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LSB fordert Bewegungsoffensive für Kinder und Jugendliche!

Wichtig sind jetzt Maßnahmen, für die keine zusätzlichen Millionen nötig sind: verlässliche Öffnungsschritte, um Sport wieder stattfinden zu lassen

Angesichts der unübersehbaren Folgen der Pandemie für Kinder und Jugendliche fordert der Landessportbund Berlin (LSB) schnelle und umfassende Maßnahmen. LSB-Präsident Thomas Härtel sagt: „Wir brauchen jetzt nicht weniger als eine Bewegungsoffensive für Kinder und Jugendliche. Die Folgen der Corona-Eindämmung laufen für sie längst aus dem Ruder. Immer mehr Eltern, Lehrer*innen, aber auch Kinderärzt*innen berichten von körperlichen, seelischen und sozialen Schäden. Gute Sportangebote unserer Sportvereine können da auf jeden Fall zur Linderung beitragen. Es ist höchste Zeit, die Kräfte des Sports in der Pandemie endlich angemessen zu nutzen.“

Entscheidend sind für Härtel nun „konsequente Öffnungsschritte, um möglichst viele Kinder und Jugendliche zu erreichen“. Das bedeutet: „Möglichst viele Sportarten und möglichst viele Sportvereine sollten wieder Angebote machen können, erst im Freien und dann auch wieder in der Halle.“ Auch Sportarten, die sonst in der Halle stattfinden, wie Judo, Ringen, Boxen oder Karate, könnten zunächst auf Außenflächen wieder in den Sportbetrieb einsteigen. „Die Gruppen müssen sich wieder zusammenfinden, das Verbindende des Sports wird jetzt mehr denn je gebraucht.“

Zur Initiative des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller, Kindern in den Sommerferien freien Eintritt in die Schwimmbäder zu gewähren, sagt Härtel: „Das geht in die richtige Richtung. Aber wir brauchen in den Sommermonaten vor allem auch umfassende Wasserzeiten für die Schwimmvereine, denn viele Kinder haben nicht schwimmen lernen können. Die Schwimmfähigkeit zu vermitteln, ist existenziell.“

Der Sport ist in bescheidenem Umfang auch Bestandteil des „Corona-Aufholpakets“, das das Bundeskabinett jetzt auf den Weg gebracht hat. Es sieht unter anderem eine Mittelerhöhung für die Jugendarbeit im Sport vor. „Auch das ist gut gemeint. Noch wichtiger sind jetzt aber Maßnahmen, für die im Grunde gar keine zusätzlichen Millionen nötig sind: Es sind die verlässlichen Öffnungsschritte, um Sport wieder stattfinden zu lassen, für Kinder und Jugendliche, aber auch für alle Altersgruppen“, sagt LSB-Präsident Härtel. Dafür müssten nun auch die Übungsleitenden beim Impfen berücksichtigt werden. „Unsere Übungsleiter*innen leisten herausragende Arbeit und achten auf die Einhaltung der Regeln. Umso wichtiger ist es, dass sie für diese Arbeit auch ein Impfangebot bekommen. Im Sinne der bundesweiten Priorisierung für die Kinder- und Jugendhilfe müssen daher auch die in diesem Bereich tätigen Übungsleitenden geimpft werden können.“

  • Foto: Sebastian Wells