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Sportvereinskultur ist immaterielles Kulturerbe

LSB-Präsident Härtel: Diese Auszeichnung gehört vor allem den Ehrenamtlichen im Sport

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat die „Gemeinwohlorientierte Sportvereinskultur” in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Damit wird die großartige gesellschaftliche Leistung der rund 90.000 Sportvereine auf eine besonders wertvolle Art und Weise gewürdigt.

LSB-Präsident Thomas Härtel: „Wir freuen uns sehr über die Entscheidung der Deutschen UNESCO-Kommission, die Gemeinwohlorientierte Sportvereinskultur in das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufzunehmen. Diese Auszeichnung gehört vor allem den Ehrenamtlichen. Denn Sportvereinskultur fußt auf Freiwilligkeit und Ehrenamt. Ob in der Verwaltung von Sportvereinen und -verbänden, im Wettkampf- und Spielbetrieb, in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen, im Training sowie im Sozialen, es sind die Freiwilligen und Ehrenamtlichen im Sport, die einen unbezahlbaren Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und für die Integration leisten. Dabei entwickeln sie sich ständig weiter, durchleben Höhen und Tiefen und geben ihr Wissen und Können von Generation zu Generation weiter. Das verdient höchste Anerkennung.“

Die Auszeichnung ist in diesen schwierigen Zeiten ein Mutmacher, der alle anspornt, alles dafür zu tun, diese „ausgezeichnete Kultur“ auch in Zeiten der Pandemie sowie darüber hinaus in all seiner Vielfalt zu erhalten. Das Expertenkomitee der Deutschen UNESCO-Kommission hat vor allem „die breitenkulturelle Gemeinwohlorientierung“ herausgehoben und dabei explizit darauf hingewiesen, dass die Sportvereine „ein Lernort für gesellschaftliche Wertevermittlung“ sind. Die Sportvereine prägen das gesellschaftliche Leben in Deutschland und bieten vielfältige Möglichkeiten der Partizipation bis hin zu ehrenamtlicher und zivilgesellschaftlicher Teilhabe.

Hingewiesen wurde u.a. auch auf den integrativen Charakter der Sportvereine, der auf dem generationenübergreifenden Angebot, dem bürgerschaftlichen Engagement, lokaler Identifikationsmöglichkeiten und sozialer Interaktion beruhe. Das Komitee hob aber auch hervor, dass in der Bewerbung kritische Faktoren wie Leistungsdruck und Doping thematisiert und entkräftet wurden. Eine Auszeichnungsveranstaltung soll entsprechend der gesundheitspolitischen Lage Mitte bis Ende 2021 stattfinden.