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Inklusion auch im Fechten

„Faktoren im inklusiven Fechtsport“ war das Thema eines Seminars im Manfred von Richthofen-Haus

Der Berliner Fechterbund (BFB) organisiert nicht nur große Turniere. Das internationale Degenfechtturnier „Weißer Bär” fand vor wenigen Tagen schon zum 60. Mal statt. Der Verband ist auch auf einem anderen Gebiet sehr aktiv. Der Titel eines dreieinhalbstündigen Seminars im Manfred von Richthofen-Haus lautete: „Faktoren im inklusiven Fechtsport“.

BFB-Präsident Mario Freund und Kirsten Ulrich, LSB-Vizepräsidentin für Frauen und Gleichstellung, diskutierten mit den Seminarteilnehmern darüber, wie Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Sport treiben können.

Prof. Dr. Thomas Abel von der Sporthochschule Köln sprach in seinem Vortrag über „Sportpädagogische Aspekte“. Dr. med. Maximilian Grummt von der Humboldt-Universität widmete sich „Sportmedizinischen Aspekte im inklusiven Sport”.

Anschließend ging es beim Erfahrungsaustausch um Fechten mit hör- und lernbehinderten sowie an Parkinson erkrankten Menschen, um Reha-Sport und Rollstuhlfechten, das sogar Europameisterschaften zulässt, die Berlin in vier Jahren ausrichten möchte. Mit der Einweihung des neuen Berliner Fechtzentrums in Marzahn ist inzwischen auch die Voraussetzung geschaffen worden, dass dort Rollstuhlfechten möglich ist.

Der Fechterbund erarbeitet jetzt Konzepte, die in weiteren Foren am 4. Mai und 22. Juni vorgestellt und danach beschlossen werden, wie Karsten Häschel, BFB-Inklusionsbeauftragter, mitteilte.

Text/Foto: Hansjürgen Wille