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»Der schnellste Jude Deutschlands«

Das Sportmuseum Berlin lädt zur Buchvorstellung ein

Alex Natan (1906 – 1971) – jüdisch-deutscher Spitzenleichtathlet und Journalist – ist eine noch kaum beleuchtete, doch faszinierende Persönlichkeit: Der homosexuelle Spitzensportler war 100-Meter-Sprint-Staffelweltrekordler, gehörte zum Berliner Kreis um Alfred Flechtheims Zeitschrift Querschnitt, studierte bei Alfred Weber in Heidelberg, setzte sein Leben im Widerstand gegen den Nationalsozialismus aufs Spiel, war in einen mysteriösen Kriminalfall im Londoner Exilmilieu verwickelt, durchlitt vier entbehrungsreiche Jahre in der Internierung und wurde nach dem Krieg ein bekannter deutscher Publizist.

Kay Schillers Biographie fängt ein großes Geschichtspanorama ein, indem sie ganz unterschiedliche Themenbereiche miteinander verbindet: Sport und Kultur in der Weimarer Republik, Antisemitismus, Homosexualität und Verfolgung, die Kriegszeit in Deutschland und Großbritannien sowie die ersten Jahrzehnte der Bonner Republik.

Das Sportmuseum Berlin lädt zur Buchvorstellung, Diskussion und Lesung ein. 

Wann? 15.09.2022 

Wo? Hörsaal in der Schule am Olympiapark, Prinz-Friedrich-Karl-Weg 1, 14053 Berlin 

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