Für Vereine und Übungsleitung

Der Gesundheitssport bietet Sportvereinen die Möglichkeit, Motiven zum Sporttreiben in der Bevölkerung zu entsprechen und somit die Chance auf Gewinn neuer Teilnehmer/innen und Mitglieder zu eröffnen. Denn Gesundheit und damit verbundene Fitness stellt für viele Menschen ein wesentliches Motiv dar, sich sportlich zu betätigen.

Außerdem kann die Ausübung von Gesundheitssport von der Ärzteschaft empfohlen und verordnet sowie von den Kostenträgern (z.B. den Krankenkassen) finanziell gefördert werden. Durch das Anbieten von Gesundheitssport können sich Sportvereine somit zu anerkannten Akteuren im Gesundheitsbereich entwickeln.

 

Mit diesem Meldebogen können Vereine Sportangebote mit qualifizierter Übungsleitung aus dem Bereich Fitness + Gesundheit an den LSB Berlin übermitteln. Die Angebote werden dann exklusiv veröffentlicht auf der LSB-Homepage sowie in der jeweils nächsten Ausgabe der Broschüre Gesundheitssport. (ausgenommen hiervon: SPORT PRO GESUNDHEIT-Angebote u. anerkannte Rehasportgruppen; diese werden bereits über den jeweiligen Fachverband übermittelt u. werden daher auch ohne Meldung über diesen Bogen exklusiv veröffentlicht)

Unter Gesundheitssportangeboten sind Angebote zu verstehen, bei denen es weniger um die Optimierung der sportlichen Leistung geht. Im Vordergrund stehen in in erster Linie gesundheitliche Zielstellungen.

Der LSB Berlin stuft Angebote als Gesundheitssportangebote ein, die folgende Kriterien erfüllen:

- nachweislich im Gesundheitssport qualifizierte Übungsleitung

- Teilnehmerzahl maximal 15 Personen (Abweichungen hiervon möglich im Bereich des Rehabilitationssports)

Bei Gesundheitssportangeboten kann unterschieden werden zwischen Präventionssport und Rehabilitationssport.

 

1. Präventionssport:

Zielgruppe: Personen ohne behandlungsbedürftige Erkrankungen, die etwas für ihre Gesundheit und Fitness tun möchten, um so der Entstehung von Krankheiten oder Beschwerden  vorzubeugen.

Ziele und Inhalte:

  • Gesundheitsförderung durch Stärkung der 5 physischen Gesundheitsressourcen Ausdauer, Kraft (insbesondere Kraftausdauer), Beweglichkeit, Koordination, Entspannungsfähigkeit
  • Gesundheitsförderung durch Stärkung sog. psychosozialer Gesundheitsressourcen wie z.B. Aufbau sozialer Kontakte, Motivation zum langfristigen regelmäßigen Sporttreiben, Wissensvermittlung zu gesundheitssportlicher Aktivität
  • Prävention vor bestimmten Erkrankungen/Beschwerden durch Reduzierung des Risikofaktors Bewegungsmangel

Qualifikation der Übungsleitung: B-Lizenz "Sport in der Prävention" (Infos hier) oder bewegungsbezogener Berufabschluss (Sportwissenschaften, staatl. gepr. Gymnastiklehrer/in, Physiotherapie/KG oder Ergotherapie/Motopädie)


2. Rehabilitationssport:

Zielgruppe: Personen mit oder nach bereits eingetretener Erkrankung, Verletzung oder Unfall, chronisch Kranke, behinderte oder von Behinderung bedrohte Menschen.

Ziele und Inhalte (gemäß BAR - Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining):

  • Stärkung von Ausdauer, Kraft, Koordination, Flexibilität, Stärkung des Selbestbewusstseins, Hilfe zur Selbsthilfe
  • Mittel des Sports und sportlich ausgerichteter Spiele, Übungen in festen Gruppen im Rahmen regelmäßig abgehaltener Übungsveranstaltungen; Maßnahmen sind auf Erfordernisse der Teilnehmer abzustimmen

Erforderliche Qualifikation der Übungsleitung: B-Lizenz "Sport in der Rehabilitation". Weitere Auskünfte hierzu erteilen die für Rehabilitationssport zuständigen Fachverbände (siehe unten)

Besonderes: Vereine erhalten als Erbringer von Rehasport eine Vergütung gemäß der geltenden Vergütungssätze von den zuständigen Kostenträgern (z.B. die Krankenkassen). Voraussetzung hierfür: 1. der/die Teilnehmer/in hat eine ärztliche Verordnung für Rehasport inkl. Bestätigung der Kostenübernahme seitens des zuständigen Kostenträgers, 2. das Vereinssportangebot, an dem der/die Teilnehmer/in teilnimmt, ist als Rehabilitationssportgruppe anerkannt

Für weitere Informationen zum Rehabilitationssport wendet man sich als Verein oder Übungsleiter/in am besten an die in Berlin zuständigen Fachverbände

Das Siegel SPORT PRO GESUNDHEIT wurde vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) in Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer entwickelt. Mit SPORT PRO GESUNDHEIT können Sportangebote der Sportvereine gekennzeichnet werden, wenn diese Angebote bestimmte Kriterien erfüllen. (zu den Kriterien siehe unten Abschnitt "Welche Übungsleitungsqualifikationen und Kriterien sind bei SPORT PRO GESUNDHEIT erforderlich?")

Anerkennung durch die gesetzlichen Krankenkassen:

Nach dem Prinzip "Ein Antrag, zwei Siegel" können Sportvereine mit Beantragung des SPORT PRO GESUNDHEIT-Siegels zusätzlich für ein Sportangebot auch das Siegel "Deutscher Standard Prävention" der "Zentrale Prüfstelle Prävention" (ZPP) und somit die Anerkennung durch die gesetzlichen Krankenkassen erhalten. D.h., dass das betreffende Angebot als bezuschussungsfähiges Präventionsangebot nach § 20 SGB V gilt. (vgl. auch Abschnitt "Was ist zu tun, damit SPORT PRO GESUNDHEIT-Angebote von den Krankenkassen anerkannt werden?")

Grundsätzlich können vom LSB Berlin Sportangebote das SPORT PRO GESUNDHEIT-Siegel erhalten, wenn es sich um Angebote von Sportvereinen handelt, die beim LSB Berlin mit Förderungswürdigkeit registriert sind.

Außerdem ist erforderlich, dass die Sportangebote nach einem im Bereich SPORT PRO GESUNDHEIT anerkannten sog. Masterprogramm oder sog. standardisierten Programm durchgeführt werden.

 

Was sind Masterprogramme?

Ein Masterprogramm beruht auf einem bestimmten Kurskonzept. Bei der Anzahl der Kurseineiten sowie bei der Dauer einer Kurseinheit bestehen jedoch Variationsmöglichkeiten, aus denen die Übungsleitung auswählen kann (d.h. wahlweise 8, 10 oder 12 Kurseinheiten bei wahlweise 60 oder 90 Minuten pro Kurseinheit). Die vorgefertigten Praxisinhalte können dabei entweder komplett übernommen oder individuell varriiert werden, indem man einzelne Praxisinhalte nach einem Baukastenprinzip durch andere zur Auswahl stehende Inhalte austauscht. Für folgende Gesundheitssportangebote bzw. für Angebote, die nach folgenden Masterprogrammen durchgeführt werden, kann das SPORT PRO GESUNDHEIT-Siegel vergeben werden. Die Programme 1. - 5. sind außerdem abgestimmt mit und anerkannt von der "Zentrale Prüfstelle Prävention" (ZPP).

  1. Haltung und Bewegung durch Ganzkörpertraining: schwerpunktmäßige Ausrichtung Haltungs- und Bewegungsapparat; anerkannt von ZPP
  2. Präventives Ausdauertraining: schwerpunktmäßige Ausrichtung Herz-Kreislaufsystem; anerkannt von ZPP
  3. Aquagymnastik (Dauer einer Kurseinheit nur 60 Minuten): schwerpunktmäßige Ausrichtung allgemeines Gesundheitstraining im Bewegungsraum Wasser; anerkannt von ZPP
  4. Aquajogging (Dauer einer Kurseinheit nur 60 Minuten): schwerpunktmäßige Ausrichtung allgemeines Gesundheitstraining im Bewegungsraum Wasser, anerkannt von ZPP
  5. Präventives Gesundheitstraining für Kinder: schwerpunktmäßige Ausrichtung zielgruppenspezifisches allgemeines Gesundheitsstraining; anerkannt von ZPP
  6. Präventives Gesundheitstraining für Erwachsene: schwerpunktmäßige Ausrichtung allgemeines Gesundheitstraining

Um eines der o.g. Angebote durchführen zu können, benötigt man den Nachweis einer Einweisung in das jeweilige Masterprogramm.

Infos zu Terminen für Einweisungen in die Programme 1. und 2. durch Sportschule des LSB Berlin, Kontakt: Tel. 78 77 24 12, E-Mail fortbildung(at)lsb-berlin(dot)de

Infos zu Terminen für Einweisungen in die Programme 3. und 4. durch Berliner Schwimm-Verband

 

Was sind standardisierte Programme?

Unter standardisierten Programmen sind Kursprogramme zu verstehen, die von einem Mitgliedsverband des DOSB entwickelt worden sind. Im Gegensatz zu den Masterprogrammen sind hier Anzahl der Kurseinheiten, Dauer einer Kurseinheit und Inhalte genau vorgegeben und nicht individuell veränderbar. Um Angebote nach diesen Kursprogrammen durchführen zu können, benötigt man einen Nachweis über die Teilnahme an einer Einweisung in das jeweilige Programm.

Hier finden Sie eine Übersicht über alle Master- und standardisierten Programme inkl. welche davon die ZPP-Anerkennung "Deutscher Standard Prävention" haben und welcher Sportverband/Zertifizierungsstelle jeweils zuständig ist.

 

Welche Übungsleitungsvoraussetzungen für die einzelnen Master- bzw. standardisierten Programme im Einzelnen benötigt werden, ist genauer beschrieben im Abschnitt "Welche Übungsleitungsqualifikationen und Kriterien sind bei SPORT PRO GESUNDHEIT erforderlich?"

 

Hinweis: Sportangebote, die bereits als Rehasportgruppe anerkannt sind, können grundsätzlich nicht zusätzlich auch noch das SPORT PRO GESUNDHEIT-Siegel erhalten sein.

Wesentliches Kriterium für eine Zertifizierung ist, dass die Übungsleitung (ÜL) des betreffenden Sportangebotes im Besitz der erforderlichen Qualifikationen ist. D.h. dass bei Beantragung von SPORT PRO GESUNDHEIT die folgenden Qualifikationen nachgewiesen werden müssen:

  • ÜL-B-Lizenz "Sport in der Prävention" (bzw. 2. Lizenzstufe Prävention) mit zum Angebot passenden Profil

und

  • Nachweis über die Einweisung in das Programm, nach dem man das SPORT PRO GESUNDHEIT-Angebot durchführen möchte (entweder Masterprogramm oder standardisiertes Programm)

(Infos zu Lizenz sowie zu Einweisungen in ein für SPORT PRO GESUNDHEIT anerkanntes Programm siehe Sportschule des LSB Berlin.)

für Angebote im Wasser zusätzlich

  • Zusatzqualifikation für den Bewegungsraum Wasser (wegen der für Angebote im Wasser erforderlichen Lizenzen und Nachweise bitte wenden an: Berliner Schwimm-Verband e.V., 030 / 97 10 150, info(at)berliner-schiwmm-verband(dot)de)

Welche Qualifikationen und Nachweise für ÜL mit einer B-Lizenz "Sport in der Prävention" im einzelnen erforderlich sind, um die Masterprogramme durchführen zu können, sehen Sie hier.

 

Liegt die o.g. ÜL-B-Lizenz "Sport in der Prävention" nicht vor, kann SPORT PRO GESUNDHEIT trotzdem verliehen werden, wenn alternativ nachgewiesen werden die Berufsabschlüsse

  • Sportwissenschaftler/in (Dipl., Mag., Lehramt, Bachelor, Master) mit nachweislich gesundheitsorientierter Ausrichtung oder
  • Sport- und Gymnastiklehrer/in mit nachweislich gesundheitsorientierter Ausrichtung oder
  • Physiotherapeut/in bzw. Krankengymnast/in mit Zusatzqualifikation in der Methodik des Sports oder
  • Ergotherapeut/in oder Motopäde/in mit Zusatzqualifikation in der Methodik des Sport

und

  • Nachweis über die Einweisung das Programm, nach dem man das SPORT PRO GESUNDHEIT-Angebot durchführen möchte (entweder Masterprogramm oder standardisiertes Programm)

für Angebote im Wasser zusätzlich

  • Zusatzqualifikation für den Bewegungsraum Wasser (wegen der für Angebote im Wasser erforderlichen Lizenzen und Nachweise bitten wenden an: Berliner Schwimm-Verband e.V., 030 / 97 10 150, info(at)berliner-schimm-verband(dot)de)

Welche Nachweise für die o.g. Berufsgruppen im einzelnen erforderlich sind, um die Masterprogramme durchführen zu können, sehen Sie hier.

Termine zur Einweisung in für SPORT PRO GESUNDHEIT anerkannte Kursprogramme über Sportschule des LSB Berlin, Tel. 030 / 78 77 24 12, E-Mail fortbildung(at)lsb-berlin(dot)de

Die Einweisungen können grundsätzlich auch über andere Landessportbünde oder zum Geltungsbereich des DOSB gehörende Fachverbände erworben werden. Wegen der räumlichen Nähe bieten sich für Berliner Übungsleitungen u.U. auch Einweisungsveranstaltungen des LSB Brandenburg an. Kontakt: Maria Fürstenberg, Tel. 0331 / 971 98 46, E-Mail fuerstenberg(at)lsb-brandenburg(dot)de

 

Weitere Kriterien sind

  • einheitliche Organisationsstrukturen, d.h. max. 15 Teilnehmer/innen pro Angebot
  • Präventiver Gesundheits-Check, d.h. Aushändigung eines entsprechenden Fragebogens an die Teilnehmer/innen zu Beginn des Angebotes
  • Bereitschaft zum begleitenden Qualitätsmanagement, d.h. u.a. Teilnahme am Auditprozess (Infos hierzu unter "Was sind Audits in SPORT PRO GESUNDHEIT-Angeboten?")

Die Details zu den Voraussetzungen ergeben sich aus dem Antragsprozedere über die Service-Plattform SPORT PRO GESUNDHEIT.

Bei Fragen hierzu wenden Sie sich auch gerne an:
Tel.: 030 / 30002-164 oder -192
E-Mail: sportprogesundheit(at)lsb-berlin(dot)de

Damit ein Sportangebot mit SPORT PRO GESUNDHEIT zertifiziert werden kann, muss ein entsprechender Antrag gestellt werden. Dies erfolgt bundesweit einheitlich online über die sog. Serviceplattform SPORT PRO GESUNDHEIT. Die Serviceplattform ist abgestimmt zwischen dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und der Zentrale Prüfstelle Prävention (ZPP) . Grund hierfür ist, dass mit Beantragung des SPORT PRO GESUNDHEIT-Siegels auch gleichzeitig das von der ZPP vergebene Prüfsiegel "Deutscher Standard Prävention - geprüft und zertifziert" beantragt werden kann. Die ZPP prüft im Auftrag der allermeisten gesetzlichen Krankenkassen, ob Präventionsangebote im Sinne des § 20 SGB V als bezuschussungsfähig anerkannt werden können. Nach dem Prinzip "Ein Antrag, zwei Siegel!" wird somit mit Vergabe des SPORT PRO GESUNDHEIT-Siegels auch die verbindliche Anerkennung durch die ZPP möglich.

Weitere Informationen zur Serviceplattform SPORT PRO GESUNDHEIT erhalten Sie auch hier.

Hilfe zum Umgang mit der Serviceplattform SPORT PRO GESUNDHEIT bieten Ihnen die Serviceplattform SPG Nutzungshilfen.

Bei Fragen wenden Sie sich auch gerne an:

Tel.: 030 / 30002-164 oder -192

E-Mail: sportprogesundheit(at)lsb-berlin(dot)de

 

Mitgliedsvereine des Berliner Turn- und Freizeitsport-Bundes e.V. (BTB) und des Berliner Schwimmverbandes e.V. (BSV):

Mitgliedsvereine des BTB bzw. des BSV, die ihre SPORT PRO GESUNDHEIT-Anträge grundsätzlich an diese Fachverbände richten, ist zu empfehlen, sich hinsichtlich des aktuell geltenden Antragsverfahrens mit ihrem zuständigen Fachverband in Verbindung zu setzen.

Durch die Zertifizierung mit SPORT PRO GESUNDHEIT (SPG) erhalten Sportvereine einen bundesweit anerkannten Nachweis für eine qualitativ hochwertige Durchführung ihrer Gesundheitssportangebote.

Zum begleitenden Qualitätsmanagement bei SPG gehört auch die Bereitschaft der Übungsleitung (ÜL) zur Teilnahme an externen Qualitätsbewertungen (sog. Audits). Diese werden durchgeführt von im Gesundheitssport erfahrenen und qualifizierten Fachleuten im Auftrag des Landessportbundes Berlin.

Folgende Vorteile für die ÜL und für den Verein sind mit dem Auditprozess verbunden:

  • Kostenloser Beratungs-Service vor Ort für die ÜL; durch entsprechendes Feed-Back kann die ÜL-Tätigkeit weiter optimiert und somit die Qualität des Angebotes noch gesteigert oder bestätigt werden
  • Ermittlung von außergewöhnlich gut und beispielhaft durchgeführten Gesundheitssportangeboten, die dann als sog. "Good-Practice-Beispiele im Gesundheitssport" besonders hervorgehoben und gewürdigt werden können

Die Durchführung eines Audits erfolgt in der Regel nach folgendem Ablauf:

  1. Auditor/in kontaktiert Verein bzw. ÜL zwecks Terminvereinbarung für das Audit
  2. Auditor/in besucht das zu auditierende SPG-Angebot zu dem vereinbarten Termin
  3. Beobachtung und Dokumentation des Übungsbetriebes durch Auditor/-in
  4. Nach der Sportstunde ca. 20 minütige Nachbesprechung zwischen Auditor/in u. ÜL; außerdem erhält ÜL eine schriftliche Bestätigung über Teilnahme am Audit
  5. Nach Audit Übermittlung der Auditergebnisse durch Auditor/-in an den LSB Berlin
  6. Abschließend schriftliche Benachrichtigung über das Auditergebnis vom LSB Berlin an den Verein

 Um den Beratungs-Service in Anspruch zu nehmen, können Vereine/ÜL auch von sich aus einen Audittermin vereinbaren. Weitere Auskünfte erteilen Ihnen gerne Christoph Stegemann, Tel.: 030/30002164, E-Mail: c.stegemann(at)lsb-berlin(dot)de oder Uta Schütz-Jalloh, Tel. 030/30002192, E-Mail: u.schuetz-jalloh(at)lsb-berlin(dot)de

Die Beantragung des SPORT PRO GESUNDHEIT-Siegels erfolgt online über die Serviceplattform SPORT PRO GESUNDHEIT. Diese Serviceplattform ist abgestimmt zwischen dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und der Zentrale Prüfstelle Prävention (ZPP). Die ZPP prüft im Auftrag der allermeisten gesetzlichen Krankenkassen, ob Präventionsangebote im Sinne des § 20 SGB V als bezuschussungsfähig anerkannt werden können. Maßgeblich hierfür ist der Leitfaden Prävention der Gesetzlichen Krankenkassen. Über die Serviceplattform SPORT PRO GESUNDHEIT kann dann mit nur einem Antragsverfahren sowohl das SPORT PRO GESUNDHEIT-Siegel als auch die verbindliche Anerkennung durch die ZPP und somit durch die allermeisten gesetzlichen Krankenkassen erreicht werden. ("Ein Antrag - zwei Siegel!")

Als entsprechenden Nachweis erhält der Verein dann sowohl die SPORT PRO GESUNDHEIT-Urkunde aus auch das Zertifikat "Deutscher Standard Prävention" der ZPP

DAMIT SPORT PRO GESUNDHEIT-ANGEBOTE VON DEN GESETZLICHEN KRANKENKASSEN ANERKANNT WERDEN, REICHT ALSO DIE ANTRAGSSTELLUNG ÜBER DIE SERVICEPLATTFORM SPORT PRO GESUNDHEIT. MEHR MÜSSEN VEREINE NICHT TUN! 

Hierbei zu beachten: Nach Anerkennung durch den Landessportbund Berlin wird der Antrag automatisch an die ZPP weitergeleitet. Die Bearbeitung und Anerkennung durch die ZPP kann dann bis zu 15 Werktage dauern.

 

Bei Fragen hierzu wenden Sie sich auch gerne an:

Tel. 030 / 30002-164 oder -192

E-Mail sportprogesundheit(at)lsb-berlin(dot)de

 


Gesonderte Vereinbarung des Landessportbundes Berlin mit der AOK Nordost

Eine gesonderte Vereinbarung zwischen LSB Berlin und AOK Nordost regelt, dass der LSB der AOK Nordost in regelmäßigen Abständen eine Übersicht mit allen mit einem gültigen SPORT PRO GESUNDHEIT-Siegel zertifizierten Sportangeboten in Berlin übermittelt. Auf dieser Grundlage ist eine Erstattung der Teilnahmegebühr für Versicherte der AOK-Nordost möglich. Sportvereine müssen ihre SPORT PRO GESUNDHEIT-Angebote somit nicht selber an die AOK-Nordost melden.

Das ATP ist ein Kursprogramm über 12 Wochen (1 Kurseinheit a 60 Minuten pro Woche). Es wurde entwickelt im Rahmen einer Kooperation zwischen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Deutschen Sporthochschule Köln, dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), dem Deutschen Turner-Bund (DTB) und dem LSB Nordrhein-Westfalen.

Was sind Zielgruppe und Ziele des ATP?

Das ATP richtet sich an Personen ab 60 Jahren, die ihren Alltag aktiver gestalten möchten. Der Kurs zielt darauf ab, Fähigkeiten wie Kraft, Ausdauer, Koordination und Beweglichkeit dahingehend zu trainieren, dass ältere Menschen Anforderungen des Alltags besser bewältigen können.

Welche Chancen bietet das ATP für Vereine?

  • Erweiterung des Angebotsspektrum
  • Ansprechen von bislang wenig sportlich tätigen Personen, die aber im Alltag aktiv und weitestgehend unabhängig bleiben möchten
  • Chance, neue Teilnehmende auch für andere Vereinsangebote zu gewinnen
  • Erwerb des Qualitätssiegels SPORT PRO GESUNDHEIT - das ATP ist als Kursprogramm für SPORT PRO GESUNDHEIT akkreditiert
  • ab 01.06.2018 Erwerb des Siegels "Deutscher Standard Prävention" der ZPP (Anerkennung durch gesetzliche Krankenkassen) - das ATP ist von der ZPP als Präventionskursprogramm anerkannt
  • Profitieren von den Förderungsmöglichkeiten der BZgA (die BZgA fördert in 2018 ATP-Kurse mit maximal 800,- € pro Kurs; hierdurch können die Kurse für Teilnehmende gebührenfrei angeboten werden)

Welche Qualifikationen muss die Übungsleitung erfüllen?

  • Basisqualifikation
    • staatlich anerkannte Ausbildung (Sportwissenschaftler/in, Physiotherapeut/in, Sport- u. Gymnastiklehrer/in od. gleichwertige Ausbildung mit gesundheitsorientierter Ausrichtung) oder
    • Übungsleiter-B-Lizenz "Sport in der Prävention" des DOSB-Lizenzsystems

und

  • Nachweis über Teilnahme an Einweisungsseminar "ATP - Das AlltagsTrainingsProgramm" (Infos hierzu u.a. über Sportschule des LSB Berlin)

Infomaterialien zum ATP zum Download:

Weitere Infos zum ATP sowie zu den Förderungsmöglichkeiten finden Sie auch hier.

Der AFT ist ein ca. 15 Minuten dauernder Test, mit dem bei den zu testenden Personen die körperliche Fitness für den Alltag bestimmt werden kann. Außerdem gibt der Test Hinweise, wie es bei den getesteten Personen um die Selbstständigkeit im Alltag in der Zukunft bestellt ist. Der AFT wurde gemeinsam entwickelt von der Becker STIFTUNG und dem Institut f. Gerontologie der Universität Hamburg.

Was sind Zielgruppe und Ziele des AFT?

Der AFT richtet sich an Personen ab 60 Jahren und älter. Mit dem Test kann die Arm- und Beinkraft, die Ausdauer, die Hüft- und Schulterbeweglichkeit sowie die Geschicklichkeit getestet werden. Aufgrund der Testergebnisse kann durch Vergleich mit Referenzwerten abgeleitet werden, ob die getesteten Personen eine für ihr Alter gute Fitness haben oder nicht. Außerdem kann aufgrund der Ergebnisse eine Prognose abgeleitet werden hinsichtlich der Fitness und damit verbunden eines unabhängigen Lebens auch im hohen Alter.

Welche Chancen bietet der AFT für Vereine?

  • Ergänzung und Erweiterung bereits bestehender Sportangebote für ältere Vereinsmitglieder (60+)
  • Mit-Mach-Angebot z.B. bei Aktionstag oder "Tag der offenen Tür", um potentiell neue Teilnehmende oder Vereinsmitglieder anzusprechen
  • Nutzung der bereits vorgefertigten Erfassungs- und Auswertungsbögen (siehe auch unten Materialien zum Download)
  • vergleichsweise geringer Aufwand bzgl. Testutensilien, Materialien und Raumbedarf

Welche Qualifikation muss man haben, um den Test durchführen zu können?

Eine spezielle Ausbildung ist derzeit nicht erforderlich. Man sollte sich jedoch mit dem Übungsleitermanual vertraut gemacht haben. Günstig wäre eine Übungsleiter-Lizenz oder eine sport- und bewegungsbezogene Berufsausbildung.

 

Info-Materialien zum AFT zum Download:

Weitere Infos zum AFT finden Sie hier