Landessportbund Berlin News https://lsb-berlin.net Alle Neuigkeiten des Landessportbundes Berlin en_GB Landessportbund Berlin Fri, 21 Feb 2020 19:01:57 +0100 Fri, 21 Feb 2020 19:01:57 +0100 TYPO3 news-1336 Wed, 19 Feb 2020 16:14:43 +0100 Höchster Kinderschutzbeauftragter Gast beim Landessportbund Berlin aktuelles/news/details/hoechster-kinderschutzbeauftragter-gast-beim-landessportbund-berlin/ Austausch über Prävention und Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im Sport Kinderschutzbeauftragter beim LSB Berlin ]]>  Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig (links im Bild), hat sich mit Vertretern des Landessportbunds Berlin (im Bild Kinderschutzbeauftragte Meral Molkenthin und Direktor Friedhard Teuffel) im Manfred von Richthofen-Haus zu einem Austausch über die Prävention und Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im Sport getroffen. Es ging vor allem darum, die präventiven Maßnahmen des organisierten Sports zu verfeinern und Unterstützungsmaßnahmen bekannter zu machen. Deutlich wurde dabei auch, dass Vereine und Verbände noch mehr und teilweise sehr spezifische Hilfe brauchen, um zum einen besser vorbereitet zu sein und zum anderen in einem Krisenfall angemessen reagieren zu können.

Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs ist organisatorisch beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) angesiedelt. Er ist oberste Anlaufstelle der Bundesregierung für die Anliegen von Betroffenen und deren Angehörigen, für Expertinnen und Experten aus Praxis und Wissenschaft sowie für alle Menschen in Politik und Gesellschaft, die sich gegen sexuelle Gewalt engagieren.

Text und Foto: Oliver Weiß

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news-1328 Wed, 12 Feb 2020 12:40:32 +0100 Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele aktuelles/news/details/bewerbung-um-olympische-und-paralympische-spiele/ LSB-Präsident Thomas Härtel: „2032 ist zu knapp, 2036 bleibt fest im Blick“ Thomas Härtel zu Olympischen Spielen in Berlin ]]> Zu einer möglichen deutschen Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele sagt Thomas Härtel, Präsident des Landessportbunds Berlin:

„Berlin kann auf jeden Fall Olympische und Paralympische Spiele ausrichten. Unsere Stadt ist Deutschlands Sportmetropole Nummer eins mit ausgezeichneten Sportstätten, herausragender Erfahrung in der Durchführung von internationalen Sport-Großveranstaltungen und vor allem einer sportbegeisterten Bevölkerung.

Der Landessportbund Berlin hat sich in den vergangenen Monaten intensiv mit dem DOSB über eine mögliche Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele ausgetauscht. Dabei ist klar geworden, dass das neue Verfahren des IOC eine deutlich frühere Vergabe der Spiele vorsieht und sogar schon 2022 möglich macht. Das ist für Berlin zu knapp. Denn eine Bewerbung kann nur erfolgreich sein, wenn sie aus der Gesellschaft kommt und von ihr getragen wird. Das bedarf einer guten und nachhaltigen Vorbereitung. 

Gleichzeitig ändert das nichts an unserer Überzeugung, dass Olympische und Paralympische Spiele eine großartige Chance wären, um Berlin und den Sport weiterzuentwickeln. Das Datum 2036 bringt dabei spannende Diskussionen mit sich und könnte zeigen, wie sich Deutschland seit den missbrauchten Spielen durch das Nazi-Regime verändert hat. In den nächsten Jahren kommen weitere sportliche Großereignisse nach Berlin, auf die wir uns schon freuen, unter anderem die Special Olympics World Games 2023 und die Fußball-EM 2024. Solche Veranstaltungen passen bestens nach Berlin, zeigen die Weltoffenheit der Stadt und leisten einen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt."

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news-1323 Wed, 05 Feb 2020 14:21:27 +0100 LSB-Präsident empfing Gäste aus Tokio aktuelles/news/details/lsb-praesident-empfing-gaeste-aus-tokio/ Thomas Härtel sprach mit Vertretern der Stadtverwaltung über Parasport und Inklusion in Berlin Gäste aus Tokio beim LSB ]]> Der Direktor und weitere Vertreter der Abteilung Parasports in der Stadtverwaltung von Tokio weilten in Vorbereitung der Olympischen und Paralympische Spiele 2020 zu einem Informationsaustausch in Berlin. LSB-Präsident Thomas Härtel berichtete, wie der LSB Vereinsangebote für Menschen mit und ohne Behinderung fördert.

Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Arbeit des Landesausschusses Inklusion und des Netzwerks Sport & Inklusion, indem die Inklusions- und Behindertenbeauftragten der Vereine und Verbände zusammenarbeiten und Angebote für verschiedene Sportarten entwickeln. Thomas Härtel informierte darüber, dass der LSB Sportveranstaltungen, wie das Familiensportfest, zukünftige Finals, Turnfeste und Sportabzeichentage, besonders für Menschen mit Behinderung zugänglich und attraktiver machen will.

Er nannte außerdem die gezielte Aus- und Weiterbildung von Übungsleitern und Übungsleiterinnen für inklusiven Sport als einen Punkt in der Arbeit des LSB, damit sich der Sport für alle – mit und ohne Behinderung – weiterentwickeln kann.

Um die Rahmenbedingungen für inklusiven Sport stetig zu verbessern, so Härtel, arbeite der LSB in mehreren Gremien eng mit der Landesregierung und auf Bundesebene mit dem DOSB zusammen.

An dem Gespräch nahm auch Tim Fiedler teil. Er ist beim LSB Berlin für den Deutsch-Japanischen Sportjugend-Simultanaustausch verantwortlich. 

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news-1316 Tue, 21 Jan 2020 15:42:50 +0100 Berliner Verein holt ersten Platz bei Sternen des Sports aktuelles/news/details/berliner-verein-holt-ersten-platz-bei-sternen-des-sports/ Thomas Härtel: „Pfeffersport ist ein bundesweites Vorbild“ Pfeffersport e.V. holte den „Großen Stern des Sports“ ]]> Der Berliner Verein Pfeffersport e. V. erhielt in Berlin aus den Händen von Bundeskanzlerin Angela Merkel den Goldenen Stern des Sports. Mit seinem Programm „Mission Inklusion“ bildet der Verein die gesellschaftliche Vielfalt der Stadt ab. 

LSB-Präsident Thomas Härtel sagt: „Wir freuen uns sehr mit und für Pfeffersport und gratulieren ganz herzlich! Unter den 90.000 Vereinen auf Platz eins zu landen, ist absolut herausragend und macht uns in Berlin richtig stolz. Diese Auszeichnung ist mehr als verdient. Seit vielen Jahren engagiert sich der Verein großartig für die Inklusion im Sport und in der Stadt. Inklusion ist der rote Faden. Pfeffersport ist auch ein tolles Vorbild für andere Vereine in Berlin und bundesweit. Die Arbeit von Pfeffersport zeichnet auch die wunderbare Vielfalt aus, der Verein geht in die Kieze und wirkt dort belebend, bewegend und vor allem verbindend.“ 

Pfeffersport e. V. engagiert sich seit vielen Jahren für Inklusion im und durch Sport. Damit leistet der Verein einen Beitrag zu einer vielfältigen und starken Gesellschaft. „Wir wollen die Vielfalt der Stadt abbilden“, sagt Stefan Seidel, Geschäftsführer von Pfeffersport e. V. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf jenen, die ansonsten oft ausgegrenzt sind und weniger Zugang zu sportlichen Aktivitäten haben: neben Menschen mit Behinderung auch solche mit Migrationshintergrund, Geflüchtete und sozial Schwächere. „Wir schließen diese Menschen nicht nur nicht aus, sondern sprechen sie sogar gezielt an“, erklärt Seidels Kollege Jörg Zwirn. Der Spaß an der Bewegung steht dabei im Vordergrund. Was nicht heißt, dass nicht auch guter Sport geboten wird: Aus der Basketballabteilung haben es einige ehemalige Pfeffersportler sogar bis in die Nationalmannschaft geschafft. 

Berliner Finalisten der vergangenen Jahre: 

2013: Platz 2: FV Blau-Weiss Spandau für „Fußball und mehr”
2011: Platz 3: SV Rot-Weiss Viktoria Mitte 08 für „Sprachentwicklung durch Sport”
2010: Platz 3: Karower Dachse für „Karow aktiv”
2009: TSV Wittenau Platz 2: für „Die Fitmacher aus dem Märkischen Viertel für die Generation 50 plus"
2006: Weddinger Wiesel Platz 1: für „Integration/Kinder und Jugend" 

Der DOSB und die Volksbanken Raiffeisenbanken würdigen mit dem Wettbewerb „Sterne des Sports“ seit 2004 außergewöhnliche Aktivitäten oder Angebote von Sportvereinen und deren besonderes Engagement. Projekte aus Bereichen wie Bildung und Qualifikation, Ehrenamtsförderung, Gesundheit und Prävention, Gleichstellung, Integration und Inklusion oder Klima-, Natur- oder Umweltschutz werden alljährlich ausgezeichnet. 

Über Pfeffersport e. V. 

Inklusion spielt bei Pfeffersport e.V. im Sport, in der Organisation und Vereinskultur eine zentrale Rolle. Im 30. Jahr seines Bestehens engagieren sich mehr als 160 Übungsleiter/-innen und 35 Mitarbeiter/-innen mit über 50 verschiedenen Sport- und Bewegungsarten an etwa 50 Sportstandorten in Berlin für die knapp 5.000 Mitglieder. Verschiedene inklusive Veranstaltungen und Projekte begeistern jährlich tausende Menschen für Inklusion. Mit dem von der Aktion Mensch geförderten Projekt „Mission Inklusion“ bietet Pfeffersport mit dem Behindertensportverband Berlin eine bundesweite Qualifizierungsoffensive für Sportvereine, -verbände, Bildungsträger und Institutionen. Durch seine Arbeit trägt der Verein einen wichtigen Beitrag dazu bei, dass sich im Sport alle Menschen vorurteils- und barrierefrei begegnen. In diesem Jahr feiert der Verein seinen runden Geburtstag am 05. und 06. Juni mit einer großen Sportshow am PfefferbergTheater.

Der diesjährige Bundessieger der „Sterne des Sports“ ist auch Stützpunktverein des Programms „Integration durch Sport“. Mit seinen offenen, sportartenübergreifenden Bewegungs- und Spielangeboten, in dem alle mit ihren Interessen, Fähigkeiten, Möglichkeiten und Wünschen Raum finden können, wird er dort gefördert.

 

Text: Oliver Weiß
Foto: Sebastian Wells

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news-1313 Mon, 20 Jan 2020 16:18:13 +0100 Nachwuchssportler geehrt aktuelles/news/details/nachwuchssportler-geehrt/ 17-jährige Kanutin Lena Röhlings ist Berlins Nachwuchssportlerin des Jahres Berlins Nachwuchssportlerin des Jahres 2019: Lena Röhlings – mit Dr. Johannes Evers (links), Vorstandsvorsitzender der Berliner Sparkasse, und Thomas Härtel (rechts), Präsident des Landessportbundes Berlin. ]]> Sie träumt von Olympia 2024, entspannt, wenn sie morgens um kurz nach sieben dem Sonnenaufgang entgegenpaddelt – und gehört zu den größten Talenten im deutschen Kanurennsport: Lena Röhlings ist Berlins Nachwuchssportlerin des Jahres 2019!

Die 17-jährige Kanutin vom Sportclub Berlin-Grünau gewinnt den wichtigsten Nachwuchspreis des Berliner Sports vor der Modernen Fünfkämpferin Annika Schneider (18 Jahre, Wasserfreunde Spandau 04) und Ringerin Olivia Andrich (16, SV Luftfahrt Ringen). Das Trio wurde im Wintergarten Varieté Berlin für ihre großartigen Leistungen geehrt. Ebenfalls ausgezeichnet wurden die Berliner Eliteschüler des Sports 2019 und die Gewinner des Berliner Schulsportpreises.

Die Wahl und Auszeichnung der Talente des Berliner Spitzensports werden vom Landessportbund Berlin, Olympiastützpunkt Berlin, der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und der Senatsverwaltung für Inneres und Sport initiiert. 

LSB-Präsident Thomas Härtel: „Im Jahr der Olympischen und Paralympischen Spiele in Tokio wollen wir besonders hervorheben, wie wichtig Nachwuchsarbeit ist: Nur wenn wir heute Talente fördern, werden wir auch künftig Medaillenerfolge feiern können. Zugleich zeigen wir, wo Grundlagen für leistungssportliche Spitzenleistungen geschaffen werden: in den Eliteschulen des Sports, die Training, Wettkampf und Ausbildung zugleich ermöglichen, und in den Vereinen und Verbänden, die sich aktiv um den Nachwuchs kümmern. Wir danken den Sponsoren, die uns dabei unterstützen.“                                                                                                         

Lena Röhlings besucht mit der Flatow-Oberschule eine der drei Berliner Eliteschulen des Sports und feiert im olympischen Kanurennsport und im Kanu-Marathon große Erfolge. Ihr größter Triumph 2019: Bronze im K1 über 1.000 Meter bei der Junioren-WM (U21) im rumänischen Pitesti.
Fünfkämpferin Annika Schneider von der Sportschule im Olympiapark feierte den WM-Titel im U19-Laser-Run in Budapest.
Und die drittplatzierte Nachwuchs-Ringerin Olivia Andrich (Wilhelm-von-Humboldt-Gemeinschaftsschule) erkämpfte sich bei den Europäischen Jugendspielen in Baku den dritten Platz.

 

Maya Tobehn, Esther Fernandez Donda und Moritz Adam „Eliteschüler des Sports“ 

In Feierlaune waren auch drei weitere Talente der Berliner Eliteschulen des Sports. Sie wurden in der Kategorie „Eliteschüler des Sports“ geehrt. Bei diesem Preis, der von der Berliner Sparkasse gefördert wird, werden neben sportlichen auch schulische Leistungen berücksichtigt. Für das Schul- und Leistungssportzentrum Berlin (SLZB) wurde Schwimmerin Maya Tobehn, für die Sportschule im Olympiapark die Moderne Fünfkämpferin Esther Fernandez Donda und für die Flatow-Oberschule Kanu-Talent Moritz Adam ausgezeichnet.

 

Berliner Schulsportpreis für Grünen Campus Malchow

Zum fünften Mal verliehen wurde an diesem feierlichen Abend auch der Berliner Schulsportpreis. Die Auszeichnung geht in diesem Jahr in den Bezirk Lichtenberg – an den Grünen Campus Malchow. Die Gemeinschaftsschule mit einem eigenen Bauernhof engagiert sich in zahlreichen Sportarten, entwickelt immer wieder neue Ideen und Konzepte und feierte 2019 mit ihren Schülerinnen und Schülern zahlreiche Erfolge.

 

Weitere Informationen gibt es hier

 

Text: TOP Sportmarketing Berlin
Foto: Eberhard Thonfeld/Camera4

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news-1312 Mon, 20 Jan 2020 10:28:50 +0100 "Warum kein Hertha-Stadion auf dem Maifeld?" aktuelles/news/details/warum-kein-hertha-stadion-auf-dem-maifeld/ Thomas Härtel und Friedhard Teuffel im großen Morgenpost-Interview. Härtel und Teuffel im Morgenpost-Interview ]]> Die LSB-Spitze Thomas Härtel und Friedhard Teuffel will Olympische Spiele in Berlin. Und ist für ein Hertha-Stadion auf dem Maifeld.

Hier gibt es das gesamte Interview der Berliner Morgenpost zum Nachlesen.

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news-1310 Mon, 23 Dec 2019 15:19:42 +0100 Interview mit der Meral Molkenthin aktuelles/news/details/interview-mit-der-meral-molkenthin/ Meral Molkenthin ist seit 2015 als Kinderschutzbeauftragte des Landesspoportbunds Berlin tätig. Seit August 2019 ist ihre Stelle abteilungsübergreifend in der Direktion angesiedelt. Hier beschreibt sie ihren Arbeitsalltag, Wege im Umgang mit sexualisierter Gewalt und ihre Möglichkeiten, Betroffenen zu helfen. Dabei bewegt sie sich stets auf einem schmalen Grat zwischen professioneller Hilfe und Datenschutz. Logo Kinderschutz im Sport ]]> Frau Molkenthin, worum geht es, wenn sich Betroffene bei Ihnen melden?

Wir als Landessportbund Berlin haben uns dem Kinderschutz verpflichtet und wir nehmen jede Anfrage sehr ernst. Überwiegend werden mir Situationen geschildert, in denen ich um eine fachliche Einschätzung beziehungsweise Stellungnahme gebeten werde. In deutlich selteneren Fällen geht es darum, ob einem Menschen unter Verdacht eine Lizenz entzogen werden kann oder dass dieser nicht mehr am Trainings- und Wettkampfbetrieb teilnehmen soll.

Wer meldet sich bei Ihnen?

Bei uns melden sich Eltern betroffener Kinder oder Jugendlicher, Verantwortliche aus Vereinen oder Verbänden, Sportler/-innen, das Jugendamt, die Fachberatungsstellen, das LKA etc.

Der Landessportbund muss differenzieren zwischen externen und internen Meldungen. Meldungen, die den Verein oder Verband betreffen, sind externe, das bedeutet, dass wir lediglich Empfehlungen für die weitere Vorgehensweise aussprechen können. Was viele nicht wissen: Verbände und besonders Vereine agieren autonom. Sie entscheiden, welche/-n Trainer/-in sie einstellen, welche Schwerpunkte sie in ihrer Ausrichtung setzen oder wie sie bei einer Kinderschutzmeldung weiter vorgehen. Nur der Verein kann die/den Trainer/-in von ihrer/seiner Tätigkeit entbinden, Hausverbote aussprechen oder als Mitglied ausschließen, beispielsweise wegen vereinsschädigendem Verhalten. Die gute Nachricht ist, dass die meisten Vereine unsere Empfehlungen über das weitere Vorgehen umsetzen.

Frau Molkenthin, was können wir uns unter einer Kinderschutz-Meldung bei Ihnen vorstellen?

So hart das für den einen oder anderen klingen mag: Der Sport ist ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Was draußen tagtäglich passiert, macht hin und wieder auch vor dem Sport nicht Halt. Denn die Täter stammen meist aus dem unmittelbaren sozialen Umfeld. Häufig betrifft es die eigene Familie, den Bekanntenkreis, aber auch den Sportverein. Mir wird berichtet von schreienden Trainern, alkoholisierten Eltern, erpressten Nacktfotos aber auch von schweren sexuellen Übergriffen. 

Wie gehen Sie bei einer Meldung vor? 

Wir haben den Schutz der Kinder und Jugendlichen in unserer Verantwortung. Unsere Devise lautet: Im Zweifel für den Kinderschutz! Es ist wichtig zu sagen, dass wir wertschätzend und betroffenengerecht, wenn gewünscht auch anonym beraten. Wir arbeiten eng mit den Fachberatungsstellen zusammen. Besonders in Fällen von sexualisierter Gewalt raten wir, mit diesen Stellen in Kontakt zu treten.

Beim Landesssportbund Berlin greift bei der Meldung eines Kinderschutzfalls eine allgemeine Verfahrensweise. Das bedeutet, ich beginne damit, die passenden Ansprechpersonen zu kontaktieren. Mein Gegenüber ist idealerweise der/die Kinderschutzbeauftragte/-r des Verbands oder Vereins. Wenn dies nicht der Fall ist, frage ich nach einer/einem Ansprechpartner/-in – häufig ist das der Vorstand oder der/die Präsident/-in. Wir besprechen den Fall und die weitere Vorgehensweise und bleiben im Kontakt. Es ist die Verantwortung und Aufgabe der/des Betrauten, aufgrund dieser Informationslage zu handeln. Das ist nicht immer einfach, besonders, wenn kein Kinderschutz-Konzept, kein Notfall- oder Ablaufplan in den Vereinen vorhanden ist. So oder so stehen wir in der Beratung an der Seite des Vereins/Verbands, um ihn bestmöglich zu unterstützen. Hierbei kommt zugute, dass wir uns mit dem Thema Kinderschutz schon lange auseinandersetzen und unsere Kontakte zu Fachberatungsstellen aber auch Schulungen anbieten.

Mit Meldung eines Falls stehe ich zudem im engen Kontakt mit der Vertrauensperson und informiere sie über die nächsten Schritte. Manchmal ist es notwendig, eine Stellungnahme des Verbands oder Vereins zu erfragen. Es kann aber auch vorkommen, dass wir Informationen über polizeiliche Ermittlungen erhalten. Zeitgleich habe ich einen fachlichen Austausch nach dem Vier-Augen-Prinzip und informiere die entsprechend Beteiligten über weitere Maßnahmen. 

Was kann der LSB tun und was kann er nicht?

Der Landessportbund ist der Verband der Verbände. Er kann vieles tun und initiieren, aber leider nicht alles. In ihm sind die Fachverbände organisiert, nicht die Sportvereine. So geht es also zuerst einmal um die Frage, ob der Mensch unter Verdacht haupt- oder ehrenamtlich beim LSB beschäftigt ist. Trifft dies zu, kann ihn der LSB bei laufenden Ermittlungen suspendieren und bei erhärtetem Verdacht auch eine Kündigung aussprechen. 

Aber auch wenn der Mensch unter Verdacht nicht direkt bei uns angestellt ist, können wir eine über uns ausgestellte Lizenz entziehen. So sieht es unsere Ausbildungsordnung zum Lizenzerwerb und -verlängerung vor. Allerdings gibt es auch Lizenzen der Fachverbände, die nur durch die Fachverbände entzogen werden können. Der Landessportbund könnte ggf. auch seine Zuwendung z. B. im Bereich der Förderung von Übungsleiter/-innen ruhen, sperren oder aufheben lassen.

Im Fall einer Verbands- oder Vereinsmeldung kann der LSB mit seiner Vereinsberatung, mit seiner Justiziarin als auch mit der Kinderschutzbeauftragten fachliche Unterstützung für die Berliner Verbände und Vereine anbieten. Wir bieten viele Schulungen für und zur Ausbildung als Kinderschutzbeauftragte/-r an. Für die Kinderschutzbeauftragte kommt es vor allem darauf an, strukturiert und professionell vorzugehen. Zudem möchten wir mit unseren Netzwerktreffen der Kinderschutzbeauftragten auch den Austausch untereinander fördern und so viele Multiplikatoren/-innen in den Vereinen und Verbänden installieren wie möglich. Wir werden in 2020 ein Schutzsiegel für Vereine und Verbände anbieten, das nach Erfüllung von Kriterien vergeben wird. Ziel ist es, den Kinderschutz sichtbar zu machen und den Vereinen die aus unserer Sicht notwendigen Maßnahmen für den Kinderschutz zur Verfügung zu stellen.

Wann ist ein Fall abgeschlossen?

Es gibt Fälle, da findet eine vorbildliche Intervention statt. Es gibt einzelne Fälle, in denen die Verantwortlichen mit dem Umgang überfordert sind und sich zunächst dazu entscheiden, die Beschuldigten weiter tätig sein zu lassen. Sie befürchten, dass es in einer Phase des informellen Austausches auch zu Regress- und Haftungsansprüchen kommen kann. Aus Sicht einer Kinderschutzbeauftragten ist das natürlich keine Alternative. Allerdings setzen wir uns auch in diesem Fall mit dem Verein oder Verband dahingehend auseinander, entsprechende Maßnahmen und Informationen bzw. Hilfestellungen einzuholen. Entscheidend ist letztlich die Haltung des Vereins oder Verbands und ein transparenter Umgang in der Aufarbeitung eines Falles und der Maßnahmen, zur Vermeidung von Wiederholungsfällen. Abgeschlossen ist ein Fall z.B. dann, wenn der Mensch sich nicht mehr im Umfeld des Vereins aufhält und die Aufarbeitung erfolgt ist. Allerdings beginnt oftmals für die Organisation hier jedoch erst die Aufgabe, sich präventiv gut aufzustellen und sie benötigt hierzu unsere Begleitung.

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news-1309 Thu, 19 Dec 2019 15:29:56 +0100 Michael Müller: „Schiedsrichter verdienen alle Unterstützung“ aktuelles/news/details/michael-mueller-schiedsrichter-verdienen-alle-unterstuetzung/ Empfang für Schiedsrichter, Kampf-, Punkt- und Wertungsrichter im Berliner Rathaus Ehrenamtsempfang im Roten Rathaus ]]> Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, hat heute im Berliner Rathaus Schiedsrichter, Kampf-, Punkt- und Wertungsrichter empfangen und ihnen gemeinsam mit dem Präsidenten des Landessportbunds Berlin, Thomas Härtel, für ihre ehrenamtliche Arbeit gedankt.

Knapp 450 ehrenamtliche Schieds-, Kampf-, Punkt- und Wertungsrichter waren in den Großen Saal gekommen. Einige von ihnen waren im Rahmen der FINALS – Berlin 2019 ehrenamtlich im Einsatz. Zu den Gästen gehörten gerade auch Schiedsrichter aus dem Amateurfußball, die zuletzt unter aggressivem Verhalten von Spielern und Zuschauern zu leiden hatten.

LSB-Präsident Thomas Härtel sagte: „Heute stehen die Menschen im Mittelpunkt, die selbst keiner Mannschaft angehören und auch keine Wettbewerbe gewinnen. Ihrem Geschick ist es zu verdanken, dass sportliches Regelwerk eingehalten wird und Wettkämpfe ordnungsgemäß ablaufen. Dank ihres Engagements werden die Werte des Sports gelebt, ein fairer und gerechter Leistungsvergleich erst möglich. Was ehrenamtliche Schieds-, Kampf- und Punktrichter im Sport leisten, ist großartig und verdient höchste Anerkennung. Sie stehen stellvertretend für alle Ehrenamtlichen des Sports auf dem Siegertreppchen und ihnen gebührt heute unser ganz besonderer Dank.“

Thomas Härtel sagte außerdem: „Wir wünschen uns, dass steuerliche Erleichterungen und Freibeträge im neuen Gesetz zur Förderung des Ehrenamts schnellstmöglich umgesetzt werden."

Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin: „Der Breitensport und seine Vereine können sich in unserer Stadt auf die vielen ehrenamtlich engagierten Helferinnen und Helfer verlassen. Besonders die Spiele in den Mannschaftsportarten der Amateurinnen und Amateure sind auf ehrenamtliche Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter angewiesen. Berlin ist Sportstadt, Sport in unserer Stadt begeistert und erfüllt eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, gerade wenn es um Integration und soziales Gleichgewicht geht. Wer sich als Schieds- oder Kampfrichter ehrenamtlich engagiert, verdient daher alle Unterstützung. Ihre Arbeit stärkt den Zusammenhalt in unserer Stadt, sie ist wichtig, und wir schätzen sie wert.“

Der Landessportbund Berlin ist sich seiner sozialen Verantwortung bewusst und setzt sich seit vielen Jahren für die Stärkung des Ehrenamts ein. Durch die Ernennung Berlins zur Europäischen Freiwilligenhauptstadt 2021 erwartet der LSB zusätzliche positive Impulse für die Zukunft des Ehrenamts im Sport. Der organisierte Sport ist mit über 60.000 Ehrenamtlichen Berlins größte zivilgesellschaftliche Organisation.

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news-1305 Tue, 17 Dec 2019 09:32:14 +0100 Berliner CHAMPIONS 2019 aktuelles/news/details/berliner-champions-2019/ Elena Krawzow, Patrick Hausding, Urs Fischer und der 1. FC Union Die Sportlerinnen des Jahres. ]]> Die Sportmetropole feiert ihre Besten – und der Aufsteiger des Jahres hat bei der CHAMPIONS-GALA 2019 gleich doppelt Grund zum Jubeln. Die Berlinerinnen und Berliner kürten gemeinsam mit den Hauptstadt-Medien die Fußballer des 1. FC Union zur Mannschaft des Jahres und Trainer Urs Fischer zum Trainer des Jahres.

Vor über 2.000 Gästen in der Estrel Convention Hall wurden zudem Para-Schwimmerin Elena Krawzow und Wasserspringer Patrick Hausding als Sportlerin und Sportler des Jahres 2019 mit den goldenen CHAMPIONS-Bären ausgezeichnet. Die glamouröse Gala im Estrel stand unter dem Motto „Olympia Tokio 2020“. Der beliebte Publikumspreis der Hauptstadt-Medien wird seit 1979 verliehen.

Zu feiern gab es auch 2019 jede Menge: Berlins Athletinnen und Athleten räumten allein in den ersten elf Monaten des Jahres über 50 Medaillen (20 x Gold, 18 x Silber, 14 Bronze) bei Welt- und Europameisterschaften ab. Zudem triumphierten zahlreiche weitere Sportler und Top-Teams aus der Hauptstadt bei Wettbewerben rund um den Globus und in ihren nationalen Meisterschaften.

Weltrekord, Weltmeisterin, CHAMPION 2019 – was für ein Jahr für Elena Krawzow! Die 25-jährige Para-Schwimmerin verbesserte in diesem Jahr bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften den Weltrekord über 100 Meter, und bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in London gewann Elena Krawzow auf ihrer Paradestrecke den WM-Titel. Die schnelle Berlinerin siegte über 100 Meter Brust in 1:13,62 Minuten und triumphierte dabei mit der schnellsten je bei Titelkämpfen geschwommenen Zeit. „Sportlerin des Jahres! Wahnsinn“, jubelte Elena Krawzow. „Besonders toll ist es, dass wir Para-Sportler nicht in einer Extra-Kategorie gewählt werden. Wir sind nicht Behinderten-Sportler, wir sind Sportler mit Behinderung.“ Bei der Ausnahme-Athletin war in ihrem siebten Lebensjahr die Erberkrankung Morbus Stargardt ausgebrochen, die die Sehfähigkeit stark einschränkt und langfristig zur Erblindung führt.

Auf den zweiten Platz der CHAMPIONS-Wahl sprintet Berlins schnellste Frau: Lisa Marie Kwayie. Die Deutsche Hallenmeisterin (60 m) zog ins WM-Halbfinale über 200 Meter ein und sicherte sich mit der deutschen Sprintstaffel die Bronze-Medaille bei den World Relays.

Platz drei geht an BMX-Freestylerin Lara Lessmann, die Silber bei der Europameisterschaft gewann. ?

Hausding feiert dritten CHAMPIONS-Titel: „Das gibt mir richtig Rückenwind fürs Olympia-Jahr 2020!“ Alle guten Dinge sind drei. Nach seinen Siegen 2010 und 2017 ist Patrick Hausding zum dritten Mal Berlins Sportler des Jahres. 2019 triumphierte der Weltklasse-Wasserspringer bei der EM in Kiew gleich zweimal. Er siegte vom 1-m-Brett und im Team. Der Sprung in die Geschichtsbücher war dem gebürtigen Lichtenberger zuvor längst gelungen. Zwei Olympia-, vier WM- und sensationelle 33 EM-Medaillen hat der Rekord-Europameister schon gesammelt. 2016 in Rio sicherte sich „Mr. Wasserspringen“ als erster deutscher Wasserspringer nach 104 Jahren mit Bronze eine olympische Einzelmedaille vom 3-m-Brett. Sein nächstes Ziel: Tokio 2020. Olympia-Gold fehlt noch in seiner großartigen Medaillen-Sammlung. „Ich freue mich riesig, dass mich die Berlinerinnen und Berliner und die Sportjournalisten zum dritten Mal zum Sportler des Jahres gewählt haben“, sagte Patrick Hausding. „In Berlin ist die Konkurrenz verdammt groß. Dass ich da als Wasserspringer wieder ganz vorn mit dabei bin, macht mich sehr stolz. Die Auszeichnung gibt mir richtig Rückenwind fürs Olympia-Jahr 2020.“

CHAMPIONS-Platz zwei hinter dem 30-jährigen Hausding geht an den zehn Jahre jüngeren Kanuten Jacob Schopf, der im Zweier-Kajak Weltmeister wurde.

Den dritten Platz sichert sich Para-Leichtathlet Ali Lacin, der bei der WM in Dubai die Bronzemedaille im Sprint über 200 Meter gewann.

„Mannschaft des Jahres“ und „Trainer des Jahres“ – 1. FC Union räumt doppelt ab Zum zweiten Mal nach 2001 ist der 1. FC Union Berlin die Mannschaft des Jahres. Damals sicherte sich der Klub den beliebten Preis der Berliner Medien nach dem sensationellen Einzug als Drittligist ins DFB-Pokalfinale (0:2 gegen Schalke 04). Und diesmal führte nach dem ersehnten ersten Aufstieg in die Bundesliga kein Weg am 1. FC Union vorbei. Das Team gewinnt die CHAMPIONS-Wahl mit dem Rekordergebnis von 35,27 Prozent der Stimmen.

Die BR Volleys, die 2019 den siebten Meistertitel in den vergangenen acht Jahren feierten, folgen auf dem zweiten Platz.

CHAMPIONS-Vorjahressieger Alba Berlin sicherte sich Rang drei. Den Basketballern gelang mit dem Einzug ins Eurocup-Finale einer der größten Erfolge ihrer Vereinsgeschichte.

Berlins Trainer des Jahres trainiert die Mannschaft des Jahres: Urs Fischer war im Sommer 2018 nach Köpenick gewechselt und führte Union auf Anhieb erstmals in die Bundesliga.

Die Top 3 der CHAMPIONS-Trainerwahl komplettieren Meister-Coach Cedric Enard von den BR Volleys und Wasserball-Legende Hagen Stamm von den Wasserfreunden Spandau 04. Neben dem seit Jahrzehnten erfolgreichen Männer-Team, das in diesem Jahr in der Liga triumphierte, hoben die Spandauer auch ein Frauen-Team aus der Taufe. Und die Wasserballerinnen, von denen viele bis vor kurzem noch Schwimmerinnen oder Handballerinnen waren, gewannen gleich im Premieren-Jahr den Meistertitel und den Supercup. „Diese Auszeichnung wird einen ganz besonderen Platz bei uns in der Kabine bekommen“

Urs Fischer und der Großteil des Teams konnten die Auszeichnungen nicht persönlich entgegennehmen. Während im Estrel gefeiert wurde, befand sich das Bundesliga-Team im Zug – auf der Rückreise vom Spiel in Paderborn. Mannschaft und Trainer grüßten die Gäste der CHAMPIONS-Gala per Videobotschaft. „Vielen, vielen Dank für die tolle Unterstützung. Es ist eine Riesen-Ehre für uns, Mannschaft des Jahres geworden zu sein. Leider können wir nicht da sein“, sagte Union-Kapitän Christopher Trimmel. „Diese Auszeichnung wird einen ganz besonderen Platz bei uns in der Kabine bekommen.“ Auch Trimmels Trainer freute sich „unheimlich“ über den Goldenen Bären. „Hallo zusammen! Liebe Grüße nach Berlin! Herzlichen Dank für diese tolle Auszeichnung“, sagte Urs Fischer. „Ich allein hätte das nicht schaffen können. Daher auch Dank an meine Leute, an den Klub. Alle haben dazu beigetragen, dass ich diese Trophäe in den Händen halten darf.“

Die große Bühne gehörte an diesem Abend nicht nur den CHAMPIONS 2019. Auf Initiative der Spielbank Berlin wurde Mustapha El Ouartassy mit dem Manfred von Richthofen-Solidaritätspreis ausgezeichnet. Der Marokkaner kam 2017 als Flüchtling über Spanien nach Deutschland und fand beim VfL Fortuna Mahrzahn eine neue sportliche Heimat. Der leidenschaftliche Läufer wurde beim Berlin-Marathon 2019, seinem zweiten Marathon überhaupt, als 26. schnellster Berliner. Zudem ließ sich Mustapha El Ouartassy mit weiteren Flüchtlingen vom Landessportbund Berlin zum Übungsleiter ausbilden. Mittlerweile trainiert er selbst Läufer im Verein. Fortuna-Vorsitzende Doris Nabrowsky: „Mustapha ist für viele Flüchtlingssportler und Migranten ein großes Vorbild geworden.“ Der Manfred von Richthofen-Solidaritätspreis ist mit einer finanziellen Zuwendung in Höhe von 5.000 Euro verbunden.

Für ein unvergessliches Sport-Wochenende in Berlin wurden „Die Finals – Berlin 2019“ geehrt. Am 3. und 4. August 2019 verwandelten zehn zeitgleich ausgetragene Meisterschaften (Bahnradsport, Bogensport, Boxen, Kanu, Leichtathletik, Moderner Fünfkampf, Schwimmen, Trial, Triathlon und Turnen) die Hauptstadt in eine gigantische Sportarena. ARD und ZDF übertrugen fast 20 Stunden live. Den von defendo präsentierten Sonderpreis der Sportmetropole nahmen stellvertretend für alle „Finals-Macher“ Andreas Geisel, Senator für Inneres und Sport, sowie Katrin Günther, Programmbereichsleiterin Service und Sport des rbb, Andrea Halte, ZDF-Redaktionsleiterin „Sport täglich“, entgegen.

Zehn Vereins- und Verbandsvertreter saßen als Dank für ihr Engagement mit ihren Partner/-innen am „Tisch der Ehrenamtlichen”. Der LSB und die Feuersozietät Berlin Brandenburg hatten aus 30 Bewerbungen die Gewinner der Eintrittskarten ermittelt: Thomas Haun (Landesruderverband), Maximilian Totel (TuS Lichterfelde), Ingo Büchner- Fenner (Jugendfußballclub), Heike Stich (Frauen-Ruder-Club Wannsee), Lucie Schepens (Freibeuter 2010), Martina Müller (SG Handicap), Christian Kebschull (Ringer-Verband), Anna Jenrich (SCC), Ronny Richter (Behindertensport-Verein Köpenick). 

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news-1304 Mon, 16 Dec 2019 12:14:50 +0100 50 Jahre LSB-Sportschule aktuelles/news/details/50-jahre-lsb-sportschule/ Absolventen, Dozenten und viele Gäste feierten das Jubiläum der „Gerhard- Schlegel-Sportschule”, wie die Schule inzwischen heißt. 50 Jahre Sportschule ]]> Die Sportschule des Landessportbunds Berlin gibt es seit 50 Jahren. Absolventen, Dozenten und viele Gäste feierten am 14. Dezember das Jubiläum der „Gerhard- Schlegel-Sportschule”, wie die Schule inzwischen heißt. Der Festakt stand unter dem Motto „Bildung bewegt – gestern, heute, morgen!”

DOSB-Vizepräsidentin Professor Gudrun Doll-Tepper: „Trainer/-innen, die ehrenamtlich arbeiten, können hier die nötigen Kompetenzen erwerben.“

Professor Dr. Detlef Kuhlmann von der Universität Hannover sagte in seinem Festvortrag: „Als ehemaliger Dozent in der Gymnastiklehrer-Ausbildung gratuliere ich der Schule mit dankbarer Erinnerung.“

LSB-Präsident Thomas Härtel überreichte Absolventinnen und Absolventen bei der Festveranstaltung Übungsleiterlizenzen.

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news-1298 Wed, 11 Dec 2019 10:35:26 +0100 Berlin wird 2021 Europäische Freiwilligenhauptstadt aktuelles/news/details/berlin-wird-2021-europaeische-freiwilligenhauptstadt/ Thomas Härtel: Neue Impulse zur Stärkung des Ehrenamts LSB-Ehrenamtsgala 2019 ]]> Der Landessportbund Berlin begrüßt die Ernennung Berlins zur „European Volunteering Capital 2021“ als willkommenen Anlass zur Stärkung des Ehrenamts.

LSB-Präsident Thomas Härtel sagt: „Wir freuen uns über die Auszeichnung zur Europäischen Freiwilligenhauptstadt 2021 und erwarten positive Impulse für die Zukunft des Ehrenamts im Sport. In Zeiten des sozialen und gesellschaftlichen Wandels ist Sport eine tragende Säule. Wir sind uns unserer sozialen Verantwortung bewusst und setzen uns als Landessportbund seit vielen Jahren für die Stärkung des Ehrenamts ein. Sport ist eine Einladung an alle, die Gesellschaft gestalten, indem sie gleichberechtigte Teilhabe ermöglichen und Werte vermitteln.“

Der organisierte Sport ist mit 60.000 Ehrenamtlichen Berlins größte zivilgesellschaftliche Organisation. Übungsleiter, Trainer, Vorstandsmitglieder und alle Ehrenamtlichen im Berliner Sport leisten hier großartige Arbeit: Sie führen und verwalten Sportvereine und –verbände, organisieren den Spielbetrieb und Wettkämpfe, betreuen Kinder und Jugendliche, sie leiten Aktive sportfachlich an und trainieren sie. Dabei beschränkt sich ihr Engagement nicht nur auf den Sport allein. Darüber hinaus binden die Ehrenamtlichen Menschen unterschiedlicher kultureller und ethnischer Herkunft ein, vermitteln Werte wie Teamgeist, Fairplay und Chancengleichheit. Sie geben Menschen mit Handicap ein sportliches Zuhause und gestalten Gesellschaft.

Den Titel „European Volunteering Capital“ hat das Brüsseler European Volunteer Centre (CEV) heute zum achten Mal vergeben. Die Auszeichnung zur „Europäischen Hauptstadt des freiwilligen Engagements“ anerkennt und wertschätzt, was Berlin als Land und Kommune in der Freiwilligenarbeit leistet. Den Titel „European Volunteering Capital“ trugen bislang folgende Städte: 2014 Barcelona (Spanien), 2015 Lissabon (Portugal), 2016 London (Großbritannien), Sligo (Irland), 2018 Aarhus (Dänemark), 2019 Kosice (Slowakei) und im nächsten Jahr 2020 Padua (Italien). Das Netzwerk der Städte entwickelt gemeinsame politische Projekte zur Stärkung der Demokratie und des Zusammenhalts in unserer Gesellschaft. 2021 werden alle Aktivitäten im Bereich des freiwilligen Engagements in Berlin das Logo der „European Volunteering Capital 2021“ tragen.

Der Landessportbund Berlin hat die Bewerbung zur „European Volunteering Capital“ unterstützt. Das Bewerbungsvideo finden Sie hier.

Foto: LSB-Ehrenamtsgala 219

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news-1294 Fri, 29 Nov 2019 20:17:00 +0100 „Sport ist eine Einladung an alle“ aktuelles/news/details/sport-ist-eine-einladung-an-alle/ Leitbild definiert Selbstverständnis. Berliner Modell: LSB-Kommission prüft Stärkung von Vereinen. LSB richtet Good Governance-Gremium ein. Thomas Härtel ]]> Die gut 100 Delegierten der Mitgliedsorganisationen haben auf der Mitgliederversammlung des Landessportbunds ein neues Leitbild verabschiedet.

Der Landessportbund versteht sich darin als politischer Akteur für Sportflächen, Sportförderung und Bürokratieabbau. Für die Vereine will er Dienstleistungs- und Kompetenzzentrum sein. Denn: „Sportvereine sind für uns soziale Heimat, hier entfalten sich Talent, Persönlichkeit und Leistung“, wie es im Leitbild nun heißt. „So gestalten wir Gesellschaft, ermöglichen gleichberechtigte Teilhabe und vermitteln Werte.“

Dieses Selbstverständnis ist der Kern des neuen Leitbilds, dem ein intensiver Austausch zwischen Hauptamtlichen, Ehrenamtlichen, mit Vereinen und Verbänden sowie innerhalb des Präsidiums vorausgegangen war. Angestoßen wurde dieser Prozess im April auf einer Klausurtagung des Präsidiums. In das Leitbild flossen auch Ergebnisse aus Mitarbeiter-, Vereins- und Verbandsbefragungen ein, die parallel zur Entwicklung des Leitbilds stattfanden. 

Thomas Härtel, Präsident des Landessportbunds Berlin: “Wir sind die Stimme des Berliner Sports und bewegen uns mitten in der Gesellschaft. Wir setzen mit dem neuen Leitbild ein wichtiges Zeichen nach außen. Wir klären und stärken damit unsere Rolle in den Bezirken, in der Sportmetropole Berlin und darüber hinaus. Nun geht es darum, aus den Leitsätzen konkrete Handlungsziele abzuleiten. Denn das, was heute auf Papier steht, soll morgen umgesetzt werden.”

Der Landessportbund will verstärkt gesellschaftliche Entwicklungen in den Sport übersetzen. In der Direktion des Landessportbunds wurde bereits eine Stabsstelle für Grundsatzfragen eingerichtet, die sport- und gesellschaftspolitische Debatten verfolgen und daraus zukunftsweisende Konzepte entwickeln soll.

Hier gibt es das Leitbild im Wortlaut.

Die Mitgliederversammlung stimmte einstimmig der Einrichtung einer Kommission für eine Satzungsänderung zur Stärkung von Vereinen im Landessportbund Berlin zu.

Bleibt der Landessportbund Berlin ein Verband der Verbände oder wandelt er sich zukünftig zu einem Verband der Verbände und Vereine? Diese Frage war bereits vor 70 Jahren, zur Gründung des Landessportbunds kontrovers diskutiert worden. Damals einigten sich die Delegierten auf einen Verband der Vereine und erst später wandelte sich der Landessportbund zum heutigen Verband der Verbände. Bereits vor einem Jahr stellten sich Fachverbände, Bezirkssportbünde, große Mehrspartenvereine sowie der Präsident und der Direktor des Landessportbunds die Frage, wie Vereine im Organisationsgefüge des Berliner Sports gestärkt werden können. In der “AG Große Mehrspartenvereine” wurden auch Modelle aus anderen Landessportbünden erörtert.

LSB-Präsident Härtel: “Die heute auf den Weg gebrachte Kommission wird der Frage nachgehen, wie Berliner Vereinen mehr Wertschätzung und Mitsprache eingeräumt werden kann. Ein möglicher Weg könnte sein, Vereinen die direkte Mitgliedschaft im Landessportbund Berlin zu ermöglichen und sie über die Bezirkssportbünde mit mehr Mitbestimmung auszustatten.” Ein ähnliches Modell wird bereits in Niedersachsen praktiziert, wo Vereine mit direkter Mitgliedschaft im Landessportbund ihr Stimmrecht mittelbar über die Kreis- und Stadtsportbünde ausüben.

Der Landessportbund verpflichtet sich zur Einhaltung ethischer Grundsätze und richtet ein neues Kontrollgremium ein. 

Zukünftig wird ein Ausschuss für Recht und Ethik die Einhaltung ethisch-moralischer Fragen und Angelegenheiten der guten Verbandsführung überwachen. Dieser Ausschuss beriet bisher schon das Präsidium u. a. bei der Aufnahme von neuen Mitgliedsorganisationen und sportrechtlichen Fragen aller Art und ist nunmehr auch für Fragen der guten Verbandsführung (Good Governance) zuständig. Der Ausschuss für Recht und Ethik erweitert damit die Zuständigkeit des bisherigen Ausschusses für Rechts- und Satzungsfragen. Er ist unabhängig und frei von Weisungen des Präsidiums.

 

Text: Oliver Weiß
Foto: Jürgen Engler

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news-1293 Fri, 29 Nov 2019 18:07:23 +0100 Neues Leitbild des LSB aktuelles/news/details/neues-leitbild-des-lsb/ Einstimmiger Beschluss bei der Mitgliederversammlung Neues Leitbild einstimmig beschlossen ]]> Die über 100 Delegierten der Mitgliedsorganisationen beschlossen auf der Mitgliederversammlung des Landessportbunds ein neues Leitbild.

Hier ist das LSB-Leitbild abrufbar.

 

Foto: Jürgen Engler

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news-1286 Fri, 22 Nov 2019 14:54:30 +0100 Faire Bälle für Berlins Vereine aktuelles/news/details/faire-baelle-fuer-berlins-vereine/ Ein Test-Turnier stellte die Qualität unter Beweis LSB-Vizepräsident Jendrik Gundlach (M.) hat die Bälle mitgetestet. Er sagt: „Das Thema Fairtrade ist im Sport keine Nische mehr, aber auch noch lange kein Mainstream.” ]]> Der LSB Berlin unterstützt seine Vereine dabei, fair gehandelte Sportartikel zu nutzen. Um noch mehr Vereine dafür zu gewinnen, gab es nun ein „Faires Dankeschön-Turnier“, bei dem Fuß-, Hand- und Volleybälle einem ersten Check unterzogen werden konnten.

Rund 70 Vertreter von 35 Berliner Vereinen waren gekommen. Einer von ihnen war Lukas Kaulbarsch aus der Fußballabteilung vom Pfeffersport e.V.: „Seit ein paar Monaten gibt es bei uns im Verein eine Nachhaltigkeits-AG, denn wir wollen darauf mehr Wert legen. Dann haben wir von der Fördermöglichkeit beim LSB erfahren. Da lag es auf der Hand, sich zu beteiligen. Wir haben Volleybälle, Handbälle und Fußbälle mitgenommen, um sie zu testen.“

Jeder Verein erhielt vom LSB einen Satz Test-Bälle, um sie bis Ende Januar im Training auszuprobieren und danach zu beurteilen. Die gewonnenen Erfahrungswerte dienen dazu, andere Vereine künftig besser beraten zu können. 

Vor Ort gab es außerdem ein kleines Test-Turnier. In Gruppen wurden nach dem Rotationsprinzip alle Bälle ausprobiert. Der Eindruck danach war sehr gut! Lukas Kaulbarsch: „Meiner Meinung nach sind die fairen Bälle genau wie alle anderen – die Qualität entspricht der von Markenbällen. Ich sehe da keinen Unterschied.“

Die Handballer Bettina Strohscheer-Mies und Harald Schneider von der SG Hermsdorf-Waidmannslust waren ebenfalls dabei. Sie planen, künftig mit Fairtrade-Bällen zu spielen: „Wir wollten die Bälle erst einmal sehen, um zu wissen, ob das für uns überhaupt in Frage kommt. Wir sind nun sehr angetan von der Qualität und ich denke, wir werden jetzt welche bestellen.“

Fair gehandelte Sportartikel sind häufig teurer  als konventionell hergestellte. Deshalb unterstützt der LSB zusammen mit dem Senat die Berliner Vereine und Verbände: Für jeden fairen Ball gibt es einen zweiten kostenlos dazu! 

Das überzeugt auch die Handballer der SG Hermsdorf-Waidmannslust: „Das Preis-Leistungsverhältnis ist super. Der Preis ist, gerade durch die Förderung, kein Argument mehr für einen konventionell gehandelten Ball. Wenn ich die Wahl zwischen zwei gleichwertigen Dingen habe, dann fällt die Entscheidung für das fair gehandelte leicht.“

Die Förderung fairer Sportartikel geht auch 2020 und 2021 weiter.
Ansprechpartnerin für mehr Informationen ist Janine Endres, J.Endres@lsb-berlin.de

 

Text: Franziska Staupendahl
Fotos: Jürgen Engler

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news-1281 Fri, 15 Nov 2019 14:35:27 +0100 LSB senkt Nichtschwimmerquote um 25 Prozent aktuelles/news/details/lsb-senkt-nichtschwimmerquote-um-25-prozent/ Schwimm-Intensivkurse in acht Berliner Bezirken Intensiv-Schwimmkurse des LSB Berlin ]]>
  • 116 kostenlose Intensiv-Schwimmkurse für Schulkinder  
  • Deutlich mehr Schwimmabzeichen als 2018 
  • Aktion von LSB, Sportjugend, Schwimm-Verband und sieben Vereinen 
  • Bei den Intensiv-Schwimmkursen, die der Landessportbund Berlin und seine Sportjugend gemeinsam mit dem Berliner-Schwimm-Verband in den Herbstferien 2019 organisierte, haben mehr als 665 Kinder ein Schwimmabzeichen abgelegt. Das entspricht einer Steigerung um 55 Prozent gegenüber 2018 (430). In den acht Bezirken, in denen die Kurse stattfanden, konnte die Zahl der Nichtschwimmer um ein Viertel gesenkt werden.  

    Sensationelle 665 Abzeichen: 270 Seepferdchen, 337 Bronze und 58 Silber. So lautet die Bilanz der Intensiv-Schwimmkurse des Landessportbunds Berlin in den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf, Marzahn-Hellersdorf, Mitte, Neukölln, Pankow, Reinickendorf, Spandau und Steglitz-Zehlendorf. Laut Zahlen der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie konnten in diesen acht Bezirken 2.579 Grundschüler der dritten Klasse am Ende des Schuljahres 2018/2019 nicht schwimmen. Der Landessportbund Berlin hat die Nichtschwimmerquote hier um 25 Prozent gesenkt.  

    Schwimmen lernen gehört zu den Bildungszielen an Grundschulen. Am Ende der dritten Klasse sollen alle Kinder das Schwimmabzeichen in Bronze abgelegt haben, d. h. sie sollen u. a. in maximal 15 Minuten 200 Meter schwimmen können. Zwar ist die Zahl der Nichtschwimmer bei Berliner Grundschülern im Vergleich zum Schuljahr 2017/2018 leicht gesunken. Dennoch konnte jeder sechste Drittklässler am Ende des Schuljahres 2018/2019 nicht schwimmen. Die Quote lag nach Zahlen der Senatsverwaltung in den Bezirken Neukölln (28,5%), Spandau (27,6%) und Mitte (23,5%) am höchsten. Am niedrigsten lag sie in Steglitz-Zehlendorf (9,6%).  

    Jeder der insgesamt 116 kostenlosen Kurse des Landessportbunds in den vergangenen Herbstferien ging über eine Woche, jeden Tag 45 Minuten. Vor allem Kinder mit motorischem Förderbedarf sollten durch das Angebot angesprochen werden. Viele Kurse fanden in sozial benachteiligten Stadtteilen wie z.B. dem Märkischen Viertel statt, in dem die Nichtschwimmerquote bei Kindern besonders hoch ist. Um gute Lernfortschritte zu erzielen, haben pro Kurs maximal 12 Kinder teilgenommen, die von jeweils vier Trainern, die jeweils über eine DOSB-Trainer-C-Lizenz oder eine vergleichbare Qualifikation verfügen, betreut wurden. “Dieser hohe Betreuungsschlüssel und der Umstand, dass die Trainerinnen und Trainer nicht nur vom Beckenrand aus Anweisungen geben, sondern meist selbst mit im Wasser sind, haben zu diesen tollen Ergebnissen beigetragen”, sagte LSB-Direktor Friedhard Teuffel. “Möglich war das nur durch das herausragende Engagement unserer Vereine sowie den Einsatz des Schwimm-Verbands und unserer Sportjugend”, sagte Teuffel weiter.   

    Folgende sieben Vereine haben sich beteiligt: Berliner Turn- und Sportclub e.V., Berliner Wasserratten 1889 e.V., SC Eintracht Berlin e.V., Schwimm-Gemeinschaft Neukölln e.V. Berlin, Sport Club Siemensstadt Berlin e. V., TuS Lichterfelde von 1887 e.V. und die Wasserfreunde Spandau 04 e.V. 

    Hier gibt es ein kurzes Video, in dem über die Kurse bei der SG berichtet wird. 

    Text: Oliver Weiß
    Fotos: Jürgen Engler

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    news-1278 Wed, 13 Nov 2019 12:18:56 +0100 Der LSB sagt Danke! aktuelles/news/details/der-lsb-sagt-danke/ Gewinnspiel für Ehrenamtliche zu Berlins Sportlerwahl „CHAMPIONS 2019“ Ehrenamtstisch bei der Champions-Gala 2018 ]]> Das großartige Engagement von Ehrenamtlichen im Sport sollte so oft es geht gewürdigt werden. Anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamts am 5. Dezember möchten der Landessportbund Berlin und die Feuersozietät Berlin Brandenburg daher zehn Ehrenamtlichen ermöglichen, bei der Berliner Sportlerwahl „Champions 2019“ dabei zu sein.

    Insgesamt werden 10 x 2 Karten für die Gala „Champions 2019“ unter dem Motto „Olympia Tokio 2020“ am 14. Dezember 2019 vergeben. Die Gewinner und ihre Begleitung erwartet ein glanzvoller Abend im Estrel Hotel, der ihnen bestimmt lange in Erinnerung bleiben wird.

    Alle, die sich ehrenamtlich für den Berliner Sport einsetzen, können bis zum 3. Dezember 2019 an dem Gewinnspiel teilnehmen. Füllen Sie einfach das Antwortformular aus und senden Sie es per Email an kontakt@berlin-sport.de.

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    news-1275 Fri, 08 Nov 2019 10:00:35 +0100 Sportvereine stehen für ein Miteinander aktuelles/news/details/sportvereine-stehen-fuer-ein-miteinander/ 30 Jahre Mauerfall aus der Sicht des Sports.  Sportvereine stehen für ein Miteinander ]]> Wenn in diesen Tagen der friedlichen Revolution und des Falls der Berliner Mauer gedacht wird, darf der Sport nicht fehlen. Der organisierte Sport war der Politik mitunter einen Schritt voraus.

    Der Landessportbund Berlin (LSB) nimmt das Jubiläum des Mauerfalls auch zum Anlass, um neben der Rückschau die Rolle des Sports in der Gesellschaft zu verdeutlichen. LSB-Präsident Thomas Härtel sagt: "Heute, 30 Jahre nach Mauerfall und Sporteinheit ist der organisierte Sport die größte zivilgesellschaftliche Organisation der Stadt. Dort, wo damals eine Mauer Menschen gleicher Nationalität und kultureller Herkunft trennte, hilft er heute über Barrieren von Menschen mit anderer kultureller und ethnischer Herkunft hinweg. Indem er Begegnungen schafft, ermöglicht er soziale Teilhabe aller Menschen, mit und ohne Migrationshintergrund." Härtel weiter: "In einer Phase, in der Konflikte besonders laut ausgetragen werden und Verständigung schwierig erscheint, kann der Sport den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Denn in Vereinen ist Austausch über Milieus hinweg möglich."

    Norbert Skowronek, zum Mauerfall Direktor des Landessportbunds erinnert sich genau an das bewegende Ereignis: "Es war absolut euphorisch. Ich war beim Berliner Hockey-Club. Zwei frühere Präsidenten haben gesagt: ‚Wir fahren jetzt mal zur alten Brücke der Einheit. Da kommen so viel Trabis, die begrüßen wir alle mit einem Glas Sekt."

    Was folgte war ein Aufeinanderzugehen. Die Berliner Sportvereine haben sehr schnell Kontakte aufgenommen und Freundschaftsspiele organisiert. Dabei wurden sie vom Landessportbund unterstützt. So fanden regelmäßige Informationsveranstaltungen für ostdeutsche Sportvereine statt. Eine Woche nach Grenzöffnung trat der SC Einheit Pankow beim Hallenfußallturnier der Schüler von Rapide Wedding an. Bis zum 31. Dezember 1989 gab es bereits 200 Sportbegegnungen zwischen Ost- und West-Berlin.

    Der Berliner Sport stand vor großen Herausforderungen und damit verbundenen Umbrüchen und Neubestimmungen: Erhalt der betriebseigenen Sportstätten, Kinder- und Jugendsportschulen, Integration von Trainern und Aktiven in die Olympiastützpunkte, Ausbau des Breiten- und Freizeitsports, Gründung neuer Vereine und nicht zuletzt Weiterbeschäftigung von Ehren- und Hauptamtlichen in einem neuen politischen System. Einen Tag nach dem Fall der Mauer traf sich das Präsidium des Landessportbunds Berlin zu einer Klausurtagung des LSB-Präsidiums. Hauptthema: Grenzöffnung.

    Am 11. November 1989 besuchten 12.000 DDR-Bürger bei freiem Eintritt das Zweitligaspiel Hertha BSC – SG Wattenscheid im Olympiastadion.

    Eine Woche später verständigten sich der Deutsche Sportbund (DSB) und der Deutsche Turn- und Sportbund der DDR (DTSB) in Frankfurt a. M. auf einen "freien und unreglementierten Sportverkehr". Am 22. November 1989 fand das erste Spitzentreffen zwischen dem Landessportbund Berlin und dem Deutschen Turn- und Sportbund der DDR (DTSB) statt. Das Treffen fand zwei Wochen vor der offiziellen Gesprächsaufnahme der Bürgermeister von Ost- und West-Berlin statt.

    Am 15. Juni 1990 wurde der Gesamtberliner Sport offiziell zusammengeführt. „Der Zusammenschluss „war ein einmaliges geschichtliches Erlebnis“, so Norbert Skowronek, „bei dem man mittendrin war, gefordert war, und seinen Beitrag geleistet hat, dass etwas Vernünftiges dabei herausgekommen ist.

    Ein Jahr nach dem Mauerfall, in der Nacht vom 2. auf den 3. Oktober 1990, zogen Jugendliche der Sportjugend Berlin aus beiden Teilen der Stadt vor dem Reichstagsgebäude die Bundesfahne auf. Dieser ‚Staatsakt’ fand Aufnahme in die Geschichtsbücher.?

    Am 30. September 1990 führte der Berlin-Marathon erstmals durch das Brandenburger Tor. 3. Oktober 1990: Fahnenhissung der Sportjugend vor dem Reichstag. Berlin-Marathon führte 1990 zum ersten Mal durch das Brandenburger Tor.

    Am 1. Januar 1991 wurden erstmals die neuen Gesamtmitglieder statistisch erfasst. Zählte der Landessportbund im Jahre 1989 noch 370.000 Mitgliedschaften, stieg die Zahl zwei Jahre später auf gut 450.000.

    Zum Jubiläum hat der Landessportbund ein Video veröffentlicht.

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    news-1269 Tue, 29 Oct 2019 16:17:07 +0100 Gründung am 29. Oktober 1949 aktuelles/news/details/gruendung-am-29-oktober-1949/ Der Landessportbund Berlin wird 70 und wandelt sich weiter Sport in Berlin ]]> Heute vor 70 Jahren schlossen sich Berliner Sportvereine zum „Sportverband Groß-Berlin“ zusammen, der Vorgängerorganisation des heutigen Landessportbunds Berlin. Kontroversen gab es bei der Frage eines „Verbandes der Vereine“ oder eines „Verbandes der Verbände“. Thomas Härtel, Präsident des Landessportbunds Berlin sagt heute: „Wir feiern mit Stolz den 70. Geburtstag des Landessportbunds Berlin und blicken zurück auf eine bewegte Zeit. Die Frage von damals – sind wir ein Verband der Vereine oder ein Verband der Verbände – ist heute so aktuell wie damals. Verbände und Vereine haben den Landessportbund zur heute größten zivilgesellschaftlichen Organisation der Stadt gemacht. Die vielen tausend Ehrenamtlichen, die sich tagtäglich in Vereinen engagieren, bilden das Rückgrat der Stadtgesellschaft. Ihnen gilt unser Dank.“

    Der Landessportbund befindet sich gerade in einem intensiven Wandel hin zu einem Dienstleistungs- und Kompetenzzentrum für den gesamten Berliner Sport, für Verbände und Vereine. Er übernimmt Verantwortung über den Sport hinaus, indem er sich um Themen wie gesellschaftlicher Zusammenhalt, Gesundheit, Integration und Inklusion kümmert. Durch Aus- und Weiterbildung befähigt er Menschen, sich in Vereinen und Verbänden zu engagieren und den immer spezieller werdenden Anforderungen gerecht zu werden. Dieser Wandel ist auch Bestandteil eines neuen Leitbilds, das der LSB gerade mit seinen Mitgliedsorganisationen ausarbeitet.

    Der Berliner Sport hatte am 29. Oktober 1949, vier Jahre nach Kriegsende, seine erste Struktur und Organisationsform gefunden und die Grundlagen für einen demokratischen Aufbau der Selbstverwaltung des Berliner Sports geschaffen. Ziel war es, den von den Alliierten 1945 in den Bezirken eingeführten Kommunalsport durch Vereinssport abzulösen und einen Dachverband zu schaffen. Damals einigten sich die Delegierten auf einen „Verband der Vereine“. Die Vertretung der Sportarten der zukünftigen Fachverbände erfolgte über einen „Erweiterten Vorstand“.

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    news-1268 Mon, 28 Oct 2019 14:25:56 +0100 „Im Zweifel immer für den Kinderschutz“ aktuelles/news/details/im-zweifel-immer-fuer-den-kinderschutz/ Vierte Berlin-Brandenburgische Regionalkonferenz für den Kinderschutz gegen sexualisierte Gewalt im Sport Vierte Berlin-Brandenburgische Regionalkonferenz für den Kinderschutz gegen sexualisierte Gewalt im Sport ]]> „Ich komme aus einem kleinen Ort, habe mit fünf Jahren angefangen, in meiner Sportart zu spielen. Der Verein, der für mich damals das Maß aller Dinge war, und zu dem ich unbedingt wollte, war in etwa 25 Kilometer entfernt. Die große Entfernung, so würde uns damals versichert, wäre kein Problem, weil es viele freiwillige Helfer gab, die eine Art Fahrdienst organisierten. Dieser holte die Mädchen aus einem recht großen Einzugsgebiet ab und brachte sie zum Training oder zu Spielen. Der Fahrdienst brachte die Mädchen nach den Spielen nach Hause. Ich wurde immer als Letzte nach Hause gebracht...“, Auszug aus einem Interview mit einem Mädchen, dass im Rahmen der Forschungsprojekte „VOICE“ geführt wurde, einem EU-Projekt zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im Sport. 

    In der Bildungsstätte der Sportjugend Berlin sitzen am Samstagvormittag über 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Vereinen, um mit Experten auf der vierten „Berlin-Brandenburgischen Regionalkonferenz" den Kinderschutz und Lösungen zur Prävention sexualisierter Gewalt im Sport zu diskutieren. Am Rednerpult steht gerade Dr. Bettina Rulofs von der Sporthochschule Köln, die zum Thema geforscht hatte. Sie stellt die neuesten Forschungsergebnisse aus der VOICES-Studie vor, zitiert Betroffene und will damit den Blick der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Personengruppen weiten, die den Sport bewusst aufsuchen, um mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt zu kommen. Rulofs bezeichnet sexualisierte Gewalt als ein gesamtgesellschaftliches Phänomen, das auch im Sport ein Problem sei. Deshalb müsse es nach wie vor eine breite Bewusstseinsbildung an der Basis geben, in den Sportvereinen: „Wir sollten Vereine darüber informieren, welche spezifischen Bedingungen und Gelegenheiten im Sport dazu führen können, dass sexuelle Gewalt im Sport entsteht.“ Am Ende spricht sie sich für eine systematische Aufarbeitung von Fällen aus, in denen das VOICE-Projekt nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein könne. Die Wissenschaftlerin hält es für sinnvoll und notwendig, persönlich Betroffene in die Präventionsarbeit einzubeziehen, um tiefgehende Einblicke in die Thematik geben zu können.

    Zuvor hatte Kirsten Ulrich, Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung des Landessportbunds Berlin auf das wachsende Interesse am dem Thema hingewiesen. Der Landessportbund biete seit vielen Jahren Fortbildungsveranstaltungen, Netzwerktreffen, Kinderschutzworkshops, Kinderschutzschulungen und habe einen Runden Tisch für Kinder- und Jugendschutz und gegen sexualisierte Gewalt im Sport eingerichtet, an dem sich mittlerweile 28 Fachleute beteiligten. Ihr Ziel sei es, das Thema sexualisierte Gewalt im Erwachsenenbereich anzugehen und mehr in die Mitte der Sportverbände- und Vereine zu bringen. 

    Karl-Heinz Hegenbart, Vizepräsident Breitensport und Sportentwicklung beim Landessportbund Brandenburg, sprach von einer Herausforderung in zweierlei Hinsicht: Zum einen gehe es um den Schutz der Kinder und Jugendlichen und zum anderen um den Schutz des Ehrenamtes, der Trainer und Übungsleiter, die häufig im medialen Fokus stünden.

    Heike Völger, Arbeitsstab des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, fragte, was die eine Gesellschaft tun könne und lieferte auch gleich die Antwort: „Es sind die Schutzkonzepte, die sich Kinder- und Jugendeinrichtungen geben müssen, um die Risiken der sexualisierten Gewalt zu minimieren.“ Dabei gehe es um die Frage, wie es gelingt, betroffenen Kindern einen Zugang zur Hilfe zu ermöglichen, das sei das Hauptanliegen eines Schutzkonzeptes. Das Ziel eines Schutzkonzeptes sei Kompetenzorte zu schaffen. „Wir brauchen erwachsene Menschen, die sensibel Veränderungen bei den Kindern wahrnehmen, die Wege zu den Kindern und Jugendlichen finden und Brücken bilden, die den Kindern die Wege in die Hilfe ermöglichen“, so Völger, und weiter „Wir brauchen die Beziehungsarbeit zwischen den Erwachsenen und den Kindern, dafür ist der Sport, sind Sporttrainer, der Übungsleiter eine wichtige Funktion. Wir müssen sicherstellen, dass wir alles dafür tun, um die Kinder, die in unseren Strukturen organisiert sind, geschützt sind und Zugänge zu Hilfe ermöglichen. Im Zweifel immer für den Kinderschutz. Das Schutzkonzeptes ist dafür eine Antwort.“ 

    Der Landessportbund Berlin und seine Sportjugend haben gemeinsam mit Partnerverbänden und -vereinen vor vielen Jahren den Kinderschutz im Sport voran gebracht:

    • 2009 Veröffentlichung einer von Landessportbund und Ev. Jugendfürsorgewerk verabschiedeten Kinderschutzerklärung – Bis heute: Kinderschutzerklärung von über 200 Vereinen und Verbänden unterschrieben – Kinderschutz als Thema in den Ausbildungen zum/-r Trainer/-in, Übungsleiter/-in und Vereinsmanager/-in des LSB implementiert
    • Jährlich um die 25 Fortbildungen in Vereinen durch die Kinderschutzbeauftragte der SJB – Kinderschutz-Seminare für alle Teilnehmenden in den Freiwilligendiensten im Sport (tätig als Übungsleiter/-innen, Verbandsmitarbeiter/-innen oder in sportorientierten Kindergärten) als auch Teamer/-innen für Jugendreisen verpflichtend.
    • Sport-Verbände implementieren Kinderschutz in den Trainerausbildungen- Präventionskonzepte in Vereinen werden mit Unterstützung des LSB erarbeitet – Leitfaden Kinderschutz 2012 erschienen und an alle Vereine und Verbände verteilt
    • Website Kinderschutz www.kinderschutz-im-sport-berlin.de – Alle zwei Jahre gibt es eine Berlin-Brandenburgische Regionalkonferenz  „Für den Kinderschutz – gegen sexualisierte Gewalt im Sport“ mit rund 150 Teilnehmenden
    • Seit zwei Jahren gibt es jährlich eine Berlin-Brandenburgische Fachkraftfortbildung für alle Fachkräfte aus Sport, Kita und Jugendamt mit rund 40 Teilnehmenden
    • Ab 2020 wird es das Siegel Kinderschutz für Vereine und Verbände als Prädikat für eine Kultur der Aufmerksamkeit geben.

    Text: Oliver Weiß
    Foto: Jürgen Engler

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    news-1264 Thu, 24 Oct 2019 17:02:39 +0200 Versicherung, Steuern, Haushalt aktuelles/news/details/versicherung-steuern-haushalt/ Tagung der Schatzmeisterinnen und Schatzmeister 2019 50 Vereins- und Verbandsvertreter bei der 29. LSB-Schatzmeistertagung im Manfred von Richthofen-Haus ]]> Der Landessportbund Berlin hatte die Schatzmeister/-innen der Fachverbände und Großvereine eingeladen. Bei der Tagung, die einmal im Jahr stattfindet, ging es um folgende Themen:

    Versicherungsleistungen der VBG

    Natalie Kühn informierte über die Versicherungsleistungen der VBG. Sie bestärkte die Vertreter/innen der Verbände und Vereine darin, die Verantwortung für den sicheren Vereinsbetrieb regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen und für einen verantwortungsvollen Versicherungsschutz für Vereinsbeschäftigte, für die im Verein Tätigen und für die Ehrenamtlichen zu sorgen. Den Vortrag finden Sie hier.

    Fragen zum Thema Steuern

    Andreas Frericks, Steuerberater der ECOVIS Grieger Mallison Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, informierte über Neues zum Steuerrecht. Einen Schwerpunkt legte er auf das aktuelle Thema „Steuerbefreiung für Bildungsveranstaltungen”. Mit besonderem Interesse wurde der Schwerpunkt „Verlustabzug beim Übungsleiterfreibetrag” von den Teilnehmenden verfolgt. Er gab Hinweise und Anregungen für die wichtige Arbeit der Vorstände, insbesondere bei den Herausforderungen aus dem Steuerrecht. Den Vortrag finden Sie hier.

    Gruppenversicherungsvertrag des LSB

    Jens Krüger, LSB-Abteilungsleiter Finanzen und Service, informierte über die Leistungen des neuen Gruppenversicherungsvertrags des LSB. Er sensibilisierte die Zuhörer insbesondere darüber, dass die Unfallversicherung nur eine Grundsicherung ist, und verwies noch einmal auf die Leistungen der VBG. Der Vortrag ist hier zu finden.

    Prüfung der ordnungsgemäßen Verwendung der Lottomittel aus Sicht der Prüfer

    Jan Witing, Prüfer bei der PwC Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, referierte über Anforderungen zur ordnungsgemäßen Verwendung der DKLB-Mittel. Er erläuterte die rechtlichen Grundlagen, die Verwendungsrichtlinien und Ausführungsvorschriften und gab einen Einblick in den Prüfungsablauf. 

    Haushalt 2020/Beitragsberechnung/Zuwendungen

    Reinhard von Richthofen, Vizepräsident Finanzen des Landessportbunds Berlin, berichtete über die Systematik der Aufstellung des Haushalts 2020. Er erläuterte, dass der Haushalt 2020 in den Sitzungen des Finanz- und Wirtschaftsausschusses und des LSB-Präsidiums am 16. Oktober 2019 beraten und beschlossen wurde. Er erklärte, dass der Haushalt einnahmeorientiert und ausgeglichen ist, und stellte die Details des Haushalts für das Jahr 2020 vor: Gesamtvolumen 35,932 Mio. Euro, Zuwendungen an Mitgliedsorganisationen um 164.000 Euro erhöht, Förderprogramm für die Beschäftigung von Übungsleiter/-innen um 1,2 Mio. Euro erhöht u.v.m. Den Haushalt 2020 finden Sie hier.

    Reinhard von Richthofen informierte die Teilnehmer/-innen über die Beitragsentwicklung der vergangenen Jahre und die Notwendigkeit der Einrichtung einer Kommission zur Weiterentwicklung der Mitgliedsbeiträge ab 2021. Diese soll der LSB-Mitgliederversammlung am 29.11.2019 durch das LSB-Präsidium vorgeschlagen werden.

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    news-1259 Sat, 19 Oct 2019 16:48:07 +0200 Landessportbünde stärken Nachhaltigkeit im Sport aktuelles/news/details/landessportbuende-staerken-nachhaltigkeit-im-sport/ Berliner Erklärung der Konferenz der Landessportbünde Konferenz der Landessportbünde in Berlin 2019 ]]> In einer gemeinsamen Erklärung haben sich die Landessportbünde am Samstag bei ihrer Konferenz in Berlin zu einer Stärkung der Nachhaltigkeit verpflichtet. Diese Verpflichtung umfasst die soziale, ökologische und ökonomische Dimension der Nachhaltigkeit. Dabei geht es sowohl um den verantwortungsbewussten Umgang mit Natur und Umwelt als Sportraum als auch um Maßnahmen der Abfallvermeidung aber auch um faire Produktions- und Handelsbedingungen. Zudem werden sich die Landessportbünde mit Partnern außerhalb des organisierten Sports intensiver austauschen und vernetzen, um die Effekte nachhaltigen Handelns zu vergrößern.

    Der organisierte Sport stellt sich mit der vom Landessportbund Berlin eingebrachten gemeinsamen Erklärung seiner politischen Verantwortung als größte zivilgesellschaftliche Bewegung in Deutschland.

    “Es gibt schon viele nachhaltige Initiativen im organisierten Sport. Umso wichtiger ist es, dass wir unser Engagement konzentrieren und nach außen tragen”, sagte Elvira Menzer-Haasis, die Vorsitzende der Konferenz der Landessportbünde.

    Die Berliner Erklärung der Konferenz der Landessportbünde zur Nachhaltigkeit im Wortlaut:

    Der organisierte Sport als größte zivilgesellschaftliche Bewegung in Deutschland verfügt über sehr gute Voraussetzungen für Nachhaltigkeit in ihrer sozialen, ökologischen und ökonomischen Dimension. Aufgrund seiner hohen gesellschaftspolitischen Bedeutung und enormen wirtschaftlichen Kraft hat sein Umgang mit Ressourcen immense und messbare Auswirkungen.

    Wir als Landessportbünde bekennen uns zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen.

    Für uns im Sport bedeutet das unter anderem:

    - Grundlagen des Sports sind eine intakte Umwelt, vielfältige Naturräume sowie eine bedarfsorientierte und funktionsfähige Sportinfrastruktur. Umwelt- und Naturschutz spielen deshalb für Sportverbände und -vereine eine besondere Rolle. Der organisierte Sport nimmt Rücksicht auf Natur und Umwelt, denkt Auswirkungen mit und vermeidet wo immer möglich die Verwendung umweltgefährdender Substanzen und Verhaltensweisen. Zu einem nachhaltigen Sportbetrieb gehört auch eine verantwortungsbewusste Mobilität.

    - Wir setzen uns dafür ein, bei Sanierung und Neubau von vereinseigenen und öffentlichen Sportstätten Umweltschutz und umfassende Nachhaltigkeit als verbindliche Standards festzulegen. Öffentliche Sportinfrastrukturmaßnahmen und finanzielle Förderprogramme sind danach auszurichten. Mit eigenen Maßnahmen wie der energetischen Sanierung von vereinseigenen Sportstätten kann der Sport einen Beitrag sowohl zur ökologischen wie auch ökonomischen Nachhaltigkeit leisten

    - Abfallvermeidung ist auch ein Ziel für den Sport. Wo es möglich ist, sollte erst gar kein Müll entstehen. Bei Veranstaltungen des Sports werden wir uns engagiert für Abfallvermeidung einsetzen und naturnahe Sporträume – wie alle anderen Sportstätten auch – so hinterlassen, wie sie aufgefunden wurden.

    - Soziale Nachhaltigkeit kommt für den organisierten Sport vor allem dann zum Tragen, wenn es um Bildung, gesundes Leben, Integration, Inklusion und Geschlechtergerechtigkeit geht. Das schließt eine faire Bezahlung ein. Es bedeutet auch die Herkunft von Sportartikeln in den Blick zu nehmen. Hier eröffnen sich Chancen für die Stärkung fairer Produktions- und Handelsbedingungen und eine nachhaltige Beschaffung.

    - Austausch und Vernetzung mit Partnern außerhalb des organisierten Sports können die eigenen Anstrengungen zur Nachhaltigkeit befördern. Potenzielle Partner sind dabei öffentliche Verwaltungen, gesellschaftliche Organisationen, aber auch kommerzielle Anbieter. Gemeinschaftliche Anstrengungen vergrößern die Effekte nachhaltigen Handelns. Wir begrüßen die Nachhaltigkeitsstrategie und das damit verbundene Maßnahmenpaket des Deutschen Olympischen Sportbunds und entwickeln in eigener Verantwortung Handlungsleitfäden zur umfassenden Nachhaltigkeit im Sport.

    Die Debatte um Kunstrasenplätze hat das Thema Nachhaltigkeit im Sport auch einer breiten Öffentlichkeit ins Bewusstsein gebracht. Ein eigenes Bekenntnis der Landessportbünde zur Nachhaltigkeit im Sport insgesamt setzt ein Zeichen sowohl in Richtung DOSB als auch der eigenen Mitgliedsverbände und -vereine. 

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    news-1258 Fri, 18 Oct 2019 08:08:37 +0200 Neues Hauptstadtbüro von Makkabi Deutschland im Olympiapark aktuelles/news/details/neues-hauptstadtbuero-von-makkabi-deutschland-im-olympiapark/ Landessportbund Berlin freut sich über seinen neuen Nachbarn Neues Hauptstadtbüro von Makkabi Deutschland eröffnet ]]> Makkabi Deutschland hat am Donnerstagabend sein neues Hauptstadtbüro im Olympiapark eröffnet. LSB-Präsident Thomas Härtel sagte: „Wir begrüßen unseren neuen Nachbarn und Partner und freuen uns sehr auf die gemeinsame und enge Zusammenarbeit. In Zeiten des wachsenden Antisemitismus stehen wir erst recht an der Seite der jüdischen Sportbewegung Makkabi und bieten unsere Unterstützung an." Schon bei den European Maccabi Games 2015, der größten jüdischen Sportveranstaltung in Europa, hatte der Landessportbund die Organisation im Olympiapark mit unterstützt. "Dabei sind wertvolle Kontakte entstanden, die wir weiter ausgebaut haben", sagte Thomas Härtel weiter. "Wo bei den Olympischen Spielen 1936 jüdischen Athletinnen und Athleten vom Nazi-Regime die Teilnahme verwehrt wurde, eröffnet Makkabi Deutschland jetzt sein Hauptstadtbüro. Das ist ein sehr schönes Zeichen für die Entwicklung und Vielfalt des Sports." MAKKABI Deutschland ist der einzige jüdische Turn- und Sportverband in Deutschland, und Teil der weltweiten Sportbewegung Maccabi. Mit über 4.000 Mitgliedern und 38 Ortsvereinen in ganz Deutschland bieten die einzelnen Vereine eine Vielzahl von Sport- und Spielarten an. Die Ortsvereine sind für Sportlerinnen und Sportler jeder Konfession und Nationalität geöffnet. Eine der Hauptaufgaben von MAKKABI Deutschland ist die Förderung der jüdisch-deutschen Nationalmannschaft in mehr als 26 Disziplinen. Für die Nationalteams werden die besten Sportler der lokalen Vereine, aber auch jüdische Athleten aus anderen Vereinen, nominiert, welche dann an nationalen und internationalen Sportveranstaltungen teilnehmen. MAKKABI Deutschland ist Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), in der European Maccabi Confederation (EMC) und der Maccabi World Union (MWU).

    Foto: Jessica Brauner

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    news-1255 Fri, 11 Oct 2019 13:43:29 +0200 Europa-Premiere mit 33 Studierenden aktuelles/news/details/europa-premiere-mit-33-studierenden/ Neuer Studiengang „Soziale Arbeit und Sport“ in Berlin gestartet Studenten, Dozenten und Förderer des neuen Studiengangs ]]> Die Kombination von Sozialer Arbeit und Sport war bisher nur ein oft gehegter Wunsch. Die Sport-metropole Berlin geht hier ab sofort neue Wege. Am Freitag (11.10.2019) eröffneten die Deutsche Hochschule für Gesundheit & Sport (DHGS) und der Landessportbund Berlin (LSB) feierlich den bundesweit einmaligen Studiengang „Soziale Arbeit und Sport“, der im aktuellen Wintersemester 2019/20 mit 33 Studierenden seine Premiere erlebt. Die Absolventen/-innen erwerben nach sieben Semestern einen Studienabschluss als Bachelor of Arts (B.A.) und werden auf Antrag bei der Senatsverwaltung als Sozialpädagoge/Sozialpädagogin (B.A.) anerkannt. „Der Studiengang ist europaweit einzigartig“, sagt DHGS-Präsident Prof. Dr. Franz-Michael Binninger.

    Gemeinsam von LSB und DHGS konzipiert und entwickelt, befähigt der Studiengang „Soziale Arbeit und Sport“ im Blended-Learning-Format die Studierenden dazu, mit sozial- und sportpädagogischen Kompetenzen Bewegung und Sport zielgerichtet in allen Handlungsfeldern der sozialen Arbeit anzuwenden, z. B. in der Kinder- und Jugendarbeit, in Kitas und Schulen, in der Familienhilfe und der Gesundheitsförderung. Das Studienprogramm ist zugleich passgerecht dafür, dass Mitarbeiter in den verschiedenartigsten sozialen Projekten des LSB in der Lage sind, den Sport als Bildungsangebot zu gestalten. Der Studiengang beruht u. a. auf den Erfahrungen der beiden Partner im Nachwuchsförderprogramm BERLIN HAT TALENT, das in Kooperation mit dem Berliner Senat und anderen Unterstützern Berliner Drittklässler sportlich fördert und fordert.

    Vor einem Jahr im Beisein von Eishockeylegende Sven Felski und Bob- Olympiasiegerin Mariama Jamanka aus der Taufe gehoben, begrüßten nun Franz-Michael Binninger, Prof. Dr. Jochen Zinner (Direktor des DHGS-Instituts für Leistungssport & Trainerbildung), Prof. Dr. Wolfgang Schebesch-Ruf, Professur für Sportorientierte Soziale Arbeit, und LSB-Präsident Thomas Härtel die Studierenden des neuen Studiengangs zum Start in ihr erstes Semester. Als Unterstützung für ein gelingendes Studium stiftete der LSB für sechs Studierende ein Förderstipendium. Auch die Abteilung Sportförderung des Fußball-Bundesligisten 1. FC Union Berlin übernahm die Studienkosten für einen Studierenden.

    „Im Sport geht es nicht nur um schneller, höher, weiter“, so LSB-Präsident Thomas Härtel. „Sport verbindet auch, ermöglicht soziale Teilhabe und Integration. Die Hochschulabsolventen, die wir ausbilden, können das passgenau umsetzen: in Kitas, Schulen, Vereinen, Jugendfreizeiteinrichtungen und Projekten der Jugendarbeit.“ Prof. Dr. Jochen Zinner ergänzt: „Unsere Absolventen eignen sich die notwendigen Kompetenzen an, um in komplexen sozialen Situationen unter Nutzung von Bewegung und Sport kreativ zu handeln.“

    Die DHGS nimmt hier bereits jetzt erste Interessenbekundungen zum Studium von „Sozialer Arbeit & Sport“ für das nächste Sommersemester 2020 entgegen.

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    news-1254 Fri, 11 Oct 2019 12:40:53 +0200 Stadionneubau aktuelles/news/details/stadionneubau/ Sportverbände fordern zielführenden Dialog mit Hertha BSC  Hertha BSC ]]> Mit dem Bau eines eigenen Stadions will sich Hertha BSC neue Entwicklungsperspektiven eröffnen. Der Landessportbund Berlin (LSB) und der Berliner Fußball-Verband (BFV) unterstützen Hertha BSC in diesem Bestreben. LSB und BFV erkennen an, dass ein neues Stadion die Infrastruktur der Sportmetropole entscheidend bereichert und bedauern, dass sich die Suche nach einem geeigneten Standort weiter ergebnislos hinzieht. Aus Solidarität innerhalb des organisierten Sports und im Interesse der Sportmetropole Berlin fordern der Landessportbund Berlin und der Berliner Fußball-Verband daher den Senat auf, den Dialog mit Hertha BSC über ein eigenes Stadion zu intensivieren und gemeinsam nach einer realisierbaren Lösung für den Fußballstandort Berlin zu suchen.

    Thomas Härtel, Präsident des Landessportbunds Berlin, sagt: „In der Frage eines neuen Stadions wurde bisher zu viel übereinander und zu wenig miteinander geredet. Das trifft auch auf den Sport selbst zu. Deshalb müssen wir nun gemeinsam mit Parlament und Verwaltung an einem Strang ziehen, damit sich für Hertha BSC endlich eine konkrete Perspektive auftut.“

    Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbandes, ergänzt: „In Gesprächen mit Vertretern von Hertha BSC wurde deutlich, dass das Stadionprojekt ein berechtigtes Anliegen unseres Bundesligisten ist. Ich wünsche mir, dass Vertreter von Hertha BSC, Senat und die Interessengruppen bei der Standortfrage kompromissbereit sind, um mit dem Stadionneubauprojekt den Fußballstandort Berlin weiter zu stärken.“

    Foto: Engler

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    news-1239 Sat, 28 Sep 2019 16:31:00 +0200 Große Feier „50 Jahre Jugend trainiert für Olympia & Paralympics” aktuelles/news/details/grosse-feier-50-jahre-jugend-trainiert-fuer-olympia-paralympics/ Im und um das Olympiastadion herum war viel los. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besuchte den Stand BERLIN HAT TALENT. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Stand von BERLIN HAT TALENT. ]]> Jugend trainiert für Olympia & Paralympics wird 50 – und über 12.000 Schülerinnen und Schüler haben das Jubiläum des größten Schulsportwettbewerbs der Welt im Berliner Olympiastadion mit einer bunten Show gefeiert. Zu den Gästen gehörten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der Schirmherr des Bundeswettbewerbs ist, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, Deutsche Bahn Vorstandsvorsitzender Dr. Richard Lutz und LSB-Präsident Thomas Härtel. Direkt nach der Feier begannen für 4.500 Schülerinnen und Schüler in zahlreichen Sportstätten der Sportmetropole die Wettbewerbe des Herbst-Bundesfinales.

    „Unser Land hat ‚Jugend trainiert‘ viel zu verdanken“, sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner Ansprache. „Der Wettbewerb begeistert junge Menschen für den Sport, weckt Freude an der Leistung, und wir wissen: Wenn der Funke erst mal übergesprungen ist, bleiben viele ihr Leben lang aktiv. ‚Jugend trainiert‘ stärkt auch Schulgemeinschaften in ganz Deutschland. Das ist hier auf den Rängen zu sehen und zu hören. Nicht zuletzt bringt der Schulwettbewerb Talente ans Licht, baut Brücken in die Vereine und ebnet Wege in den Spitzensport“, so der Bundespräsident. „Und das Beste ist: Der Wettbewerb führt Sportler mit und ohne Behinderung zusammen, sie lernen sich kennen, unterstützen sich gegenseitig, sind füreinander da. Ich finde, dieses Miteinander ganz verschiedener Menschen, dieser Zusammenhalt im Sport ist ein großes Vorbild für uns alle. Ich wünsche mir jedenfalls mehr Teamgeist in der ganzen Gesellschaft.“

    „Auch nach 50 Jahren kommen wieder Schulmannschaften aus ganz Deutschland nach Berlin. ‚Jugend trainiert‘ ist so erfolgreich, weil Schülerinnen und Schüler als Teil einer Mannschaft ihre Schule und eventuell sogar ihr Bundesland vertreten dürfen und weil sportliche Kinder und Jugendliche in ihrer Begabung gefördert werden und lernen, dass Leistung Spaß macht“, sagt Thomas Härtel, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Schulsportstiftung, die „Jugend trainiert“ veranstaltet. „Und wir sind stolz darauf, dass seit 2012 unter unserem Dach auch der Wettbewerb Jugend trainiert für Paralympics einen festen Platz hat.“

    Seine Premiere feierte Jugend trainiert für Olympia am 26. September 1969: mit den Disziplinen Leichtathletik und Schwimmen, 1.600 Teilnehmern und einer Eröffnungsfeier im Berliner Olympiastadion. 50 Jahre später ist „Jugend trainiert“ der größte Schulsportwettbewerb der Welt – mit jährlich rund 800.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die in 26 olympischen und paralympischen Sportarten die besten Schulen Deutschlands ermitteln. „Mit der Jubiläumsfeier kehrt der größte Schulsportwettbewerb der Welt an seinen Ursprung im Olympiastadion zurück“, sagt Thomas Härtel. „‚Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin‘ ist nach all diesen Jahren immer noch die Botschaft, die zudem zeigt, dass der Wettbewerb immer noch lebendig und attraktiv ist. Natürlich muss er sich weiterentwickeln. Das 50-jährige Jubiläum ist der richtige Zeitpunkt, in die Zukunft zu blicken und auch neue Trendsportarten in den Blick zu nehmen.“

    Auch rund um das Olympiastadions ging es hoch her. Der große Bewegungs- und Bildungsparcours mit über 30 Ständen lud alle Besucherinnen und Besucher zum Mitmachen und Ausprobieren ein und informierte zu den Themen Sport, Ernährung, Gesundheit und berufliche Orientierung. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier machte bei seinem Rundgang auch halt am Stand von BERLIN HAT TALENT. Er schrieb viele Autogramme und informierte sich über das LSB-Nachwuchsförderprojekt. 

    Fotos: Jürgen Engler

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    news-1243 Fri, 27 Sep 2019 11:14:28 +0200 Unsere neue „SPORT IN BERLIN" ist da aktuelles/news/details/unsere-neue-sport-in-berlin-ist-da/ Mit vielen Jubiläen, Gedenktagen – und natürlich neuen Ideen LSB-Präsident Thomas Härtel stellt die neue SiB vor ]]> „Die Ausgabe ist diesmal sehr geschichtsträchtig", sagt Thomas Härtel hier einem kurzen Video.

    „Viele Jubiläen, Gedenktage – und natürlich neue Ideen für die Zukunft," so der LSB-Präsident. „Lassen Sie sich überraschen und viel Spaß beim Lesen!"

    Die neue Ausgabe von SPORT IN BERLIN ist hier zu sehen.

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    news-1236 Mon, 23 Sep 2019 09:44:41 +0200 „So viele tolle Menschen sind in unseren Vereinen" aktuelles/news/details/so-viele-tolle-menschen-sind-in-unseren-vereinen/ Sportentwicklungskonferenz des Landessportbunds Berlin über „Personalentwicklung im Verein – Ehrenamt und Hauptamt" Thomas Härtel, Andreas Geisel ]]> Im Sport ist viel in Bewegung. Die Vereine stehen vor großen Herausforderungen. Deshalb hat der LSB vor einem Jahr die Diskussionsreihe „Sport.Vereine.Zukunft: Berlin“ gestartet. LSB- und Vereinsvertreter, Politiker und Wissenschaftler tauschen ihr Wissen und ihre Erfahrung aus. Es ging schon um informellen Sport, sozialen Wandel, Mitbewerber, Digitalisierung und Sportstätten. Aber eines der wichtigsten Themen stand am Wochenende bei der Sportentwicklungskonferenz auf der Tagesordnung: „Personalentwicklung im Ehren- und Hauptamt.“

    „Die Gesellschaft verändert sich,“ sagte LSB-Vizepräsidentin Claudia Zinke. „Unser großes Problem ist, Personal zu finden und langfristig zu binden.“ Professor Dr. Jens Rowold von der TU Dortmund sprach in seinem Referat über die besondere Verantwortung der Führungskräfte. Es sei ihre Aufgabe, positiv nach vorn zu blicken.

    „Die Mitglieder können dann besser das Tagesgeschäft meistern“, sagte er. Wie Ehrenamtliche entlastet und Kräfte gebündelt werden können, erläuterte Johannes Mörbe von „Sportvereine in Remseck e. V.“ bei Stuttgart. Mehrere Vereine haben einen Dachverband gegründet und trotzdem ihre Eigenständigkeit bewahrt.

    Rund 50 Vereinsvertreter waren in die Berliner Stadtmission gekommen. Sie diskutierten heiß in den Workshops. Fest stand am Ende auf jeden Fall, wie es LSB-Abteilungsleiterin Anke Nöcker formulierte: „Es gibt viele Herausforderungen. Aber es gibt auch viele tolle Menschen, die wuppen das.“

    Claudia Zinke zog das Fazit: „Es geht darum, mit den Vereinen noch stärker ihre Alleinstellungsmerkmale herauszuarbeiten und sie in den Kiezen als Hauptattraktion darzustellen.“

    Text: Angela Baufeld,

    Fotos: Jürgen Engler

    Bildunterschriften

    Professor Dr. Jens Rowold von der TU Dortmund, Lehrstuhl für Personalentwicklung und Veränderungsmanagement, hat in den letzten 15 Jahren 500 Studien ausgewertet. Daraus ermittelte er Eigenschaften, die für Führungskräfte in Vereinen wichtig sind, wenn sie ehrenamtliche Mitarbeiter gewinnen und binden wollen: Vorbild sein, Teamgeist ausstrahlen, Wertschätzung gegenüber den anderen zeigen, innovativ sein und Leistungsbereitschaft vorleben.

    Johannes Mörbe stellte „Sportvereine in Remseck e. V.“ vor. Der Dachverband mehrerer kleinerer Vereine in der Stadt am Neckar wurde 2013 gegründet und hat 4.500 Mitglieder. Er übernimmt für seine Vereine die Mitgliederverwaltung und kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit. Er organisiert Bewegungsangebote in Schulen und Kitas, gründet Kooperationen und unterstützt die Ehrenamtlichen. Die Geschäftsstelle hat vier hauptamtliche Mitarbeiter.

    LSB-Präsident Thomas Härtel (li.) und Sportsenator Andreas Geisel (re.) waren sich einig, dass insbesondere Vereine mit 1000 bis 2000 Mitgliedern mehr Geld für hauptamtliche Unterstützung brauchen.

    Wie kann das Ehrenamt noch besser unterstützt werden? Darum ging es bei der Podiumsdiskussion mit LSB-Vizepräsidentin Claudia Zinke (mi.) und den sportpolitischen Sprechern im Abgeordnetenhaus: Philipp Bertram von den Linken (li) und Dr. Nicola Böcker-Giannini von der SPD (2.v.r.) und Dr. Susanna Kahlefeld (re.) von Bündnis 90/Die Grünen. Sie ist Mitglied u. a. im Ausschuss für Bürgerschaftliches Engagement und Partizipation.

    Anja Herzog vom SV Luftfahrt Ringen war in dem Workshop „Qualifizierung schafft Qualität“. Sie fand gut: „Man hat gemerkt, dass man mit vielen Herausforderungen nicht allein ist. Es wird etwas getan.“

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    news-1232 Fri, 06 Sep 2019 14:41:37 +0200 Haus des Sports in Manfred-von-Richthofen-Haus umbenannt aktuelles/news/details/haus-des-sports-in-manfred-von-richthofen-haus-umbenannt/ LSB ehrt langjährigen Direktor und Präsidenten Haus des Sports in Manfred-von-Richthofen-Haus umbenannt ]]> Das Haus des Sports heißt ab sofort Manfred-von-Richthofen-Haus. 

    Manfred von Richthofen war erst als Direktor und dann viele Jahre als Präsident des Landessportbunds Berlin tätig. Als letzter Präsident des Deutschen Sportbunds (DSB) war er maßgeblich an der Verschmelzung mit dem Nationalen Olympischen Komitees (NOK) zum heutigen Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) beteiligt. Sein Wirken reicht weit über die Grenzen Berlins hinaus. 

    Neben dem amtierenden LSB-Präsidenten Thomas Härtel haben Norbert Skowronek (LSB-Direktor von 1985 bis 2012) sowie Kaweh Niroomand (DOSB-Vizepräsident) in der Feierstunde zur Umbenennung der Geschäftsstelle des Landessportbunds Berlin das Leben und Wirken Manfred von Richthofens gewürdigt: 

    Thomas Härtel: “In dem Jahr, in dem wir den 30. Jahrestags des Falls der Berliner Mauer feiern, würdigen wir einen Menschen, der den Sport beider deutscher Staaten auf lokaler und nationaler Ebene zusammenführte. Kurz nach der Maueröffnung war es Manfred von Richthofen, der ein Training mehrerer Ost- und Westvereine initiierte. Alte Freundschaften wurden wach, neue entstanden seitdem. Das erste Gespräch zwischen LSB und dem Ostberliner DTBS fand im ‘Haus des Sports' statt, das heute in Manfred-von-Richthofen Haus umbenannt wurde. Von Richthofen selbst bezeichnete den Mauerfall als ‘historischen Glücksfall’. Somit ist dieser Ort ein historischer, eng verbunden mit dem Namen von Richthofen. Der Zeitpunkt der Umbenennung folgerichtig.”  

    Kaweh Niroomand: “Eine große Tageszeitung betitelte Manfred von Richthofen als ‘Schmied des DOSB’. Mit der Fusion von DSB und NOK zum Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) vollendete der Berliner 2006 gegen alle Widerstände sein sportpolitisches Lebenswerk. Manfred von Richthofen war ein unnachgiebiger Anti-Doping-Verfechter. Mit seinem Gespür für gesellschaftliche Veränderungen setzte er entscheidende Schwerpunkte in der Sportpolitik – vor allem zum Wohl der Sportvereine. Die Umbenennung des Hauses ehrt eine Persönlichkeit, deren Herz für den Sport schlug” 

    Norbert Skowronek: “Der Sport zog sich wie ein roter Faden durch das Leben von Manfred von Richthofen: Seine Wiege stand in der Nähe des Olympiastadions, seine ersten Gehversuche machte er als Dreijähriger auf dem Sportplatz des BSC in der Hubertusallee. Hockey war seine große Leidenschaft als Spieler und später auch als Trainer. Er behauptet von sich selbst, er habe sein Hobby zum Beruf gemacht. Dem ist wohl nichts hinzuzufügen.” 

    Mit der Umbenennung folgt der Landessportbund Berlin einer langen Tradition, Funktionäre zu ehren, die Überragendes für den Sport geleistet haben. 

    Leben und Wirken Manfred von Richthofens: 

    • 9. Februar 1934 - 1. Mai 2014 
    • Neffe des gleichnamigen Kampffliegers („Der Rote Baron”)
    • Studium in Sport und Sozialpädagogik
    • Hockey-Spieler und -Trainer
    • 1969 - 1972: Sportdirektor des Landessportbunds Berlin
    • 1972 - 1985: Direktor des Landessportbunds Berlin
    • 1985 - 2000: Präsident des Landessportbunds Berlin 

     

    Text: Oliver Weiß
    Foto: Jürgen Engler

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    news-1235 Sun, 25 Aug 2019 09:41:00 +0200 2. Sportfest zum Tag der Integration aktuelles/news/details/2-sportfest-zum-tag-der-integration/ LSB übergibt Übungsleiter-Lizenzen an Ausgebildete mit Fluchthintergrund Sportfest zum Tag der Integration ]]> Etwa 1.000 Berlinerinnen und Berliner – interkulturell gemischt und verschiedene Sprachen sprechend – kamen am 24. August in den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, wo das Programm "Integration durch Sport" in Kooperation mit dem Projekt "SPORTBUNT – Vereine leben Vielfalt!" zum zweiten Mal das Sportfest zum Tag der Integration ausrichtete.

    Zahlreiche engagierte Berliner Sportvereine und Kooperationspartner boten abwechslungsreiche Sport- und Mitmachangebote. Begleitet wurde die Veranstaltung von einem bunten Bühnenprogramm. Ob Tanz- oder Gesangseinlagen gezeigt wurden – die Bänke vor der Bühne waren durchweg sehr gut besucht. Auch die angrenzenden Infostände zahlreicher Initiativen, die sich im Bereich interkulturelle Öffnung engagieren, freuten sich über reges Interesse.

    Einige der Besucher/-innen nutzen die Gelegenheit, an einem Fußballturnier teilzunehmen – andere probierten Sportarten wie Kung Fu, Akrobatik, Rugby, Bubble Soccer oder BMX aus. Sehr beliebt waren auch klassische Sportarten wie Volleyball, Badminton oder Tischtennis und natürlich durfte auch der Kletterturm nicht ausgelassen werden!

    Ein Highlight in diesem Jahr war die Übergabe der Lizenzen an die ausgebildeten Übungsleiter/-innen mit Fluchthintergrund durch LSB-Präsident Thomas Härtel sowie die Vizepräsidentinnen Claudia Zinke und Irene Schucht. Anwesende Freunde, Familienangehörige und Vereinsmitglieder bejubelten die sichtbar gerührten Absolventen/-innen. 

    Gäste, egal welcher Herkunft und sportlichen Erfahrung, fühlten sich auf dem Sportplatz und im Berliner Sport willkommen. Das Ziel der Veranstaltung, neue und alte Berliner/-innen auf dem Sportplatz zusammen und miteinander in Kontakt zu bringen, wurde erreicht.

    Text: SPORTBUNT
    Fotos: Max Weise

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    news-1222 Thu, 15 Aug 2019 16:14:46 +0200 Europameisterin bewegt 280 Schüler aktuelles/news/details/europameisterin-bewegt-280-schueler/ VBKI-Sportaktionstag in Marzahn-Hellersdorf mit Melanie Bauschke ]]> „Das Ziel für heute sind sechs Meter dreiundachtzig für jeden“, sagt die ehemalige Weitspringerin zu den rund 280 Schüler/-innen der Ebereschen Grundschule in Marzahn-Hellersdorf, „und blickt dabei in fragende Gesichter. „Wollen wir das mal gemeinsam abgehen? Also, ich würde von hier losspringen…“, und dann macht sie sieben große Schritte, „halt, das ist etwas zu viel, zwanzig Zentimeter weniger, das ist in etwa eine Fußlänge, also bis hier her wäre das - ein Sprung.“ Dann löst sie das Rätsel auf: „Ihr dürft natürlich mehrmals springen, um das Ziel zu erreichen, wir rechnen dann zusammen.“ Heute ist Sportaktionstag an der Schule und auf der Bühne steht Melanie Bauschke, die 2009 mit sechs Meter dreiundachtzig U23-Europameisterin im Weitsprung wurde. Seit 10 Jahren ist sie Sportsoldatin und leitet seit neustem die Berliner Sportfördergruppe der Bundeswehr mit 65 Spitzensportlern.

    Bauschke ist zum ersten Mal bei den Sportaktionstagen dabei. Für sie „eine super Sache“, was der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI), der Landessportbund Berlin e.V. (LSB) und die Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit (GSJ) jedes Jahr an zwölf Schulen in Berlin auf die Beine stellen.  

    An den Aktionstagen haben Schulkinder die Möglichkeit, verschiedene Sportarten auszuprobieren: Auf dem Schulgelände wird dafür u.a. ein Kletterturm aufgebaut; es gibt eine Streetball-Station, einen Geschicklichkeits-Kurs und eine Torschussanlage. Auch ein Streetdance-Kurs und eine Kin-Ball-Station werden angeboten. Ziel dieser Veranstaltungsserie ist es, Kinder und Jugendliche für eine sportliche Betätigung zu motivieren, die über den regulären Schulsport hinausgeht. Es geht vor allem ums Kennenlernen und Ausprobieren abwechslungsreicher Sport- und Bewegungsangebote, aber auch um die Chance, mit Vertretern umliegender Sportvereine direkt in Kontakt zu treten. Am Ende spendet der VBKI sogar noch zehn Jahresmitgliedschaften in Sportvereinen. 

    Schulleiter Roland Fromm ist begeistert: „Das ist ein riesiges Sportfest. Viele Stationen sind dabei, die es bei den normalen Sportfesten an der Schule nicht gibt.“ Die neunjährige Lea Kannemann (Foto) läuft gerade mit Melanie Bauschke um die Wette. „Ich habe sie ein bisschen abgehängt“, sagt sie stolz. Sie ist Chearleaderin bei den Giants. Ob sie sich eine Profikarriere vorstellen kann? „Ja, schon!“, sagt sie. Melanie Bauschkes Karriere begann auch bei Schulsportfest. Ein Trainer ist auf sie aufmerksam geworden und lud sie zum Probetraining ein. Ein Jahr später hatte sie einen Platzt an der Flatow-Oberschule, einer von drei Berliner Eliteschule des Sports.

    Text: Oliver Weiß
    Foto: Jürgen Engler

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