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5. Berliner Flussbad-Pokal aufgrund schlechter Wasserqualität abgesagt

Demonstration am 16. Juni für den Schutz der natürlichen Gewässer. Alternativtermin am 25. August

Nach den Starkregenereignissen der letzten Tage und einer dadurch verursachten mangelhaften Wasserqualität muss der 5. Berliner Flussbad Pokal leider kurzfristig abgesagt werden. Schimmer/-innen und Flussbad-Aktivisten setzen stattdessen am 16. Juni um 13 Uhr ein kollektives Zeichen für ein Flussbad an der Museumsinsel und für einen besseren Schutz der natürlichen Gewässer.

Die alternative Austragung des Flussbad-Pokals findet am Sonntag, den 25. August 2019 statt.

 

Seit 2015 ist der Flussbad Pokal eine Möglichkeit für die Berliner/-innen, wieder in direkten Kontakt mit der innerstädtischen Spree zu kommen, sich von den Potenzialen des geplanten Flussbad Berlin entlang der Museumsinsel zu überzeugen und schwimmend für mehr Wasser- und Umweltverbundenheit in der Stadtmitte zu demonstrieren.
Mit mehr als 650 erwarteten Schwimmer/-innen hatten die Veranstalter nach dem letzten Pokal 2018 mit gut 500 Teilnehmer/-innen erneut einen deutlichen Teilnehmerzuwachs verzeichnet. Erstmals hatten sich auch Spitzensportler/-innen vom Special Olympics Deutschland zur Teilnahme angemeldet, welche sich mit der geplanten Wettkampfstrecke zum Freiwasserschwimmen bei den Special Olympics 2023 vertraut machen wollte.

Nachdem es nach den Starregenereignissen in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch zu erheblichen Überläufen aus der Berliner Mischwasserkanalisation gekommen war, muss das Schwimmen beim Flussbad-Pokal 2019 aus Sicherheitsgründen leider erneut (wie schon 2017) abgesagt werden.
Allein im Abschnitt zwischen Oberbaumbrücke und Staatsratsgebäude liefen gut 45,000m3 ungeklärte Abwässer aus der Kanalisation in die Spree. Das entspricht etwa dem Gesamtwasservolumen im 850m langen Schwimmbereich des geplanten Flussbads, wo ein natürlicher Pflanzenfilter solche Verunreinigungen beseitigen soll.
 
Jan Edler, Vorstand von Flussbad Berlin e.V.: „Die Absage des Pokals ist sicherlich eine große Enttäuschung, aber Gesundheit und Sicherheit der Schwimmer*innen haben Vorrang. Die wiederholte Absage verdeutlicht einmal mehr die dringend notwendigen gesamtgesellschaftlichen Anstrengungen zur Reinhaltung der natürlichen Gewässer und zur Bekämpfung des Klimawandels. Dafür werden wir auch ohne zu Schwimmen am Sonntag gemeinsam demonstrieren.“

*** ALTERNATIVPROGRAMM ***
Der Verein ruft angemeldete Schwimmer/-innen, Unterstützer und Interessierte auf sich dennoch am 16. Juni um 13 Uhr auf der Monbijoubrücke zu einer Kundgebung versammeln und auf diese Weise für das Bad in der Spree, für den Gewässerschutz, und eine integrative nachhaltige Stadtentwicklung zu demonstrieren. An diesem Tag sind zum Trost alle Teilnehmer/-innen von den Staatlichen Museen eingeladen, das Bode-Museum kostenlos zu besuchen. Der gemeinsame Ausklang findet ab 14:30 Uhr im Flussbad Garten am Staatsratsgebäude statt, der auch an diesem Tag als Ausstellungsort und für ein Getränk im Schatten der Bäume allen offen steht.