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Signal für Fairness im Sport

DOG vergibt erstmals Fair-Play-Plakette bei „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics"

Eine neue Idee, ein starkes Signal: Erstmals hat die Deutsche Olympische Gesellschaft (DOG) beim Frühjahrsfinale von „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“ eine Fair-Play-Plakette für besonders faires Verhalten während des Wettbewerbs verliehen. Der Berliner DOG-Präsident Dr. Richard Meng überreichte Plakette und Urkunde am 10. Mai im Rahmen der Siegerehrungen in der Berliner Max-Schmeling-Halle.

Die Plakette der Deutschen Olympischen Gesellschaft ging – kollektiv – an die Teams im Wettbewerb Rollstuhl-Basketball. Sie hatten dem Team aus Nordrhein-Westfalen großzügig das Weitermachen erlaubt, obwohl es nach den Regeln eigentlich hätte ausgeschlossen werden müssen. Eine stark behinderte Sportlerin aus Nordrhein-Westfalen hatte sich verletzt und konnte nicht mehr mitmachen. Dadurch hatte sich nach den komplizierten Regeln des Behindertensports die Einstufung ihres gesamten Teams geändert. Die Mannschaft hätte den Wettbewerb eigentlich abbrechen müssen, weil sie insgesamt nun nicht mehr die vorgeschriebene Behinderungseinstufung erreicht hatte. Aber: Den anderen Teams war dieser kleine Vorteil der Rolli-Basketballer aus der Dietrich-Bonhoeffer-Schule im nordrhein-westfälischen Bedburg-Hau egal. Am Ende belegte das Team, das dank der Fairness der anderen weitermachen durfte, den fünften Platz.

Dr. Richard Meng überreichte die Fair-Play-Ehrung der DOG stellvertretend für den gesamten Wettbewerb Rollstuhlbasketball an David Bittner, einen der Wettbewerbsleiter. Die Jugendlichen in der Halle feierten die Rolli-Sportler – und dann begann die Siegerparty für alle. Berlins DOG-Präsident Richard Meng: „Es war ein besonderer Moment, dass im Rahmen all der vielen sportlichen Siegerehrungen nun erstmals auch faires Verhalten, Rücksichtnahme und Sportlichkeit so ausdrücklich herausgestellt und geehrt werden konnten. Der Wettbewerb Jugend trainiert für Olympia und Paralympics setzt damit ein Zeichen, für das die Deutsche Olympische Gesellschaft herzlich dankt. Wir stehen für die Werte des Sports und wir freuen uns sehr, dass diese wunderbare Zusammenarbeit möglich wurde.“

Zum Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“ in Berlin waren die jeweiligen Landessieger aus allen Bundesländern gegeneinander angetreten – in vielen olympischen und paralympischen Sportarten, organisiert traditionell unter Regie der Berliner Senatsverwaltung für Bildung. Zu der stimmungsvollen Veranstaltung mit mehreren tausend Jugendlichen aus ganz Deutschland hatte auch IOC-Präsident Thomas Bach ein Videogrußwort geschickt, der Handball-Bundestrainer war ebenso mit dabei wie prominente Sportlerinnen und Sportler aus Berliner Bundesligavereinen. Und am Ende gab es tosenden Applaus für die Sieger in der neuen Fair-Play-Wertung.

Text: Alexander Dorner