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Berliner Verein holt ersten Platz bei Sternen des Sports

Thomas Härtel: „Pfeffersport ist ein bundesweites Vorbild“

Der Berliner Verein Pfeffersport e. V. erhielt in Berlin aus den Händen von Bundeskanzlerin Angela Merkel den Goldenen Stern des Sports. Mit seinem Programm „Mission Inklusion“ bildet der Verein die gesellschaftliche Vielfalt der Stadt ab. 

LSB-Präsident Thomas Härtel sagt: „Wir freuen uns sehr mit und für Pfeffersport und gratulieren ganz herzlich! Unter den 90.000 Vereinen auf Platz eins zu landen, ist absolut herausragend und macht uns in Berlin richtig stolz. Diese Auszeichnung ist mehr als verdient. Seit vielen Jahren engagiert sich der Verein großartig für die Inklusion im Sport und in der Stadt. Inklusion ist der rote Faden. Pfeffersport ist auch ein tolles Vorbild für andere Vereine in Berlin und bundesweit. Die Arbeit von Pfeffersport zeichnet auch die wunderbare Vielfalt aus, der Verein geht in die Kieze und wirkt dort belebend, bewegend und vor allem verbindend.“ 

Pfeffersport e. V. engagiert sich seit vielen Jahren für Inklusion im und durch Sport. Damit leistet der Verein einen Beitrag zu einer vielfältigen und starken Gesellschaft. „Wir wollen die Vielfalt der Stadt abbilden“, sagt Stefan Seidel, Geschäftsführer von Pfeffersport e. V. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf jenen, die ansonsten oft ausgegrenzt sind und weniger Zugang zu sportlichen Aktivitäten haben: neben Menschen mit Behinderung auch solche mit Migrationshintergrund, Geflüchtete und sozial Schwächere. „Wir schließen diese Menschen nicht nur nicht aus, sondern sprechen sie sogar gezielt an“, erklärt Seidels Kollege Jörg Zwirn. Der Spaß an der Bewegung steht dabei im Vordergrund. Was nicht heißt, dass nicht auch guter Sport geboten wird: Aus der Basketballabteilung haben es einige ehemalige Pfeffersportler sogar bis in die Nationalmannschaft geschafft. 

Berliner Finalisten der vergangenen Jahre: 

2013: Platz 2: FV Blau-Weiss Spandau für „Fußball und mehr”
2011: Platz 3: SV Rot-Weiss Viktoria Mitte 08 für „Sprachentwicklung durch Sport”
2010: Platz 3: Karower Dachse für „Karow aktiv”
2009: TSV Wittenau Platz 2: für „Die Fitmacher aus dem Märkischen Viertel für die Generation 50 plus"
2006: Weddinger Wiesel Platz 1: für „Integration/Kinder und Jugend" 

Der DOSB und die Volksbanken Raiffeisenbanken würdigen mit dem Wettbewerb „Sterne des Sports“ seit 2004 außergewöhnliche Aktivitäten oder Angebote von Sportvereinen und deren besonderes Engagement. Projekte aus Bereichen wie Bildung und Qualifikation, Ehrenamtsförderung, Gesundheit und Prävention, Gleichstellung, Integration und Inklusion oder Klima-, Natur- oder Umweltschutz werden alljährlich ausgezeichnet. 

Über Pfeffersport e. V. 

Inklusion spielt bei Pfeffersport e.V. im Sport, in der Organisation und Vereinskultur eine zentrale Rolle. Im 30. Jahr seines Bestehens engagieren sich mehr als 160 Übungsleiter/-innen und 35 Mitarbeiter/-innen mit über 50 verschiedenen Sport- und Bewegungsarten an etwa 50 Sportstandorten in Berlin für die knapp 5.000 Mitglieder. Verschiedene inklusive Veranstaltungen und Projekte begeistern jährlich tausende Menschen für Inklusion. Mit dem von der Aktion Mensch geförderten Projekt „Mission Inklusion“ bietet Pfeffersport mit dem Behindertensportverband Berlin eine bundesweite Qualifizierungsoffensive für Sportvereine, -verbände, Bildungsträger und Institutionen. Durch seine Arbeit trägt der Verein einen wichtigen Beitrag dazu bei, dass sich im Sport alle Menschen vorurteils- und barrierefrei begegnen. In diesem Jahr feiert der Verein seinen runden Geburtstag am 05. und 06. Juni mit einer großen Sportshow am PfefferbergTheater.

Der diesjährige Bundessieger der „Sterne des Sports“ ist auch Stützpunktverein des Programms „Integration durch Sport“. Mit seinen offenen, sportartenübergreifenden Bewegungs- und Spielangeboten, in dem alle mit ihren Interessen, Fähigkeiten, Möglichkeiten und Wünschen Raum finden können, wird er dort gefördert.

 

Text: Oliver Weiß
Foto: Sebastian Wells

  • Pfeffersport e.V. holte den „Großen Stern des Sports“