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Sportausschuss beim LSB

Abgeordnete tagten diesmal im Haus des Sports

Dass LSB-Präsidiumsvertreter den Sportausschuss-Sitzungen im Abgeordnetenhaus beiwohnen, ist fast die Regel. Aber, dass sich umgekehrt mehr oder weniger der komplette Ausschuss im Anschluss an eine reguläre Sitzung ins Haus des Sports am Olympiastadion begab, war eine Besonderheit.

Für den 24. März hatte LSB-Präsident Klaus Böger eine solche Einladung ausgesprochen, um aktuelle Sorgen und Nöte des Berliner Sports einmal unbeeinträchtigt von parlamentarischen Tagesordnungsgepflogenheiten vorzutragen. Eine allgemeine Vorstellung des Landessportbundes und seiner Aufgaben bildete den Auftakt: Struktur, Mitgliederzahlen, Haushalt, Projekte - insbesondere die neu ins Parlament gewählten Ausschussmitglieder nahmen den Vortrag des Präsidenten dankbar auf. Auch über die Wirtschaftseffekte wurde gesprochen.

LSB-Direktor Heiner Brandi erläuterte das strukturelle Defizit näher, welches durch Abschluss der von LSB und Senat angestrebten Fördervereinbarung verlässlich aufgefangen werden soll.

Frank Schlizio, LSB-Abteilungsleiter für Leistungssport stellte „Berlin hat Talent“ vor, einen Motorik-Test für Drittklässler, der einerseits noch unentdeckte Talente, andererseits individuellen Bewegungsförderbedarf identifizieren soll.

LSB-Vizepräsident Thomas Härtel mahnte die rasche Wiederherstellung der zur Asylbewerber- und Flüchtlingsunterbringung genutzten Sporthallen sowie die Schaffung eines Berliner Sportstätten-Entwicklungsplans an. Härtel bat die Fraktionen außerdem dringend um Zustimmung zur Novelle der Sportanlagen-Lärmschutzverordnung (SALVO). Werde diese in der laufenden Amtszeit der Bundesregierung nicht mehr verabschiedet, blieben auch kleine Erleichterungen für den Sport auf lange Sicht aus.

Ausgiebig nutzten die Abgeordneten die Gelegenheit zu Fragen, lobten Arbeit des LSB und die Zusammenarbeit mit ihm.

Nach anderthalb Stunden fasste Klaus Böger das überaus konstruktive Treffen zusammen: „Sport ist zum Glück noch nie der oberste Streitpunkt zwischen den politischen Parteien gewesen. Aber abseits stehen darf er auch nicht.“

Fotograf: Jürgen Engler

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