Wissenswertes

Das Ziel im Bereich Sport der Älteren ist es, einen positiven Beitrag zum Erhalt und zur Verbesserung der Lebensqualität älterer Bürger zu leisten. Dies gilt auch, wenn erst in höherem Alter damit begonnen wird. Durch Bewegung und Sport werden immer mehrere Komponenten gleichzeitig angesprochen, wie

  • die soziale Komponente z.B. Kommunikation, Geselligkeit, Kontaktfähigkeit 
  • die physische Komponente z.B. Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Koordination
  • die psychische Komponente z.B. Willensstärke, Gedächtnisleistung, Begeisterung

Das bedeutet, dass durch körperliche Aktivität immer Körper und Geist gleichzeitig aktiviert werden. Fitness kann man nicht speichern, sondern muss durch regelmäßiges Training ständig erneuert und erhalten werden. Auch im Seniorenalter ist ein Einstieg für altersgerechte Bewegung möglich. Neueinsteiger oder Wiedereinsteiger sollten sich vorher mit einem Arzt konsultieren.

Alle Bürgerinnen und Bürger ab dem 50. Lebensjahr.

Die Weltgesundheitsorganisation hat folgende Bezeichnungen für die Weltbevölkerung ab 50+ herausgegeben:

  • 51 bis 60 Jahre alternde Menschen
  • 61 bis 75 Jahre ältere Menschen
  • 76 bis 90 Jahre alte Menschen
  • 91 bis 100 Jahre sehr alte Menschen
  • über 100 Jahre Langlebige
  • Fast jede Sportart ist für den Seniorensport geeignet (beachten: Neueinsteiger, Wiedereinsteiger oder Livetime - Sportler!)
  • Schwerpunkte im Alter sind: Entwicklung von Ausdauer, Kraft, Koordination und Beweglichkeit
  • Wichtig ist die Einheit von Qualität mit Quantität (individuelle Abstimmung der sportlichen Betätigung nach: Gesundheitszustand, Leistungsvermögen, Sportartwunsch, zur Verfügung stehenden Zeit....)
  • Allgemeinen Gesundheitszustand regelmäßig vom Arzt prüfen lassen Gesundheitscheck beim Sportarzt (Professioneller Gesundheitsscheck im Zentrum für Sportmedizin)
  • Es ist nie zu spät zum Sporttreiben
  • Regelmäßiges Training anstreben! (Resultate sind nicht speicherbar
  • Das Altern führt gesetzmäßig zu körperlichen Unzulänglichkeiten (aber sie können gebremst werden)
  • Bei akuten Infekten und fieberhaften Erkrankungen pausieren!

Bei folgenden Beschwerden oder Hinweisen raten wir vom Training ohne vorherige medizinische Abklärung ab:

• akute Erkrankungen, insbesondere Erkältungskrankheiten mit erhöhter Temperatur

• Gelenk und Muskelbeschwerden

• Zahnentzündungen

• Kurzatmigkeit bei sonst gewohnter körperlicher Belastung

• Engegefühl oder Beschwerden im Brustbereich

• Kopfschmerzen oder Schwindel bei körperlicher Anstrengung

• unregelmäßigem Herzschlag (Rhythmusstörungen)

• neu aufgetretenen Rücken-, Gelenk- oder Muskelbeschwerden

• Vorliegen von Bluthochdruck, Herzerkrankungen

• Zustand nach einer Wirbelsäulenoperation oder Bandscheibenvorfall

• Operationen vor weniger als 6 Wochen.

 Im Zweifelsfall fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt

 

für das gesamte Training gilt:

Achten Sie während der Bewegung auf eine normale Atmung (keine Pressatmung!)

Führen Sie die Übungen langsam und kontrolliert aus!

Sollten während der Übung Schmerzen auftreten, verringern Sie das Bewegungsausmaß oder gehen zur nächsten Übung!

Bei Schwindel oder starker Kurzatmigkeit brechen Sie die Übungen ab!

 

 

Bitte beachten Sie auch untenstehende Hinweise zu Kraft- und Beweglichkeitstraining!

 

Hinweise zum Krafttraining:

Achten Sie bei allen Übungen auf eine gleichmäßige Atmung.

In der Regel atmet man aus, wenn der Muskel sich zusammenzieht (aktive Phase) und ein, wenn sich der Muskel entspannt. Atmen Sie bei statischen Übungen, d.h. wenn Sie Muskeln anspannen, ohne die Körperteile zu bewegen, gleichmäßig weiter.

Belasten Sie sich nicht maximal.

Training ist am effektivsten, wenn Sie sich nur bis 80% der maximalen Anstrengung belasten. Dies bedeutet, dass Sie am Ende das Gefühl haben sollen, Sie hätten noch weitere 2-5 Wiederholungen oder weitere 2-5 Sekunden trainieren können.

Führen Sie die Übungen anfangs nicht so lange durch, bis Sie erschöpft sind. Erst wenn Sie im regelmäßigen Training sind, können Sie die Wiederholungen bis zur Ermüdung steigern.

 

Hinweise zum Training der Beweglichkeit:

Dehnen darf etwas unangenehm sein. Es darf aber nie schmerzen!

Und Sie sollen nicht nachfedern!

Dehnen Sie nur ganz leicht bei aktuellem Muskelkater.

Moderates Dehnen zur Erhaltung der Beweglichkeit ist ausreichend. Versuchen Sie nicht, die normale Bewegungsamplitude zu überschreiten (z.B. wie beim Spagat)

 

 

Alle Tipps und Hinweise wurden vom Sport-Gesundheitspark - Zentrum für Sportmedizin zur Verfügung gestellt.