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Nach Verharmlosung von Rassismus

Landessportbund Berlin beruft Stefan Chatrath aus Wissenschaftlicher Kommission ab

Das Präsidium hat soeben in seiner Sitzung Prof. Dr. Stefan Chatrath mit sofortiger Wirkung aus der Wissenschaftlichen Kommission des Landessportbunds Berlin abberufen. Die Entscheidung fiel einstimmig.

Chatrath hatte in einem Text im Online-Magazin „Novo Argumente“ unter der Überschrift „Die Leiden des jungen Torunarigha“ die Auffassung vertreten, Fußballprofis müssten rassistische Beleidigungen aushalten. Außerdem sei im Sport alles erlaubt, was nicht der physischen Spielfähigkeit schade. LSB-Präsident Thomas Härtel sagte: „Wir stellen uns gegen jegliche Form von Diskriminierung, Extremismus, Gewalt und Missbrauch. Rassismus darf nirgendwo in unserer Gesellschaft Platz haben – zu keiner Zeit, und an keinem Ort, auch in keinem Fußballstadion. Die von Herrn Chatrath im Text geäußerte Position steht im Gegensatz zum Sportverständnis des Landessportbunds, das auf Teamgeist, Chancengleichheit und Fairplay fußt. Somit fehlt die Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit in einem Gremium des Landessportbunds.“

Der Landessportbund hatte Herrn Chatrath die Möglichkeit zur Stellungnahme eingeräumt.

Über die Wissenschaftliche Kommission des Landessportbunds Berlin e. V.

Die Wissenschaftliche Kommission des Landessportbunds Berlin berät das Präsidium „in allen den Sport betreffenden wissenschaftlichen Fragen“. Sie tagt in der Regel zwei Mal im Jahr. Ihr gehören ein Präsidialmitglied, ein zuständiger hauptamtlicher Mitarbeiter sowie bis zu sieben weitere Mitglieder an. Die weiteren Mitglieder sind keine LSB-Funktionäre.

Das neue Leitbild des Landessportbunds Berlin steht hier.