnern, die uns weiterhin dabei unterstützen", so Thomas Härtel, Präsident des Landessportbunds Berlin.  

Christian Krull, Vorsitzender der Sportjugend Berlin: „Die Kinder lernen einerseits schwimmen. Andererseits nutzen sie ein attraktives Ferienangebot, das unsere Sportjugend Berlin und unsere Vereine auf die Beine stellen. Die Trainer*innen und Übungsleiter*innen wecken bei den Kindern Freude an der Bewegung – sie bekommen Lust auf mehr und finden den Weg in unsere Vereine."  

Die Schwimm-Intensivkurse fanden in den Oster-, Sommer- und Herbstferien statt. Sie wurden vom Landessportbund Berlin gemeinsam mit der Sportjugend Berlin, dem Berliner Schwimm-Verband und mehreren Vereinen angeboten und von den Bäder-Betrieben unterstützt. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie hat die Kurse finanziert, weil die Schülerinnen und Schüler wegen der Corona-Pandemie keinen oder kaum Schwimmunterricht hatten. Teilnehmen konnten Kinder, die noch kein Bronzeabzeichen hatten. Die Teilnahme war für sie kostenfrei.  

Informationen: www.schwimmkurse-sportjugend.de

]]>
news-2146 Mon, 21 Nov 2022 12:46:33 +0100 Fachtagung Schulsport war ein Erfolg aktuelles/news/details/fachtagung-schulsport-war-ein-erfolg/ Fast 100 teilnehmende Grundschullehrer*innen erlernten neue Kompetenzen Dozent vom Impulsvortrag Fachtagung Schulsport spricht vorm Publikum ]]> Am 17. November 2022 fand ab 8:00 Uhr in der Gerhard-Schlegel-Sportschule die Fachtagung Schulsport statt. Eingeleitet wurde die Veranstaltung durch ein Grußwort vom LSB-Präsidenten Thomas Härtel sowie von Schönebergs Schul-Stadtrat Tobias Dollase. Danach konnten die 98 teilnehmenden Grundschullehrer*innen in einem Impulsvortrag vom Gastdozent Prof. Dr. Tim Bindel der Uni Mainz herausfinden, was guter Sport- und Schwimmunterricht ist. 

Anschließend gab es drei Praxiszeitschienen mit 6 Parallelangeboten, aus denen frei gewählt werden konnte. Die teils theoretischen und teils praktischen Angebote waren u.a. "Schulung der koordinativen Fähigkeiten", das "ABC des Spielens", "Floorball - macht Schule", "Schwimmen Lehren und Lernen in der Grundschule" und "Bewegung macht schlau". 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Senatsverwaltung BJF und der Unfallkasse Berlin. Auch für das nächste Jahr ist sie wieder geplant. Ein genaues Datum steht jedoch noch nicht fest. 

]]>
news-2145 Mon, 21 Nov 2022 12:21:08 +0100 Ausbildung zum/r Schwimm-Trainer*in 2023 aktuelles/news/details/ausbildung-zumr-schwimm-trainerin-2023/ Melde dich jetzt an! Absolvent*innen der Ausbildung 2022 ]]> Liebe*r Interessent*in,

du kannst dich jetzt für die „Ausbildung zum Schwimm-Trainer*in für Schulkinder 2023“ anmelden! Der Berliner-Schwimm-Verband und das Projekt „SPORTBUNT – Vereine leben Vielfalt!“ bilden 2023 wieder Menschen mit Fluchterfahrung zu Schwimm-Trainer*innen für Schulkinder aus.

Was musst du tun/wissen:

  • Bitte lies die Ausschreibung aufmerksam durch !!!
  • Bitte melde dich nur zur Informationsveranstaltung an, wenn du sicher Zeit für die Ausbildung hast und schwimmen kannst.

Auf der Informationsveranstaltung informieren wir dich über die Ausbildung und du kannst Fragen stellen.

Nach der Ausbildung hast du die Möglichkeit als Schwimm-Trainer*in in einem Berliner Schulschwimmzentren oder einem Sportverein zu arbeiten.

Hier kannst du dich zur Informationsveranstaltung am 05. oder 6.01.2023 (17-19 Uhr) anmelden

Auf unserer Homepage findest du noch mal alle Informationen www.sportbunt.de

Wir würden uns freuen, wenn du auch anderen Personen von dieser Ausbildung erzählst. Gerne kannst du diese Mail an deine Bekannten und Freunde weiterschicken. 

]]>
news-2142 Wed, 16 Nov 2022 10:27:56 +0100 FC Internationale gewinnt Großen Stern des Sports in Silber aktuelles/news/details/fc-internationale-gewinnt-grossen-stern-des-sports-in-silber/ Berliner Volksbank und LSB würdigen den konsequenten Einsatz für Nachhaltigkeit Alle Preisträger und Laudatoren ]]> Der FC Internationale ist der erste nachhaltig zertifizierte Amateurverein Deutschlands. Verbunden ist der Preis mit einer Siegprämie in Höhe von 4.000 Euro. Zudem rückt der Verein ins Finale des bundesweiten Wettbewerbs und hat die Chance, den Großen Stern des Sports in Gold zu gewinnen. Der Sieger wird im Januar 2023 bekannt gegeben.

Insgesamt dürfen sich sechs Berliner Sportvereine über silberne Sterne-Pokale freuen. Sie wurden am 15. November 2022 im Coubertinsaal des Landessportbunds im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung überreicht.

Den zweiten Platz und ein Preisgeld von 2.500 Euro gewinnt der BSV "Friesen 1895" e.V. mit seiner Initiative „Sicherheit im Wasser“. Die „Ukrainehilfe über den Sportverein“ des Spreewölfe Berlin e.V. erreicht Platz 3 und bringt 1.500 Euro in die Vereinskasse. Drei weitere Vereine erhalten einen mit jeweils 500 Euro dotierten Förderpreis: Seitenwechsel ? Sportverein für FrauenLesbenTrans*Inter* und Mädchen e.V., Pfeffersport e.V. und der Bogensportfreunde Berlin e.V.

Sportsenatorin Iris Spranger: „Die Jury hatte es auch in diesem Jahr alles andere als leicht, sich unter den beeindruckenden Bewerbungen, unter den vielen Konzepten und Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit im und durch Sport zu entscheiden. Allein das ist doch bereits ein großartiges Zeichen für den Sport in Berlin! Mit seinen engagierten, ideenreichen und tatkräftigen Vereinen zeichnet sich der organisierte Sport in der Hauptstadt immer wieder aus und leistet einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben in unserer Sportmetropole. Die heutigen Preisträgerinnen und Preisträger sind dabei Vorbilder für die Zukunft."

Martina Palte, Mitglied des Vorstands der Berliner Volksbank, hebt hervor, „dass die Berliner Vereine wieder einmal unter Beweis gestellt haben, dass sie mit Herz und Hand auf gesellschaftliche Herausforderungen reagieren. Sie nehmen dadurch eine tragende Rolle für das Funktionieren der Gemeinschaft ein. Das breitgefächerte Engagement der Sportvereine in Berlin ist großartig, und der Wettbewerb trägt dazu bei, diesen herausragenden Einsatz, der auf und neben den Trainingsflächen stattfindet, zu würdigen. Das gesellschaftliche Miteinander generationenübergreifend zu stärken und unsere Region weiterzuentwickeln motiviert auch uns als Genossenschaftsbank immer wieder, die Sterne des Sports auszuzeichnen und zu unterstützen."

Claudia Zinke, Vizepräsidentin für Sportentwicklung, Breiten- und Freizeitsport des Landessportbunds Berlin: „Die Preisträger zeigen wieder einmal: Wenn es die Sportvereine nicht gäbe, müsste man sie sofort erfinden. Die ausgezeichneten Projekte auf den Gebieten der Nachhaltigkeit, Inklusion und Vielfalt, des Miteinander, des Ehrenamts und der Sicherheit sind Beispiele dafür, wie tief der Sport in die Gesellschaft wirkt. Das ist unbezahlbar und unverzichtbar – jetzt und in Zukunft.“

An dem Wettbewerb, der vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken und dem Deutschen Olympischen Sportbund initiiert wird, beteiligt sich die Berliner Volksbank bereits zum 17. Mal. Sie stellte in diesem Jahr insgesamt 9.500 Euro für die Auszeichnungen der „Sterne des Sports“ in Berlin zur Verfügung. Zusätzlich erhielten alle weiteren Vereine, die am Wettbewerb teilgenommen haben, jeweils eine Spende in Höhe von 100 Euro.

Der Wettbewerb prämiert innovative und kreative Angebote, mit denen Sportvereine beispielsweise Kinder und Jugendliche mit Sport vertraut machen, Menschen mit Behinderung integrieren oder in sozialen Brennpunkten ausgleichend und im Sinne der Gemeinschaftlichkeit und Teilhabe leistungsfördernd wirken.

Detaillierte Informationen zu allen ausgezeichneten Projekten stehen hier.

Foto: Marcel Schwickerath/Berliner Volksbank

]]>
news-2140 Tue, 15 Nov 2022 11:15:19 +0100 Mehr Geld für Sportvereine aus dem Nachtragshaushalt aktuelles/news/details/mehr-geld-fuer-sportvereine-aus-dem-nachtragshaushalt/ LSB-Präsident Thomas Härtel: „Sportsenatorin hat Wort gehalten." ]]> Der Landessportbund Berlin begrüßt, dass auch die Sportvereine vom Berliner Nachtragshaushalt profitieren: Für die Bäder-Betriebe stehen zusätzlich 25 Millionen Euro zur Verfügung. Die Sportvereine erhalten weitere elf Millionen Euro zur Bewältigung der Energiemehrkosten.

LSB-Präsident Thomas Härtel: „Die Sportsenatorin hat Wort gehalten! Der Landessportbund Berlin dankt für die Unterstützung in der Energiekrise!"

Die Energiekrise und ihre Folgen treffen auch Sportvereine hart. Sie sind mit massiven Preiserhöhungen konfrontiert – bei vereinseigenen Sportstätten direkt oder auch bei Veranstaltungen in kommunalen Sportstätten unmittelbar über deutlich steigende Umlagen. Insbesondere nach den herausfordernden Pandemiejahren mit erheblichen Mitglieder- und damit auch Einnahmeverlusten sind diese Preissteigerungen existenzbedrohend für viele Vereine. Dennoch will der organisierte Sport auch einen eigenen Beitrag zur Krisenbewältigung leisten. So hat er sich dazu verpflichtet, in den kommenden Monaten mindestens 20 Prozent Energie einzusparen.

]]>
news-2139 Mon, 14 Nov 2022 16:41:34 +0100 Hohe Ehrung für Engagierte im Sport aktuelles/news/details/hohe-ehrung-fuer-engagierte-im-sport/ Sportsenatorin Iris Spranger überreichte verdienstvollen Ehrenamtlichen des Berliner Sports die Senatsehrenplakette Foto:City Press ]]> „Unsere Sportmetropole Berlin machen nicht nur Großveranstaltungen und die Erfolge unserer Profiklubs und Athletinnen und Athleten aus, sondern gerade auch das tolle Engagement der vielen Ehrenamtlichen, die sich jeden Tag aufs Neue intensiv darum kümmern, dass Menschen in Bewegung kommen und Sport stattfinden kann“, so die Senatorin (Bildmitte) bei der Verleihung, zu der auch LSB-Vizepräsident Reinhard von Richthofen (3.v.l.) und LSB-Direktor Friedhard Teuffel (ganz links) kamen.

Die Senatsehrenplakette erhielten: (v.r.n.l.) Wolf-Dieter Goy, Jörg Paulick, Hanns Ostermann, Irene Preuß, Elke Duda, Gabriele Buchla, Stefan Schenck, Jürgen Häner, Kathrin Brachwitz, und Thorsten Süfke.

Foto: City Press

]]>
news-2136 Tue, 08 Nov 2022 10:52:36 +0100 LSB-Bildungsprogramm 2023 erschienen aktuelles/news/details/lsb-bildungsprogramm-2023-erschienen/ Informationen und Angebote der Gerhard-Schlegel-Sportschule und der Bildungsstätte der Sportjugend Berlin auf über 100 Seiten ]]> Der Landessportbund und die Sportjugend Berlin haben ihr Bildungsprogramm für das nächste Jahr veröffentlicht. Es informiert über die Lizenzausbildungen für Übungsleiter*innen und Trainer*innen, über Qualifizierungsangebote in der Kinder- und Jugendarbeit und im Erwachsenensport sowie über Weiterbildungen für Vereinsführungen und viele Sonderveranstaltungen.

Das Bildungsprogramm enthält außerdem viele weitere Informationen über die Gerhard-Schlegel-Sportschule des LSB und die Bildungsstätte der Sportjugend Berlin.

Darüberhinaus werden Themen rund um die „Bildung im Sport" erläutert, u. a. Bildungswege im Berliner Sport, Lizenzwesen des DOSB, Betriebliche Gesundheitsführung, Anerkennung von Übungsleiter-Qualifikationen durch die gesetzlichen Krankenkassen u. v. m.

Das Bildungsprogramm:

• hier geht es zum ePaper

• hier geht es zum PDF als Download

• hier geht es zum Bestellformular für die gedruckte Ausgabe

]]>
news-2135 Mon, 07 Nov 2022 15:16:44 +0100 35 Berliner*innen bei den Special Olympics World Games 2023 aktuelles/news/details/35-berlinerinnen-bei-den-special-olympics-world-games-2023/ Deutsches TeamSOD mit insgesamt 414 Athlet*innen Team SOD ]]> Special Olympics Deutschland hat am heutigen Montag das Team Special Olympics Deutschland (TeamSOD) verkündet. 414 Sportler*innen werden Deutschland vom 17. Juni bis 25. Juni 2023 bei den Special Olympics World Games (SOWG) in Berlin vertreten und um Medaillen und Erfolge kämpfen. Das TeamSOD vereint Aktive aus fünfzehn Landesverbänden, die in 25 Sportarten für Deutschland an den Start gehen werden. Die Weltspiele der Menschen mit einer geistigen Behinderung sind das größte Multisportereignis in Deutschland seit den Olympischen Spielen 1972 in München.

Das sind die Berliner Athletinnen und Athleten im TeamSOD: Badminton: Silvia Dill, Andrea Eichner (Unified Partnerin), Daniela Huhn; Boccia: Michaela Arndt, Melih Cicek; Bowling: Christine Abel, Christian Peter Ballin, Kathrin Degner, Grit Harms, Constanze Pajonk, Kerstin Patermann, Rene Schoening; Freiwasserschwimmen: Kai-Jürgen Pönisch Fußball: Samet Ayar, Levent Ceylan, Olaf Dräger, Vincent Grüneberg, Mohammad Hammoudeh, Alhassane Kante, Pascal Knaak, Kevin Kroll, Danyel Ragner, Marco Schreiber, Mahmut Sleimann; Hockey: Lucas Lenzner, Marius Schwahn; Dreikampf: Sergej Ebert, Kai Krüger, Tobias Schmidt; Leichtathletik: Tobias Hübner, Jann Rathenow; Radsport: Robert Herberg, Robert Isenheim; Reiten: Marcus Benter; Tennis: Samantha Eckert.

Die schwarz-rot-goldenen Farben bei einer der größten Sportveranstaltungen der Welt zu tragen. Deutschland im Wettbewerb mit internationalen Athlet*innen zu repräsentieren. Das ist das Ziel von vielen ambitionierten Sportler*innen. Für 414 deutsche Special Olympics Sportler*innen und ihre Trainer*innen wird dieser Traum in 222 Tagen Wirklichkeit. Dann werden sie für das TeamSOD bei den Special Olympics World Games in Berlin an den Start gehen. Olympische Rituale inklusive: Ein Fackellauf, die Eröffnungsfeier mit olympischem Feuer und Eid und eine Abschlussfeier als große Party – all das sind die Weltspiele der Special Olympics Bewegung. Im Mittelpunkt steht der Sport.

„Mit dem nominierten Team von Special Olympics Deutschland bringen wir bei den Weltspielen 2023 im eigenen Land großartige Repräsentanten an den Start! Die Athlet*innen und Unified Partner*innen werden – gut ausgestattet durch unseren Partner adidas – sportlich ihr Bestes geben und durch ihre Leistungen und ihr Auftreten unser Land würdig vertreten. Denn das Team umfasst 414 Persönlichkeiten, die gute Gastgeber für die 7.000 Athlet*innen aus der ganzen Welt sein wollen und die das Motto der „Spiele von Athlet*innen für Athlet*innen“ mit Leben erfüllen. Ich bin sicher, dass die Mitglieder des TeamSOD in den nächsten Monaten auch in ihren Heimatregionen viele Menschen begeistern und Impulse für den inklusiven Sport geben können. In diesem Sinne wünschen wir den Nominierten, dass viele Menschen ihren Weg zu den Weltspielen begleiten und sie dann in Berlin als TeamSOD von einer große Fangemeinde unterstützt werden!“, führt Christiane Krajewski, Präsidentin von Special Olympics Deutschland, aus.

Das TeamSOD in Zahlen – Größte Delegation der Weltspiele

Das TeamSOD vereint 252 Männer und 162 Frauen, die in 25 Sportarten bei den Weltspielen an den Start gehen. Die meisten TeamSOD Sportler*innen treten in den Mannschaftssportarten Fußball, Handball, Basketball und Futsal an. Bei den Einzelsportarten gehen unter anderem 32 deutsche Leichtathlet*innen und 25 Schwimmer*innen an den Start. Besonders an den Special Olympics World Games sind auch Sportarten, die sonst nicht im Rampenlicht stehen. So kämpfen 16 deutsche Sportler*innen im Boccia und 13 im Bowling um Medaillen. „Es war eine große Überraschung, dass ich dabei sein darf, und ich freue mich sehr. Nach Los Angeles ist es das zweite Mal, dass ich bei den Weltspielen dabei sein werde“, sagt Tischtennis Athletin Katrin Kerkau. Zum Team der 414 Sportler*innen gehören 58 Unified Partner*innen. Beim Unified Sport, einer Wettbewerbsform von Special Olympics, treten Menschen mit einer Behinderung und Menschen ohne Behinderung zusammen in Sportwettbewerben an. Deutsche Unified-Teams messen sich bei den Weltspielen unter anderem im Tischtennis, Beach Volleyball, Tennis und Segeln mit ihren internationalen Konkurrent*innen. Begleitet werden die Sportler*innen in Berlin von 128 Trainer*innen und 31 weiteren Delegationsmitgliedern, so dass sich das deutsche Team aus insgesamt 573 Personen zusammensetzt. Damit stellt die gastgebende Nation auch die größte Delegation der Weltspiele.

Die wichtigsten Fakten zum TeamSOD

• 573 Personen umfasst die gesamte Delegation

• 414 Sportler*innen in 25 Sportarten

• Davon 58 Unified-Partner*innen

• 128 Trainer*innen

• Die größten Sportarten: 55 Sportler*innen im Fußball, jeweils 40 im Basketball und Futsal und 36 im Handball

• Die kleinsten Sportarten: 4 Sportler*innen im Segeln und 2 im Turnen

• Die größten, regionalen Teams kommen aus den Special Olympics Landesverbänden Nordrhein-Westfalen (88 Sportler*innen) und Baden-Württemberg (81), die kleinsten aus dem Saarland (3) und Rheinland-Pfalz (2)

Der Weg zu den Weltspielen

Um Teil des TeamSOD zu werden, mussten die Aktiven und Trainer*innen einen mehrmonatigen Nominierungsprozess auf Basis der internationalen Nominierungsrichtlinien durchlaufen. Durch die Teilnahmen an verschiedenen sportlichen Wettbewerben, zum Beispiel den Nationalen Spielen im Jahr 2022 in Berlin, konnten die Sportler*innen die notwendige sportliche Qualifikation erreichen. Es folgte die Bewerbung auf die Teilnahme an den Weltspielen. Die schlussendliche Nominierung fand gemäß einer internationalen Quotenregelung von Special Olympics International und den Nominierungs-Richtlinien von Special Olympics Deutschland statt. Schließlich wurde das TeamSOD vom Präsidium des Verbandes am 2. November 2022 bestätigt.

adidas wird Partner des TeamSOD für die Weltspiele

Neu an der Seite des TeamSOD ist seit November 2022 adidas. Die Marke mit den drei Streifen und Special Olympics Deutschland haben heute in der adidas Sports Base Berlin ihre Partnerschaft bekanntgegeben. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht das gemeinsame Bestreben nach einer Kultur der Inklusion und der Überwindung von Barrieren im und außerhalb des Sports. adidas ist wie Special Olympics überzeugt, dass Sport die Kraft hat, Leben zu verändern. Um das Bewusstsein für diese Überzeugung zu schärfen und Möglichkeiten der Beteilung zu schaffen, wird der fränkische Sportartikelhersteller seinen Beschäftigten die Gelegenheit geben, sich freiwillig zu engagieren. Das TeamSOD kann zudem das Netzwerk von adidas sowie Einrichtungen wie die adidas Sports Base Berlin, ein 1500 Quadratmeter großes Multisportgelände im Herzen Kreuzbergs, nutzen. Auch den Gebäudekomplex „Home Ground“ in der Firmenzentrale in Herzogenaurach können die Athlet*innen des TeamSOD wie schon zuvor die DFB-Mannschaften in der Vorbereitung für Trainingslager nutzen.

Bildunterschrift: Freude bei Special Olympics Athlet*innen aus Berlin und Thüringen über ihre Nominierung für das TeamSOD für die Special Olympics World Games Berlin 2023. Die Bekanntgabe erfolgte im Rahmen eines Presse-Events von SOD am 07.11.2022 in der adidas Sports Base in Berlin.

Foto: SOD/Michael Romacker

]]>
news-2133 Tue, 01 Nov 2022 16:15:45 +0100 Zur Sportstätten-Situation in Berlin aktuelles/news/details/zur-sportstaetten-situation-in-berlin/ Senatverwaltung für Inneres, Digitalisierung und Sport antwortet auf eine Anfrage ]]> Die Senatsverwaltung für Inneres, Digitalisierung und Sport hat auf eine Anfrage zum Thema „Unterdeckung der Sportflächen in den Berliner Bezirken" geantwortet.

Hier geht es zu der Antwort.

Statement von Thomas Härtel, Präsident des Landessportbunds Berlin: „Sportstätten gehören zur Daseinsvorsorge. Deshalb setzt sich der LSB regelmäßig für intakte Sportstätten ein. Insbesondere geht es uns darum, dass das Sportanlagensanierungsprogram in den kommenden Jahren konsequent weitergeführt wird. Wir fordern den Senat auf, dass aus dem von ihm selbst anerkannten Sanierungsstau die notwendigen Konsequenzen gezogen werden und die finanziellen Mittel für die Sanierung bei den anstehenden Haushaltsaufstellungen deutlich erhöht werden. Auch wegen der Energiekrise besteht dringender Handlungsbedarf, die Sportstätten auch unter den Anforderungen der Energieeinsparung zu sanieren. Deshalb setzen wir uns dafür ein, Förder- und Investitionsmaßnahmen, zum Beispiel auch im Vereinsinvestitionsprogramm, so zu gestalten, dass nachhaltig Verbesserungen im Energieverbrauch erreicht werden.“

]]>
news-2132 Fri, 28 Oct 2022 14:04:29 +0200 Jetzt abstimmen! aktuelles/news/details/jetzt-abstimmen/ Berlinerinnen und Berliner wählen ihre CHAMPIONS 2022 Logo Champions 2022 ]]> "Auf die Plätze, fertig, los: Die Berlinerinnen und Berliner wählen ab Freitag, 28. Oktober, und bis zum 20. November ihre „CHAMPIONS 2022 – Berlins Sportler*innen des Jahres“. Welche Athletinnen und Athleten, Mannschaften sowie Trainer*innen und Manager*innen triumphieren in diesem Jahr? Die Sport-Fans können unter www.champions-berlin.de abstimmen – und selbst hochwertige Preise gewinnen. Die CHAMPIONS 2022 werden dann am Samstag, 3. Dezember, im Rahmen der festlichen CHAMPIONS-Gala im ESTREL geehrt.

Gefeiert wird in einem etwas kleineren Rahmen: Statt 2000 Gästen werden in der großen ESTREL Convention Hall bis zu 1500 Gäste dabei sein und gemeinsam mit zahlreichen Spitzen-Sportler*innen das hochklassige Show-Programm genießen. Ein begrenztes Kaufkartenkontingent (ab 139 Euro) ist erhältlich unter www.champions-berlin.de sowie telefonisch unter 030 30 111 86 11.

Elena Semechin nach „wildem“ Jahr: „Erneute Nominierung ist eine Riesen-Auszeichnung“

Der beliebte Publikumspreis der Hauptstadt-Medien wird seit 1979 vergeben. Zur Wahl stehen 2022 wieder je zehn Sportlerinnen und Sportler, Mannschaften sowie Trainer*innen/Manager*innen. Bei den Sportlerinnen nominierten die Sportredaktionen der Hauptstadt unter anderem Elena Semechin. Die Para-Schwimmerin, die im Vorjahr und 2019 die Wahl zur Sportlerin des Jahres gewonnen hat, holte in diesem Jahr WM-Silber über 100 Meter Brust – mitten in ihrer Chemo-Therapie und nur wenige Monate, nachdem ihr ein Gehirntumor entfernt worden war. „Die erneute Nominierung ist eine Riesen-Auszeichnung“, sagt Elena Semechin. „So viele Höhen und Tiefen in den vergangenen Monaten – hinter mir liegt das aufregendste Jahr meines Lebens. Ich würde mich sehr freuen, dieses wilde Jahr richtig schön mit all den anderen Sportlerinnen und Sportlern auf der CHAMPIONS-Gala ausklingen lassen zu können. Das wäre cool. Ich drücke allen Nominierten die Daumen – viel Erfolg und viel Glück!“

Zur Wahl stehen unter anderem auch Berlins Eisschnelllauf-Ikone Claudia Pechstein und Deutschlands Sprint-Königin Gina Lückenkemper. Die Athletin vom SCC Berlin hatte sich bei der Europameisterschaft in München ebenso den EM-Titel gesichert wie Speerwerfer Julian Weber, der bei den Männern nominiert ist. Seine Konkurrenten sind unter anderem der Kanu-Weltmeister und -Europameister Tim Hecker sowie die in den USA aktiven Berliner Hany Mukhtar, der in der Major League Soccer Torschützenkönig wurde, und Franz Wagner. Das Berliner Basketball-Ass hat nicht nur in der nordamerikanischen Profiliga NBA überzeugt, sondern auch mit dem deutschen Team in seiner Heimatstadt EM-Bronze gewonnen. Tim Hecker: „Ich freue mich sehr über die Nominierung. Es ehrt mich sehr, dass meine erbrachten Leistungen dieses Jahr so gewürdigt werden.

“Die „Qual der Wahl“ haben die Berlinerinnen und Berliner auch bei den Mannschaften mit den erfolgreichen Profiklubs der Sportmetropole um Alba Berlin, die Füchse Berlin, die BR Volleys, die Eisbären und Vorjahressieger 1. FC Union Berlin sowie weiteren Teams wie den Wasserballerinnen von Spandau 04 und den Wasserspringerinnen Elena und Christina Wassen.

Hochkarätig besetzt ist auch die Kategorie „Trainer*innen/Manager*innen“. Zur Wahl stehen unter anderem Vorjahressieger Urs Fischer vom 1. FC Union Berlin, Füchse-Manager Bob Hannig und Irina Palina, Trainerin der erfolgreichen Tischtennis-Spielerinnen des ttc eastside.

Gewählt werden kann bis zum 20. November online bei allen Medienpartnern und unter www.champions-berlin.de.

Und alle, die abstimmen, können auch gewinnen – unter anderem Eintrittskarten für das DFB-Pokalfinale 2023 und weitere wertvolle Preise im Gesamtwert von 10.000 Euro.

Neben den Berlinerinnen und Berlinern wählt wie in den Vorjahren eine Expertenjury (Medienpartner, Vertreter*innen der Stadt, des Landessportbunds und des Olympiastützpunkts) die CHAMPIONS 2022. Die Ergebnisse aus Publikumswahl und Expertenjury fließen zu jeweils 50 Prozent ins Endergebnis ein.

Weitere Informationen und Tickets für die große Gala am Samstag, 3. Dezember 2022, unter www.champions-berlin.de.

Die Veranstaltung mit großartigen Show-Acts und Buffetts steht diesmal unter dem Motto „Special Olympics World Games Berlin 2023“.

]]>
news-2131 Wed, 26 Oct 2022 14:12:08 +0200 Umfrage zeigt: Energiekrise belastet den Sport aktuelles/news/details/umfrage-zeigt-energiekrise-belastet-den-sport/ Bundesweite Umfrage verdeutlicht herausfordernde Lage der Sportvereine ]]> Der organisierte Sport in Deutschland trägt als größte Bürgerbewegung des Landes mit seinen rund 87.000 Sportvereinen in erheblichem Maße zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zur Gesundheit der Bevölkerung bei. Insbesondere nach zwei schwierigen, coronageprägten Jahren, kehren die Menschen wieder vermehrt in die Vereine zurück. Umso bedenklicher sind die Ergebnisse der bundesweiten Umfrage des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und der 16 Landessportbünde (LSB) zur Lage der Vereine in der Energiekrise, an der sich bis zum 23. Oktober 5.696 Sportvereine aus allen Bundesländern beteiligt haben.

Die Umfrage, die vom Institut für Sportstättenentwicklung (ISE) durchgeführt wurde, zeigt, dass mehr als 40% der Vereine starke Auswirkungen durch die Energiekrise erwarten. Dazu gehören u.a. Einschränkungen des Trainingsbetriebs, Schließungen einzelner Abteilungen oder Mitgliederrückgänge. Rund 6% der befragten Vereine fürchten sogar eine akute Existenzbedrohung, also die Auflösung des Vereins. Zum Vergleich: Rückblickend auf die Corona-Pandemie gaben lediglich 26% der Vereine in der aktuellen Umfrage an, dass sie starken Auswirkungen ausgesetzt waren, knapp 2% gaben an, dass sie existenzbedroht gewesen seien.

Hier geht es zur vollständigen Presseinformation.

]]>
news-2128 Tue, 25 Oct 2022 10:38:21 +0200 Ex-Olympiasiegerin aus Berlin im neuen DSJ-Vorstand aktuelles/news/details/ex-olympiasiegerin-aus-berlin-im-neuen-dsj-vorstand/ Katrin Bunkus tritt bei der Deutschen Sportjugend die Nachfolge von Tobias Dollase an Katrin Bunkus dsj Vollversammlung ]]> Katrin Bunkus aus Berlin ist in den Vorstand der Deutschen Sportjugend gewählt worden. Unter ihrem Mädchennamen Mattscherodt war sie eine erfolgreiche Eisschnellläuferin. Bei den Olympischen Spielen in Vancouver 2010 gewann sie Gold mit der Teamstaffel. Jetzt tritt sie bei der DSJ die Nachfolge von Tobias Dollase an. Der ehemalige Vorsitzende der Sportjugend Berlin hatte nach zwölf Jahre nicht mehr kandidiert. Der heutige Stadtrat für Schule, Sport, Weiterbildung und Kultur in Tempelhof-Schöneberg wurde für sein langjähriges Engagement mit dem Diskus ausgezeichnet. Das ist die höchste Ehrung der Deutschen Sportjugend.

Fotos: dpa picture alliance; Land Berlin

]]>
news-2123 Fri, 14 Oct 2022 11:16:44 +0200 Integration, die bewegt aktuelles/news/details/integration-die-bewegt/ 33 Geflüchtete zu Übungsleitenden ausgebildet Die glücklichen Absolvent*innen der Trainer C Ausbildung ]]> Pressemitteilung vom 14.10.22

33 Sportlerinnen und Sportler mit Fluchthintergrund sind jetzt lizenzierte Übungsleitende des Sports. Die Integrationsbeauftragte des Berliner Senats, Katarina Niewiedzial, und der Präsident des Landessportbunds (LSB), Thomas Härtel, überreichten ihnen bei einer Feier in der Gerhard-Schlegel-Sportschule des LSB die C-Lizenz des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB).

„Mit Sport gelingt das Ankommen in der neuen Heimat besonders gut. Ich freue mich sehr für die 33 Absolventinnen und Absolventen, die nun in vielen Berliner Vereinen die Kinder- und Jugendarbeit stärken. Besonders den vielen Frauen möchte ich gratulieren. Sie können in Berlin nun als Trainerinnen arbeiten. Das war ihnen in Herkunftsländern wie Afghanistan oder Iran häufig verwehrt“, sagte Katarina Niewiedzial zu den Absolvent*innen. Thomas Härtel erklärte bei der Feier: „Sie bringen Ihre Kompetenzen in den Sport ein und tragen damit auch zur Vielfalt in unseren Sportvereinen bei. Die Freude unserer neuen Übungsleitenden über die bestandene Lizenz ist wirklich bewegend.“

Die Ausbildung begann Anfang Juli und endete nun mit der feierlichen Übergabe der C-Lizenz für sportartübergreifenden Breitensport. Das Interesse an der Ausbildung war größer als die Kapazität. Es gab 62 Bewerber*innen. Alle Teilnehmenden – zwölf Frauen und 21 Männer aus dem Iran, aus Afghanistan, Syrien, Marokko, Pakistan und Russland – haben den Lehrgang erfolgreich abgeschlossen. Voraussetzung für ihre Teilnahme war die Mitgliedschaft in einem Sportverein. In den Vereinen können sie soziale Kontakte knüpfen und als Trainer*innen arbeiten. Einige von ihnen werden die B-Lizenz als weiterführende Lizenzstufe absolvieren und sich auch sportartspezifisch weiterqualifizieren.

Die Übungsleiter*innen-Ausbildung ist eine Initiative des LSB-Projekts „SPORTBUNT – Vereine leben Vielfalt“, das von der Senatsverwaltung für Inneres, Digitalisierung und Sport gefördert wird. Es war schon der fünfte C-Lizenz-Lehrgang für Geflüchtete. Insgesamt haben bis heute 175 Menschen mit Fluchterfahrung an der Gerhard-Schlegel-Sportschule des LSB eine vom DOSB anerkannte C- oder B-Lizenz erworben.

]]>
news-2124 Wed, 12 Oct 2022 12:09:00 +0200 Jetzt für den „Zukunftspreis 2022“ bewerben aktuelles/news/details/jetzt-fuer-den-zukunftspreis-2022-bewerben/ LSB Berlin belohnt starke Vereins-Ideen mit 25.000 Euro Werbegrafik Zukunftspreis 2022 ]]> Presseinformation vom 12. Oktober 2022

BERLIN. Welcher Verein hat die besten Ideen? Der Landessportbund Berlin (LSB) sucht die kreativsten und innovativsten Projekte im Berliner Sport. Ab sofort und bis einschließlich 17. Dezember 2022 können sich die im LSB organisierten Vereine und Verbände für den „Zukunftspreis des Berliner Sports 2022“ bewerben. Der Landessportbund zeichnet gemeinsam mit der LOTTO-Stiftung Berlin und der Berliner Stadtreinigung (BSR) wieder die 20 besten Ideen und Aktionen im Berliner Vereinssport mit insgesamt 25.000 Euro aus. Der beliebte Preis wird bereits zum zehnten Mal vergeben. 

Im Jubiläums-Jahr des Zukunftspreises können engagierte Projekte und Ideen zu verschiedenen innovativen Themen wie beispielsweise Umwelt, Integration und Inklusion, Kinder- und Jugendsport, Digitalisierung, allgemeine Vereinsentwicklung eingereicht werden.

LSB-Präsident Thomas Härtel: "Die schönste Nachricht im Berliner Sport dieses Jahr: Wir wachsen wieder. Von den 33.000 Mitgliedern, die im ersten Pandemiejahr die Vereine verlassen haben, sind über zwei Drittel wieder zurückgekehrt. Dahinter stecken tolle Aktionen und Initiativen unserer Vereine, die außerdem Angebote für Geflüchtete machen und Energieprobleme angehen. Wir danken den Vereinen für ihre großartige Arbeit und wollen die besten Projekte an die Öffentlichkeit bringen, auszeichnen und weiterempfehlen. Vielen Dank an alle, die uns dabei unterstützen."

Weitere Informationen zum Zukunftspreis und Bewerbungsunterlagen unter www.zukunftspreis-berlin.de. Zudem steht die Abteilung Sportentwicklung des LSB für Rückfragen gern zur Verfügung: Tel. 030-30002-102; E-Mail: zukunftspreis@lsb-berlin.de. 

Bewerbungen können bis spätestens 17. Dezember 2022 per Post, Fax oder E-Mail eingereicht werden:

Landessportbund Berlin e.V.

Abteilung Sportentwicklung

Jesse-Owens-Allee 2

14053 Berlin

Tel.: 030-30002-102 / Fax: 030-30002-107

E-Mail: zukunftspreis@lsb-berlin.de

Weitere Informationen unter www.zukunftspreis-berlin.de. Die ausgezeichneten Vereine haben die Preise gemäß ihrer Satzung zu verwenden. Eine Überprüfung der Mittelverwendung erfolgt durch den Landessportbund. 

]]>
news-2120 Tue, 11 Oct 2022 11:30:27 +0200 Mitgliederrückgang im organisierten Sport vorerst gestoppt aktuelles/news/details/mitgliederrueckgang-im-organisierten-sport-vorerst-gestoppt/ Gesamtzahl der Vereine sinkt auf 86.895 ]]> Pressemitteilung vom DOSB vom 11.10.22

Der organisierte Sport unter dem Dach des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) bleibt mit rund 27 Millionen Mitgliedschaften die größte Bürgerbewegung des Landes. Das geht aus der aktuellen Bestandserhebung hervor, die vollständig hier einzusehen ist.

Zentrales Ergebnis der Erhebung ist, dass der durch die Corona-Pandemie verursachte Rückgang im Jahr 2021 vorerst gestoppt werden konnte. So verzeichneten die Sportvereine einen leichten Mitgliederzuwachs von 0,17% (+46.672 Mitgliedschaften). Damit wird deutlich, dass viele Vereine das Jahr 2021 besser überstanden haben als noch das erste Corona-Jahr. Die Verluste lagen 2020 insgesamt bei -792.119 Mitgliedschaften (-2,85%). Der finale Bestand zum Stichtag 1. Januar 2022 liegt nun bei 27.059.091 Mitgliedschaften.

Trotz der leicht positiven Entwicklung bleibt das Niveau der Mitgliederzahlen jedoch deutlich unter dem der „Vor-Corona-Jahre“. Auffällig ist zudem der Trend, dass die Anzahl der eingetragenen Sportvereine weiter sinkt. Seit 2014 gehen die Meldezahlen jährlich zurück und haben nun mit 86.895 Vereinen ihren neuerlichen Tiefstand erreicht. Damit gibt es schon länger mehr Vereinsschließungen bzw. Fusionen als Neugründungen. Es ist davon auszugehen, dass kleinere, rein ehrenamtlich geführte Vereine hiervon stärker betroffen sind als Großsportvereine, die über hauptamtliches Personal verfügen.

ReStart vs. Energiekrise

Wenngleich also der Mitgliederrückgang im organisierten Sport insgesamt zunächst gestoppt werden konnte, müssen noch viele Anstrengungen unternommen werden, um das Niveau von vor der Pandemie wieder zu erreichen und den Sport zu stärken.

Deshalb gilt es nun mehr denn je, Menschen nachhaltig für den Sport zu begeistern und damit verbunden in Bewegung zu bringen und langfristig zu halten. Zahlreiche Menschen leiden zunehmend unter Bewegungsmangel im Alltag und den physischen und psychischen Folgen. Jedes sechste Kind hat im Verlauf der Pandemie an Gewicht zugenommen, 6% leiden an Adipositas und 31% der Kinder im Alter von 7 bis 17 Jahren haben psychische Auffälligkeiten. Ein Drittel der älteren Menschen sowie über 80% der Kinder und Jugendlichen erreichen nicht die WHO-Empfehlungen zum Mindestmaß an Bewegung.

Mit dem durch 25 Millionen Euro geförderten „ReStart – Sport bewegt Deutschland“-Programm haben es sich der organisierte Sport und die Politik deshalb zur Aufgabe gemacht, Sportvereine zu stärken und die Gesellschaft wieder in Bewegung zu bringen. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die entstandenen Verluste weiter aufzuholen. Demgegenüber steht erschwerend, dass mit der derzeitigen Energiekrise nach zwei Jahren Pandemie bereits die nächste, große Herausforderung für die Verbände und Vereine ansteht. Die jüngsten Zeichen aus der Politik machen Hoffnung, dass der Sport auch in dieser Krise nicht allein gelassen wird, sondern auf Unterstützung bauen kann.

DOSB-Vorständin Sportentwicklung, Michaela Röhrbein, blickt deshalb größtenteils hoffnungsvoll in die Zukunft: „Die aktuellen Zahlen machen Mut. Insbesondere, dass bei unseren Jüngsten – den Kindern bis 6 Jahren – die Zahlen durchweg wieder steigen, ist enorm wertvoll. Wenn wir jedoch wollen, dass dieser Trend anhält oder bestenfalls sogar zunimmt und sich über alle Altersklassen und Geschlechter hinwegsetzt, dann müssen wir die Sportvereine jetzt weiter stärken. Unser vom BMI gefördertes ReStart-Programm ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Leider macht aber die Energiekrise auch vor dem Sport nicht halt. Wenn die Menschen deshalb im Winter vor verschlossenen Sportstätten und Schwimmbädern stünden, dann hilft auch das beste Programm nichts, dann wird sich der positive Trend sehr schnell wieder umkehren. Der Sport und die Politik müssen deshalb alles dafür tun, die zusätzliche Belastung vor Ort an der Basis abzufangen und den Sport gut durch den Winter zu bringen.“

Differenzierte Mitgliederentwicklung in den Landessportbünden

Die Mitgliederentwicklung bei den Landessportbünden und -verbänden (LSB/LSV) für das Jahr 2021 stellt sich differenziert dar. Länderübergreifend konnte auch hier ein knapper Zuwachs von 0,16% verzeichnet werden – gegenüber einem durchschnittlichen Verlust von -3,53% aus dem Jahr 2020. Positiv ist hervorzuheben, dass die Zuwächse vor allem in den jüngsten Altersbereichen erzielt wurden. So lag der Zuwachs bei Kindern bis 6 Jahre bei +5,36%. Damit konnten zum Teil die fehlenden Neueintritte in diesen Altersbereichen aus dem Vorjahr ausgeglichen werden.

Sieben LSB (HB, NI, RP, SL, SN, ST und TH) verzeichneten im Jahr 2021 geringe Verluste von jeweils unter 1%. Die Ausnahme bildet der Hamburger Sportbund, der auch für das Jahr 2021 einen Mitgliederverlust von -4,31% zu verkraften hat.

Die weiteren acht LSB/LSV (BW, BY, BE, BB, HE, MV, NW, SH) konnten im letzten Jahr leichte Zuwächse erzielen. Den größten Sprung macht dabei Berlin von -4,76% im Jahr 2020 auf einen Zuwachs von 3,36% im vergangenen Jahr. Die Gesamtzahl der Mitgliedschaften in den LSB/LSV beträgt damit 23.415.566 (+37.678).

Tennis, Hockey und Golf profitieren

Auch die Entwicklung der Mitgliederzahlen bei den Spitzenverbänden (Sportarten) fällt sehr unterschiedlich aus und muss differenziert bewertet werden. Zuwächse trotz zweijähriger Pandemie verzeichnen u.a. die Olympischen Sportarten Tennis, Hockey und Golf. Deutliche Verluste in beiden Jahren mussten dagegen u.a. Tanzen, Taekwondo und Eisschnelllauf verkraften. Fußball, Rugby und Basketball gehören zu der Gruppe der Olympischen Sportarten, die ihre Verluste aus dem ersten Pandemiejahr im zweiten Jahr egalisieren konnte.

Bei den Nichtolympischen Spitzenverbänden ist festzustellen, dass der Mitgliederzuwachs von insgesamt +5,06% für das Jahr 2021 maßgeblich auf die Neuzuordnung der Sportarten Karate sowie Baseball und Softball zurückzuführen ist. In der näheren Betrachtung führte die Pandemie auch im zweiten Jahr zum Teil zu gravierenden Verlusten in einzelnen Verbänden. Dazu gehören auszugsweise Motorsport, Behindertensport, Sportakrobatik, Skibob und Ju-Jutsu.

]]>
news-2119 Fri, 07 Oct 2022 14:25:57 +0200 LSB-Präsident Thomas Härtel: Gemeinsam Sportstätten energiesparend machen aktuelles/news/details/lsb-praesident-thomas-haertel-gemeinsam-sportstaetten-energiesparend-machen/ Vor allem Berliner Sportvereine mit einer größeren Zahl von Sportangeboten stehen vor enormen Energiekostensteigerungen, die kaum von ihnen allein zu bewältigen sind. ]]> Einer aktuellen Schätzung des Landessportbunds Berlin zufolge kommen in den nächsten Monaten etwa 15 Millionen Euro an zusätzlichen Belastungen auf die Berliner Sportvereine und Sportverbände zu. Der Bund hat kürzlich den Sport in sein Entlastungspaket III aufgenommen. LSB-Präsident Thomas Härtel sagte an diesem Freitag im Sportausschuss des Abgeordnetenhauses: „Das war von uns eine intensive Forderung und wir hoffen, dass jetzt auch in den Gesprächen mit den Bundesländern eine entsprechende Umsetzung erfolgt.“ Der Landessportbund hatte darüber hinaus gefordert, den Sport bei Fördermaßnahmen für nachhaltige Investitionen zur Einsparung von Energiekosten und die Kommunen als Träger von Sportanlagen mitzudenken. "Kurzfristig Mittel bereitzustellen ist das eine,“ so Härtel weiter, „langfristig sind wir gefordert, klare Entscheidungen zu treffen, Förder- und Investitionsmaßnahmen auch im Vereinsinvestitionsprogramm so zu gestalten, dass wir wirklich auch nachhaltig entsprechende Verbesserungen im Energieverbrauch zu erreichen.“

In der Anhörung wurde ein weiterer Aspekt deutlich: Förderprogramme sind nicht zielgerichtet ausgerichtet und mitunter so bürokratisch, dass Vereine mit ihren ehrenamtlichen Strukturen kaum Möglichkeiten haben, entsprechende Anträge zu stellen. Härtel wies darauf hin, dass der Landessportbund bereits seit vielen Jahren nachhaltige Sportstättenbaukonzepte gefordert habe und deutlich gemacht habe, wie sich der organisierte Sport Nachhaltigkeit und Sportstättenbau vorstelle. "Ich bin ausgesprochen dankbar, dass das jetzt heute auch noch mal so zum Ausdruck kommt, dass wir nun auch gemeinsam angesichts der Energiekrise darüber nachdenken müssen, wie nachhaltig und langfristig sich entsprechende Veränderungen gestalten lassen", so Härtel.

Einer weiteren Absenkung der Temperaturen in Sporthallen erteilte Härtel mit Hinweis auf die Verletzungsgefahr eine klare Absage: „17Grad sind eine Grenze, um es deutlich zu sagen: Temperaturabsenkungen in den Sporthallen machen einigen Mannschaftssportarten auch bei uns bereits wirklich Schwierigkeiten. Ich kann allgemeinen Breitensport auch draußen machen, auch bei kalten Temperaturen. Aber wenn ich ein Training habe, beim Turnen oder auch bei anderen Mannschaftssportarten, steigt bei solch kühlen Temperaturen die Verletzungsgefahr und das ist nicht verantwortbar, wenn wir auch über Prävention reden."

]]>
news-2117 Fri, 07 Oct 2022 13:56:42 +0200 LSB-Checkliste „Übernachtungen in Sporthallen“ aktuelles/news/details/lsb-checkliste-uebernachtungen-in-sporthallen/ Was Sie bei einer Übernachtung in der Sporthalle beachten sollten. ]]> Besonders im Rahmen von Sportveranstaltungen wie überregionalen Turnieren stellt sich die Frage, wo die Sportlerinnen und Sportler übernachten sollen. Oft erscheint es da am günstigsten, direkt in der Sportstätte zu übernachten. Sportvereine machen aber oft die Erfahrung, dass ihr Anliegen bei den Sportämtern bzw. Vergabestellen kritisch gesehen wird. Das liegt mal an der mangelnden Vorbereitung der Veranstalter, mal an fehlender Erfahrung seitens der Verwaltungen mit solchen Anliegen. Der Landessportbund hat daher eine Checkliste entwickelt, mit der die Möglichkeiten der Übernachtung in einer Sporthalle erleichtert werden sollen. Vereine wie Verwaltungen können diese Checkliste heranziehen, um die Voraussetzungen für eine Übernachtung in einer Sporthalle zu schaffen.

Die Checkliste können Sie hier abrufen

]]>
news-2109 Fri, 30 Sep 2022 13:42:30 +0200 Sport in Deutschland begrüßt Abwehrschirm des Bundes aktuelles/news/details/sport-in-deutschland-begruesst-abwehrschirm-des-bundes/ Der Landessportbund Berlin begrüßt das am Donnerstagabend von der Ampelkoalition veröffentlichte Papier „Wirtschaftlicher Abwehrschirm gegen die Folgen des russischen Angriffskrieges“. ]]> LSB-Präsident Thomas Härtel sagt: „Die gemeinsamen Anstrengungen von DOSB und Landessportbünden haben sich gelohnt, denn die Sportvereine in Deutschland werden ausdrücklich genannt. Jetzt müssen aber auch in der Umsetzung Vereine und Verbände wirklich berücksichtigt werden.“

Auch der DOSB begrüßt das Papier. DOSB-Präsident Thomas Weikert erklärt: „Die beschriebenen Maßnahmen wie Strompreisbremse und Gaspreisbremse sind ein positiver Schritt. Entscheidend ist, dass die Maßnahmen schnell umgesetzt werden, denn sie sind für viele Sportvereine existenziell wichtig“.

Die Regierungschef*innen der Bundesländer hatten nach ihrem Treffen am Mittwoch die Bedeutung des Sports für die Gesundheit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt betont. Damit erkennen Bund und Länder die Relevanz des Sports für eine funktionierende Gesellschaft an.

Als Vorsitzender der Konferenz der Landessportbünde hatte Thomas Härtel den Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz, Hendrik Wüst, um Unterstützung für eine Deckelung der Energiekosten gebeten. Die Landessportbünde hatten gefordert, Sportvereine und Sportverbände im dritten Entlastungspaket mit zu bedenken. Gemeinsam haben DOSB und Landessportbünde erklärt, mit ihren Verbänden und Vereinen 20 Prozent an Energie einsparen zu wollen. Mit Handlungsempfehlungen und einem Maßnahmenpaket soll dieses Ziel erreicht werden.

]]>
news-2108 Fri, 30 Sep 2022 12:33:15 +0200 In den Herbstferien können Berliner Kinder Schwimmen lernen aktuelles/news/details/in-den-herbstferien-koennen-berliner-kinder-schwimmen-lernen/ Landessportbund Berlin und Senat organisieren kostenlose Intensivkurse. ]]> Vom 24. Oktober bis 4. November 2022 können Berliner Schulkinder wieder in kleinen Gruppen ihr Schwimmabzeichen nachholen. Anmeldungen nimmt die Sportjugend im Landessportbund Berlin ab Dienstag, 4. Oktober 2022, um 17 Uhr unter www.schwimmkurse-sportjugend.de entgegen.

Die Schwimm-Intensivkurse richten sich an Berliner Schüler*innen der 4. bis 6. Klasse, die im Schwimmunterricht kein Seepferdchen oder Jugendschwimmabzeichen in Bronze erworben haben. Mit dem Bronzeabzeichen gelten Kinder als sichere Schwimmer*innen und können innerhalb von 15 Minuten 200 Meter am Stück schwimmen. Zehn Berliner Schwimmvereine und der Berliner Schwimmverband bieten in elf Bädern der Stadt Kurse für über 2.200 Kinder an. Jeder Kurs geht über fünf Tage, jeden Tag 45 Minuten. An fünf Standorten werden inklusive Kurse angeboten. Alle Kurse sind kostenlos.

Die Schwimm-Intensivkurse werden gefördert von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie mit freundlicher Unterstützung durch die Berliner Bäder-Betriebe. Die Kurse finden in der Schwimmhalle am Anton-Saefkow-Platz, im Kombibad Märkisches Viertel, in der Schwimmhalle Sewanstr, in der Schwimmhalle Kaulsdorf, im Kombibad Seestr, in der Schwimmhalle Finkensteinallee, in der Schwimmhalle Zingster Str, im Kombibad Gropiusstadt, in der Schwimmhalle Allendeviertel, in der Schwimmhalle Fischerinsel und in der Schwimmhalle Helene-Weigel-Platz statt.

]]>
news-2106 Wed, 28 Sep 2022 09:47:49 +0200 Workshop „Energiesparen im Sport" am 12. Oktober aktuelles/news/details/workshop-energiesparen-im-sport-am-12-oktober/ Aktionsbündnis „Berlin spart Energie“ und Landessportbund laden ein. Jetzt anmelden! ]]> Dem Berliner Sport steht ein harter Winter bevor: Die Energiekrise führt zu extrem hohen Preisen für Heizung und Warmwasser und stellt Sportvereine vor existenzielle Herausforderungen. Damit der Gashahn für Sportstätten nicht vollends zugedreht wird, müssen Vereine und Verbände jetzt handeln. Dabei reicht die Palette von einfachen Energiesparmaßnahmen Einzelner bis zur Umstellung der Liegenschaften auf regenerative Energieträger.

In diesem Jahr wird das Bündnis „Berlin spart Energie“ bei seiner Aktionswoche daher mit dem Landessportbund einen Beratungsworkshop zum Thema „Energiesparen im Sport“ durchführen. Dabei wird anhand von Beispielen aufgezeigt, welche Maßnahmen der Sport bereits ergriffen hat und was noch zu tun ist, um in den kommenden Monaten Sportangebote zu ermöglichen.

Begleitet wird der Workshop auch von einem Energieberater, der Tipps und Tricks für die Krise liefert.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Die Möglichkeit zur Anmeldung und weitere Infos zur Veranstaltung gibt es hier

]]>
news-2104 Tue, 27 Sep 2022 14:08:58 +0200 Studie zu sexuellem Kindesmissbrauch im Sport veröffentlicht aktuelles/news/details/studie-zu-sexuellem-kindesmissbrauch-im-sport-veroeffentlicht/ Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs hat große Zahl von Berichten Betroffener und Zeitzeugen auswerten lassen. ]]> Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs hat erstmals eine große Anzahl von Berichten Betroffener und Zeitzeugen zu sexualisierter Gewalt im Sport detailliert auswerten lassen. Etwa ein Fünftel der Personen berichtete über sexuellen Kindesmissbrauch im Rahmen des Sports in der DDR. Berlin, 27.09.2022

Die heute veröffentlichte Studie der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs bestätigt, dass sexueller Kindesmissbrauch in verschiedenen Sportarten und insbesondere im organisierten Vereinssport vorkommt. Die Betroffenen erlebten den Missbrauch überwiegend im Leistungssport und wettkampforientierten Breitensport, seltener im Freizeitsport und Schulsport. Grundlage der Studie sind 72 Berichte von Betroffenen sowie Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Damit wurde in Deutschland erstmals eine so große Anzahl Berichte zu sexuellem Kindesmissbrauch im Sport wissenschaftlich ausgewertet. Die Studie beinhaltet zusätzlich drei persönliche Geschichten betroffener Menschen.

Die Auswertungen zeigen, dass zwei Drittel der Betroffenen sexualisierter Gewalt nicht nur einmal, sondern regelmäßig und zum Teil über einen langen Zeitraum ausgesetzt waren. In den meisten Fällen handelte es sich um (schwere) sexualisierte Gewalt mit Körperkontakt. Die Tatpersonen stammen vorwiegend aus dem direkten oder nahen Umfeld und sind männliche Trainer, Betreuer oder Lehrer. Zudem befanden die Tatpersonen sich meist in machtvollen Positionen.

Die vollständige Presseinformation steht hier. 

]]>