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Thomas Härtel neuer LSB-Präsident

Mitgliederversammlung wählte LSB-Präsidium / Klaus Böger zum Ehrenpräsidenten ernannt

Der bisherige LSB-Vizepräsident für Sportinfrastruktur, Thomas Härtel (67), wurde am Freitagabend mit überwältigender Mehrheit bei nur einer Gegenstimme zum Präsidenten des Landessportbundes Berlin (LSB) gewählt. Er folgt auf Klaus Böger, der nicht erneut für das Amt des Präsidenten kandidierte.

Der gebürtige Berliner Thomas Härtel war viele Jahre Vorsitzender des Berliner Familienbeirates und Vizepräsident des Deutschen Behinderten-Sportverbandes. Von 1999 bis 2011 war Thomas Härtel Staatssekretär im Senat von Berlin. Seit Ende 2017 ist Härtel Vorstandsvorsitzender der Deutschen Schulsportstiftung, dem Träger und Veranstalter des bundesweiten Schulwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“. Zudem ist er stellvertretender Vorsitzender der Stiftung Sozialpädagogisches Institut Berlin »Walter May«, mit der der LSB 2012 bundesweit erstmalig die Ausbildung fur staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher mit bewegungs- und sportpädagogischem Profil ins Leben gerufen hat.

Auch das Präsidium wurde neu gewählt. Neu dabei sind:

Karsten Finger (48, Vizepräsident Leistungssport)

Eberhard Heck (52, Vizepräsident Rechts- und Satzungsfragen)

Jendrik Gundlach (33, Vizepräsident Sportinfrastruktur)

Finger und Heck folgen auf Robert Bartko und Isko Steffan, die nicht mehr kandidiert haben und aus dem Präsidium ausgeschieden sind. Gundlach folgt auf Härtel.

Bisherige Mitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt:

Irene Schucht (Vizepräsidentin Bildung und Wissenschaft)

Kirsten Ulrich(Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung)

Claudia Zinke (Vizepräsidentin Sportentwicklung, Breiten- und Freizeitsport)

Reinhard Freiherr von Richthofen (Vizepräsident Finanzen)

Sally Rothholz (Vizepräsident Wirtschaft und Marketing)

Steffen Sambill, Vorsitzender der Sportjugend Berlin, wurde als Vizepräsident Jugend bestätigt.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller hob das Engagement Klaus Bögers für den organisierten Sport hervor: „Klaus Böger hat die selbstverständliche Verbindung zu Bildung und Integration geschafft — als Abgeordneter, als Sportsenator oder in seiner Position als Präsident des LSB. Er selbst hat gesagt, ‚Sport ist die beste Integrationsarbeit‘, weil Menschen sich begegnen, weil Menschen lernen auch lernen miteinander zu verlieren und damit umzugehen. Es ist von herausragender Bedeutung, wie Klaus Böger dieses soziale Thema immer wieder in den Mittelpunkt seines Engagements und des gesamten Engagements des LSB gerückt hat. Das hat unserer Stadt sehr gut getan und wichtige Impulse gesetzt.“

DOSB-Präsident Alfons Hörmann sagte: „Wer das Duo Böger / Brandi bei den Konferenzen der Landessportbünde erleben konnte, wie auch Mitgliederversammlungen und Treffen der Mitgliedsorganisationen von den beiden geprägt wurden, wie wertvoll und wichtig der jeweilige Input aus Berlin war, der weiß, dass auch der deutsche Sport nicht nur dem LSB, sondern insbesondere den beiden Führenden viel zu verdanken hat. Das war und ist gelebte Partnerschaft, wir wir es unter dem Dach von Sportdeutschland benötigen.“

Klaus Böger wurde von Hörmann mit der Ehrennadel des DOSB ausgezeichnet. Die Mitgliederversammlung wählte Böger zum Ehrenpräsidenten.

Böger hob in seinem Bericht die Fördervereinbarung „Zukunftssicherung Sport” hervor, die nach zähem Ringen im Dezember 2017 vom Senat und dem Landessportbund Berlin unterzeichnet wurde: „Die Fördervereinbarung ist ein Meilenstein für den Berliner Sport. Sie gibt uns sechs Jahre Finanzierungs- und Planungssicherheit bei der Sportentwicklung und -förderung. Dafür ist der Landessportbund dankbar“, so Böger. Im Fokus dieser Vereinbarung stehen die Zuwendungen an die Sportfachverbände, die Leistungssportförderung, die Vereinsentwicklung sowie die Förderung von Kindern, Jugendlichen und Frauen in Vereinen. In die Zukunft gerichtet sagte er: „Wir müssen die Bedeutung des Sports betonen, die auch stark in der Bildung liegt. Sport bildet, auch Persönlichkeiten und Haltungen. Sport erleichtert sogar den Lernprozess. Ich glaube, dass der organisierte Sport sich bewusst in den Bildungsprozess einbringen muss. Wenn wir das nicht tun, vergeben wir eine Riesenchance“, so Böger weiter.

Der Direktor des LSB, Dr. Heiner Brandi, geht nach 34 Dienstjahren in den Ruhestand. Er kam 1984 zum LSB, wurde 2008 zum stellvertretenden und 2012 zum Direktor berufen. Er und Isko Steffan wurden zu Ehrenmitgliedern des Landessportbundes Berlin gewählt.

Horst Milde wurde für seine Lebensleistung, mit dem Berlin-Marathon und vielen anderen Veranstaltungen aus Berlin eine Stadt des Laufens zu machen, mit der Sportplakette in Gold ausgezeichnet.

Die Moderne Fünfkämpferin Lena Schöneborn wurde als erfolgreichste Athletin in der Geschichte dieser Sportart ebenfalls mit der höchsten Ehrung des LSB ausgezeichnet.

Ein kurzes Video über die Mitgliederversammlung ist hier zu sehen.

 

Text: Oliver Weiß
Fotos: Jürgen Engler

  • Klaus Böger, Thomas Härtel
  • Alfons Hörmann, Klaus Böger
  • Der Regierende Bürgermeister Michael Müller
  • Das neue LSB-Präsidium
  • LSB-Sportplakette in Gold für Lena Schöneborn und Horst Milde