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Bericht zum DOSB-Ausbildungszertifikat

Modul Soziale Kompetenz - "Umgang mit heterogenen Gruppen" am 30.03.2019 mit Alexandra Bielecke 

Was macht uns Ausbilder/-innen / Trainer/-innen so besonders und was ist wichtig für unsere Arbeit im Verein oder Verband? Diese und andere Fragen wollten wir beim Ausbildungszertifikat klären und kamen deshalb bei schönstem Wetter am Wochenende in der Sportschule des LSB Berlin zusammen. Wir, das waren acht unterschiedliche Persönlichkeiten aus verschiedenen Vereinen und Verbänden. Das Gemeinsame wurde schnell bei der etwas ungewohnten Vorstellungsrunde sichtbar – die langjährige Unterrichtskompetenz und die Begeisterung für unsere Sportart. Ungewöhnlich deshalb, weil es der Dozentin Alexandra Bielecke gleich zu Anfang auf humorvolle Art gelang, uns aus der Reserve zu locken, mit Fragen wie „Wer bin ich?", "Die zwei Tage haben sich gelohnt, wenn..." und "Wann laufen wir in Seminaren zur Höchstform auf?“. Fragen, die wir in anderen Seminaren so noch nicht gehört und beantwortet haben. Auf dieser Basis ging es munter und informativ weiter, mit den Themen "Was bedeutet überhaupt Heterogenität in Gruppen?", "Wo sind die Vorteile?", "Wer arbeitet lieber mit homogenen Gruppen zusammen?". Es war spannend zu sehen, wo die Einzelnen ihre persönlichen Präferenzen sahen und wie wir am besten die Gruppendynamik in heterogenen Gruppen für die sportliche Entwicklung nutzen können. Wie erkenne ich als Trainer die verschiedenen Charaktere? Es wurde uns das Riemann-Thomann-Modell erläutert – also "gleich und gleich gesellt sich gern" oder doch "Gegensätze ziehen sich an"? So ging es fortlaufend weiter, der erste Tag war schnell vorüber und der zweite Tag fing ebenso spannend an, nämlich „was tun, wenn es knallt“. Wie lautet eine wohlgeformte Ansprache, was hört mein Gegenüber, wenn ich eine Kritik äußere. Viele dieser gezeigten Formate sind auch im Privatleben von Nutzen. Jede/-r hat mit ihrem/seinem Anliegen Recht, wir Trainer/-innen müssen wissen, wie die Botschaft dahinter aussehen kann und entsprechend reagieren, wenn der/die Sportler/-in mal wieder bockig ist. Oft meinen wir sachlich zu sein, reagieren aber heftig auf der Beziehungsebene. Deswegen ist es wichtig, regelmäßig einen „Boxenstopp“ einzulegen, d.h. unsere Teilnehmer/-innen zu fragen, ob diese sich wohl fühlen bzw. was deren Wünsche und Anliegen sind. Der Sonntag ging zu Ende mit der kreativen Herausforderung zum/-r „Supertrainer/-in“. Hier durfte noch einmal aus dem Vollem geschöpft und der Fantasie freien Lauf gelassen werden. Das Ergebnis war keine Überraschung. Gibt es überhaupt den/die „Supertrainer/-in“? Wir sind auch nur Menschen mit allen Stärken und Schwächen, doch haben wir eine besondere Herausforderung. Wir wollen andere für unseren Sport begeistern. Das ist unser Ziel. Dazu gehören Eigenschaften wie Teamfähigkeit, Erfahrungen, Empathie, Können, Verständnis und vor allem Humor. Das und mehr konnten wir an diesem Wochenende erleben.

 

 

  • Gruppenbild der Teilnehmenden
  • Teilnehmende DOSB-Ausbildungszertifikat 2019