Coronavirus

Richtiger und wichtiger Zwischenschritt für Berliner Sportvereine

Senat öffnet Anlagen für Kleingruppen

Der Landessportbund Berlin (LSB Berlin) begrüßt die durch den Berliner Senat beschlossenen Lockerungen der Corona-Verordnung für den Vereinssport. LSB-Präsident Thomas Härtel: "Die Entscheidung des Senats, nun auch den Vereinssport stufenweise wieder aufzunehmen, ist eine positive Botschaft für unsere Mitgliedsorganisationen und Vereine – ein richtiger und wichtiger Zwischenschritt." Die Vereine seien bereit und in der Lage, Training in Kleingruppen auch unter Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften durchzuführen. Härtel ruft die LSB-Mitgliedsorganisationen und Vereine zugleich zu Besonnenheit und Geduld auf: "Unsere Bewährungsprobe wird noch etwas weitergehen. Sie verlangt auch Ausdauer. Ich bin mir jedoch sicher, dass wir diese Zeit als Gemeinschaft des Sports durchstehen und aus ihr neue Kraft und Impulse mitnehmen werden."

Nach dem gestrigen Beschluss des Senats kann der kontaktfreie Sport- und Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport an der frischen Luft im öffentlichen Raum, auf öffentlichen oder privaten Sportstätten erfolgen, wenn die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Dabei ist ein Training von bis zu acht Personen inklusive Betreuungspersonal möglich. Ab 25. Mai wird auch der Wettkampfbetrieb in kontaktfreien Sportarten im Freien wieder zulässig sein, solange er im Rahmen eines Nutzungs- und Hygienekonzept des jeweiligen Sportfachverbandes stattfindet. Innensenator Andreas Geisel nannte als Beispiel, dass Fußballspiele mit unmittelbarem Kontakt weiterhin untersagt seien, dass gleichwohl aber das Zuspiel des Balles auch in Gruppen von bis zu acht Personen wieder erlaubt sei. Ebenfalls ab 25. Mai können Strand- und Freibäder wieder geöffnet werden.

Das Land Berlin kündigte an, jeweils vor dem Hintergrund des Infektionsgeschehens und landesspezifischer Besonderheiten über die schrittweise Öffnung in öffentlichen und privaten Sporthallen, Schwimm- und Spaßbädern, Fitnessstudios und ähnlichen Einrichtungen sowie den Betrieb von sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie den Wettkampf und Leistungssport zu entscheiden. Thomas Härtel: "Unser Ziel ist es, auch für den Hallensport bis zum Juni Lockerungen zu erreichen. Immer jedoch unter der gegenwärtig positiven Entwicklung des Infektionsgeschehens." Am Mittwoch hatten sich Bund und Länder auf den stufenweisen Einstieg in den Trainings- Wettkampfbetrieb verständigt. Der Sport- und Trainingsbetrieb im Breiten und Freizeitsport sind danach bundesweit unter freiem Himmel wieder erlaubt. Die Rahmenbedingungen für diese Lockerungen hatten die Sportminister der Länder bereits am 28. April beschlossen. Die Länder treffen nun jeweils eigene Regelungen.

Der Landessportbund Berlin ist mit seine Mitgliedorganisationen und Vereinen gut auf die Wiederaufnahme des Trainings-und Wettkampfbetriebs vorbereitet. Die erforderlichen Hygiene-Kriterien liefert ein 10-Punkte-Katalog, den der LSB Berlin gemeinsam mit Charité-Professor Dr. Bernd Wolfarth erarbeitet hat. Der DOSB und seine Spitzenfachverbände haben auf Bundes- und Landesebene zehn Leitplanken für das Training in kleinen Gruppen unter freiem Himmel entwickelt. Thomas Härtel: "Unsere Handreichungen sind Blaupausen für die Angebote der Verbände und Vereine. Sie ermöglichen einen verantwortungsvollen Umgang im Sportbetrieb im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben. Gemeinsam können wir sicherstellen, dass Sport- und Bewegungsangebote in den unterschiedlichsten Sportarten möglich sind." Die Konzepte werden je nach Lage und Entwicklung laufend angepasst.

Thomas Härtel bekräftigt nochmals seine Forderung an die Politik, den Kinder- und Jugendsport stärker in den Fokus zu nehmen: „Vor allem Kinder und Jugendliche aus sozial schwächeren und wohnräumlich beengten Verhältnissen können mit Vereinssport erreicht und gestärkt werden.“ Regulärer Schulsport fand in den vergangenen Wochen nicht statt. Bis es hier wieder los geht, organisiert der LSB Berlin im Rahmen des Programms „Schule und Sportverein“ der Sportjugend Berlin ab Mitte nächster Woche an immer mehr Schulen Pausen- und Mittagsangebote. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche für Sport und Bewegung zu begeistern. „Ich freue mich sehr über diese sehr gelungene Kooperation mit der Senatsbildungsverwaltung auch in der Corona-Krise“, sagte Härtel.

Verordnung über erforderliche Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Berlin (SARS-CoV-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung – SARS-CoV-2-EindmaßnV)

  • Senatsbeschluss 200507