Landessportbund Berlin News https://lsb-berlin.net Alle Neuigkeiten des Landessportbundes Berlin en_GB Landessportbund Berlin Sun, 16 Jun 2019 09:02:02 +0200 Sun, 16 Jun 2019 09:02:02 +0200 TYPO3 news-1167 Fri, 07 Jun 2019 10:49:26 +0200 Große Bühne für das Ehrenamt aktuelles/news/details/grosse-buehne-fuer-das-ehrenamt/ LSB Berlin und Feuersozietät verleihen vier Sonderpreise LSB Berlin zeichnet 44 Ehrenamtliche aus ]]> Große Bühne für große Leistungen – große Bühne für das Ehrenamt: Zum vierten Mal wurde im „Haus des Sports“ der mit insgesamt 3.000 Euro dotierte „Sonderpreis für besondere ehrenamtliche Verdienste“ verliehen. Der Landessportbund Berlin (LSB) zeichnete gemeinsam mit der Feuersozietät Berlin Brandenburg Monika Tampe (Landesruderverband Berlin), Stefan Schenck (SCL Sportclub Lebenshilfe Berlin), Alfred Grzondziel (Bogensportclub BB-Berlin) und Dr. Gregor Kemper (ECC Preussen Berlin) für ihr herausragendes Engagement im „inklusiven Sport von Menschen mit Behinderung“ aus.

„Übungsleiter, Trainer, Vorstandsmitglieder und alle, die ehrenamtlich den Vereinsalltag regeln, sind unbezahlbar. Deshalb möchten wir ihnen auf diese Weise Danke sagen“, erklärt LSB-Präsident Thomas Härtel: „Ganz besonders würdigen wir in diesem Jahr Ehrenamtliche, für die Inklusion im Sport schon seit vielen Jahren Alltag ist. Sie überwinden organisatorische Hindernisse und geben Menschen mit Handicap ein sportliches Zuhause.“ Dr. Frederic Roßbeck, Vorstandsvorsitzender der Feuersozietät, sagt: „Menschen mit Handicap sollen auch durch den Sport am gesellschaftlichen Leben unserer Stadt teilhaben können. Mit diesem Preis würdigen wir Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich dafür täglich aufopferungsvoll und uneigennützig einsetzen.“

Die Feuersozietät versichert seit 2001 die über 672.000 Sportlerinnen und Sportler in den über 2.500 Vereinen des Landessportbundes Berlin gegen Unfall- und Haftpflichtschäden im Rahmen ihrer Vereinsaktivitäten. Darüber hinaus unterstützt die Feuersozietät als offizieller Premiumpartner den Landessportbund und den Olympiastützpunkt Berlin. Der LSB und die Feuersozietät haben den „Sonderpreis für besondere ehrenamtliche Verdienste“ 2016 ins Leben gerufen, um den Einsatz der Ehrenamtlichen noch besser zu würdigen.

Neben den vier Sonderpreis-Gewinnern wurden auf der traditionellen Ehrenamtsgala des LSB auch wieder Mitglieder von Berliner Sportvereinen, -verbänden und Bezirkssportbünden für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement mit Ehrennadeln und Ehrenplaketten sowie die „Ehrenamtlichen des Jahres“ und die „Jungen Ehrenamtlichen des Jahres“ ausgezeichnet.

Ehrenamtliche des Jahres 2018:

  • Ingrid Stein (Behindertensportverein Tiergarten)
  • Angelika Matern-Grutzeck (Turn- und Sportgemeinde Steglitz 1878)
  • Klaus Engelhardt (Deutscher Aero-Club Berlin)

Junge Ehrenamtliche des Jahres 2018:

  • Niklas Arndt (Ruderklub am Wannsee)
  • Malina-Soleil Bildt (PSV Olympia Berlin)
  • Melanie Berthold (Rot-Gold Berlin)

 

Text: TOP Sportmarketing
Foto: Jürgen Engler

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news-1165 Thu, 06 Jun 2019 12:36:55 +0200 Empfang „50 Jahre Jugendaustausch Jerusalem – Berlin“ im Haus des Sports aktuelles/news/details/empfang-50-jahre-jugendaustausch-jerusalem-berlin-im-haus-des-sports/ Jerusalems Bürgermeister Moshe Lion: „Sport ist perfekt, um Freundschaften zu schließen“ Aleksander Dzembritzki, Moshe Lion, Thomas Härtel (v.l.) im Haus des Sports ]]> Der Landessportbund Berlin hat am Mittwochabend das 50-jährige Bestehen seines Jugendaustauschs mit Jerusalem gefeiert. Es ist der älteste Austausch dieser Art in ganz Berlin. Zum Jubiläumsempfang im Haus des Sports kamen sowohl der Bürgermeister der Stadt Jerusalem, Moshe Lion, als auch der israelische Botschafter, S.E. Jeremy Issacharoff, und Sport-Staatssekretär Aleksander Dzembritzki. Seit 1969 haben mehr als 5000 Jugendliche aus Jerusalem und Berlin in 20 verschiedenen Sportarten an dem Programm teilgenommen.

Moshe Lion betonte, wie gut sich die Beziehungen zwischen Deutschland und Israel entwickelt haben. „Die Suche nach Gemeinsamkeiten und das gegenseitige Verständnis sind Teil der Mission Jerusalems. Sport bringt Menschen zusammen und ist eine perfekte Möglichkeit, Freundschaften zu schließen. Wir werden die Freundschaften fortsetzen und weiterhin durch kulturellen Austausch und Sport lernen.“

Gastgeber Thomas Härtel, Präsident des Landessportbunds Berlin, blickte in seiner Begrüßungsrede auf die vergangenen 50 Jahre zurück: „Die jungen Sportlerinnen und Sportler haben viele Stunden miteinander verbracht, viel voneinander erfahren und ge-lernt, das ist das beste Zeichen für die deutsch-israelische Freundschaft. Es ist aber auch ein wichtiges Zeichen für ein gemeinsames Miteinander aller Menschen, woher sie auch kommen. Wir sind uns unserer Geschichte bewusst und wollen die Freundschaft mit Jerusalem und Israel weiter pflegen und intensivieren. “

Aleksander Dzembritzki, Staatssekretär für Sport, sagte: „Die Partnerschaft zwischen dem Landessportbund Berlin und der Stadtverwaltung Jerusalem hat auch nach 50 Jahren nicht an Bedeutung und Aktualität verloren. Gerade in Zeiten von Social Media ist der Sport und der internationale Austausch von ganz besonderem, hohem Wert. Wer mit seiner Mannschaft im Ausland und in einer Gastfamilie gewesen ist, erfährt, was das bedeutet.“ Dzembritzki erinnerte auch an die Makkabi Europaspiele, die 2015 im Berliner Olympiapark stattfanden: „Das zeigt, wie wir mit Vergangenheit umgehen und welche Kraft der Sport in dieser Stadt besitzt.“

Über den Jugendaustausch

Dieser Austausch mit Israel ist der älteste seiner Art im Sport mit Jugendlichen in ganz Berlin. Zwischen dem Landessportbund Berlin und der Stadtverwaltung von Jerusalem, Abteilung Sport, besteht seit 1969 ein sehr erfolgreiches Sportaustauschprogramm im Jugendbereich. Seitdem haben insgesamt mehr als 5000 junge Sportlerinnen und Sportler aus beiden Städten an dem Austauschprogramm teilgenommen. Ziel ist es, das gegenseitige Verständnis zu fördern. Auch Inklusion hat ihren Platz im Programm.

Anfang 2019 waren zwölf Fußballerinnen im Alter von 15 und 16 Jahren des SV Blau-Weiß Berolina Mitte 49 und drei Betreuer für zehn Tage in Israel.

Einen Artikel über den Austausch aus dem LSB-Magazin „Sport in Berlin“ finden Sie hier.

Foto: Aleksander Dzembritzki, Moshe Lion, Thomas Härtel (v.l.) im Haus des Sports

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news-1163 Wed, 05 Jun 2019 14:59:21 +0200 Tolle Stimmung bei 30 Grad aktuelles/news/details/tolle-stimmung-bei-30-grad/ Die Hitze beflügelt bei der Sportabzeichen-Tour in Berlin Sportabzeichen-Tour in Berlin ]]> Der zweite Tourstopp der Sportabzeichen-Tour des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hat in Sachen Temperaturen gleich ein Ausrufezeichen gesetzt. Schon morgens um 9 Uhr war es im Berliner Poststadion ziemlich heiß. Die rund 1.250 Kinder hatten großen Spaß bei ihren Sportabzeichen-Prüfungen, mussten aber viel trinken, sich gut eincremen und immer wieder eine Pause im Schatten machen. 

Schon bei der offiziellen Eröffnung gab Claudia Zinke, Vizepräsidentin Sportentwicklung, Breiten- und Freizeitsport beim Landessportbund Berlin den Kinder mit auf den Weg: „Ich glaube es wird heute hier richtig voll, aber denkt daran – trinken, trinken, trinken!" Gemeinsam mit der mehrmaligen Paralympics-Siegerin im Schwimmen Kirsten Bruhn, die als persönliches Mitglied im DOSB in Berlin vor Ort war, bedankte sie sich bei den vielen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz im Rahmen der Sportabzeichen-Tour.

Traumhafte Bedingungen für ein inklusives Sportfest 

Die Botschafter der Nationalen Förderer des Deutschen Sportabzeichens gingen im Berliner Poststadion hoch motiviert an den Start. „Ich möchte am liebsten sofort loslegen", sagte die Botschafterin von Ernsting's family, Speakerin und Moderatorin Miriam Höller, beim Warm-up. „Das sind hier traumhafte Bedingungen, die zu Höchstleistungen einladen", freute sich Danny Ecker, Botschafter der Sparkassen-Finanzgruppe und Rekordhalter im Stabhochsprung in der Halle. „Die Sonne macht die Haut schnell warm, aber nicht unbedingt die Muskeln. Aufwärmen muss sein", feuerte kinder+Sport-Botschafter Frank Busemann die Mädchen und Jungen an. Der frühere Weltklasse-Zehnkämpfer machte die Übungen auf der Bühne auch gleich gemeinsam mit den beiden anderen Sportbotschaftern vor.

Danach verteilten sich die Schülerinnen und Schüler auf die verschiedenen Sportabzeichen-Disziplinen, darunter mehrere inklusive Klassen. Außerdem hatten sich einige Behinderteneinrichtungen für die Sportabzeichen-Tour in Berlin angemeldet und wurden von Anfang an in das große Sport-Event einbezogen.

Drei Partner - eine Erfolgsgeschichte

Ein besonderes Erlebnis war die Sportabzeichen-Tour in Berlin auch für 120 Studierende der Humboldt Uni. Begleitet wurden sie von Robert Schröder vom Hochschulsport. Seit letztem Jahr gibt es eine Kooperation zwischen dem Hochschulsport, den Sportwissenschaften und dem Landessportbund Berlin, bei der in einem Blockseminar neue Sportabzeichen-Prüferinnen und -Prüfer ausgebildet werden. Die Idee ist durch die Sportabzeichen-Uni-Challenge entstanden, bei der die Humboldt-Uni am 18. Juni zum zweiten Mal an den Start geht und mit sieben Konkurrenten um den Titel als „Sportlichste Uni Deutschlands" kämpft. Die Studentinnen und Studenten waren dieses Jahr aber auch in die Organisation der Sportabzeichen-Tour in Berlin eingebunden.

„Es ist toll einen Einblick zu bekommen, wie man so ein großes Fest wie den Tourstopp organisiert", sagten Gilda Hinze und Jennifer Schmidt, die beide an der HU Sport studieren, um Lehrerinnen zu werden. Sie hatten am Vormittag am Trimmy-Tattoo-Stand Dienst, wo sich die Kinder ein Tattoo von DOSB-Maskottchen Trimmy machen lassen konnten. In einem Praxissemester haben beide auch schon an einer Schule unterrichtet und ihren Schülerinnen und Schülern dort unter anderem Leichtathletik nähergebracht.

„Wir fühlen uns absolut fit in Sachen Deutsches Sportabzeichen", so ihr einstimmiges Urteil. Den Leistungskatalog des Deutschen Sportabzeichens müsste man schließlich nicht auswendig kennen. Vor ihrem geistigen Auge sahen sich die beiden schon selbst in ein paar Jahren mit ihren Klassen bei der Sportabzeichen-Tour teilnehmen. „Das ist hier für uns Pflicht und Spaß zugleich."

Im Team ins Ziel

Diesen Satz hätten wohl auch die Sportbotschafter und Ehrengäste unterschrieben. Um 11 Uhr gingen bei einer Promi-Staffel vier Teams mit jeweils drei Mitgliedern an den Start. Sie mussten jeweils 30 Meter im Rollstuhl absolvieren, danach 30 Meter einen Ball auf einer Frisbee-Scheibe balancieren und die letzten 30 Meter konnten sie so zurücklegen, wie sie wollten.

Der Sieg ging am Ende an die Staffel mit Miriam Höller, dem Special Olympics-Athleten Sebastian Girke und Special Olympics Schwimmer Kevin Koch vor dem Team mit Frank Busemann, Nicola Böcker-Giannini, SPD-Abgeordnete aus Berlin-Neukölln, und Dennis Mellentin, Special Olympics Radsportler. Auf Platz drei kam die Staffel mit Danny Ecker, Claudia Zinke und Emilio Bellucci, Vorsitzender des Landesverbandes von Special Olympics Berlin/Brandenburg und auf dem vierten Platz landete das Team um Wolfgang Schmiedel, dem stellvertretenden Vorsitzenden von Special Olympics Berlin/Brandenburg, Lauftrainer Ronny und Max Tünsmeyer, Geschäftstellenleiter von Special Olympics Berlin/Brandenburg.

Am Nachmittag konnten dann bis 18 Uhr alle, die Lust hatten, das Deutsche Sportabzeichen einfach mal ausprobieren. Zeitgleich wurde die Team-Challenge ausgetragen, zu der der LSB Berlin eingeladen hatte. Alle, die dabei mitmachten, konnten Tickets für „Die Finals – Berlin 2019” am 3. und 4. August im Berliner Olympiastadion gewinnen. Außerdem gab es einen Sonderpreis für die Organisation, die mit den meisten Teams am Start war.

Unverzichtbar Ehrenamt im Breitensport

Die Sportabzeichen-Tour 2019 unterstützt im Rahmen der Kampagne „Engagement macht stark!" die „Woche des bürgerschaftlichen Engagements" und rückt bei allen Tourstopps besonders engagierte Ehrenamtler in den Mittelpunkt.

Stellvertretend für die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ist bei der Sportabzeichen-Tour in Berlin Detlef Salchow vom VfB Hermsdorf gewürdigt worden. Der 72-Jährige engagiert sich seit knapp 40 Jahren für das Deutsche Sportabzeichen, bietet regelmäßig Sportabzeichen-Treffs an und ist unermüdlich als Sportabzeichen-Prüfer im Einsatz, natürlich auch heute bei der Sportabzeichen-Tour in Berlin.

Text: wirkhaus.berlin
Fotos: Jürgen Engler

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news-1162 Fri, 31 May 2019 16:30:29 +0200 „Tage, die im Gedächtnis bleiben“ aktuelles/news/details/tage-die-im-gedaechtnis-bleiben/ Berlins Eishockey-Nationalspielerin Nina Kamenik besucht Sport-Aktionstag Berlins Eishockey-Nationalspielerin Nina Kamenik besucht Sport-Aktionstag ]]> 260 Schülerinnen und Schüler waren beim Sport-Aktionstag an der Sternberg-Grundschule in Schönberg dabei. Die Kinder konnten einen Tag lang viele Sportangebote ausprobieren, zum Beispiel Inline-Skaten, BMX-Parcours oder den Kletterturm erklimmen.

Berlins Eishockey-Nationalspielerin Nina Kamenik war auch dabei, um die Kinder durch den Tag zu begleiten. Nina Kamenik hat u.a. an den Olympischen Spielen 2014 teilgenommen, den 4. Platz bei der Eishockey-WM 2017 erreicht und ist Kapitän der Eisbären Juniors Frauen:

 

LSB: Wie kam es dazu, dass du dich entschieden hast, den Sport-Aktionstag zu unterstützen?

Nina Kamenik: Ich kenne das Nachwuchs-Projekt BERLIN HAT TALENT, weil ich dort selbst einmal gearbeitet habe – und hatte auch von den Aktionstagen gehört. Nun dachte ich, dass es interessant wäre, mir das einmal anzuschauen – wie es an einer Schule konkret umgesetzt wird. So ein Aktionstag ist schließlich eine große Sache, mit der eine Schule sehr viel Arbeit hat.
Außerdem ist es für die Kinder toll, wenn jemand da ist, der in seinem Sport schon erfolgreich ist. Und ich mag die Arbeit mit Kindern sehr.

LSB: Deshalb hast du wohl auch bei BERLIN HAT TALENT mitgearbeitet? Bist du in dem Bereich jetzt noch aktiv?

Nina Kamenik: Ja, genau. Ich helfe noch ehrenamtlich bei BERLIN HAT TALENT und war zum Beispiel bei der letzten Talentiade in Spandau dabei. Das mache ich immer, wenn ich Zeit habe. Das ist natürlich manchmal schwierig, weil ich noch studiere und meinen Sport habe. Jetzt ist gerade Sommerpause, deshalb klappt es derzeit ganz gut.

LSB: Was studierst du?

Nina Kamenik: Ich studiere Lehramt – Sport als Hauptfach und Englisch als Zweitfach.

LSB: Wie siehst du deine Rolle, wenn du als Leistungssportlerin an so einem Tag dabei bist?

Nina Kamenik: Ich finde wichtig, dass die Kinder Vorbilder haben oder sehen, was man erreichen kann. Außerdem ist das eine schöne Gelegenheit zu zeigen, dass auch Sportler sich dafür interessieren, was an den Schulen passiert. 

LSB: Was hat dir bei dem Sport-Aktionstag am besten gefallen?

Nina Kamenik: Für die Kinder ist sicher die Kletterwand super, weil sie dort eine Bewegungserfahrung machen können, die sie in ihrem Alltag nicht haben. Von allein kämen sie vielleicht nicht auf die Idee, mal klettern zu gehen. Nun, da sie es ausprobieren konnten, möglicherweise schon.

Kin-Ball fand ich sehr toll. Das kannte ich noch gar nicht. Das kann man vielleicht auch mal in den Sportunterricht einbeziehen. Die Kinder waren alle ganz begeistert davon.

LSB: Was glaubst du, nehmen die Kinder von dem Aktionstag mit?

Nina Kamenik: Ich denke, dass solche Tage im Gedächtnis bleiben – als etwas, das sehr schön war. Für die Kinder ist es etwas Besonderes, dass Leute zu ihnen in die Schule kommen und für sie so eine Veranstaltung machen. Sie haben dadurch Abwechslung in ihrem Schulalltag, können Sport machen und sich ausprobieren – in manchen Sportarten ihren Körper ganz neu erfahren.

LSB: Hattest du das Gefühl, dass die Kinder Spaß hatten?

Nina Kamenik: Ich glaube, dass sie total Spaß hatten! Allein beim Aufwärm-Tanz am Anfang (durchgeführt von Centre Talma, A.d.R.) – den ich übrigens auch ganz toll fand – haben die Kinder super mitgemacht.

LSB: Du studierst selbst Lehramt – wirst also auch mit Kindern zusammen arbeiten. Ändert das nochmal deinen Blick?

Nina Kamenik: Absolut. Deshalb hatte ich auch bei Kin-Ball gedacht, dass ich mir das merken muss. Ich sammle da schon Anregungen für mich selbst. Man lernt immer viel dazu – gerade bei solchen Veranstaltungen. Da zieht man für sich oder die Kinder, die man später betreuen wird, viel raus.

LSB: Heißt das, wenn du dann Lehrerin bist, würdest du auch an deiner Schule einen Sport-Aktionstag organisieren?

Nina Kamenik: Ich finde, das ist eine super Sache. Wenn Lehrer so engagiert sind, dann ist das für die Schüler immer schön. Es ist wichtig, dass es solche Aktionstage gibt, denn die Kinder ziehen einfach viel daraus – zum Beispiel, dass sie in ihrem Alltag mehr Sport machen. Das hat auch einen Effekt auf ihre Gesundheit.

 

Die Sport-Aktionstage sind eine Initiative vom Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI), dem Landessportbund (LSB) Berlin und der GSJ – Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit. Sie haben das Ziel, Kinder und Jugendliche frühzeitig für Sport und Bewegung zu begeistern.

Nächste Stationen der Sport-Aktionstage:

6. Juni 2019 Hufeland-Schule, Pankow

13. Juni 2019 Wald-Grundschule, Charlottenburg-Wilmersdorf

17. Juni 2019 Sachsenwald-Grundschule, Steglitz-Zehlendorf

 

Interview: Franziska Staupendahl

Foto: Jürgen Engler

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news-1157 Tue, 28 May 2019 10:00:11 +0200 Radfahren, schwimmen, joggen gegen Arthrose aktuelles/news/details/radfahren-schwimmen-joggen-gegen-arthrose/ Prof. Dr. Roland Becker von der Medizinischen Hochschule Brandenburg sprach beim LSB-Gesundheitsforum „Bewegung, Sport und Gelenke" Gesundheitforum mit Praxisseminaren ]]> Das 12. Gesundheitsforum, initiiert vom Landessportbund gemeinsam mit der Ärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin sowie dem Sportärztebund Berlin-Brandenburg, fand ein starkes Echo in der Gerhard-Schlegel-Sportschule am Priesterweg und ein äußerst positives Feedback bei allen Beteiligten. Dr. Jürgen Wismach, Vorsitzender der LSB-Kommission Gesundheitssport und Präsident des Sportärztebundes, hatte einst die Idee, Praktiker und Theoretiker an einen Tisch zu bitten, sprich Ärzte und Therapeuten, Trainer und Übungsleiter sowie Sportler und am Thema interessierte Bürger zu einem Symposium einzuladen, um über aktuelle gesundheitliche Fragen zu diskutieren. Diesmal ging es um „Bewegung, Sport und Gelenke“.

In seinem Einführungsvortrag setzte sich Prof. Dr. Roland Becker, Klinik-Direktor des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie an der Medizinischen Hochschule Brandenburg, mit akuten, chronischen und spezifischen Sportverletzungen auseinander, wobei er „Arthrose und Sport“ in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen stellte. Es waren Aussagen von alarmierendem Charakter in Bezug auf den Zustand der Knie- und Hüftgelenke vieler Menschen. Hatten 1990 bei den über 65-Jährigen in Deutschland 19 Prozent Probleme mit ihren Knie- und Hüftgelenken, so werden es 2030 bereits 26,1 Prozent sein – Tendenz steigend, was allerdings nicht zuletzt mit dem Älterwerden unserer Gesellschaft zusammenhängt. Übrigens sind wesentlich mehr Frauen als Männer von Arthrose betroffen.

Der Orthopäde räumte mit dem oft gehörten Vorurteil auf, dass durch Marathon oder andere Langstreckenläufe Arthrose ausgelöst wird. „Das Gegenteil ist der Fall“, so seine Aussage. „Läufer besitzen ein um 50 Prozent geringeres Risiko, weil durch die körperliche Belastung die Muskulatur gestärkt wird, die letztendlich wie ein Stoßdämpfer wirkt und die Gelenke schützt.“ Er selbst hat schon zweimal an dem berühmten 42,195 km langen Rennen durch die Berliner City teilgenommen und weiß also nicht nur aus Studien, sondern aus eigener Erfahrung, wie es sich mit dem Laufen verhält, sofern man richtig und gut trainiert.

Um die Lebensqualität zu verbessern und die physische Leistungskapazität zu erhalten, schlug Dr. Roland Becker täglich eine 30- bis 60-minütige körperliche Belastung vor, um so das Risiko einer Herzkrankheit zu vermindern. Gleiches gilt für Schlaganfall, Bluthochdruck und Altersdiabetes, aber auch Kolon- und Brustkrebs. „Inaktivität“, so seine weitere Schlussfolgerung, „birgt den Verlust von aerober Fitness, von Koordination (Gleichgewicht, Reaktionsfähigkeit), Haltungsreflexen und Muskelmasse. Dazu wird die Entstehung von Osteoporose besonders bei Frauen gefördert.“ Seine Empfehlung lautet deshalb: Viel Fahrradfahren, Schwimmen oder Jogging.

Der Vortrag stimmte nachdenklich und enthielt viel Wissenswertes. Das wurde anschließend in sechs Praxis-Seminaren vertieft:

Faszien vom Muskel bis hin zum Gelenk. Die Sporttherapeutin und Heilpraktikerin Marion Glogowski-Preuss erläuterte nicht nur, was Faszien sind – mit Nerven versehene Bindegewebshüllen, die die Muskulatur umhüllen. Sie zeigte vor allem, wie mit gezielten Übungen ein Gefühl des Wohlfühlens und der Beweglichkeit innerhalb der Gelenke erreicht werden kann.

Laufanalyse – Verletzungsursachen erkennen, Beschwerden vorbeugen. Diplom-Wissenschaftlerin Maria Neutzner von der Charité und B- Leichtathletik-Trainerin wies speziell daraufhin, dass das Laufen die Grundlage für viele Sportarten bildet. Fehlbelastungen und Fehlverhalten führen oft zu Beschwerden und Verletzungen. „Eine konkrete Analyse mit Beratungsgespräch und Therapieempfehlungen dient dazu, schmerzhafte Probleme zu lösen.“

Sportschuhwahl und Einlageversorgung – Möglichkeiten zur Vermeidung und Behandlung von Gelenkschmerzen. Sensomotorik-Therapeut Stephan Höhmann wies auf die verschiedenen Funktions- und Bauweisen von Schuhen hin, ob sie nun beim Training, Wettkampf, Trail und Walking benutzt werden.

Beweglichkeitstraining für Halswirbelsäule-Schulter-Nacken. Frank Jürgens zeigte Übungen, um degenerativen Prozessen in diesem Bereich gezielt entgegenzuwirken, um Flexibilität, Elastizität und Geschmeidigkeit wieder zu erreichen und um Verspannungen, Verklebungen und Schmerzen aufzulösen.

Funktionelle 3-D-Bewegungen des Hüftgelenks mit Dipl.-Sportwissenschaftler Oliver Hartelt. Beuger und Strecker ermöglichen die nötige Beweglichkeit, wobei das Hüftgelenk als das wichtigste Gelenk des menschlichen Körpers gilt.

Rehasport mit Gelenkpatienten/innen – für die Medizinpädagogin Sonja Hupfer ein heißes Eisen, denn das Training muss sehr vorsichtig dosiert und ausgeübt werden, besonders nach einer Knie- oder Hüftoperation. Ziel sei die Verbesserung von Kraft, Ausdauer, Flexibilität und Koordinationsvermögen. Die Kurse sind nur Ergänzungsmaßnahmen zur Unterstützung, zu Hause muss jeder an sich selbst arbeiten, um wieder voll fit zu werden.

Text/Fotos: Hansjürgen Wille

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news-1144 Fri, 10 May 2019 13:32:01 +0200 250.000 Euro für Berlins Spitzensportler aktuelles/news/details/250000-euro-fuer-berlins-spitzensportler/ Thomas Härtel: „Vorbilder und großartige Repräsentanten“ 56 Beraterverträge überreicht ]]> Die 56 besten Berliner Sportlerinnen und Sportler aus 22 Sportarten haben im STERNBERG-Theater der Spielbank Berlin die Beraterverträge des Landessportbunds Berlin (LSB) erhalten. Die Fördervereinbarungen haben eine Laufzeit von zwölf Monaten und sind mit insgesamt 250.000 Euro dotiert.

„Ich freue mich sehr, dass ich erneut einen Beratervertag erhalten habe“, sagt die Moderne Fünfkämpferin Annika Schleu. „Es ist eine große finanzielle Unterstützung, insbesondere für Athleten aus Sportarten, die nicht so im Fokus stehen, wie dem Modernen Fünfkampf. Darüber hinaus freue ich mich über die Wertschätzung. Die Auszeichnung meiner gezeigten Leistungen bestärkt mich und gibt mir Rückenwind für die neue Saison.“
Auch Para-Leichtathlet Thomas Ulbricht schätzt die Förderung sehr: „Ich bin jedes Mal wieder glücklich, wenn ich einen Beratervertrag erhalte. Ein Beratervertrag ist nicht nur Anerkennung für uns, sondern auch eine große finanzielle Hilfe, um Trainingskleidung und Material zu kaufen.“

Rund die Hälfte der Athletinnen und Athleten aus der Sportmetropole nahm die Beraterverträge persönlich aus den Händen von LSB-Präsident Thomas Härtel, Karsten Finger, LSB-Vizepräsident Leistungssport und Vorstandsvorsitzender des Olympiastützpunktes (OSP), sowie Dr. Harry Bähr, Leiter des OSP, entgegen.

Seit 2002 werden die mit vielfältiger ideeller und finanzieller Unterstützung verbundenen Verträge mit den erfolgreichsten Berliner Athletinnen und Athleten geschlossen. Ausschlaggebend dafür sind das Erststartrecht für einen Berliner Verein sowie die sportlichen Leistungen der vergangenen zwei Jahre. Anhand eines Punkteschlüssels werden die für die Förderung infrage kommenden Sportlerinnen und Sportler ermittelt.

Beraterverträge erhalten:

BMX-Freestyle – Lara Lessmann

Bogenschießen – Elena Richter, Lisa Unruh

Boxen – Omar El-Hag, Murat Yildirim,

Eishockey – Anne Bartsch, Nina Kamenik

Eiskunstlauf – Ruben Blommaert, Paul Fentz, Annika Hocke

Eisschnelllauf – Claudia Pechstein

Hockey Paul – Dösch, Martin Häner, Martin Zwicker

Judo Laura – Vargas Koch

Kanurennsport – Moritz Adam, Marcus Groß, Tim Hecker, Lisa Jahn, Conrad-Robin

Scheibner, Jacob Schopf, Kostja Stroinski

Karate – Duygu Bugur

Leichtathletik – Julia Harting, Robert Harting, Svea Köhrbrück, Lisa-Marie Kwayie, Karolina Pahlitzsch, Gisèle Wender

Moderner Fünfkampf – Annika Schleu

Para-Badminton – Rick Cornell Hellmann

Para-Leichtathletik – Ali Lacin, Andreas Lehmann, Thomas Ulbricht

Para-Schwimmen – Janina Breuer, Elena Krawzow

Para-Tischtennis – Jan Gürtler

Radsport – Theo Reinhardt

Rudern – Paul Gebauer, Martin Sauer, Wolf Niclas Schröder, Moritz Wolff

Segeln – Fabian Graf, Victoria Jurczok, Philipp Loewe, Anika Lorenz

Turnen – Philipp Herder

Volleyball – Linus Weber

Wasserspringen – Patrick Hausding, Lena Hentschel, Patrick Kreisel, Maria Kurjo, Lou Massenberg, Lars Rüdiger, Christina Maria Wassen, Elena Wassen

LSB-Präsident Thomas Härtel: „Unsere Athletinnen und Athleten zeigen, was mit Ausdauer, Zielstrebigkeit und Leistungsbereitschaft im Leben zu erreichen ist. Insofern sind sie Vorbilder und großartige Repräsentanten unserer Sportmetropole Berlin. Wir danken ihnen für ihre herausragenden Leistungen und würdigen ihre Erfolge. Zugleich möchten wir aussichtsreiche Kandidaten für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio unterstützen – bei der Finanzierung von Trainingslagern, Sportmaterial und -kleidung.“

 

Fotos: Wiedensohler/Camera4

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news-1143 Tue, 07 May 2019 14:05:05 +0200 Spitzensport-Verantwortliche wollen enger kooperieren aktuelles/news/details/spitzensport-verantwortliche-wollen-enger-kooperieren/ Ziel ist, die Leistungssport-Region Berlin-Brandenburg weiter zu stärken  ]]> Auf Initiative des neuen LSB-Vizepräsidenten Karsten Finger trafen sich seit vielen Jahren erstmals wieder die Leistungssportverantwortlichen der Länder Berlin und Brandenburg. Sie sprachen im Zusammenhang mit der Leistungssportreform des Deutschen Olympischen Sportbunds über den Nachwuchs- und Spitzensport in Berlin und Brandenburg. Sie sind sich einig: Notwendig sei neues Denken, damit die Region weiter gestärkt wird. Das sei auch im „Leistungssportkonzept Berlin 2024” vorgesehen.

Die Vertreter/-innen der Politik und der verschiedenen Sportarten (mit und ohne Bundesstützpunkt in den beiden Ländern) werden sich künftig regelmäßig treffen, kündigte Karsten Finger an. Er ist zugleich Vorsitzender des Trägervereins des Olympiastützpunkts Berlins. Die letzte Zusammenkunft dieser Art liegt acht Jahre zurück.

Foto: Treffen im Horst-Korber-Zentrum mit (v.r.) Friedhard Teuffel, Direktor, Frank Schlizio, Abteilungsleiter LSB Berlin, Wilfried Lausch, LSB-Vizepräsident, OSP-Leiter Brandenburg, Jörn Levermann, LSB Brandenburg, Dr. Harry Bähr, OSP-Leiter Berlin, Karsten Finger, LSB-Vizepräsident, Gabriele Freytag, Senat Inneres und Sport, Karl-Hans Pezold, Dr. Andreas Hoeppner, Ministerium Bildung, Jugend und Sport Brandenburg 

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news-1139 Thu, 25 Apr 2019 16:24:38 +0200 Mini-Olympia Anfang August in Berlin aktuelles/news/details/mini-olympia-anfang-august-in-berlin/ Pressekonferenz 100 Tage vor den „Finals – Berlin 2019" beim LSB im Haus des Sports. Die Vorfreude der Sportler/-innen ist groß. Gesichter der Finals ]]> 160-m-Kanusprint-Duelle auf der Spree vor der Oberbaumbrücke, Boxkämpfe im Kuppelsaal, Bogenschützen, die ihre Pfeile auf dem Olympischen Platz fliegen lassen – Berlin präsentiert sich am 3. und 4. August wieder einmal als kreative deutsche Sporthauptstadt. Zehn Verbände küren zugleich im vorolympischen Jahr ihre Deutschen Meister. Das heißt: 3.400 Athleten wetteifern um 194 Meistertitel in den Sportarten Leichtathletik, Bahnradsport, Boxen, Kanu, Moderner Fünfkampf, Schwimmen, Wasserspringen, Bogenschießen, Triathlon und Turnen.

Die Sportler/-innen freuen sich jetzt schon auf die Finals. „Berlin löst immer ganz besondere Emotionen bei mir aus. Das Publikum ist sehr lebendig, liebt unsere Sportart und versteht auch etwas davon”, sagte Speerwurf-Europameister Thomas Röhler auf der Pressekonferenz, die genau 100 Tage vor dem Start der Finals im Haus des Landessportbunds Berlin (LSB) stattfand. Bei der Begrüßung lud LSB-Präsident Thomas Härtel alle sportbegeisterten Berliner und Gäste gleich auch noch zum Familiensportfest in den Olympiapark ein, das ebenfalls am ersten Augustwochenende geplant und an beiden Tagen von 10 bis 17 Uhr mit über 100 Mitmachangeboten dem Breitensport gewidmet ist. Er dankte der ARD und dem ZDF, die das große Sportwochenende zu einem Medienereignis machen.

Vorgesehen sind 20 Stunden Live-Übertragung im Fernsehen und außerdem ein Livestream. „Wir setzen acht Ü-Wagen ein und werden überall sein,” kündigte Axel Balkausky an, ARD-Koordinator für Sport. „Ein großer Aufwand, den wir aber gern betreiben”, sagte Thomas Fuhrmann, Leiter der ZDF-Hauptredaktion

Sport-Sportstaatssekretär Aleksander Dzembritzki sprach von „kleinen nationalen Olympischen Spielen” und will am ersten Augustwochenende vom morgens bis abends unterwegs sein, um alle Sportarten live erleben zu können. A. B.

Foto: Die Vorfreude bei den Sportlerinnen und Sportlern auf „Die Finals – Berlin 2019” am 3. und 4. August ist groß. Zur Pressekonferenz 100 Tage vor dem Multi-Sportwochenende kamen (v.l.n.r.) Theo Reinhardt (Radsport), Annika Schleu (Moderner Fünfkampf), Ronald Rauhe (Kanu), Ornella Wahner (Boxen), Sophie Scheder (Turnen), Camilo Mayr (Bogensport), Lukas Dauser (Turnen), Thomas Röhler (Leichtathletik), Alexander Nobis (Moderner Fünfkampf) und Damian Wierling (Schwimmen)

Fotograf: Jürgen Engler

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news-1132 Thu, 18 Apr 2019 09:38:45 +0200 Landessportbund wächst auf 672.788 Vereinsmitglieder aktuelles/news/details/landessportbund-waechst-auf-672788-vereinsmitglieder/ Zehn-Jahres Trend Vereinssport: Stündlich ein neues Mitglied Fotograf: Jürgen Engler ]]> Der Berliner Sport ist um 12.925 Mitgliedschaften (1,96 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. Das ist das Ergebnis der LSB-Statistik zum Stichtag 1.1.2019, die heute in Berlin veröffentlicht wurde. Innerhalb von zehn Jahren kamen 116.302 Mitgliedschaften hinzu, was einem durchschnittlichen Zuwachs von 11.630 Mitgliedschaften pro Jahr (1,2 Prozent), 32 Mitgliedschaften pro Tag und gut einem neuen Mitglied pro Stunde entspricht. 420.067 Männer und 252.721 Frauen sind Mitglied in Berliner Sportvereinen.

Der Kinder- und Jugendsport zählt nunmehr 200.674 (Vorjahr 188.470) Mitgliedschaften. Der Zuwachs von absolut 12.204 Kindern bzw. Jugendlichen der drei Altersgruppen 0 bis 6, 7 bis 14 und 15 bis einschließlich 18-jährigen entspricht einem prozentualen Plus von 6 Prozent. Bei den 7 bis 15-jährigen Jungen ist fast jeder zweite Berliner Mitglied in einem Sportverein (72.753 von 129.796). Sport zählt damit ganz klar zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen von Kindern und Jugendlichen.

Thomas Härtel, Präsident des Landessportbunds Berlin: „Heute zeigt es sich, wie wichtig es ist, Menschen frühzeitig für den Sport zu begeistern. Programme, die in den 90er Jahren aufgelegt wurden, wie zum Beispiel „Kleine kommen ganz groß raus“ oder „Schule und Sportverein/-verband“, zahlen sich heute aus. Knapp ein Drittel aller Vereinsmitglieder sind unter 18 Jahre und jünger. 673.000 Mitgliedschaften im organisierten Sport belegen aber auch, dass für die Berliner Bevölkerung der Sport in der Gruppe, sprich im Verein, nach wie vor einen hohen Stellenwert genießt.“

Auch der Berliner Seniorensport bleibt ein Garant für Mitgliederzuwächse: Die Zahl der über 51-Jährigen im organisierten Sport liegt jetzt bei 200.339 (2018: 193.227). Dieser Zuwachs von 3,7 Prozent macht das weiterhin ungebrochene gesundheitliche Bewusstsein in der Bevölkerung deutlich.

Immer mehr Menschen sind sportlich organisiert. Der Organisationsgrad des Sports im Vergleich zu Gesamtbevölkerung verzeichnet einen leichten Anstieg auf 18 Prozent (2018: 17,5 %). Der Trend zeigt weiterhin nach oben. Nach Angaben des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg wächst die Bevölkerung Berlins um jährlich 34.000 melderechtlich Registrierte. Zum Stichtag 31. Dezember 2018 lebten 3,748.148 Menschen in der Hauptstadt.

Auch die Zahl der Vereine wächst kontinuierlich, auf jetzt 2.539 (2018: 2.531). Spitzenreiter ist Hertha BSC e. V. mit 35.410 Mitgliedern, gefolgt vom 1. FC Union Berlin e. V. (21.569), dem Deutschen Alpenverein Sektion Berlin (19.233) dem Förderverein des Golfverbandes Berlin-Brandenburg e. V. (8.626) und dem SC Charlottenburg mit 7.292 Mitgliedern. Die Vereine sind im Landessportbund Berlin auf 80 Fachverbände verteilt, von denen der Berliner Fußball-Verband e. V. mit 159.004 Mitgliedern die mit Abstand mitgliederstärkste Organisation im Berliner Sport darstellt. Danach folgt der Berliner Turn- und Freizeitsportbund (99.178), der Berliner Hochschulsportverband (63.535), der Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e. V. (34.844) und der Berliner Schwimm-Verband e. V. (28.809). Diese Verbände verzeichnen innerhalb der vergangenen zehn Jahren große Mitgliederzuwächse.

Oliver Weiß

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news-1131 Wed, 10 Apr 2019 18:27:59 +0200 Sportabzeichen wird in Berlin immer beliebter aktuelles/news/details/sportabzeichen-wird-in-berlin-immer-beliebter/ 2018 wurden in Berlin 22.351 Sportabzeichen abgelegt. Das sind 914 mehr ein Jahr zuvor. Ehrung der Sportabzeichen-Jubilare im Haus des Sports ]]> Auch die Zahl der Schulen steigt, die sich am Sportabzeichen-Wettbewerb beteiligen: An 124 Schulen (ein Jahr zuvor 111) haben 18.043 Schüler/-innen die Sportabzeichen-Prüfung bestanden. Das sind 890 mehr als 2017. Das Anne-Frank- Gymnasium ist die sportlichste Schule: Dort wurden die meisten Sportabzeichen-Urkunden ausgestellt: 479. Gefolgt von der Mary-Poppins-Grundschule mit 425.

Am Vereinswettbewerb haben sich 71 Vereine beteiligt. Sie meldeten 3.449 Sportabzeichen. Auch das ist eine Steigerung: 233 mehr als im Vorjahr. Ganz vorn im Vereinswettbewerb landete der TSV GutsMuths, wo 176 Sportabzeichen-Absolventen registriert wurden, dicht gefolgt von LC Stolpertruppe (171) und dem Schwimmverein Berolina (164).

Die Schulen und Vereine wurden im Haus des Sports von LSB-Vizepräsidentin Claudia Zinke geehrt.

Sehen, was geht: 

Monika Kollstedt ist die erste Berlinerin, die die Bedingungen für das Deutsche Sportabzeichen zum 60. Mal erfüllt hat

Seit 1959 hat Monika Kollstedt jedes Jahr – lückenlos! – ihre sportliche Vielseitigkeit unter Beweis gestellt: Sie erfüllte 60 Mal hintereinander die Bedingungen für das Deutsche Sportabzeichen und ist damit die erste Frau in Berlin, die das geschafft hat.

Für Monika Kollstedt ist das Deutsche Sportabzeichen eine Art „TÜV“. „Ich will mich überprüfen, möchte wissen, was ich noch kann und was nicht“, sagt die 78-Jährige. Auch wenn Sie mittlerweile überlegen muss, in welchen Disziplinen sie zur Prüfung antritt. Denn ihre Leistungen zieht sie „nicht mehr einfach so aus dem Hut“, so bleibt sie trotzdem dran. „Ich war nie besonders ehrgeizig, es gab viel bessere Sportlerinnen als mich, aber keine hat so kontinuierlich das Abzeichen gemacht wie ich“, sagt die geborene Berlinerin dann doch ein wenig stolz. Die Ehrung durch den DOSB ist ihr jedoch fast ein wenig peinlich – Monika Kollstedt steht nicht gern im Mittelpunkt.

Bruder ist sportliches Vorbild

Zum Sport kam die sportliche Berlinerin über ihren vier Jahre älteren Bruder. Als Kriegskind, das mit seiner Familie in Ostpreußen evakuiert war, um kurze Zeit später im Treck wieder Richtung Westen zu ziehen, waren die Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen, jahrelang sehr schwierig. „Unser Schulunterricht fand nach Kriegsende in Schichten statt“, erklärt sie. „Mein Bruder hat mich immer angehalten, Sport zu treiben und nahm mich eines Tages mit zum Training.“ Wie ihr Bruder spielte Monika Kollstedt Handball und zeigte leichtathletisches Talent auf den Mittelstrecken. „Mit 13 Jahren wurde ich richtig aktiv und trat dem katholischen Jugendsportverband Deutsche Jugendkraft (DJK) bei.“ Ihrem Verein blieb sie über 60 Jahre treu. „Alle in der Mannschaft haben nebenbei Leichtathletik gemacht. Wir waren früher sehr vielseitig.“

Sportstudium, Heirat, Familie und immer sportlich aktiv

Mit 20 beginnt die sportliche Steglitzerin ein Studium an der Pädagogischen Hochschule in Lankwitz. „Ich wollte Sport unterrichten und wählte die Ausrichtung Leibeserziehung.” Auch während ihres Studiums und ihrer Arbeit an der Schule blieb Monika Kollstedt immer aktiv. 1966 heiratete sie ihren Mann - mit dem sie ihre Leidenschaft für den Sport teilt. Erst mit der Geburt ihrer Tochter 1968 gab sie den Handballsport auf. „Der Spielbetrieb an den Wochenenden war mit Kind einfach zu zeitaufwendig“, erzählt sie. „In der Leichtathletik blieb ich aber nebenher immer aktiv.“ Als qualifizierte Sportlehrerin betätigte sie sich außerdem als Übungsleiterin in der DJK.

Motor für die 70er-Laufbewegung

Anfang der 70er kommt die Trimm-Dich-Bewegung des Deutschen Sportbundes auf. „Trimmy“, das Maskottchen der Bewegung wirbt mit Sprüchen wie „Lauf mal wieder“ oder „Trimm dich am Feierabend“. Auch Monika Kollstedt, die bereits Mitte der Sechziger studentische „Berliner Waldlaufmeisterin“ wurde, lebt den Zeitgeist. Beim Zehlendorfer Verein „Z 88“ schließen sich ehemalige Leichtathletinnen in einer Frauenmannschaft zusammen und werden nach der Familienphase wieder aktiv. Monika Kollstedt läuft jetzt fast jedes Wochenende an der Zehlendorfer Rodelbahn und unterstützt die LG Süd bei Wald- und Volksläufen als Helferin. „Wir traten früher in Mehrkämpfen an und waren nicht wie heute auf eine Sportart spezialisiert“, erklärt die Jubilarin, die sich stets für den Breitensport stark machte.

61. Sportabzeichen steht an

Das Deutschen Sportabzeichen ist für sie Routine geworden. 2018 ließ sie sich – ohne extra dafür zu trainieren – in 200 m Schwimmen, Medizinball Weitwurf, 25 m Kraulschwimmen und Seilspringen prüfen. Sie hat natürlich bestanden. Neben täglichen Gymnastikübungen geht Monika Kollstedt gern Radfahren. Mit einer Freundin macht sie mit dem Rad Tagestouren – etwa an den Elbe-Radweg. „Meinem Mann ist das zu leicht. Der macht anstrengendere Touren und ist einige Marathons gelaufen.“ Soweit es gesundheitlich möglich ist, möchte die sportliche Berlinerin gemeinsam mit ihrem Mann reisen – und das Sportabzeichen machen. Ziele für 2019? „Das ergibt sich“, sagt die 78-Jährige. „Ich werde sehen, was geht.“

Text/Foto: Petra Lang

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news-1129 Thu, 04 Apr 2019 11:14:57 +0200 KiB-Kinder sind sprachlich und motorisch fitter aktuelles/news/details/kib-kinder-sind-sprachlich-und-motorisch-fitter/ Studie belegt Erfolg der LSB-Kindergärten Sportstunde in einer KiB-Kita ]]> Kinder, die eine Kita der Kinder in Bewegung gGmbH (KiB) besuchen, sind nicht nur körperlich gut drauf, sondern auch sprachlich. Das belegt nun eine Studie des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung, bei der 215 Vier- bis Sechsjährige untersucht wurden.

Die KiB-Kindergärten, deren Träger der Landessportbund ist, arbeiten mit dem Leitmotiv „Bewegung als pädagogisches Prinzip“. Die Untersuchung des Teams um Prof. Renate Zimmer und Peter Keßel ergab: Dieser Ansatz wirkt sich positiv auf die motorische und sprachliche Entwicklung der Kinder aus, die merklich über dem Durchschnitt liegen.

Renate Zimmer fügt hinzu: „Es hat sich bei der Studie ein deutlicher Zusammenhang gezeigt: Wer motorisch sicherer ist, ist es auch sprachlich. Das hängt u.a. damit zusammen, dass Bewegung ein Anlass für Sprache ist.“ Kommunikation und Sprachbildung sind neben Bewegung ein weiteres Anliegen der KiB-Kitas.

Die getesteten Kinder überzeugen vor allem in Wort- und Satzbildung. „In Morphologie und Syntax schneiden sie signifikant besser ab als andere Gleichaltrige“, erklärt Peter Keßel. Das gilt auch für diejenigen, die Deutsch als Zweitsprache lernen und in Stadtteilen mit überwiegend sozial benachteiligten Bewohnern leben (Quartiersmanagement). Die Studie ergab, dass sie besonders stark vom Besuch einer KiB-Kita profitieren.

Über den Messzeitraum von etwa einem Jahr haben sich alle Kinder merklich verbessert. Motorisch und sprachlich liegen sie über dem Durchschnitt. Je länger der Besuch einer KiB-Kita dauert, desto größer sind also die Erfolge.

Was die Kindergärten der KiB auszeichnet, ist die hohe Qualifikation ihrer Erzieher/-innen im Bereich Bewegungserziehung. „Auf die Aus- und Fortbildung der pädagogischen Fachkräfte legt der LSB als Träger großen Wert. Hinzu kommt, dass sich die Pädagogen sehr stark mit dem Bewegungsgedanken identifizieren“, berichtet Zimmer.

LSB-Präsident Thomas Härtel: „Bewegung als pädagogisches Prinzip – das zeichnet unsere Kindertagesstätten aus. Bewegung und Bildung gehören für uns zusammen. Und die Studie zeigt, dass das auch von Erfolg begleitet ist. Die Qualifikation unserer Erzieher/-innen ist ein wichtiger Aspekt. Wir wollen deshalb in die Erzieher- und Sozialarbeiter-Ausbildung noch sehr viel stärker das Thema Bewegung hineinbringen. Deshalb starten wir in diesem Jahr den neuen Studiengang ‚Soziale Arbeit und Sport‘.“

Text: Franziska Staupendahl
Foto: Jürgen Engler

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news-1128 Fri, 29 Mar 2019 14:36:00 +0100 Was wird aus dem Olympiastadiongelände? aktuelles/news/details/was-wird-aus-dem-olympiastadiongelaende/ Podiumsdiskussion in der Bildungsstätte der Sportjugend Podiumsdiskussion in der Bildungsstätte der Sportjugend ]]> „Wie sieht die Zukunft des Berliner Olympiaparks aus?“ Die Frage wird wieder heftig diskutiert, seitdem die Pläne von Her- tha BSC für den Neubau eines Stadions bekannt sind. Die Fraktion Bündnis90/ Grüne im Abgeordnetenhaus hatte eine Podiumsdiskussion organisiert. Ein offizieller Vertreter von Hertha BSC erschien trotz Einladung nicht.

60 Gäste kamen in die Bildungsstätte der Sportjugend Berlin. Der Ort war nicht zufällig gewählt. In diesem Haus findet die außerschulische Bildungsarbeit der Sportjugend statt und es steht genau dort, wo Hertha ein neues Fußballstadion bauen will. Die 24 Wohnungen auf dem Nachbargrundstück sind ebenso betroffen. Sportstaatssekretär Aleksander Dzembritzki erklärte noch einmal den Standpunkt des Senats: Für die Bildungsstätte und die Wohnungen muss im Falle eines Stadionneubaus adäquater Ersatz geschaffen werden. Er kündigte an, dass noch im April mit weiteren Entscheidungen gerechnet wird.

Bei der Podiumsdiskussion ging es um den gesamten Olympiapark. „Ein großer Teil liegt im Dornröschenschlaf“, sagte die sportpolitische Sprecherin der Grünen, Nicole Ludwig. Dabei sei schon vor 15 Jahren ein Leitkonzept für die Entwicklung des Areals vorgelegt worden, sagte Moderator Ulrich Zawatka-Gerlach vom Tagesspiegel. „Fast alles ist aber wieder in der Schublade verschwunden.“ Friedhard Teuffel, Direktor des Landessportbunds Berlin, erinnerte an eine weitere Studie aus dem Jahr 2011: „Was fehlt, ist die Umsetzung. Es ist zu wenig Leben auf dem Gelände.“ Der LSB wolle dazu beitragen, dass der Park noch mehr für den Sport genutzt wird, und was alles möglich sei, könne zum Beispiel beim Familiensportfest im Olympiapark erlebt werden. Es findet in diesem Jahr am ersten Augustwochenende zum zehnten Mal statt und erstmals samstags und sonntags.

Inzwischen liegt eine weitere Studie für den Olympiapark vor, die sich mit der Instandsetzung beschäftigt. „Das Papier wird im Senat ausgewertet. Dann werden die Ergebnisse veröffentlicht“, sagte Dzembritzki. Schon jetzt gibt es Diskussionen um den Denkmalschutz: Sollen zweistellige Millionenbeträge für die Sanierung der Tribünen des Schwimmstadions ausgegeben werden, in dem wegen internationaler Bestimmungen niemals wieder Wettkämpfe ausgetragen werden?

Zustimmung von allen Podiumsteilnehmern erntete Petra Vandrey, Vorsitzende der BVV-Fraktion Bündnis90/Grüne in Charlottenburg-Wilmersdorf: „Mein Horrorszenario ist, wenn neben einem neuen Stadion das Olympiastadion verrottet. Alle Vereine und auch Hertha sollten sich an der Diskussion um ein Gesamtkonzept für den Olympiapark beteiligen.“ A.B.

Fotograf: Jürgen Engler

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news-1126 Wed, 27 Mar 2019 14:39:45 +0100 Wege aus dem drohenden Sportstättenkollaps aktuelles/news/details/wege-aus-dem-drohenden-sportstaettenkollaps/ LSB Diskussionsreihe „Sport, Vereine, Zukunft: Berlin" geht weiter LSB Diskussionsreihe: Wege aus dem drohenden Sportstättenkollaps ]]> Fußballplätze auf den Dächern von Supermärkten, Skaterbahnen unter Autobahnbrücken oder Doppelstocksporthallen – ist das die Lösung, um den drohenden Kollaps der Berliner Sportinfrastruktur zu vermeiden? Nach bisher zwei erfolgreichen Veranstaltungen setzte der Landessportbund Berlin am 25. März 2019 seine Diskussionsreihe „Sport, Vereine, Zukunft: Berlin“ fort. Dieses Mal standen die „Sportflächen in der wachsenden Stadt” im Fokus. Karin Schwarz-Viechtbauer, Geschäftsführerin des Österreichischen Instituts für Schul- und Sportstättenbau, erläuterte anhand von Beispielen, welche Strategien eine wachsende europäische Metropole entwickeln kann, um genug Raum für Sport und Bewegung für alle zu schaffen. Ziel müsse es sein, mit einer Anlage möglichst viele Nutzer zu erreichen, z. B. indem Teile von Sportanlagen stärker als bisher geöffnet würden oder der öffentliche Raum vermehrt als Sport- und Bewegungsraum begriffen werde. Man müsse Sport als identitätsstiftende Infrastruktur begreifen. Ein Beispiel: Die Sport- und Freizeitmeile Krems, die wenige Tage zuvor auf einer Zukunftskonferenz öffentlich vorgestellt wurde. Die niederösterreichische Stadt und ihre Bewohner sollten näher an die Donau gebracht werden.  Geplant seien 19 Stationen, mit Kletterwand, Sport- und Schwimmhalle, Motorikpark, Trampolins und einen Skaterpark. Ein Modell auch für Berlin?

Berlins Sportstaatssekretär Aleksander Dzembritzki verfolgte interessiert, welche Konzepte unsere Nachbarn haben, um Lösungsalternativen für die großen Herausforderungen von Berlin – das Wachstum um 250.000 Menschen in den vergangenen Jahren und die steigende sportliche Aktivität der Berliner – ableiten zu können. Derzeit arbeite der Senat an einer Sportentwicklungsstudie. Man wolle zunächst erkunden, wie sich die Bezirke entwickeln müssten, damit der Sport hinterherkomme. Ein zentrales Thema sei dabei die transparente Sportstättenvergabe. Ressourcen in der Stadt müssten voll ausgenutzt werden. Dafür baue der Senat eine aussagekräftige Datenbank auf und schaue sich jede Anlage genau an. 

LSB-Präsident Thomas Härtel lobte die Entscheidung des Senats, 60 neue Schulen mit 300 Hallenteilen zu bauen. Die sei ein Lichtblick für den Berliner Sport. Es sei wichtig, dass sich Schule öffne. Es gehe auch um die Frage, wie sich mehr Bewegung in den Schulalltag hineinbringen lasse. Er wolle diese Frage stärker in den Blick nehmen und hatte daher im Januar 2019 zu einem Runden Tisch „Bewegung an Schulen“ eingeladen, um mit allen beteiligten Akteuren darüber ins Gespräch zu kommen. Es gab aber auch kritische Töne:  Beim Senat müsse der LBS ressortübergreifendes Denken immer lange vorbereiten und immer wieder einfordern. Hier stünde man noch ganz am Anfang.

In den folgenden Arbeitsgruppen kamen die 60 Teilnehmer/-innen zu folgenden Ergebnissen:

AG 1 Stadtentwicklung durch Sport: Bezirkliche Sportstättenplanung als Anker der Sportvereine, geleitet von Prof. Michael Barsuhn, Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung

Es seien Lösungen gefragt, mit denen der organisierte Sport stärker an der Planung partizipieren könne. Geschlossenheit sei gefragt, es brauche kreative Partner innerhalb des Sports und verstärkte Kooperationen. Der Sport müsse geschlossen auftreten und mit einer Stimme sprechen. Die nun in fünf Berliner Bezirken begonnene Sportentwicklungsplanung sei da ein guter Anfang.

AG 2 Sportvereinszentren: Leuchttürme oder Exoten in Berlin? Geleitet von Jörg Schultze-Eichenberg, Turngemeinde in Berlin

Bei gemeinsamen Bauprojekten müsse die Baukompetenz der Senats-Sportverwaltung einbezogen werden. Fusionen von kleineren Sportvereinen seien nur dann zielführend, nur wenn am Ende mehr für den Sport herauskomme. Der Senat wurde aufgefordert, die Förderung zu erhöhen. Gleichzeitig seien große Vereine wichtige Partner auf bezirklicher Ebene und übernähmen mit ihrem Know How und ihren Strukturen wichtige Aufgaben für die Sport- und Bewegungsförderung in der wachsenden Stadt.

AG 3 Alternative Sporträume in der wachsenden Stadt, geleitet von Christian Siegel, DOSB, und Elke Duda, TSV Wittenau

An den Berliner Senat und den LSB wurde die Forderung gerichtet, Vereine bei der Suche nach alternativen Sportflächen stärker zu unterstützen. Es bestehe ein riesiges Potenzial, über diesen Weg den informellen Sport in den organisierten Sport zu bringen.

AG 4 Sport auf Schulflächen, geleitet von Dr. Hermann Budde, Landesbeirat Schulbau

Es wurde die Idee entwickelt, neben neuen Hallen, die hochstandardisiert gebaut würden, pro Bezirk auch ein, zwei Sporthallen für spezielle Sportarten zu errichten, die von der Standardbauweise abwichen. Der Senat wurde aufgefordert, Verbände und Vereine frühzeitig an Planungsprozessen zu beteiligen, z. B. durch einen regelmäßigen Jour Fixe mit dem jeweiligen Bezirksstadtrat.

Text: Oliver Weiß

Ein kurzes Video über die Veranstaltung steht hier.

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news-1125 Wed, 27 Mar 2019 09:51:26 +0100 Special Olympics Team erfolgreich bei den Weltspielen in Abu Dhabi aktuelles/news/details/special-olympics-team-erfolgreich-bei-den-weltspielen-in-abu-dhabi/ Berlin und Brandenburger kehrten mit 10 Gold-, 10 Silber- und 4 Bronzemedaillen zurück und wurden von LSB-Vizepräsidentin Kirsten Ulrich begrüßt Ankunft auf dem Flughafen Tegel ]]> Die 15 Athletinnen, Athleten und Unified Partner des Special Olympics Landesverbandes Berlin-Brandenburg waren bei den Special Olympics World Games (14.-21.03.2019) in Abu Dhabi sehr erfolgreich und haben damit die Gastgeberstadt Berlin der nächsten Weltsommerspiele 2023 bestens vertreten. Sie gehörten zur 229 Personen umfassenden Deutschen Delegation mit insgesamt 163 Athletinnen, Athleten und Unified Partnern.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten haben die Berlin-Brandenburger in den Sportarten Bowling, Kanu, Kraftdreikampf, Radfahren und Schwimmen insgesamt 24 Medaillen erkämpft – 10 Gold, 10 Silber und 4 Bronzemedaillen. Bei Special Olympics starten die Athletinnen und Athleten in ihren Leistungsgruppen und erhalten dadurch alle die Chance auf gute Platzierungen und damit auf Anerkennung. Je zweimal Gold gab es für die Kanuten Julia Rößler (LWB –Lichtenberger Werkstätten für Menschen mit Behinderung) und Leona Johns (Wassersport PCK Schwedt), ebenfalls je zweimal für die Kraftdreikämpfer Kai Krüger und Sergej Ebert (beide BWB, Berliner Werkstatt für Menschen mit Behinderung). Michaela Geißler (Bowling, SG Rehabilitation Berlin-Lichtenberg) und Schwimmer Silvio Wünsche mit Unified Partner Jörg Breske (beide SG Rehabilitation Berlin-Lichtenberg) gewannen je einmal Gold.

Ein Schwerpunkt der Weltspiele 2019 war Special Olympics Unified Sports®, bei dem Sportlerinnen und Sportler mit und ohne geistige Behinderung ein Team bilden. In 15 Sportarten gab es diesmal Unified Wettbewerbe, das ist ein neuer Bestwert bei World Games. Die Berlin-Brandenburger waren mit Unified-Teams im Kanu und im Schwimmen am Start, holten Silber im Kanu-Zweier sowie und Gold und Silber im Freiwasserschwimmen.

Auf die Weltspiele 2023 in Deutschland wurde in Abu Dhabi auf vielfältige Weise hingewiesen. Der Berliner Athlet Dennis Mellentin entzündete mit einem internationalen Athleten-Team die Flamme im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung, der Botschaftsempfang für die Deutsche Delegation am 16. März stand ganz im Zeichen der Weltspiele 2023, es wurden Materialien verteilt, in den Medien auf die künftigen Gastgeber verwiesen. Vor allem waren es die Athletinnen und Athleten vom Team SOD selbst, die in Abu Dhabi für die Teilnehmenden aus aller Welt die Gastgeber 2023 verkörperten.

Die Berliner und Brandenburger Athleten wurden von LSB-Vizepräsidentin Kirsten Ulrich bei ihrer Rückkehr auf dem Flughafen in Tegel  empfangen.

Fotograf: Jürgen Engler 

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news-1123 Mon, 25 Mar 2019 16:33:27 +0100 Top-Thema Kinderschutz aktuelles/news/details/top-thema-kinderschutz/ Vollbesetzter Coubertinsaal beim LSB-Netzwerktreffen der Kinderschutzbeauftragten. Netzwerk-Treffen der Kinderschutzbeauftragten ]]> Über 100 Vereins- und Verbandsvertreter/-innen haben am Netzwerk-Treffen der Kinderschutzbeauftragten in den Berliner Sportvereinen und -verbänden teilgenommen. Eingeladen hatte Kirsten Ulrich, LSB-Vizepräsidentin für Frauen und Gleichstellung und Beauftragte für die Prävention sexualisierter Gewalt und für den Kinderschutz.  

Auf der Tagesordnung standen ein Erfahrungsaustausch und Informationen über den Runden Tisch „Prävention sexualisierter Gewalt”, die Kinderschutz-Workshops des LSB vor Ort sowie am 23./24.8.19 in der Gerhard-Schlegel-Sportschule, der Hinweis auf die neue Internetseite lsb-berlin.de/angebote/praevention-sexualisierter-gewalt-und-kinderschutz und auf die 4. Regionalkonferenz Kinderschutz im Sport am 26. 10.19 in der Sportjugend-Bildungsstätte. 

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news-1118 Wed, 20 Mar 2019 13:19:59 +0100 „Selbst mitmachen, dann ist die Freude umso größer" aktuelles/news/details/selbst-mitmachen-dann-ist-die-freude-umso-groesser/ Erste Talentiade von BERLIN HAT TALENT in Reinickendorf: 150 Kinder und prominente Gäste probierten viele Sportarten aus.  Erste Talentiade in Reinickendorf ]]> 150 Kinder tobten sich bei der ersten Talentiade in Reinickendorf aus. Die Jungen und Mädchen der dritten Klasse konnten an zwölf Stationen verschiedene Sportarten ausprobieren: Basketball, Golf, Kanu, Leichtathletik, Tischtennis, Radsport, Hand- und Volleyball, Ringen und Rudern. Auch Prominenz hatte an diesem Tag viel Spaß an Sport und Bewegung: „Eine tolle Veranstaltung und wenn man selbst mitmachen kann, ist die Freude umso größer, sagte LSB-Präsident Thomas Härtel, der in Sportkleidung erschienen war, nach seinem Sprint durch die Halle in der Hatzfeldtallee. Auch LSB-Direktor Friedhard Teuffel zeigte sein sportliches Talent an den einzelnen Stationen und postete auf Facebook: „Mit 150 begeisterten Kindern in einer Halle Sport zu machen, ist wirklich eine wunderbare Motivation.“

Die Talentiade ist Teil des Projekts BERLIN HAT TALENT, einer Initiative des Landessportbundes Berlin sowie der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Ziel ist es ist, Kinder sportlich zu fördern. Deshalb absolvieren die acht- bis zehnjährigen Schüler an den Grundschulen den Deutschen Motorik-Test. Auf Grundlage der Ergebnisse können Kinder mit motorischen Schwierigkeiten in Bewegungsfördergruppen Spaß finden. Die Kinder mit den besten Ergebnissen werden zu Talentiaden eingeladen.

Reinickendorf ist der siebte Bezirk, der sich an BERLIN HAT TALENT beteiligt. Zur Premiere der Talentiade kam deshalb auch Stadtrat Tobias Dollase – natürlich auch in Sportkleidung. „Es gibt so viele sportliche Talente in Berlin, die möchten wir finden und ihnen die Chance geben, sportliche Erfolge zu erzielen und vielleicht irgendwann mal auf einem Siegerpodest zu stehen“, sagte Dollase. Er betonte, Ziel von BERLIN HAT TALENT ist es, alle Kinder nachhaltig zum Sporttreiben zu animieren.

Nach dem offiziellen Teil und der Siegerehrung konnten die Kinder zusammen mit ihren Eltern direkt Kontakt zu den Vereinen aufnehmen, in denen sie ein Probetraining machen möchten.

Ein kurzes Video über die erste Talentiade in Reinickendorf ist hier zu sehen.

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news-1117 Tue, 19 Mar 2019 14:25:36 +0100 Amateursportpreis für pinkballroom aktuelles/news/details/amateursportpreis-fuer-pinkballroom/ Standard-Showtanzgruppe „revue en rose“ der Turngemeinde in Berlin von 1848 bei der Night of Sports ausgezeichnet Siegerfoto, Foto: Juri Reetz ]]> Die „Night of Sports“ des Berliner Turn- und Freizeitsport-Bundes am 16. März 2019 im Maritim Hotel Berlin war erneut eine rauschende Ball- und Partynacht, an der über 1.000 Gäste teilnahmen. Im Rahmen der Veranstaltung wurde bereits zum 6. Mal der von der Deutschen Olympischen Gesellschaft Berlin und dem Landessportbund Berlin ausgelobte Berliner Amateursport-Preis 2019 vergeben.

Über den 1. Platz konnte sich die Standard-Showgruppe „revue en rose“ von pinkballroom freuen. Pinkballroom, das ist Turniertanzen ausschließlich für gleichgeschlechtliche Paare, das es bereits seit 20 Jahren in der Turngemeinde in Berlin 1848 e.V. gibt. Die Showgruppe nahm den von Lotto Berlin gestifteten Geldpreis in Höhe von 1.500 Euro aus der Hand von Dr. Marion Bleß, Vorstandsmitglied Lotto Berlin, entgegen.

Auf dem 2. Rang die Ruder Union Arkona Berlin, dicht dahinter das Team des Berliner Rugby Club, die jeweils einen Scheck in Höhe von 1.000 Euro bzw. 500 Euro erhielten.

Die Rangfolge war Resultat eines vierwöchigen SMS-Votings und der Entscheidung einer Prominenten-Jury aus Politik, Wirtschaft und Sport. Insgesamt waren 15 Teams aus 15 Sportarten durch die Sportfachverbände nominiert und mit Unterstützung der AOK Nordost den Berlinerinnen und Berlinern zur Wahl gestellt worden.

Die Preisverleihung nahmen neben DOG-Präsident Richard Meng der LSB-Präsident Thomas Härtel, Lotto-Vorstandsmitglied Dr. Marion Bleß sowie Matthias Auth von der AOK Nordost vor.

„Einmal mehr wurde deutlich, wie vielfältig und bunt der Berliner Amateursport ist, wie professionell dort gearbeitet wird und welche großartigen sportlichen Leistungen erbracht werden. Mit der Verleihung des Amateursport-Preises wollen wir ihn aus dem Schatten des alles überstrahlenden Profisports herausholen und ihm die Ehre zuteilwerden zu lassen, die er verdient hat“, so der Präsident der DOG Berlin, Richard Meng. Im Berliner Amateursport werde hervorragende, sehr professionelle Arbeit geleistet, hier werden Spitzenleistungen erzielt, hier werde Sport leidenschaftlich gelebt. Gleichzeitig hätten die Werte des Sports wie Höchstleistung, Freundschaft und Respekt eine große Bedeutung. „Diese Werte wirken nicht nur in den Vereinen und an den jeweiligen Sportstätten, sondern bis hinein in den Alltag, in unsere Gesellschaft“, so Richard Meng.

Das Ball- und Partyevent hat bereits einen festen Platz im Berliner Ballkalender und wird 21. März 2020 an gleicher Stelle stattfinden.

Mit der Mischung aus traditionellem Ballvergnügen und schwungvoller Partystimmung ist für jede Altersgruppe etwas dabei. Das Programm war gespickt mit kleinen Show-Acts, die das Publikum begeisterten. The Funnies, Right Now, DJ Gis und die Louisiana Hot Jazz Company hatten ihr Publikum fest im Griff, so dass bis weit nach Mitternacht die Tanzfläche bis auf den letzten Platz besetzt war. Der Berliner Turn- und Freizeitsport-Bund bedankt sich bei allen Partnern, Sponsoren und Unterstützern, die diese Veranstaltung so erfolgreich gemacht haben.

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news-1110 Wed, 13 Mar 2019 12:14:10 +0100 Berliner Ruderclub Welle-Poseidon feiert 125. Geburtstag aktuelles/news/details/berliner-ruderclub-welle-poseidon-feiert-125-geburtstag/ Traditionsverein am Großen Wannsee hat eine bewegte Geschichte/LSB-Präsident Thomas Härtel und Vizepräsident Karsten Finger gratulierten beim Festakt Nachwuchsarbeit spielt bei Welle-Poseidon eine große Rolle ]]> Der Berliner Ruderclub Welle-Poseidon feierte am 12. März seinen 125. Geburtstag. Vorsitzender Detlef Heinrich begrüßte beim Festakt im Vereinsheim am Großen Wannsee viel Prominenz.

Der Traditionsverein hat eine bewegte Geschichte: In der Nazi-Zeit traten die nicht-jüdischen Mitglieder geschlossen aus, um ihren jüdischen Kameraden weiterhin das Rudern zu ermöglichen. Später folgten Zwangsauflösung, Wiedergründung und Umzug an den Wannsee. „Doch eins blieb immer gleich“, heißt es in der Chronik, „hier saßen immer Menschen in einem Boot, unabhängig von Religion und Weltanschauung.“

„Der Deutsche Ruderverband hat die Geschehnisse zwischen 1933 und 1945 nicht ausreichend aufgearbeitet hat“, sagte Helmut Griep, Ehrenvorsitzender des DRV, in seinem Grußwort beim Festakt. „In vielen Vereinsfestschriften werden die Ausschlüsse jüdischer Mitglieder nicht ausreichend erwähnt. Ich verspreche, dass wir das nachholen werden.“

Auch Thomas Härtel, Präsident des Landessportbund Berlin, ging beim Festakt auf das Thema ein: „Die Geschichte des Berliner Ruderclub Welle-Poseidon lehrt, dass es gilt, allen Anfängen zu wehren, damit so etwas nie wieder passiert."

Karsten Finger, Vorsitzender des Landesruderverbandes Berlin und LSB-Vizepräsident, hob hervor, dass der Berliner Ruderclub Welle-Poseidon die Ruderausbildung für Kinder und Jugendliche seit vielen Jahren gemeinsam mit dem Nachbarverein Potsdamer Ruder Club Germania organisiert. „Gemeinsame Wege zu gehen, ist eine lohnende Sache.“ Er betonte außerdem, dass die Hälfte der rund 200 Vereinsmitglieder Mädchen und Frauen sind. „Das sollte für andere Vereine Vorbild sein“, sagte er, „weil bei den Olympischen Spielen in Tokio erstmals gleich viele Frauen wie Männer startberechtigt sind und weil wir noch mehr Frauen fürs Ehrenamt in den Vereinen und Verbänden gewinnen möchten.“

Artikel aus der LSV-Verbandszeitschrift „Sport in Berlin“, Ausgabe 1,2-2019:

Ein ganz besonderer Ruderverein

Der Berliner Ruder-Club Welle Poseidon war in der NS-Zeit eine rühmliche Ausnahme

Auf den ersten Blick ist der Berliner Ruder-Club Welle Poseidon, der im März 2019 sein 125. Jubiläum feiert, ein Ruderverein wie viele andere. Seit 1962 am Großen Wannsee ansässig bildet das Freizeitrudern den Schwerpunkt der Aktivitäten. Neben Ausfahrten auf dem Wannsee organisiert „Welle Poseidon“ mit gut 230 Mitgliedern häufig mehrtägige Wanderruderfahrten auf großen Flüssen und ist bei Rudersternfahrten dabei. Seit Anfang der 1980er Jahre gibt es sogar eine kleine Segelabteilung.

Das Rudern als Leistungssport ist heute auf den Kinder- und Jugendbereich fokussiert. Zu diesem Zweck hat der BRC im Jahre 2005 gemeinsam mit dem Nachbarverein Potsdamer Ruderclub Germania den Nachwuchsverein Wassersportclub WannseeLöwe gegründet. „Wir haben ein tolles Verhältnis zu unseren Nachbarn. Um die Energie bei der Jugendförderung zu bündeln, haben wir schon vor mehr als zehn Jahren diesen Schritt gemacht“, berichtet der BRC-Vorsitzende Detlef Heinrich.

Eine komplette Fusion der Vereine habe aber nie zur Debatte gestanden, ergänzt Heinrich. Zum einen hätten beide Clubs unterschiedliche Philosophien, zum anderen ließe sich die Vereinsarbeit dann nicht mehr allein mit ehrenamtlichen Kräften bewältigen. „Allein für die Verwaltung der Mitgliedschaft bräuchte man dann hauptamtliche Mitarbeiter“, ist der Vereinschef überzeugt.

Doch betrachtet man die Geschichte von „Welle-Poseidon“, so stellt sich der Club als anders dar als andere Berliner Ruder- oder Sportvereine. In den 1920 Jahren hatte der zunächst in Stralau beheimatete Verein zahlreiche jüdische Mitglieder. Mit der Machtübernahme der Nazis 1933 wurde der Verein, der sich durch eine große Solidarität zwischen jüdischen und nichtjüdischen Ruderern auszeichnete, immer mehr Ziel von Benachteiligungen. Wegen seiner vielen jüdischen Kameraden wurde der BRC aus allen Sportverbänden ausgeschlossen.

Obwohl NS-Funktionäre Druck machten, weigerten sich die christlichen Ruderer beim BRC, ihre jüdischen Kameraden auszuschließen, was bei unzähligen anderen Vereinen der Fall war. Stattdessen verließen die nichtjüdischen Sportler den Club, um es den jüdischen Mitgliedern zu ermöglichen, weiterhin im Verein zu rudern. Gleichwohl ruderten zumindest bis Mitte der 1930er Jahre auch nichtjüdische Sportler informell mit ihren jüdischen Kameraden weiter. Der Verein musste sich allerdings 1936 in „Jüdischer Ruder-Club Welle Poseidon“ umbenennen und verlor im gleichen Jahr sein 1925 erworbenes schönes Bootshaus in Grünau, sodass er fortan nur noch einen verwahrlosten Teil der Bullenbruchinsel nutzen konnte. Schließlich kam es 1939 die Zwangsauflösung.

Nicht zuletzt mithilfe von Vereinskameraden gelang vielen jüdischen Ruderern noch vor dem Massenmord durch die Nazis die Emigration. Andere aber fielen auch dem Massenmord zum Opfer. Emigrierte Ruderer gründeten in den USA, Australien, Südamerika und Afrika neue Clubs unter der Fahne von Welle Poseidon. Eine Reihe von ihnen unterstützten die in Berlin Gebliebenen nach dem Zweiten Weltkrieg beim sportlichen Wiederaufbau.

Doch schon Ende der 1940er Jahre verließ der Club Grünau in Richtung West-Berlin, um sich der Einflussnahme durch die SED im Ostteil zu entziehen. Es dauerte bis 1962, ehe am Großen Wannsee dauerhaft eine neue Heimat gefunden war. Dabei halfen auch emigrierte Vereinsmitglieder wie Leo Bein, Willy Coper und Ursel Fisch – einige von ihnen aus dem Exil zurückgekehrt. Ab 1974 konnten endlich auch Frauen gleichberechtigte Mitglieder werden, wenngleich es auch davor einzelne Ruderinnen beim BRC gegeben hatte. Text: Sven Wierskalla

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news-1094 Mon, 25 Feb 2019 16:40:53 +0100 Hoher Besuch bei der Talentiade aktuelles/news/details/hoher-besuch-bei-der-talentiade/ Bezirksbürgermeister Igel besuchte das Nachwuchsprojekt BERLIN HAT TALENT Talentiade mit Oliver Igel ]]> Bei der Talentiade in Treptow-Köpenick war viel los: 160 Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen haben zahlreiche Sportarten ausprobiert.

Sogar Bezirksbürgermeister Oliver Igel kam vorbei und rannte mit ihnen um die Wette.

Talentiaden sind Teil des Projekts BERLIN HAT TALENT.

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news-1087 Fri, 22 Feb 2019 10:23:57 +0100 Unfall-Prävention aktuelles/news/details/unfall-praevention/ Stiftung „Sicherheit im Sport“ und LSB unterzeichneten Memorandum of Understanding Unterzeichnung Memorandum of Understanding ]]> Die Stiftung „Sicherheit im Sport“ hat sich der Sportunfallprävention verschrieben. Sie setzt sich dafür ein, die Anzahl und Schwere von Unfällen, Verletzungen und Schäden im Sport zu verringern, damit die positiven Wirkungen von Sport und Bewegung voll zur Geltung kommen können. Sportunfälle seien oftmals durch einfache Maßnahmen vermeidbar. Der LSB und die Stiftung haben mit einer gemeinsame Absichtserklärung ihre Zusammenarbeit bekräftigt.

Foto:

Unterzeichnung der Memorandums: LSB-Direktor Friedhard Teuffel (Mi.) und die beiden Stiftungsvorstände Claus Weingärtner (li.), David Schulz (re.)

Fotograf: Jaro Suffner

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news-1086 Fri, 22 Feb 2019 10:15:13 +0100 „Du bist das schönste Mädchen” aktuelles/news/details/du-bist-das-schoenste-maedchen/ Mit einem ergreifenden Film begann die LSB-Fortbildung für Kinderschutzfachkräfte in Vereinen, Kitas und Jugendämtern LSB-Fortbildung Kinderschutz-Fachkräfte ]]> Ein Raum. Eine Frau und ein Mann. Er fragt. Sie antwortet und erzählt von ihrer Kindheit, wie ihr Vater und andere Männer sie missbraucht haben. Der 15-Minuten-Film „Du bist das schönste Mädchen” von Peter Jeschke und Jens Wagner zeigt auf ergreifende Weise ein Leben, das von sexualisierter Gewalt gezeichnet ist.

„Ich will dieses Thema aus dem Tabubereich und der Scham herausholen”, sagte Peter Jeschke bei der Fortbildung für Kinderschutzfachkräfte in Vereinen, Kitas und Jugendämtern, die die Landessportbünde Berlin und Brandenburg regelmäßig organisieren. Deshalb ist er dankbar, dass sein Film bei der Veranstaltung in der Gerhard-Schlegel-Sportschule des LSB Berlin gezeigt wurde. „Meine Botschaft ist: Hingucken und darüber reden. Hier sitzen die Fachleute, die das umsetzen”, so Peter Jeschke.

Jürgen Stein, LSB-Abteilungsleiter Jugend, und Robert Busch vom Vorstand der Brandenburgischen Sportjugend bekräftigen bei der Begrüßung der 40 Teilnehmer/-innen: „Wir sind für 400.000 Kinder, Jugendliche und junge Heranwachsende in den Berliner und Brandenburger Sportvereinen verantwortlich. Prävention sexualisierter Gewalt und Kinderschutz ist eines der wichtigsten Themen unserer gemeinsamen Arbeit.”

In den anschließenden Workshops ging es dann u. a. um rechtliche Aspekte, sexualisierte Gewalt mittels digitaler Medien, Konfliktmanagement und Informationen über N.I.N.A, die „Nationale Infoline, Netzwerk und Anlaufstelle zu sexueller Gewalt an Mädchen und Jungen”.

Kinderschutz bleibt ein fortdauerndes Thema in den beiden Landessportbünden: Das nächste Netzwerktreffen der Kinderschutzbauftragten der Berliner Sportverbände und -vereine findet am 20. März im Haus des Sports statt, die nächste Regionalkonferenz Kinderschutz am 26. Oktober in der Bildungsstätte der Sportjugend Berlin. Angela Baufeld

Weitere Informationen gibt es hier.

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news-1082 Tue, 05 Feb 2019 10:14:56 +0100 Bewegung auf Rezept aktuelles/news/details/bewegung-auf-rezept/ Thomas Härtel spricht im Tagesspiegel-Interview über Gesundheitssport Thomas Härtel im Tagesspiegel-Interview ]]> In Berlin bieten rund 250 Vereine Gesundheitssport unter fachlich qualifizierter Leitung an. Reha- und Präventionssport sind für alle Generationen relevant. LSB-Präsident Thomas Härtel im Tagesspiegel: „Gesundheitsfördernder Sport meint im Besonderen Sportangebote, die primär darauf ausgerichtet sind, uns gesund zu erhalten. Sie stärken gezielt unsere Gesundheitsressourcen wie zum Beispiel Ausdauer, Beweglichkeit oder Kraft und unterstützen somit das Herz-Kreislauf- oder auch das Muskel-Skelett-System.“

Sport ist gesund – und deshalb sagt Härtel: „Bei Ärzten muss es ein Bewusstsein dafür geben, dass es besser ist, dem Patienten Bewegung statt Schmerztabletten zu verschreiben.“

Das ganze Interview gibt es hier als PDF oder auf der Homepage des Tagesspiegel.

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news-1078 Mon, 28 Jan 2019 14:54:00 +0100 Vierter Platz für Berliner TSC aktuelles/news/details/vierter-platz-fuer-berliner-tsc/ Berliner Turn- und Sportclub beim Bundeswettbewerb „Sterne des Sports“ in Gold 2018 geehrt Der Berliner TSC bei der Verleihung STERNE DES SPORTS mit Thomas Härtel und Frank-Walter Steinmeier ]]> Mit einem außergewöhnlichen Projekt gewann der Berliner TSC den Landesausscheid um den Großen Stern des Sports in Silber. Beim bundesweiten Finale in der DZ-Bank am Brandenburger Tor kam der Verein auf Platz 4.

„Wie sehen junge Mitglieder ihren Sportverein?“ In einem Workshop unter diesem Motto ging es darum, in Kurzfilmen darzustellen, was sich in den Abteilungen abspielt. Die Idee hatte Sandra Liebender, Jugendausschuss-Vorsitzende.

Vierzehn Elf- bis 18-Jährige aus den Abteilungen Boxen, Eiskunst- und Eisschnelllauf, Finswimming, Fuß- und Handball sowie Karate trafen sich mit TSC-Ehrenpräsident Günter Polauke, um über den Verein damals und heute zu sprechen. Anschließend wurde es praktisch. Da die Teilnehmer zwar perfekt mit dem Smartphone umgehen können, aber auf dem Gebiet des Filme-Machens Neuland betraten, wurde auf professionelle Hilfe zurückgegriffen.

Rbb-Sportredakteurin Ina Czycykowski, ehemalige Turnerin beim Berliner TSC und jetzt im Vorstand,  erteilte Tipps in punkto Filmtechnik und -schnitt oder auch beim Aufbau einer Dramaturgie: „Ich habe unter anderem zu erklären versucht, was bei einer Nah- beziehungsweise Ferneinstellung herauskommt, welche Möglichkeiten die Frosch- und Vogelperspektive bieten, vor allem aber, wie Bild und Ton (Sprache, Musik) eine Einheit bilden. Wichtig war auch, darauf hinzuweisen, was aus juristischer Sicht bei Video-Dateien zu berücksichtigen ist, was Medienkompetenz, Urheber- und Persönlichkeitsrechte bedeuten.“ 

Die jungen Filmemacher gingen ans Werk, nicht mit Kamera und Mikrofon, sondern mit ihren Smartphones. Sie brachten Erstaunliches zustande, was Cornelia Zaluskowski, Cutterin beim Rundfunk Berlin-Brandenburg, in Form brachte. Der kürzeste Beitrag dauert 37 Sekunden (Finswimming), der längste knapp vier Minuten (Karate). Friederike Stefaniszin machte das Gesamtwerk der Jugendlichen über Facebook und Youtube publik und schickte es an die Jury des LSB und der Volksbank. Mit Erfolg!

LSB-Präsident Thomas Härtel: „Ich finde toll, dass mit den Filmen ein neuer Blick auf den Verein geworfen wird. Sie zeigen die Vielfalt der TSC – und die vielfältigen Talente der jungen Mitglieder.“
BTSC-Geschäftsführer Christopher Krähnert sieht in dem Projekt eine wunderbare Möglichkeit für Jugendliche, Produktives zu leisten und einen Synergieeffekt innerhalb des Vereins zu erreichen, der 4.500 Mitglieder, davon 2.800 unter 18 Jahren, und 22 Abteilungen hat.

 

Foto: © BVR / DOSB / picture alliance

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news-1070 Tue, 22 Jan 2019 16:22:25 +0100 Nachwuchssportler des Jahres geehrt aktuelles/news/details/nachwuchssportler-des-jahres-geehrt/ Hürdensprinterin Gisèle Wender gewann die begehrte Auszeichnung vor der BMX-Freestylerin Lara Lessmann und dem Ruderer Alexander Finger.  Nachwuchssportler des Jahres - Erstplatzierte ]]> Der wichtigste Nachwuchspreis im Berliner Sport geht diesmal an eine Leichtathletin: Gisèle Wender ist „Nachwuchssportlerin des Jahres 2018“. Die 17-jährige Hürden-Sprinterin gewann die begehrte Auszeichnung vor der BMX-Freestylerin Lara Lessmann und dem Ruderer Alexander Finger. Das talentierte Trio wurde im Wintergarten Varieté Berlin für ihre großartigen Leistungen 2018 geehrt.

Möglich gemacht wird das ehrgeizige Projekt durch die Unterstützung zahlreicher Partner und Förderer – allen voran der Berliner Sparkasse und der AOK Nordost. Ebenfalls ausgezeichnet wurden die Berliner Eliteschüler des Sports 2018 und die Gewinner des Berliner Schulsportpreises. Gisèle Wender (SV Bau-Union Berlin) ist das größte deutsche Talent über 400 Meter Hürden. Die 17-Jährige gewann im vergangenen Jahr bei der U18-EM in Ungarn den Europameister-Titel und wurde zudem Deutsche U18-Meisterin. BMX-Freestylerin Lara Lessmann (Mellowpark) fuhr bei den Urban Cycling World Championships (WM der Erwachsenen) in China auf den zweiten Platz und gewann bei den Olympischen Jugendspielen in Buenos Aires Gold im Mixed-Wettbewerb. Alexander Finger vom Berliner Ruder-Club sicherte sich bei der U19-WM in Tschechien mit dem deutschen Doppelvierer Bronze, holte bei den Deutschen Jugendmeisterschaften Silber im Einer und Gold im Doppelvierer.

So werden Berlins Nachwuchssportler des Jahres gewählt

Für eine Nominierung ist es wichtig, dass die Athleten bereits vor Vollendung des 18. Lebensjahrs herausragende sportliche Leistungen erbracht haben. Zu den Auswahlkriterien zählen die Zugehörigkeit zu einem Berliner Sportverein, ein Erfolg bei Deutschen Meisterschaften oder die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb. Sind die Voraussetzungen erfüllt, werden daraus die zwölf Monatsgewinner ermittelt, die für die Wahl zum Nachwuchssportler des Jahres automatisch nominiert sind. Die Sieger werden dann durch eine Online-Wahl und durch die Stimmen einer vierköpfigen Expertenjury ermittelt. In der Jury saßen in diesem Jahr Dr. Harry Bähr (Leiter Olympiastützpunkt Berlin), Tillman Wormuth (Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, Bereich Schulsport und Bewegungserziehung), Frank Schlizio (Abteilungsleiter Leistungssport beim Landessportbund Berlin) und Martin Seeber (Geschäftsführer TOP Sportmarketing Berlin). Beide Abstimmungsergebnisse (Online und Jury) werden in der Endabrechnung zu je 50 Prozent gewichtet.

Clea Reisenweber, Lara Lessmann und Falko Hanisch „Eliteschüler des Sports“

Grund zum Jubeln hatten heute im Wintergarten Varieté auch drei Talente der Berliner Eliteschulen des Sports. Sie wurden in der Kategorie „Eliteschüler des Sports“ geehrt. Bei diesem Preis, der von der Berliner Sparkasse gefördert wird, werden neben sportlichen auch schulische Leistungen berücksichtigt. Für das Schul- und Leistungssportzentrum Berlin (SLZB) wurde Bogenschützin Clea Reisenweber und für die Sportschule im Olympiapark das Golf-Talent Falko Hanisch geehrt. Gleich doppelten Grund zur Freude hatte Lara Lessmann. Die BMX-Freestylerin landete nicht nur bei der Wahl der „Nachwuchssportler des Jahres“ auf dem „Treppchen“, sondern wurde auch für die Flatow-Oberschule als „Eliteschülerin des Sports“ ausgezeichnet.

„Wiederholungstäter“ – Berliner Schulsportpreis für Carl-von-Linné-Schule

Zum vierten Mal verliehen wurde an diesem feierlichen Abend der Berliner Schulsportpreis – und zum zweiten Mal triumphierte die Carl-von-Linné-Schule. Die Schule für Körperbehinderte mischte 2018 gleich in mehreren Sportarten auf Bundesebene ganz vorn mit. Bei Jugend trainiert für Olympia und Paralympics holten die Teams aus Lichtenberg im Rollstuhlbasketball den Titel und landeten zudem im Tischtennis und im Schwimmen auf starken dritten Plätzen.

LSB-Präsident Thomas Härtel: „Ohne Nachwuchs keine Spitze“

„Die Begeisterung für Spitzensport haben wir gerade erst wieder beim Auftakt der Handball-WM erlebt: Die Fans feierten ihre Idole in der ausverkauften Halle. Millionen verfolgten die Spiele vorm Fernseher. Wir wissen: Spitzensporterfolge können Motor und Motivation sein, Sport und Bewegung in das eigene Leben zu integrieren. Die Handball-WM ist also eine gute Gelegenheit, wieder deutlich zu machen: ohne Nachwuchs keine Spitze. Deshalb ist die Förderung von Nachwuchssportlerinnen und -sportlern eine der wichtigsten Aufgaben für den Landessportbund. Wir würdigen heute die besten von ihnen als Vorbilder: Sie trainieren hart für den Erfolg. Wir wollen sie ermutigen, ihren sportlichen Weg weiterzugehen. Dabei sind wir auf Unterstützung angewiesen. Unser besonderer Dank gilt deshalb auch den Sponsoren und Fördern. Für sie gehört die Unterstützung des Nachwuchsleistungssports zur Firmenphilosophie. Das kann nicht hoch genug gewürdigt werden.“

Dank an die Partner – Preise für alle Sieger

Die vom Landessportbund Berlin, Olympiastützpunkt Berlin und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie initiierte Wahl der Talente des Berliner Spitzensports sowie die heutige Auszeichnung werden ermöglicht durch die AOK Nordost und die Berliner Sparkasse sowie A&O Hotels and Hostels, ASS Athletic Sport Sponsoring und den Gastgeber Wintergarten Varieté Berlin.

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news-1066 Fri, 11 Jan 2019 11:04:36 +0100 BERLIN HAT TALENT in Reinickendorf aktuelles/news/details/berlin-hat-talent-in-reinickendorf/ Bezirksstadtrat Tobias Dollase besuchte Till-Eulenspiegel-Grundschule Tobias Dollase bei BERLIN HAT TALENT ]]> Seit diesem Schuljahr gehört auch Reinickendorf  zu den Bezirken, in denen BERLIN HAT TALENT unterwegs ist. Mitarbeiter des Landessportbunds Berlin (LSB) besuchen die Grundschulen im Berliner Norden und stellen das Projekt vor. Im Sportunterricht wird mit allen Drittklässlern der Deutschen Motorik-Test gemacht.

Bei verschiedenen Übungen werden die motorischen Fähigkeiten der Acht- bis Zehnjährigen untersucht. Motorisch auffällige Kinder sollen anschließend in Kooperation mit Sportvereinen gezielt gefördert und gefordert werden.

An der Reinickendorfer Till-Eulenspiegel-Grundschule haben zwei dritte Klassen am Test teilgenommen. Bezirksstadtrat Tobias Dollase (für Jugend, Familie, Schule und Sport) hat bei der Sportstunde vorbeigeschaut, um sich ein Bild zu machen.

Dollase, ehemaliger Vizepräsident Jugend beim LSB: „Es ist toll, dass nun auch Drittklässler in Reinickendorf die Möglichkeit haben, bei BERLIN HAT TALENT mitzumachen. Ich finde an dem Projekt besonders schön, dass nicht nur talentierte Kinder im Fokus sind, sondern auch die, die noch motiviert werden müssen, mehr Sport zu treiben. Auch sie bekommen über die Sportjugend zahlreiche Angebote. Ich unterstütze das Projekt sehr und hoffe, dass viele unserer Kinder dadurch den Weg in die Vereine finden.“

Auch bei den Schulen kommt die Initiative vom LSB und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie gut an. Sportlehrerin Ruth Blumberg berichtet: „Die Kinder können sich in diesem Rahmen einmal ganz neu ausprobieren, Sportarten besser kennenlernen. Und das ganz ohne Leistungsdruck. Auch die, die sich sonst nicht so trauen, machen einfach mit.“

Mehr Informationen zu BERLIN HAT TALENT gibt es hier.

 

Text: Franziska Staupendahl

Foto: Max Weise

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news-1065 Fri, 21 Dec 2018 10:40:51 +0100 Regierender Bürgermeister empfing Ehrenamtliche im Berliner Rathaus aktuelles/news/details/regierender-buergermeister-empfing-ehrenamtliche-im-berliner-rathaus/ Michael Müller dankte in diesem Jahr vor allem den Volunteers der Leichtathletik-EM  Michael Müller dank den Ehrenamtlichen im Berliner Rathaus ]]> Der Regierende Bürgermeister Michael Müller lud über 300 Ehrenamtliche ins Berliner Rathaus ein, um ihnen im Beisein von LSB-Präsident Thomas Härtel für ihr Engagement zu danken. Der Empfang stand im Zeichen der Europameisterschaften in der Leichtathletik und Para-Leichtathletik 2018. Eingeladen waren Vertreter der 2.500 Volunteers, die, so Michael Müller, aus den Europameisterschaften ein „Sommermärchen gemacht haben, das deutschlandweit wahrgenommen wurde und Berlin als einen guten Gastgeber präsentiert hat”. 

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news-1059 Tue, 11 Dec 2018 13:50:58 +0100 „Vereine und Digitalisierung” aktuelles/news/details/vereine-und-digitalisierung-1/ LSB-Diskussionsreihe „Sport.Vereine.Zukunft: Berlin” fortgesetzt. LSB-Tagung „Vereine und Digitalisierung" 10.12.18 ]]> Viele Vereine wissen, dass ihre Zukunft digital ist. Sie fragen sich aber zugleich, was die Digitalisierung für ihre Arbeit bedeutet und wie sie zeitgemäße Automatierungs- und Kommunikationstechnologie für sich einsetzen können. Der LSB hat deshalb seine Diskussionsreihe „Sport.Vereine.Zukunft: Berlin”, die im Juni 2018 gestartet wurde, mit der Veranstaltung „Vereine und Digitalisierung” am 10. Dezember 2018 fortgesetzt.

Dr. Tobias Knobloch von dem Beratungs- und IT-Dienstleistungsunternehmen Capgemini Deutschland GmbH machte in seinem Vortrag von Beginn an deutlich: „Die Technik soll dem Menschen dienen und nicht umgekehrt.” Er rät Sportvereinen, nicht um jeden Preis und zum Selbstzweck technische Neuerungen einzuführen, sondern nur dann, wenn diese Neuerungen angemessen sind und personell und finanziell gestemmt werden können.

Ganz besonders wichtig ist für ihn die große Verantwortung, die die Vereine tragen: „In Berlin gibt es 660.000 Sportvereinsmitglieder. Viele Großstädte in Deutschland haben nicht so viele Einwohner. Der Einfluss und die Macht der Vereine sind groß. Sie haben eine Verantwortung in Bezug auf ihr ethisches Handeln.” An Sportvereine würden, wie an staatliche Stellen auch, höhere Ansprüche gestellt. „Vereine können es sich nicht leisten, hemdsärmlig vorzugehen, zum Beispiel beim Datenschutz”, sagte er.

Das bestätigt Martina Prahl. Die 37-jährige Diplom-Ingenieurin ist seit kurzem Vorsitzende des Voltigierverein Spreeteam e. V.: „Drei von fünf Mitgliedern in unserem Vorstand sind neu. Wir suchen nach neuen Ideen, vor allem in der Kommunikation. Einer mag Mailings, der andere Newsletter. Welche Kommunikations-Tools gibt es noch? Deshalb bin ich heute hier. ”

Sascha Dibowski (40), stellvertretender Vorsitzender des Tegeler Schützen-Vereins, ist vor allem deshalb gekommen, um zu erfahren: „Wie gewinnen wir neue Mitglieder?” Auf normalem Weg sei das kaum noch möglich. „Wir müssen Wege finden, unseren Verein zu zeigen, präsent zu sein - mit einer vernünftigen Homepage für junge Leute, mit Facebook und Twitter. Digitalisierung im Verein ist wichtig.”, so der IT-System-Kaufmann, der sich seit 20 Jahren in seinem Verein engagiert.

Susanne Clark (51) gibt selbst Seminare für einen Software-Hersteller. Ehrenamtlich kümmert sie sich um Digitalisierung im Potsdamer Yacht Club. „Ich will heute vor allem erfahren, wie andere Vereine mit dem Thema umgehen. Gern gebe ich auch meine Erfahrungen weiter. Außerdem will ich meine Vereinsmanger-Lizenz verlängern.”

Tobias Knobloch ermunterte mit seinem Vortrag die rund 60 Vereinsvertreter, die an diesem Abend in die Gerhard-Schlegel-Sportschule gekommen waren, moderne Technik in ihren Vereinen zu nutzen. Bei der Frage „Welche technische Anwendungen bieten sich an?” empfiehlt er, nach kostenfreien oder kostengünstigen Lösungen zu suchen, die eventuell einen Mehrwert für mehrere Bereiche haben. Er nennt Einsatzmöglichkeiten wie Verwaltung und Organisation, Kommunikation, Vermarktung, Gewinnen neuer Mitglieder und Sponsoren. Sein Fazit: „ Es geht um ein gedeihliches Miteinander und kein Gegeneinander von Mensch und Technik.” Die Digitalisierung werde nicht den Menschen ersetzen. Er ist sich sicher: „Vereinsarbeit wird ein zutiefst menschliches Business bleiben.”

Weil ein Vortrag und vier anschließende Workshops nicht alle Fragen der Vereinsvertreter beantworten können, setzt der LSB seine Diskussionsreihe „Sport.Vereine.Zukunft: Berlin” fort. Darüber informierten die Organisatoren, die LSB-Abteilungsleiter Anke Nöcker und Dr. Christian Haberecht. Zu den nächsten Themen gehört Sportinfrastruktur. Um „Mitarbeit im Verein: Personalentwicklung für Ehrenamt und Hauptamt” geht es dann bei der LSB-Sportentwicklungskonferenz am 20./21. September 2019

Ein kurzer Film über die Veranstaltung ist hier zu sehen.

Text: Angela Baufeld

Fotos: Jaro Suffner

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news-1057 Mon, 10 Dec 2018 11:32:47 +0100 Berlin wählt Eishockey-Trio zum „Sportler des Jahres“ aktuelles/news/details/berlin-waehlt-eishockey-trio-zum-sportler-des-jahres/ Jonas Müller, Frank Hördler und Marcel Noebels, Lisa Unruh, ALBA Berlin und Stelian Moculescu sind die Berliner CHAMPIONS 2018 Berlins CHAMPIONS 2018 ]]> Seit 40 Jahren wird in Berlin der „Sportler des Jahres“ gewählt – aber das gab es noch nie: Mit Jonas Müller, Frank Hördler und Marcel Noebels wurden in der Kategorie „Sportler des Jahres“ erstmals drei Athleten ausgezeichnet. Gemeinsam hat das Eisbären-Trio mit dem deutschen Eishockey-Nationalteam bei den Olympischen Spielen in Südkorea Geschichte geschrieben und Silber gewonnen.

„Sportlerin des Jahres“ ist Bogenschützin Lisa Unruh, die Basketballer von ALBA Berlin sind „Mannschaft des Jahres“, und Stelian Moculescu, der die BR Volleys zur Deutschen Meisterschaft führte, siegt in der Kategorie „Trainer des Jahres“.

Die über 2.000 Gäste in der Estrel Convention Hall feierten die CHAMPIONS 2018 – BERLINS SPORTLER DES JAHRES mit Standing Ovations. Der beliebte Publikumspreis der Hauptstadt-Medien wird bereits seit 1979 verliehen.

Bei den Männern hatten die Medienvertreter mit Jonas Müller stellvertretend einen der drei Eisbären, die im Frühjahr in Südkorea sensationell Olympia-Silber mit der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft gewonnen hatten, für die Wahl nominiert. Jonas Müller, der im Olympia-Finale ein Tor erzielt hatte, wurde von den Berlinerinnen und Berlinern sowie einer Expertenjury auf Platz eins gewählt – und heute im Rahmen der glamourösen CHAMPIONS-Gala gemeinsam mit seinen Kollegen Frank Hördler und Marcel Noebels ausgezeichnet. „Das ist eine richtig coole Sache“, freute sich Jonas Müller. „Toll, dass wir alle drei gewonnen haben. Denn alles was wir erreichen, erreichen wir als Team.“ Platz zwei geht an Marcus Groß. Bei der WM in Portugal triumphierte der 29-jährige Kanute mit seinem Partner Max Hoff im Kajak-Zweier über 1.000 Meter. Zudem holte das Duo EM-Silber in Belgrad. Auf den dritten Platz landete Ali Lacin, der bei der Para-Leichtathletik-EM in der Sportmetropole Berlin über die 200 Meter Silber gewann.

Nach 2016 steht Lisa Unruh zum zweiten Mal ganz oben auf dem CHAMPIONS-Podest. Die 30-jährige Bogenschützin feierte in diesem Jahr gleich drei Weltmeister-Titel. Sie gewinnt die CHAMPIONS-Wahl vor Elena Krawzow, der bei der Para-Schwimm-EM in Dublin das Gold-Triple (100 m Brust, 50 m Freistil, 200 m Lagen) gelang. Platz drei sichert sich die Neuköllner Leichtathletin Lisa-Marie Kwayie, die bei der EM im Berliner Olympiastadion mit der Staffel auf den Bronze-Rang sprintete. Lisa Unruh: „Diese Ehrung ist etwas ganz besonders. Hier steht auch das Bogenschießen einmal im Rampenlicht.“

In der Meisterschaft und im Pokal scheiterten sie ganz knapp – bei der Wahl der „Mannschaft des Jahres 2018“ sichern sich die Basketballer von ALBA Berlin den CHAMPIONS-Titel. Es ist bereits der achte Erfolg bei der traditionellen Wahl der Berliner Medien, kein Team gewann in den vergangenen 25 Jahren häufiger. Den Sprung aufs CHAMPIONS-Podest schaffen neben dem Basketball-Vize-Meister auch die Eisbären Berlin, die ebenfalls Vize-Meister wurden, und die Füchse Berlin. Die Vorzeige-Handballer der Hauptstadt gewannen nach 2015 zum zweiten Mal den EHF-Pokal. „Wir sind in Meisterschaft und Pokal zweimal ganz knapp gescheitert. Die Champions-Trophäe ist eine tolle Bestätigung“, sagte ALBA-Kapitän Niels Giffey. „Diese Auszeichnung, die wir den Berlinerinnen und Berlinern zu verdanken haben, zeigt, dass wir mit unserem Team die Menschen in der Stadt bewegt haben.“

Stelian Moculescu ist Berlins „Trainer des Jahres 2018“. Deutschlands erfolgreichster Volleyball-Coach führte die BERLIN RECYCLING VOLLEYS in nur drei Monaten zurück an die Ligaspitze und feierte den Meistertitel – den dritten in Folge für die Berliner. Hertha-Erfolgstrainer Pál Dárdai wurde Zweiter vor ALBA-Coach Alejandro García Reneses. „Ich freue mich sehr über diesen Preis“, sagte Stelian Moculescu. „Meine Zeit in Berlin gehört zu den schönsten Stationen in meiner Karriere.“

Durch den exklusiven CHAMPIONS-Abend führten Silke Beickert und Matthias Killing. Die glamouröse Gala im Estrel mit Tanz bis in den Morgen stand diesmal unter dem Motto „Handball-WM 2019“.

Die große Bühne gehörte an diesem Abend indes nicht nur den CHAMPIONS 2018. Die Vorzeige-Athleten und Olympiasieger Robert Harting (Diskus) und Lena Schöneborn (Moderner Fünfkampf), die beide ihre großen Karrieren in diesem Jahr beendeten, wurden feierlich verabschiedet. Der langjährige BR-Volleys-Kapitän Robert Kromm, der im Sommer ein letztes Mal mit seinem Team den Meistertitel gewonnen hat, wurde für seine Verdienste mit dem „Sonderpreis der Sportmetropole Berlin“ ausgezeichnet.

Auf Initiative der Novomatic AG und der Spielbank Berlin erhielt die Familie der einstigen Berliner Ausnahme-Schwimmerin Daniela Samulski den Manfred von Richthofen-Solidaritätspreis. Daniela Samulski, verheiratete Schwienke, erlag im Mai 2018 im Alter von nur 33 Jahren einem Krebsleiden. Sie hinterlässt einen Ehemann und einen Sohn. Der Manfred von Richthofen-Solidaritätspreis ist mit einer finanziellen Zuwendung in Höhe von 5.000 Euro verbunden.


ERGEBNIS CHAMPIONS 2018

Sportlerin des Jahres
1 Lisa Unruh Bogenschießen 15,24 %
2 Elena Krawzow Para-Schwimmen 13,97 %
3 Lisa-Marie Kwayie Leichtathletik 12,10 %
4 Claudia Pechstein Eisschnelllauf 11,32 %
5 Annika Schleu Moderner Fünfkampf 9,67 %
6 Lara Lessmann BMX Freestyle 9,23 %
7 Maria Kurjo Wasserspringen 8,20 %
8 Nina Mittelham Tischtennis 8,08 %
9 Charlotte Becker Radsport 7,25 %
10 Lisa Graf Schwimmen 4,94 %


Sportler des Jahres
1 Jonas Müller* Eishockey 19,09 %
2 Marcus Groß Kanu 15,71 %
3 Ali Lacin Para-Leichtathletik 12,89 %
4 Maximilian Schachmann Radsport 10,04 %
5 Lou Massenberg Wasserspringen 9,66 %
6 Theo Reinhardt Radsport 8,86 %
7 Eric Franke Bob 8,52 %
8 Robert Joachim Gewichtheben 5,54 %
9 Fabian Graf Segeln 4,91 %
10 Martin Obst Ringen 4,79 %
* Ebenfalls ausgezeichnet wurden Jonas Müllers Teamkollegen Frank Hördler und Marcel Noebels (Gemeinsam gewann das Eishockey-Trio Olympia-Silber).

Mannschaft des Jahres
1 ALBA BERLIN Basketball 14,07 %
2 Eisbären Berlin Eishockey 13,47 %
3 Füchse Berlin Handball 13,13 %
4 BR Volleys Volleyball 12,75 %
5 Lisa Buckwitz & Mariama Jamanka Bob 11,23 %
6 1. FC Union Berlin Fußball 9,51 %
7 Hertha BSC Fußball 7,99 %
8 Berlin Kobra Ladies American Football 7,77 %
9 Patrick Hausding & Lars Rüdiger Wasserspringen 5,93 %
10 Spandau 04 Wasserball 4,16 %


Trainer/Manager des Jahres
1 Stelian Moculescu Volleyball 14,92 %
2 Pál Dárdai Fußball 14,69 %
3 Alejandro García Reneses Basketball 13,98 %
4 Velimir Petkovi? Handball 12,06 %
5 Mark Milde Marathon 8,39 %
6 Christoph Bohm Wasserspringen 8,33 %
7 Natalia Butuzova Bogenschießen 8,08 %
8 Phillip Semichin Para-Schwimmen 6,85 %
9 Eckehardt Sahr Kanu 6,60 %
10 Gerhard Schöningh Galopprennsport 6,10 %

 

Text: TOP Sportmarketing
Foto: Jürgen Engler

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news-1055 Tue, 04 Dec 2018 14:53:37 +0100 Weihnachtsgeschenke für Berlins Jugendtrainer aktuelles/news/details/weihnachtsgeschenke-fuer-berlins-jugendtrainer/ Klaus Böger und Werner Gegenbauer übergeben 100 Lose der Bildungs-Chancen-Lotterie Klaus Böger und Werner Gegenbauer übergeben 100 Glückslose an Jugendtrainer ]]> LSB-Ehrenpräsident Klaus Böger hat 100 Glückslose der Bildungs-Chancen-Lotterie an Berliner Jugendtrainer überreicht. Stifter der Lose ist Werner Gegenbauer, Gesellschafter der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. Mit der Aktion wollen sie ein Zeichen der Anerkennung setzen.

„Ich kenne die Probleme der Jugendtrainer, die mit viel Herz aber wenig materieller Belohnung ihren Job machen. Ich wollte ein Zeichen setzen und zeigen: ‚Wir denken an euch‘“, erklärt Werner Gegenbauer. Mit etwas Glück können die 100 Trainerinnen und Trainer mit ihrem Los bis zu zwei Millionen Euro gewinnen.

Gegenbauer und Böger haben vier Gewinnscheine persönlich verschenkt. Hockey-Trainer Aljoscha Thews vom Berliner Sportclub, Michael Lenck, Volleyball-Coach beim Berliner Turn- und Sportclub, sowie die beiden Judo-Trainer Reinhard Bunk (Kampfsportschule im Klostergarten) und Andreas Polle (Sportverein Berlin 2000) waren ins Haus des Sports gekommen. Sie nahmen dort die Lose stellvertretend für all die anderen Jugend-Coaches entgegen. Klaus Böger bei der Übergabe: „Herr Gegenbauer zeigt damit, dass er ein Herz für den Breitensport hat. Das ist toll! Nun wünsche ich allen, die ein Los bekommen haben, viel Glück!“

Die Bildungs-Chancen-Lotterie ist die erste deutsche Soziallotterie, die ausschließlich Bildungsprojekte fördert. 30 Prozent des Los-Preises werden dafür eingesetzt. Initiatoren der Lotterie sind der Stifterverband, SOS-Kinderdörfer und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung. Sie wollen mit dem Geld Menschen helfen, ihre Potenziale zu entfalten.
Agnes Kick von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung berichtet: „Wir arbeiten mit Herrn Böger und Herrn Gegenbauer schon lange zusammen. Gemeinsam haben wir in den letzten Jahren viel bewegt – besonders für Kinder, die nicht so gute Möglichkeiten haben.“

Hier gibt es weitere Infos über die Lotterie.

 

Text: Franziska Staupendahl
Foto: Jaro Suffner

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news-1054 Fri, 30 Nov 2018 10:59:58 +0100 Abschiedsempfang für Klaus Böger und Heiner Brandi aktuelles/news/details/abschiedsempfang-fuer-klaus-boeger-und-heiner-brandi/ Viel Prominenz aus Sport, Politik und Wirtschaft folgte der Einladung ins Haus des Sports.  Abschiedsempfang für Klaus Böger und Heiner Brandi ]]> Klaus Böger und Dr. Heiner Brandi hatten ihren Abschiedsempfang unter das Motto „Danke für die Zusammenarbeit” gestellt. Klaus Böger war nach drei Wahlperioden und über neun Jahren nicht mehr zur Wahl als LSB-Präsident angetreten. Dr. Heiner Brandi, der über 30 Jahre beim LSB gearbeitet hat und seit 2012 Direktor war, geht jetzt in den Ruhestand.

Viel Prominenz aus Sport, Politik und Wirtschaft war der Einladung ins Haus des Sports gefolgt, u. a. Innen- und Sportsenator Andreas Geisel, Bildungssenatorin Sandra Scheeres, DOSB-Vizepräsidentin Professor Dr. Gudrun Doll-Tepper, Unternehmer und Hertha-Präsident Werner Gegenbauer, Manager der BR Volleys Kaweh Niroomand und zahlreiche Präsidenten der LSB-Mitgliedsorganisationen.

„Ich danke allen, die gekommen sind”, sagte Böger. „Das ist ein Zeichen dafür, dass der Sport in der Gesellschaft verankert ist.” Er dankte der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie vor allem für die Unterstützung des Nachwuchsprojekts „Berlin hat Talent”, das in seiner Amtszeit ins Leben gerufen wurde und das ihm sehr am Herzen liegt.

„Das Duo Böger/Brandi brennt für den Sport”, hob Senator Geisel hervor. „Sie haben die Sportmetropole bereichert und strahlender gemacht. Der Sport steht jetzt besser da als vorher.” Ihre größte Leistung sei die Fördervereinbarung „Zukunftssicherung Sport”.

Auch der neue LSB-Präsident Thomas Härtel dankte Klaus Böger: „Als Ehrenpräsident wirst du auch weiterhin eine Stimme des Berliner Sports sein.”

 

Text: Angela Baufeld
Fotos: Jaro Suffner

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