Chronik der Pandemie

Die nächsten Wochen werden nun besonders hart.

Das Robert-Koch Institut meldet zum Monatsende mit 19.059 neuen Fällen einen neuen Höchstwert innerhalb von 24 Stunden. In Berlin liegt die Zahl der Infizierten derzeit bei 31.440 Covid-19 Erkrankten. Es geht ums Überleben, auch durch den Sport. Der November 2020 wird ein stiller Monat.
Stand: 31. Oktober 2020

Unter der Überschrift „Der Sport darf nicht den ganzen Winter über dicht machen“ kommentiert Claudio Catuogno die auf den Sport zukommenden neuen Corona-Einschränkungen. Die Schließung der Sportstätten im Gegensatz zu den Schulen schmerzt ihn, denn ist der Sport nicht genau das: Lebensschule? Er schließt mit den Aussagen: Der Sport, auch das zeigt sich gerade, mag in vielen Bereichen des Profigeschäfts auf kranke Weise finanziert sein. Aber das ändert nichts an seiner Bedeutung: Sport ist gesund. Natürlich muss jetzt vieles pausieren: Fahrgemeinschaften zum Wettkampf, Spielbetrieb mit Zweikämpfen, Mannschaftsansprachen in der Kabine. Und das Aerobic- oder Yoga-Angebot funktioniert auch noch mal eine Zeitlang digital statt in der Turnhalle. Aber acht 13-Jährige auf dem Dorfsportplatz, die sich aus der Distanz die Bälle zupassen? Zwei Seniorinnen, die sich in einer gut gelüfteten Tennishalle an der Grundlinie gegenüberstehen? Nach allem, was man weiß, ist das nicht der Treiber der Pandemie. Es ist für viele die wichtigste Stütze, um halbwegs unbeschadet durch sie hindurch zu kommen.
Süddeutsche Zeitung vom 30. Oktober 2020

Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Alfons Hörmann, appelliert in einer Videobotschaft an die 8 Millionen freiwilligen Helferinnen und Helfer in Sportdeutschland, mit dem Einsatz für Gesundheit, Lebensfreude, Fair Play und die gesellschaftlichen Werte des Sports nicht nachzulassen. Hörmann „Bitte bleibt mit uns zusammen“.
DOSB vom 30. Oktober 2020

Die Regierungserklärung der Bundeskanzlerin zu den Coronamaßnahmen führt im Bundestag zu einem Schlagabtausch zwischen den Parteien und teilweise tumultartigen Szenen. Merkel: „Die Maßnahmen, die wir jetzt ergreifen, sind geeignet, erforderlich und verhältnismäßig. Wenn wir stattdessen warten würden, bis die Intensivstationen voll sind, dann wäre es zu spät.“
Tagesschau vom 29. Oktober 2020

Der Präsident des Landessportbundes Berlin, Thomas Härtel, erklärt zu den Regierungsbeschlüssen: „Wir haben wenig Verständnis dafür, wie undifferenziert hier verschiedene Bereiche behandelt werden. Gerade jetzt wäre es im Sinne des gesellschaftlichen Zusammenhalts wichtig, Sportangebote aufrechtzuerhalten, besonders für Kinder und Jugendliche“.
Tagesspiegel u.a. vom 29. Oktober 2020

Der DOSB bedauert sehr, dass der temporäre Lockdown inklusive eines Verbots des Amateursports offenbar nötig geworden ist. Leider berücksichtigt der generelle Lockdown nicht die vielfältigen und erfolgreichen Aktivitäten des Sports, der durch ein hohes Maß an Disziplin und mit der konsequenten Umsetzung von Hygienekonzepten erreicht hat, dass der Sport nachweislich kein Infektionstreiber ist.
DOSB vom 28. Oktober 2020

In einem offenen Brief an die Berliner Fußball-Interessen-Gemeinschaft wenden sich Trainer(innen) im Amateur-, Kinder- und Jugendbereich gegen pauschale Spiel- und Trainingsverbote und fordern mindestens kleinteilige Trainingsformate unter freien Himmel. Unter Beachtung der Hygieneregeln gehen sie auf Grund eines DFB-Gutachtens von einer sehr begrenzten Ansteckungsgefahr beim Fußball im Freien aus.
Facebook vom 28. Oktober 2020

Die Bundesregierung informiert die Öffentlichkeit über die Beschlüsse der Videokonferenz der Bundeskanzlerin mit den Bundesländern und die neuen, erweiterten Maßnahmen zur Corona-Eindämmung. Es bedarf einer „gemeinsamen nationalen Anstrengung“. Im Mittelpunkt steht ein angepasster Lockdown bei Offenhaltung der Schulen und Kitas bis Ende November. Die Bevölkerung wird angehalten, die eigenen Kontakte zu anderen Menschen auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Zu den Maßnahmen gehört auch die Einstellung des Amateursports und die Schließung von Schwimmbädern und Sportstätten. Profisport kann nur ohne Zuschauer stattfinden.
Bundesregierung vom 28. Oktober 2020

Mit der Moral des Sports in Coronazeiten setzen sich Sabine Beikler, Julia Graeber und Jörg Leopold auseinander. Wie vertragen sich staatlich geforderte Kontaktsperren mit offenen Stadien bei Fußballspielen? Kann der Profisport teure Hygienekonzepte überhaupt finanzieren und seine Fans weiterhin einladen? Die Pandemie nimmt auf Konzepte keine Rücksicht und erfordert immer mehr spontane Entscheidungen der Politik. Augenmaß im Chaos ist vonnöten. Toll wäre es, die Fans überhaupt an die Vereine zu binden und nicht mehr mit Zuschauern zu rechnen. Ein Fazit der Autoren: Dem professionellen Sport und seinen Fans droht in diesem Herbst ein weiteres böses Erwachen.
Tagesspiegel vom 27. Oktober 2020

Nach den Herbstferien treten weitere Einschränkungen für den Mund-Nasenschutz an den Berliner Oberschulen und Berufsschulen in Kraft. Auch während des Unterrichts besteht Maskenpflicht in den Schulräumen, für Lehrkräfte auch in den Lehrerzimmern.
Tagesspiegel vom 26. Oktober 2020

Der Senat bereitet ein Lockdown-Szenario für die nächste Woche vor. Erst einmal werden 1.000 Polizisten, davon 500 von der Bundespolizei, zur Kontrolle und Durchsetzung der bisher getroffenen Maßnahmen am Tage und in den Nachtstunden eingesetzt.
RBB vom 24. Oktober 2020

Als wichtigen Baustein in der Pandemie hat der Deutsche Olympische Sportbund sein vom TÜV Rheinland zertifiziertes „Hygienekonzept“ vorgelegt. Es kann von den Verbänden und Vereinen als Rahmenkonzept eingesetzt werden und reicht vom Sportfest im Verein bis zu Weltmeisterschaften. Dazu DOSB-Präsident Alfons Hörmann: „Der Sport hat und wird sich auch weiterhin konsequent und diszipliniert an die Regen halten und ist nachweislich kein Infektionstreiber. Mit diesen national einheitlichen Standards ermöglichen wir allen Verantwortungsträgern, auf abgesicherter Grundlage verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen.“
DOSB vom 23. Oktober 2020

Mit mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner überschreitet Deutschland deutlich die in der ersten Welle vom März und April gemeldeten Infektionsfälle von Covid-19-Erkrankten.
RKI vom 21. Oktober 2020

Als „letzte Chance vor einem neuen Lockdown“ bezeichnet der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, die vom Senat am 20.10. verschärften Corona-Anordnungen. Die bestehenden Sperrstunden und das Alkoholverbot wurden um eine Maskenpflicht auf Wochen- und Weihnachtsmärkten sowie zehn Einkaufsstraßen erweitert. In der Pressekonferenz platzte dem Regierenden der Kragen: „Wir sind hier nicht die einzigen Doofen“ und verwies auf die ansteigenden Infektionskurven für Berlin. “Was gibt’s hier eigentlich noch zu diskutieren? Es müsste doch jedem eingängig sein, was das für ein Lebensrisiko ist.“
Tagesspiegel vom 21. Oktober 2020

In Polen ist die Kapazitätsgrenze des Gesundheitswesens erreicht. Die Regierung macht das EM-Stadion von Warschau zum Corona-Notkrankenhaus. Der Gesundheitsminister verweist auf ein „schwarzes Szenario“ und gibt den Plan bekannt, in allen Regierungsbezirken Notkrankenhäuser zu errichten.
Tagesschau vom 19. Oktober 2020

Die Bundeskanzlerin verweist auf „Rücksicht und Vernunft als wirksamstes Mittel, das wir zurzeit gegen die Pandemie haben. Wir müssen jetzt alles tun, damit das Virus sich unkontrolliert ausbreitet. Dabei zählt jetzt jeder Tag“. Die Wissenschaft sagt uns klar: „Wenn alle ihre Begegnungen außerhalb der eigenen Familie jetzt eine Zeit lang deutlich verringert, dann kann es gelingen, den Trend zu immer mehr Infektionen zu stoppen und umzukehren“.
Podcast der Bundeskanzlerin vom 17. Oktober 2020

Die Coronalage wird für die Bevölkerung unübersichtlich nachdem Gerichte Beherbergungsverbote und Sperrstunden aufheben oder verbieten. Der Chef des Bundeskanzleramtes, Helge Braun, weist auf die steigende Infektionszahl die zeigen „dass wir gerade am Beginn einer wirklich großen zweiten Welle sind“. Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci bereitet eine Maskenpflicht auf vollen Straßen und Plätzen vor, während die Bezirksämter den Einsatz ihres Personals auf die Gesundheits- und Ordnungsämter fokussieren. Bis auf Kreuzberg-Friedrichshain übernimmt die Bundeswehr Telefondienste, auch die Bundespolizei rückt ein. Die Lage wird jetzt richtig ernst.
RBB vom 16. Oktober 2020

Der Berliner Fußball-Verband informiert über die Verschärfung der Dokumentationspflicht von Anwesenden auf Sportanlagen, die auch alle Zuschauer einbezieht. Personalien einschließlich Anschrift und Telefonnummern müssen erfasst und durch Unterschrift bestätigt werden. Dazu hat der BFV Anwesenheitslisten auf seiner Homepage freigeschaltet. Damit werden die Datenschutzbestimmungen außer Kraft gesetzt, wenn Nicht-Berechtigte Einsicht in die Listen bekommen.
Berliner Fußball-Verband vom 15. Oktober 2020

Nach dem Corona-Gipfel im Bundeskanzleramt hat der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Alfons Hörmann, die Politik aufgefordert „den Sport nicht aus den Augen zu verlieren“. Er wies auf die in der Krise vom Sport übernommene Verantwortung hin und bittet „unsere Partner in Politik und Verwaltung aber gleichzeitig um das notwendige Fingerspitzengefühl, um abgestimmte und auf den Einzelfall und die tatsächlichen Verhältnisse vor Ort angepasste Lösungen zu entwickeln“. Seinen Appell schloss er mit den Worten: „Wir sehen die sportliche Aktivitäten in unserem Land als wichtigen Teil der Problemlösung der kommenden Monate und setzen uns dafür ein, dass die Strukturen des Sports die Krise überdauern, damit sie ihre wertvolle Arbeit für das Gemeinwohl auch künftig leisten können.“
DOSB und SID vom 15. Oktober 2020

Großstädte als Hotspots, Beherbergungsverbote in Deutschland und dazu die Feststellung der Bundeskanzlerin über den Ausgang ihrer Gespräche mit den Ministerpräsidenten: „Das ist nicht hart genug, um das Unheil abzuwenden“. Der zweite Lockdown hat begonnen, Sperrstunden machen das ganze Land zum Risikogebiet.
Tagesspiegel vom 15. Oktober 2020

Die Angst vor Corona hat zu einem Novum im Handball geführt: Erstmals trugen im Spiel der höchsten spanischen Liga zwischen Ademar Leon und Liberbank Cantabria alle Spieler sowie der Schiedsrichter Masken. Die Grundlage hierfür war ein Beschluss der stark von der Pandemie betroffenen Region Kastilien und Leon, wonach bei Kontaktsportarten ein Mund-Nase-Schutz zu tragen sei. Für Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball Bundesliga (HBL) ist das natürlich keine Option. „Das ist völlig absurd und ein schlechter Witz. Mir tun die beteiligten Spieler und Schiedsrichter leid. So kann man keinen Profisport treiben.“
SID vom 12. Oktober 2020

Ganz Berlin ist jetzt Corona-Hotspot.
RBB vom 10. Oktober 2020

Arena am Ostbahnhof: Alba Berlin durfte am 9. Oktober das erste Mal seit März wieder vor Publikum spielen. Der Gegner ist der FC Bayern, in München sind Schlachtenbummler verboten, in Berlin wurden 700 Zuschauer in der großen Halle gut verteilt, einige Ränge hat man unter dunklen Vorhängen verborgen. Fieber wird am Eingang gemessen, Kontaktlisten werden geführt, die Frage nach vorherigem Aufenthalt in Corona-Hotspots gestellt. Ball und Hände werden desinfiziert, Klatschpappen liegen bereit. Wofür? Basketball in einer fast leeren Hall? Alba verliert das Euroleague-Spiel. Schlechte Zeiten für den Profisport und die Fans.
RBB 24 vom 10. Oktober 2020

Vor der Videokonferenz der Bundeskanzlerin mit den Bürgermeistern großer Städte warnte Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin, zusammen mit Wissenschaftlern vor Engpässen im medizinischen Bereich. Er schloss nicht aus, dass Berlin seine medizinischen Notfallplätze noch erweitern könnte. Ulrich Frei vom Charité Vorstand wies auf einen absoluten Mangel an Intensivkräften hin. Gerade der Anstieg von Infektionen unter den oft jungen Pflegekräften verschärft die aktuelle Lage bei steigenden Zahlen von Patienten, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen.
RBB 24 vom 9. Oktober 2020

Aktuelle Entwicklungen und steigende Infektionszahlen haben den DOSB bewogen, die umfassende Erklärung der Konferenz der Landessportbünde vom 25. September 2020 zur Zukunft des Vereinssports erst 14 Tage später zu veröffentlichen. Es wurde eine Grundsatzerklärung: „Der Sport in Deutschland mit seinen 90.000 Vereinen erlebt in der anhaltenden, globalen Corona-Pandemie die größte gesellschaftspolitische und ökonomische Herausforderung seit 1945“. Abschließend bleibt dem DOSB nur die Aufforderung an sich selbst und die Politik: „Setzen Sie auf die wertvollen Fähigkeiten des Sports, sich selbst zu organisieren und sich diszipliniert an die Regeln zu halten, um die Fähigkeiten zur Selbsthilfe zu stärken!“
DOSB vom 9. Oktober 2020

Thomas Härtel, Präsident des LSB Berlin, sorgt sich angesichts steigender Corona-Infektionszahlen um die mittelfristige Zukunft des Berliner Sports. „Ein zweiter Lockdown hätte auf den Berliner Sport katastrophale Auswirkungen. Sowohl für den gemeinnützigen Sport, wie auch für den Profisport“, sagte er in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. Er ging auf die vorliegenden Anträge für den „Rettungsschirm“ des Senats ein, der dann nachgebessert werden müsste und hob die bisherige Vorbildfunktion des Sports hervor: „Je konsequenter wir unsere eigenen Hygiene- und Abstandregelungen einhalten, umso mehr sind wir in der Lage zu zeigen, dass wir im Sport kein signifikantes Infektionsgeschehen haben – im Vergleich zu großen Hochzeitsfeiern oder anderen privaten Feiern. Die Normalität wird künftig anders aussehen – im Bereich der Hygieneregeln, der Fitnessangebote, in der Reha, in den Sporthallen, in den Angeboten, die wir machen“. Auch auf Mängel in der Infrastruktur weist er hin: „Da, wo jahrelang nicht saniert wurde, wo Sportstätten verfallen, da bekommen wir ein Problem – auch ohne Pandemie“.
Süddeutsche Zeitung vom 9. Oktober 2020

Der Senat von Berlin handelt: Die Explosion der Coronazahlen in Berlin führt zu drastischen Einschränkungen für die Bevölkerung. Dazu gehören die erstmalige Einführung einer Sperrstunde ab 23 Uhr und ein Alkoholverbot sowie Beschränkungen beim Zusammentreffen von Bürgern drinnen und draußen. Ganz Berlin wird Risikogebiet.
RBB vom 6. Oktober 2020

Mit der Situation des Schulsports beschäftigen sich Hannes Garten und Vito Su Komaro in einem größeren Beitrag. Probleme gibt es bei Grundschülern, die sich den Hygieneregeln verschließen und immer wieder den im Sport üblichen Körperkontakt suchen. Was passiert in der kalten Jahreszeit, wenn der Draußen-Unterricht nicht mehr möglich ist? Eine passende Antwort auf die Durchsetzung der Coronaregeln stellt Lehrer und Schüler unter Druck und überfordert den Schulsport. Die Angst beginnt schon beim Umziehen, wenn nicht genügen Kabinen für die Klassen bereitstehen und Sichtschutzwände in Hallen aufgestellt werden müssen. Das gilt auch für die Oberschulen. Der Mindestabstand kann beim Sport nicht eingehalten werden, dazu kommt das Auf- und Absetzen der Masken. Wenn dann noch die Desinfektionsregeln nicht eingehalten werden, steigt das Infektionsrisiko. Auch gegenüber den Risikogruppen der Lehrer, Eltern und Großeltern, Schulsport unter Angst – das geht nicht.
Tagesspiegel vom 2. Oktober 2020

Für den Wintersport haben sich alle Hoffnungen auf eine Rückkehr zur Normalität zerschlagen. Internationale Wettbewerbe und Meisterschaften wurden abgesagt oder verschoben. Die Biathleten sind zu Kompromissen jeglicher Art bereit, weil es um die Lebensgrundlage ihrer Sportart geht. Die für Großveranstaltungen vorgesehenen Corona-Zuschauerzahlen werden durch aktuelle Entwicklungen durchkreuzt, wenn die Austragungsorte plötzlich zu Risikogebieten werden. Auch die Sportarten auf den Eisbahnen und Eiskanälen treffen neue Absagen. Den Eiskunstläufern und Eisschnellläufern droht die Beschäftigungslosigkeit. Es ist vollkommen offen, ob die für die Olympischen Winterspiele in China vorgesehenen Test-Veranstaltungen stattfinden können.
Frankfurter Rundschau vom 1. Oktober 2020

Neue Formel: Mehr Akzeptanz = weniger Infektionen.

Die Zahl der Neuinfektionen in Berlin ist auf 1.833 gestiegen, seit Beginn der Pandemie haben sich 14.499 Menschen mit dem Virus infiziert. Eine der drei Corona-Ampeln schaltet auf Rot. Wissenschaft und Politik warnen die Bevölkerung: Nur mehr Akzeptanz führt zu weniger Infektionen.
Stand: 30. September 2020

Am September-Wochenende kam es dicke: Nach den Vorgaben der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten zog auch der Senat von Berlin die Coronabremsen weiter an. Unabhängig von den Fallzahlen wurden die Maskenpflicht in Büros verfügt und die Teilnahmezahlen an privaten Feiern drinnen auf 25 und draußen auf 50 Personen begrenzt. Dazu höhere Bußgelder bei falschen Identitätsangaben und arbeitsrechtliche Konsequenzen bei Missachtung der Maskenpflicht. Die allgemeinen AHA-Hygienevorschriften wurden um L wie Lüften und C wie Corona-App erweitert. Der Regierende dazu: „Wir müssen jetzt alles tun, damit sich die Situation nicht noch weiter entwickelt“.
RBB vom 29. September 2020

Gleich mehrere Autoren beschäftigen sich mit dem Schulunterricht im Winter und schlagen neben dem Digitalschooling auch ganz allgemein „Freiluftunterricht“ vor. Ein Thema, mit dem sich Pädagogen mehrerer Universitäten bereits beschäftigt haben und zu dem neue Handreichungen und Praxisanweisungen vorliegen. Winterfest angezogen, in Kleingruppen und vor allem „draußen“ wird nicht nur das Infektionsrisiko gemindert, sondern auch Lernmotivation und Ausgeglichenheit zwischen Schülern und Lehrern gefördert. Rousseaus „Zurück zur Natur“ als Medizin gegen Corona, ein gutes Rezept nicht nur im Sport. Oder, wie es getitelt wurde: „Besser einen Schnupfen, als Oma mit Sars-CoV-2 anstecken“.
Tagesspiegel vom 28. September 2020

Der jährlich von der Commerzbank und dem DOSB vergebene Preis „Das Grüne Band 2020“ für den Nachwuchsleistungssport wird von Veronika Rücker, der DOSB-Vorstandsvorsitzenden, in Zeiten von Corona und der unsicheren Perspektive der Nachwuchsförderung „als vielleicht bedeutsamer als je zuvor“ bezeichnet. Preisträger des jeweils mit 5.000 Euro dotierten Preises sind 50 Sportvereine, unter ihnen auch der Bogensportclub BB Berlin und die Handballer der Füchse Berlin.
DOSB vom 23. September 2020

Auf die anhaltenden Probleme für „kleine“ Vereine durch Corona weist Thomas Frey in seinem Bericht über die Schwimmvereine in Reinickendorf hin. Stefanie Lieke, Sprecherin im Bezirkssportbund, berichtet von einem Mitgliederrückgang von 40 Prozent in ihrem Verein bei gleichzeitig 180 Kindern auf den Wartelisten für Kinderschwimmkurse. Die vorherige Übermittlung von Teilnehmerlisten an die Bäderbetriebe und das Zutrittsverbot von Eltern in den Schwimmbädern sind von den Ehrenamtlichen nur mit logistischem Aufwand zu schaffen. Kritik wird an den Kleingruppen von nur 8 Kindern im Schwimmbad geübt, wenn in anderen Sportarten bereits größere Gruppen erlaubt sind. Auch ist bekannt, dass eine Ausbreitung von Corvid-19-Viren im chlorhaltigen Wasser nahezu ausgeschlossen ist.
Berliner Woche vom 23. September 2020

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci äußerte sich besorgt über die sprunghaft in Berlin ansteigenden Neuinfektionen von Corvid-19. Berlin ist bei den Inzidenzzahlen innerhalb von einer Woche Spitzenreiter noch vor Bayern geworden, der Indikator von zwei Corona-Ampeln steht jetzt auf gelb. Aus dem Hotspot Kreuzberg-Friedrichshain wird berichtet, dass der Anstieg auch mit dem „Partyverhalten“ junger Menschen zusammenhängt. Sorgen macht der Senatorin die nahende kalte Jahreszeit und das in Innenräumen ansteigende Infektionsrisiko.
Berliner Zeitung vom 21. September 2020

Das Magazin Urban Sports des Tagesspiegels titelt mit der Zeile „Berlin läuft jetzt anders“ und beschäftigt sich mit den Sorgen vieler Sportler und auch Veranstalter. Im Gegensatz zum Spitzensport, „der immer noch auf die Anfänge von Normalität wartet“, ist der Verlag beim Breitensport optimistisch, „denn Möglichkeiten, intensiv Sport zu treiben, gibt es in unserer wunderbaren Stadt nach wie vor“. Die Titelzeile erscheint nicht nur in Corona-Zeiten weitaus aktueller und spannender als das Motto der neuen Senatskampagne „Wir sind ein Berlin“.
Der Tagesspiegel vom 20. September 2020

Jeanette Hagen beschäftigt sich in ihrer regelmäßigen Kolumne „Losgelaufen“ mit der Berlin-Challenge anstelle des abgesagten Berlin-Marathons. Alle angemeldeten Aktiven haben ein Bändchen mit dem Aufruf erhalten, unter dem Hashtag ?berlin42united zu einer 2:01-39 Challenge anzutreten und sich mit der 2018 von Eliud Kipchoge gelaufenen Weltrekordzeit zu messen. Sie hofft auf viele, die mitlaufen und sich einer dafür geschalteten App bedienen. Wegen einer Verletzung kann sie nur walken und vermisst „vor allem das Kribbeln im Bauch, das sich schnell überall im Körper ausbreitet, wenn man mit anderen Läuferinnen und Läufern aus aller Welt am Start steht, den Countdown zählt und dann die ersten Schritte läuft“.
Tagesspiegel vom 17. September 2020

Auch der LSB Brandenburg hofft auf eine Stabilisierung des Vereinssports in den nächsten fünf bis sechs Monaten. Das erklärte Andreas Gerlach, der LSB-Vorstandsvorsitzende, anlässlich des 30-jährigen Bestehens unseres benachbarten Landessportbundes. An eine vorzeitige Beendigung der Krise glaubt er nicht und geht davon aus, dass der Stand von vor der Pandemie „erst in ein bis zwei Jahren erreicht sein wird“.
Berlin.de vom 15. September 2020

Die Zeit der Geisterspiele ist vorbei, zumindest für eine Testphase von sechs Wochen. Die Bundesländer haben sich geeinigt und lassen 20 Prozent der Plätze in Stadien für Zuschauer zu. Auch die Sporthallen werden wieder geöffnet. Ein Silberstreifen für die Profisportarten und für die Fans, die sich ohne analoges Sportgeschehen langweilen.
RBB vom 16. September 2020

Viele Sportvereine haben ihr Engagement inzwischen wieder aufgenommen, Trainingszeiten und Abnahmetermine für das Deutsche Sportabzeichen anzubieten. Elf Initiativen in sechs Bezirken laden dazu ein, das ist immerhin die Hälfte des Stadtgebietes. Man kann davon ausgehen, dass die Beliebtheit des „Breitensportordens“ durch Corona nicht allzu gelitten hat.
Sport in Berlin, Ausgabe 05-2020

Bund und Länder streben schneller als geplant eine einheitliche Lösung für die Fan-Rückkehr in die Stadien an. Die Chefs der Staatskanzleien und das Bundeskanzleramt wollen Zuschauer auch in Sporthallen wieder zulassen und rücken vom ursprünglichen Plan ihrer Arbeitsgruppe ab, darüber bundeseinheitlich erst Ende Oktober zu entscheiden.
Tagesspiegel vom 15. September 2020

Logistisch erfolgreich und unter großem Helferaufwand konnten 3.500 Zuschauer am diesjährigen ISTAF im Olympiastadion teilnehmen. Die Presse verglich das Stadiongelände mit einem Erlebnispark, in dem „nach erfolgreich gemeisterter Schnitzeljagd, der eigene Sitzplatz die Belohnung war“. Der Applaus im Stadion der 70.000 war etwas leiser als sonst, feuerte aber die Athleten bei ihrem ersten Wettkampfauftritt hervorragend an. Zehn Kilometer Flatterband in drei Farben sorgten dafür, dass die Abstände während der Veranstaltung eingehalten werden konnten.
Berliner Zeitung vom 13. September 2020

Fast das gesamte deutsche Nationalteam der Amateurboxer hat sich im Trainingslager im österreichischen Längenfeld mit dem Coronavirus infiziert. Von 18 Boxern sind 16 betroffen, so dass erst einmal eine 14-tägige Quarantäne vor Ort und mehrere Tests verfügt wurden. Nach Rückkehr in die Heimat sollen die Sportler an den Olympia- und Bundesstützpunkten gründlich untersucht werden.
ARD Sportschau vom 13. September 2020

Ihre Impressionen vom 5. Halbmarathon „Rund um den Müggelturm“ am 6. September beschreibt Dr. Erdmute Nieke mit den Worten „Endlich! Ein echter Wettkampf – mein erster nach der Corona-Pause, der Sommer ist mit vielen virtuellen Läufen und ohne Marathontraining irgendwie vorbei gegangen“. Aus dem „Lauf in den Frühling“ ist 2020 ein Lauf in den Herbst geworden. Die Zahl der Läufer und Läuferinnen hat sich gegenüber 2019 mehr als halbiert. 435 Aktive gingen im Seebad Wendenschloss an den Start, 155 im Halbmarathon, 196 über 10 km und 84 über 5 km. Eine herrliche Wald- und Seenstrecke bei bestem Wetter, in Schmetterlingshorst blühten die Krokusse. Alle freuen sich schon, im nächsten Jahr wieder in den Frühling laufen zu können, hoffentlich ohne Corona.
German Road Races vom 9. September 2020

Nadine Hildebrand, Sprecherin der Leichtathleten, hat im Sportausschuss des Deutschen Bundestages auf die Langzeitwirkungen der Pandemie hingewiesen und befürchtet, dass durch die Krise „der Marktwert des Sports sinkt und nächstes Jahr schon von vornherein weniger Geld für den Sport zur Verfügung steht“. Sie meint damit deutliche Kürzungen oder Kündigungen von Sponsorengeldern und die Sorge, dass im kommenden Jahr „die noch größere Schieflage entsteht“.
Deutschlandfunk vom 9. September 2020

Obwohl seit März keine internationalen Wettkämpfe im Tischtennis stattfinden, will der TT-Weltverband ab 13. November in China den World Cup der Männer und Frauen sowie die ITTF Finals durchführen. Zahlreiche Spieler in Europa wenden sich gegen eine mehrwöchige Chinareise in Corona-Zeiten und halten den Zwang durch den ITTF als „inakzeptabel und Verstoß gegen alle Prinzipien des Fair Play“. Dazu gehört auch der deutsche Spitzenspieler Timo Boll. Thomas Weikert, der deutsche Präsident des Weltverbandes hat Verständnis für den Protest der Spieler, will sich an das Exekutivkomitee wenden und hofft „dass das letzte Wort nicht gesprochen ist“.
Der Spiegel vom 9. September 2020

Frau Prof. Talja Blokland vom Georg-Simmel-Zentrum für Metropolenforschung an der Humboldt-Universität hat der Deutschen Presse Agentur das Ergebnis einer Online-Befragung zu Corona berichtet: Die Berliner haben im Frühjahr am meisten ihre Sportvereine, Selbsthilfegruppen, Clubs und Tanzlokale vermisst. „Die Menschen, die bis jetzt an der Umfrage teilnahmen, sehnten sich während der Corona-Schließungen gerade nach den Orten, an denen sie normalerweise sowohl Bekannte wiedersehen als auch mit Fremden ins Gespräch kommen.“
RBB vom 8. September 2020

Fabian Scheler beschäftigt sich mit der Wiederaufnahme des Amateurfußballbetriebs in Berlin und Bayern und überschreibt seinen Beitrag mit der Frage „Tod des Amateurfußballs?“. Das ist eine Aussage von Weltmeister Thomas Häßler, der den Landesligisten BFC Preußen trainiert. Die neuen Regelvorgaben für Berlin werden von Gerd Thomas, Vorsitzender des FC Internationale, kritisiert, „das ist nicht der Sport, für den jemand in einen Verein eintritt.“ Inzwischen hat ein Verein den alten Spielplan gefordert und vor dem Sportgericht Einspruch eingelegt. Er will, dass der BFV Klage gegen Senat und Bezirke vor dem Verwaltungsgericht androht, so wie es in Bayern bereits erfolgt. Ein Fazit aus Bayern: Vor uns hat keiner Angst, vor den Kleingärtnern schon. Die Teamfähigkeit der Fußballverbände und ihrer Mitgliedsvereine wird zu Coronazeiten herausgefordert.
Zeit Online vom 8. September 2020

In einem ganzseitigen Interview berichtet der Füchse-Manager Bob Hannig über den Überlebenskampf des Handball-Bundesligisten. Bereits früh hat er alle Szenarien für seinen Club bis zu Verhandlungen mit Insolvenzverwaltern durchgespielt. Den Zusammenhalt und Vertrauensvorschuss der Fans, Förderer und Mitglieder in der Krise hält er für phänomenal und möchte ihn im Nachhinein nicht mehr missen. „Wissen Sie, für viele Menschen gibt es nur sie selbst. Dann gibt es Menschen, die können mit Krisen gar nicht umgehen, die verstecken sich. Dann gibt es Denunzianten, die habe ich jetzt auch kennen gelernt. Und dann gibt es Menschen, die wenig haben und die dieses Wenige noch zu dir bringen. Sie schreiben dir „wir leben hier von einer kleinen Rente, aber wir finden das mit eurer Jugendarbeit so schön – wir spenden hundert Euro“.
Tagesspiegel vom 6. September 2020

Spürbar nachgelassen hat in Japan die Begeisterung für die Olympischen Spiele. Man diskutiert über die gesundheitlichen Risiken durch die Pandemie, die hohen Zusatzkosten durch die Verschiebung und die Frage, ob man mit dem Geld nicht sinnvolleres tun könnte. In Vergessenheit geraten vor allem die Paralympics. Der Soziologe Prof. Hiroki Ogasawara von der Universität Kobe sagt: „Das ganze Bild dreht sich um die Olympischen Spiele, nicht die Paralympics. Auch beim Thema Covid-19 geht es mehr um die olympischen Athleten als um die paralympischen.“ Es gibt keine klinischen Studien, die zeigen, dass sich paralympische Athleten eher infizieren als Sportler ohne Behinderung. Ogasawara würde Wetten darauf abschließen, dass die Paralympics zu den größten Verlierern gehören werden, wenn die Spiele verschoben oder verschlankt werden. Was das IOC vehement ablehnt: „Die Spiele gibt es nur im Paar. Wenn die Olympischen Spiele stattfinden, dann auch die Paralympischen Spiele.“
Deutschlandfunk vom 5. September 2020

Unter der Überschrift „Senioren müssen draußen bleiben“ beschäftigt sich Martin Einsiedler mit den über 65-Jährigen, die 20 Prozent der Bevölkerung ausmachen und sowieso gesundheitlich von Bewegungseinschränkungen bedroht sind. In Coronazeiten sind jetzt die Türen der Sportvereine für sie oft verschlossen. Michael Pape vom TSV Spandau 1860 befürchtet weitere Einschränkungen und zwangsläufig auch Mitgliederaustritte. Sein Verein hat 5.000 Mitglieder an 70 Standorten, darunter viele Ältere. Anke Nöcker, LSB-Abteilungsleiterin Sportentwicklung, prognostiziert ohne Sport eine Isolation der älteren Generation und neue gesellschaftliche Probleme: „Wenn diese Menschen einmal aus dem Sport heraus sind, wird es sehr schwer, sie wieder zurückzuholen“.
Tagesspiegel vom 4. September 2020

Die zuschauerabhängigen Sportarten gehen zunehmend auf die Barrikaden und verlangen politische Lösungen. Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handballliga, äußert seinen Unmut: „Es müssen künftig endlich Entscheidungen auf Faktenbasis getroffen werden und nicht mehr – so wie es aktuell der Fall ist – nach politischer Kurzwetter-Lage. Wir haben monatelang in unser Konzept investiert und fühlen uns jetzt alleingelassen“.
Süddeutsche Zeitung vom 3. September 2020

Annette Kögel berichtet über den Kampf eines ehrenamtlichen Jugendtrainers, der sich in einem Offenen Brief „Rettet den Berliner Freizeitfußball“ an Politik und Bezirke, Trainerkollegen und Fußballkinder-Eltern wendet. Dierk Borstel von den BSC Kickers 1900 versteht die Logik nicht, wenn es Freundschaftsspiele gibt, aber Spielklassen im Amateurfußball abgesagt werden, halbiert durch Wegfall der Rückrunden, ohne Duschen, Begrüßungskreis und Spielvorbereitung. Er kämpft um individuelle Lösungen für Plätze und Vereine und Kontakte zu den Schulen, z.B. durch Umziehmöglichkeiten. Konkret sieht er die Gefahr, dass Trainer streiken oder gar aufhören wollen.
Tagesspiegel vom 3. September 2020

Neue Formel: Mehr Akzeptanz = weniger Infektionen.

Die in Berlin mit zehntausenden von Teilnehmern stattgefundenen Proteste gegen die Coronapolitik haben ein weltweites Echo ausgelöst und werden von Medien, Politik und Bevölkerung kontrovers diskutiert und aufgearbeitet. Die Berliner Morgenpost titelt zum Beispiel mit „Anti-Corona-Proteste: Eine gefährliche Gratwanderung“.
Berliner Morgenpost vom 30. August 2020

Eine neue Coronastudie des Karlsruher Instituts für Sport und Sportwissenschaft zum Bewegungsdrang von Kindern im Lockdown zeigt erstaunliche Ergebnisse. In allen Altersgruppen hat sich die Bildschirmnutzung in der Freizeit um etwa eine Stunde am Tag erhöht. Vor allem in der Gruppe der 14- bis 17-Jährigen, wobei der Anstieg bei den Jungen stärker anstieg. Das ‚organisierte Sporttreiben‘, im Schnitt sonst 28,5 Minuten täglich, ist durch die Schließung der Vereine weggefallen. Trotzdem hat sich bei den Sechs- bis Zehnjährigen das ‚unorganisierte Sporttreiben‘ im Freien um durchschnittlich 17,7 Minuten zusätzlich erhöht. Die Wissenschaftler aus Karlsruhe führen das auf den natürlichen Bewegungsdrang der Heranwachsenden zurück. Sie fordern den Bau von Sport- und Bewegungsflächen und vor allem mehr Sportstunden an Schulen nach Corona. Bewegung erlernt man in frühen Lebensjahren, für Englisch hat man noch Zeit im Alter.
Der Spiegel vom 29. August 2020

Nach dem Politgipfel dringen die Proficlubs in Deutschland auf verbindliche Corona-Regeln. Die Clubs brauchen ihre Fans zum Überleben, auch wenn die Politik ihnen dazu nichts sagen kann. Ohne Zuschauer bis Ende Dezember taumelt der Spitzensport dem Abgrund entgegen.
Tagesspiegel vom 28. August 2020

Alarm beim Schwimmverband und der Lebensrettungs-Gesellschaft: Jeden vierten Tag schließt ein Schwimmbad in Deutschland, 60 Prozent der 10-jährigen Kinder können nicht sicher schwimmen, und es gibt einen enormen Mitgliederschwund bei den Schwimmvereinen. Deutschland entwickelt sich mehr und mehr zum Nichtschwimmerland. DSV-Vizepräsident Wolfgang Hein befürchtet, dass es „sicherlich zum Winter hin, spätestens aber zum Frühjahr nach dem Bädersterben auch ein Vereinssterben geben wird“. Die DLRG bedauert den Anstieg der Badetoten, der in diesem Jahr auf 192 stieg. Die im vergangenen Jahr dem Sportausschuss des Bundestages übergebene Petition „Rettet die Bäder“ mit 120.000 Unterschriften bringt in Coronazeiten nur Teilerfolge.
ARD Sportschau vom 27. August 2020

Der Berliner Fußball-Verband sagt alle Fußballspiele unterhalb der Berlin-Liga ab. Die unterschiedlichen Konzepte der Gesundheitsämter und die Nutzungsordnungen der Sportämter für ungedeckte Sportanlagen (z.B. Kabinennutzung) können nicht in allen Bezirken von den Vereinen eingehalten werden. Der BFV verlangt zeitnahe Gespräche mit den Senats- und Bezirksbehörden über ein einheitliches Vorgehen. Nur so kann der Amateur-Fußballbetrieb für die nächsten Wochen sichergestellt werden. Die kurzfristige Absage stellt die Vereine vor riesige organisatorische Probleme und rückt die Wiederaufnahme eines normalen Spielbetriebes in weite Ferne.
RBB 24 vom 27. August 2020

Der Politgipfel der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten brachte keine guten Nachrichten für den Sport. Wegen der angespannten Coronalage wird der Bundesliga-Saisonstart Mitte September definitiv ohne größeres Publikum stattfinden. Auch Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und Einhaltung der Hygieneregelungen nicht möglich ist, sollen bis mindestens Ende Dezember 2020 nicht stattfinden. Die Einschränkungen treffen neben den Fußballclubs von der Bundesliga bis zur Regionalliga auch die Spitzenvereine im Handball, Basketball, Volleyball und Eishockey sowie weitere stark von Zuschauer-Einnahmen abhängige Sportarten. In Sachen Fans gibt es vorerst auch in Regionen mit sehr geringen Infektionszahlen keine Ausnahmeregeln.
Berliner Zeitung vom 27. August 2020

In Berlin nehmen die städtischen Hallenbäder ihren Betrieb wieder auf. Somit können Schulen, Vereine und andere Schwimmerinnen und Schwimmer wieder die Hallenbäder nutzen. Es gelten die Corona-Vorschriften: Abstandshaltung, Mundschutz außerhalb des Wassers und Anwesenheitslisten zur Kontaktnachverfolgung. Rutschen und Sprungtürme werden wieder geöffnet, Saunen bleiben zunächst geschlossen.
Tagesspiegel vom 27. August 2020

Jugendliche Bewegungsmuffel müssen nach Einschätzung der Sportpsychologin Chloé Chermette dringend dazu motiviert werden, Sport zu treiben. Während des Corona-Lockdowns hätten sich viele Jugendliche kaum bewegt, sagte die Dozentin der Deutschen Sporthochschule Köln. Insbesondere bei Jugendlichen bestehe nun die Gefahr, dass sich die Phase des Bewegungsmangels weiter negativ auf ihr Verhalten auswirkt. „Den Jugendlichen kann jetzt der Antrieb fehlen, sich aufzuraffen und sich überhaupt zu bewegen.“
Redaktionsnetzwerk Deutschland vom 26. August 2020

Der Frankfurter Rugby-Vizepräsident Uli Byszio sieht die Sportart Rugby durch Corona und die mindestens einjährige Spielpause in ihren Grundfesten erschüttert: „Meiner Meinung ist das ein Sterben auf Raten. Gerade für eine Randsportart wie die unsere wird es zunehmend schwieriger, danach wieder ins Rollen zu kommen.“ Es werde „sehr schwierig, das Überleben der Sportart sicherzustellen“.
FAZ vom 25. August 2020

Für Jakob Maske, den Präsidenten des Verbandes der Kinder- und Jugendärzte in Berlin, sind bei steigenden Infektionszahlen die Schulen und Kitas keine Hotspots. Sorgen machen sollte man sich um Omas und Opas und im Umfeld der Schüler um Menschen mit Vorerkrankungen.
Berliner Morgenpost vom 22. August 2020

Wenn alles klappt, wie sich die Veranstalter vom SCC Berlin das vorstellen, wird es am 27. September gespenstisch werden rund um ein ansonsten belebtes Wahrzeichen in der Hauptstadt. Insgesamt etwa 20 Läufer und Skater sollen dann beim Berlin-Marathon ihre Runden um die Siegessäule drehen. Rings um sie herum dann kaum eine Menschenseele. Neben der geplanten Rumpftruppe aus deutschen Spitzenläufern flüchtet sich der Marathon ins Digitale. Läufer und Läuferinnen aus aller Welt sollen aufgefordert werden, sich allein oder in Gruppen an einer Marathon-Challenge zu beteiligen.
Tagesspiegel vom 20. August 2020

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hält das Konzept des Fußball-Bundesligisten 1. FC Union zur Rückkehr der Fans ins Stadion momentan nicht für realistisch. Er verwies auf fehlende Kapazitäten, um die angedachten Corona-Tests für die Zuschauer im Vorfeld umzusetzen. Auch könne derzeit kein Wissenschaftler zusichern, dass man 24 bis 48 Stunden nach einem Testergebnis tatsächlich negativ ist und keinen anderen Menschen mit dem Virus anstecken kann.
Tagesspiegel vom 18. August 2020

Die Zahl steigender Corona-Verstöße und die inzwischen verordneten Tests von Reiserückkehrern werden in der Öffentlichkeit breit diskutiert. Mit den für Lehrer und Erzieher versprochenen Testmöglichkeiten an Schulen und Kitas gelangen die Gesundheitsämter an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit.
Berliner Morgenpost vom 18. August 2020

Bundeskanzlerin Angela Merkel schließt wegen der ansteigenden Zahlen von Corona-Infektionen weitere Lockerungen aus. Dies gelte auch für Fußballspiele, so die Kanzlerin anlässlich der ersten Sitzung des CDU-Präsidiums nach der Sommerpause.
Stuttgarter Zeitung vom 17. August 2020

Leere Turnhallen, geschlossene Schwimmbäder, gesperrte Plätze – zu Hochzeiten der Corona-Pandemie die Realität für viele Sportvereine. Und das Virus behindert den Sport weiterhin. Eine Umfrage des Deutschen Schwimmverbandes hat ermittelt, dass gerade mal 53 Prozent der Vereinsmitglieder einen Zugriff zu Schwimmbädern hat. Damit stellt sich die Frage, ob die Vereine ohne Schwimmangebote für ihre Mitglieder überleben können. Auch der Hockeysport, der noch im Freien ausgetragen werden kann, befürchtet die Winterzeit und die Hallennutzungen. Durch geschlossene Schulen und Kitas konnten Kinder und Jugendliche nicht für die Sportart geworben werden. Auch die Ruderer haben trotz des Freilufttrainings ihre Probleme. Wie können Talente gefördert werden, wenn Wettkämpfe nicht stattfinden und das wichtigste Gemeinschaftserlebnis fehlt?
Deutschlandfunk vom 16. August 2020

Kurz nach Beginn des neuen Schuljahres gibt es an drei Berliner Schulen die ersten positiven Coronainfektionen. Schüler und Lehrer, die Kontakt hatten, kamen in Quarantäne, die Schulen blieben geöffnet.
Berliner Morgenpost vom 13. August 2020

Die Berliner Proficlubs BR Volleys, Eisbären, Füchse und Alba wollen mit einem gemeinsamen Anti-Corona-Konzept den Wiedereinstieg in den Wettkampfbetrieb möglichst mit Fans ermöglichen. Dazu gehören Vereinbarungen mit den Betreibern der Mercedes-Benz-Arena und der Max-Schmeling-Halle. Kaweh Niroomand, der Manager der Berlin Volleys, und die Clubs werden sich mit der Senatsverwaltung und den zuständigen Behörden über das Gesamtkonzept verständigen. Dabei geht es auch um die Rückkehr von Fans und die derzeit zugelassene Zahl von 1.000 Teilnehmern.
Süddeutsche Zeitung vom 13. August 2020

Der Deutsche Olympische Sportbund hat die Entwicklung eines allgemeinen Hygiene-Rahmenkonzeptes für Sportveranstaltungen in Auftrag gegeben. DOSB-Präsident Alfons Hörmann dazu: „Wir wollen und wir müssen sukzessive den Sportbetrieb auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene wieder hochfahren, um unseren Athleten und Athletinnen wieder Ziele zu geben und die einzigartige Vielfalt von Sportdeutschland zu sichern“. Das Konzept besteht aus grundsätzlichen Leitlinien, die durch ein Modul der jeweiligen sportartspezifischen Aspekte von den Verbänden erweitert werden können. Auch ein dritter Baustein für Sport-Großveranstaltungen kann hinzugefügt werden.
DOSB vom 12. August 2020

Erstmals seit dem Beginn der Coronakrise kam es in Hoppegarten wieder zu einem Renntag unter strengen Auflagen. Es konnte nicht nur online, sondern wieder an den Schaltern gewettet werden, was ja nun mal ein Stück weit das Flair einer ordentlichen Galopprennbahn ausmacht. Und das alles bei 34 Grad im Schatten.
Tagesspiegel vom 9. August 2020

„Die ganze Leichtathletikwelt wird nach Braunschweig schauen“, so sagte es DLV-Präsident Jürgen Kessing zum Auftakt der Deutschen Meisterschaften. Er sei stolz, dass die Meisterschaften durch ein umfassendes Hygienekonzept gerettet werden konnten. Nur 999 Zuschauer dürfen sich gleichzeitig im Stadion aufhalten, das in vier Zonen und Einbahnstraßen aufgeteilt wurde. Umkleiden und Duschen bleiben geschlossen, die Werfer müssen sich ihre eigenen Geräte mitbringen und die Sieger und Siegerinnen ihre Medaillen selber umhängen.
Neues Deutschland vom 8. August 2020

Der traditionsreiche London-Marathon findet am 4. Oktober unter strengen Corona-Bedingungen und unter Ausschluss der Zuschauer und Amateurläufer statt. Auf einem abgesperrten Rundkurs im Londoner St. James-Park wird lediglich das Profi-Rennen für Männer, Frauen und Rollstuhlathleten ausgerichtet. Das Ergebnis gilt weiterhin für die Olympia-Qualifikation.
Süddeutsche Zeitung vom 6. August 2020

Nach Angaben des Chefs des japanischen Organisationskomitees finden die Olympischen Spiele in Tokio im kommenden Sommer „auch mit Corona“ statt, so wurde Toshiro Muto in der Financial Times zitiert. „Ich weiß nicht, wie der Stand der Corona-Infektionen sein wird, aber die Chancen, dass es ein Ding der Vergangenheit ist, sind nicht sehr hoch“ sagte Muto demnach. „Vielmehr ist es wichtig, Olympische Spiele für Menschen zu veranstalten, die mit Covid-19 leben müssen.“
Grenzecho vom 5. August 2020

Die Beschlüsse der Fußball-Bundesliga zur Wiederzulassung von Zuschauern – ohne Gästefans, Stehplätze und Alkohol – haben zu bundesweiten Diskussionen geführt. Über den Saisonstart im September entscheiden vor Ort die Gesundheitsbehörden, Politiker zweifeln am Sinn des vorgelegten Leitfadens. Kritik kommt auch von den Fans, die den Gesundheitsschutz bei aller Sehnsucht nach dem Stadionbesuch als vordringlich ansehen. Jost Peter, vom Vorstand des Fan-Bündnisses „Unsere Kurve“, sagte dazu: „Wenn die Fallzahlen steigen und sich daraus ergibt, dass das Fußballspiel nicht zu besuchen ist, dann habe ich das zu akzeptieren“.
taz vom 4. August 2020

Im letzten Schuljahr kam der Schulsport und damit auch der Schulwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ fast vollständig zum Erliegen. Mit einem Aktionstag am 30. September 2020 unter dem Motto „Jugend trainiert – gemeinsam bewegen“ wird deshalb an die Öffentlichkeit gegangen. Die Deutsche Schulsportstiftung, die Kultusministerien der Länder und die am Wettbewerb beteiligten Sportverbände sehen darin einen wichtigen Schritt in Richtung der Wiederaufnahme des Schulsports in Zeiten der Corona-Einschränkungen.
Deutsche Schulsportstiftung vom 4. August 2020

Obwohl die Fitnessstudios längst wieder offen sind, bleiben viele aus Furcht vor Corona halbleer. Fitness im Freien boomt dagegen. So werden die von „Trimmy“ in den siebziger Jahren in den Wäldern eingerichteten Trimm-Pfade – mit moderner Ausstattung - wieder reaktiviert. Sie finden sich jetzt in den Parks der Städte und nennen sich „Fitnessparcour“. Betrieben werden sie sowohl kommerziell als auch gemeinnützig – ein Angebot nicht nur für Coronazeiten.
Zeit Online vom 4. August 2020

In Zusammenarbeit mit dem Verband Deutscher Sportjournalisten veranstaltet die NADA am 1. September ein Online-Workshop zu den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Für die Diskussion stehen Tom May (Direktor NADO/RADO), Jorge Leyva (INADO) und die Boxerin Nadine Apetz als Athletensprecherin bereit.
VDS und NADA vom 4. August 2020

Als „fahrlässige Körperverletzung“ bezeichnet der Sportrechtler Roland Nasse die Teilnahme des Bonner Spielers Joshiko Saibou von Telecom Baskets an der Groß-Demo der Coronakritiker in Berlin. Saibou wurde von seinem Club fristlos gekündigt, was er als einen „Schlag ins Gesicht der Meinungsfreiheit“ bezeichnete.
Bonner Generalanzeiger vom 4. August 2020

Die Verdrängung der Profi-Radsportsaison auf nur dreieinhalb Monate im Herbst sieht der Bora-Teammanager Ralph Denk als „riesige Chance für den Radsport“. So bei den drei großen Landesrennen in Frankreich, Italien und Spanien. Wir können unsere Saison nach hinten verschieben, anders als im Fußball oder Eishockey, und freuen uns mit unseren Fans, uns vor einem breiten Publikum zu präsentieren. Wir haben keine Mitbewerber wie sonst die Olympischen Spiele und Fußball-WM oder EM, die ins nächste Jahr verschoben wurden. Denk hofft dabei auf eine gute Umsetzung der Hygienekonzepte.
Frankfurter Rundschau vom 4. August 2020

Die Deutsche Eishockey Liga hat nach wochenlanger Unsicherheit den Klubs mit dem erhofften Termin für den Saisonauftakt eine Perspektive aufgezeigt. Am 13. November soll möglichst mit Zuschauern der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden. „Das ist wichtig für die Kommunikation mit den Jungs“, sagte Eisbären-Sportdirektor Stéphane Richer, „mit diesem Datum können wir nun besser planen“. Fragezeichen bleiben aber.
Berliner Zeitung vom 4. August 2020

Wer auf dem Fußballplatz künftig einen Schiedsrichter oder Spieler absichtlich anhustet, kann dafür mit einer Roten Karte bestraft werden. Dieser Beschluss wurde vom International Football Association Board (Ifab) zum Schutz vor dem Coronavirus in das Regelwerk aufgenommen. Jede Bestrafung liegt im Ermessen des Schiedsrichters.
Stuttgarter Zeitung vom 4. August 2020

Der Anstieg der vom RKI gemeldeten Neu-Infektionen führt nach Aussagen der Vorsitzenden des Marburger Bundes, Susanne Johna, zu der vielfach befürchteten zweiten Coronawelle: „Wir befinden uns schon in einer zweiten, flachen Anstiegswelle.“ Sie versicherte, dass die Krankenhäuser darauf vorbereitet seien.
FAZ vom 4. August 2020

Die Deutsche Sporthilfe hat die Auszeichnung „Juniorsportler des Jahres“ erstmals in der 40-jährigen Geschichte abgesagt. Durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie sei „eine aus sportfachlicher Sicht faire und alle Sportarten umfassende Wahl in diesem Jahr unmöglich“, so ein Statement zu der für Mitte Oktober in Düsseldorf geplanten Veranstaltung.
SID vom 3. August 2020

Die Wasserball-Bundesliga wird ihre unterbrochene Saison am 22. und 23. August 2020 mit einem halben Viertelfinalturnier fortsetzen. „Wir spielen weiter“ sagte Hagen Stamm, der Präsident der Wasserfreunde Spandau 04. Eine Woche später werden im Hin- und Rückspiel die Finalisten für die Best-of-Five-Serie ab 2. September und die Meisterschaft ermittelt.
RBB 24 vom 3. August 2020

Trotz Corona gehen die deutschen Skisportler „mit extrem hoher Motivation und Flexibilität“ ans Werk, so äußerte sich Wolfgang Maier, Alpinchef des Deutschen Skiverbands (DSV) zuversichtlich. Die Trainingsgebiete in Südamerika sind zwar derzeit unerreichbar, aber man will im Oktober auf jeden Fall ein Rennen fahren, egal mit welchem Sicherheitskonzept. Auch ohne 25.000 Zuschauer können Emotionen über Bilder transportiert können. Man hofft auf die Ski-WM, die absolut unersetzbar ist.
BR 24 vom 2. August 2020

Im neuen Olympiastadion von Tokio wird am 23. August ein erstes Leichtathletik-Meeting ausgetragen. Ausgetragen werden neun Männer- und Frauenwettbewerbe. Hauptsächlich auf nationaler Ebene und mit in Japan trainierenden kenianischen und äthiopischen Athleten.
SID vom 1. August 2020

Die Volleyball Bundesliga hat ein Konzept zur Wiederaufnahme des Trainings- und Spielbetriebs vorgelegt. Es ist die Grundlage für einen national einheitlichen Spielbetrieb, vergleichbare Bedingungen für Aktive, bestmöglichen Schutz für alle Beteiligten und Regeln für die Zulassung von Zuschauern. Die im März abgebrochene Saison soll für die Frauen am 3. Oktober und für die Männer am 17. Oktober aufgenommen werden. Es gilt, beim vorgelegten Konzept „auf Sicht zu fahren“, so Klaus-Peter Jung von der VBL.
Focus online vom 1. August 2020

Lockdown oder zweite Welle?

Zum Monatsende ist die Zahl der Neuinfizierten in Berlin am 31.7. auf 9.192 gestiegen. Am 30. Juni waren es 8.220, an den Monatsenden Mai 6.815, April 5.881 und März 2.777. Die zurzeit ansteigenden Zahlen sind besorgniserregend und eine zweite Welle ist wahrscheinlich bereits unterwegs. Mit den gerade optimistisch angegangenen Lockerungen steigt auch im Sport die Sorge vor einem neuen Lockdown. Die Ungewissheit lähmt.
Stand am 31. Juli 2020

Der Landessportbund Berlin veröffentlicht das mit den Fachverbänden für Handball, Volleyball, Basketball und Hockey erarbeitete gemeinsame Schutz- und Hygienekonzept. Damit wird eine Rückkehr in den Wettkampf- und Spielbetrieb der Spielsaison 2020/21 ab Anfang September abgesichert. Auch Trainingsspiele und Freundschaftsturniere sind ab sofort wieder möglich. Das Konzept enthält auch einen Plan B, falls die Coronafallzahlen dramatisch ansteigen.
LSB Berlin vom 30. Juli 2020

In einem Kommentar stellt Claus Vetter die Frage „Fechten oder daddeln?“ und beschäftigt sich mit dem darniederliegenden Breitensport durch Corona und dem Abwandern des Nachwuchses zu elektronischen Endgeräten. Wenn die bisherige Sportkultur den Bach runtergeht, bricht auch die Basis für den Profisport weg. Kinder suchen im Sport das Spiel und haben ein Anrecht auf Bewegung, das gilt nicht nur für die Profis, die mit Geisterspielen jetzt noch ihr Geld verdienen. Corona wird für den Vereinssport existenziell.
Tagesspiegel vom 30. Juli 2020

An den als Ersatz für das Schulschwimmen der Drittklässler angebotenen Schwimmkursen in sechs Schwimmhallen haben bisher 4.000 Grundschulkinder teilgenommen und 2.000 Schwimmabzeichen erworben. Beim Besuch des Kombibades Gropiusstadt zogen Senatorin Scheeres, LSB-Präsident Härtel und Sportjugendvorsitzender Sambill ein positives Ergebnis der gemeinsamen Initiative. Steffen Sambill dazu: „Die Kinder lernen nicht nur schwimmen. Sie bewegen sich, werden selbstbewusster und sind mal weg vom Computer. So sind die Schwimmkurse ein ideales Sommerferienangebot.“
Landespressedienst vom 29. Juli 2020

Auch der Tanzsport lebt wieder auf. Allerdings mit festen Abstandsregeln von 1,50 Metern, Mund-Nasen-Schutz vor und nach den Trainingsteilen sowie einer Clusterbildung von jeweils gleichen Paaren. Dazu ein ausgeklügeltes Hygienekonzept, Lüftungspausen und Desinfektion. Ein Problem wird die Nutzung von Schulturnhallen werden.
rbb vom 29. Juli 2020

Die stark steigenden Corona Fallzahlen und eine einsetzende „Nachlässigkeit“ von Teilen der Bevölkerung hat das Robert-Koch-Institut hochgradig alarmiert. Für RKI-Präsident Lothar Wieler besteht die Gefahr eine unkontrollierten Ausbreitung von Covid 19. Professor Wieler: „Wir sind mitten in einer sich rasant entwickelnden Pandemie“.
Berliner Zeitung vom 28. Juli 2020

Die „Verhältnismäßigkeit“ staatlicher Restriktionen rückt immer mehr in den Vordergrund der Auseinandersetzungen zwischen dem Staat und seinen Bürgern. So werden schnelle Anordnungen, wie die verbindlichen Tests von Urlaubsrückkehrern, vor einer langwierigen juristischen Prüfung zu treffen sein. Politik muss handeln, nicht auf Juristen warten.
Berliner Morgenpost vom 28. Juli 2020

Eine neue Studie aus den USA stellt den Lockdown und die Rückkehr der Fans in die Stadien grundsätzlich in Frage. Gerade bei Großveranstaltungen führen Tröpfcheninfektionen und Aerosole zu einer immensen Ansteckungsgefahr weiter Bevölkerungskreise. Es wird noch lange bei „Geisterspielen“ bleiben um ein zweites Bergamo zu vermeiden. Jeder neue Hotspot erhöht auch das finanzielle Desaster nicht nur des Profisports, sondern der Weltwirtschaft.
Tagesspiegel vom 28. Juli 2020

Fachleute sehen mit Skepsis dem Vollbetrieb der Berliner Schulen ab 10. August entgegen. Die Einhaltung von Abstandsregelungen und die Maskenpflicht werden nicht möglich sein, auch fehlen die älteren Lehrerinnen und Lehrer aus den Corona-Risikogruppen. Es wird individuelle Konzepte geben müssen, um Schulschließungen zu vermeiden.
Berliner Morgenpost vom 28. Juli 2020

Ein für dieses Jahr in Tokio vorgesehenes bilaterales Jugendlager für jeweils 50 deutsche und japanische Jugendliche wird auf 2021 verschoben. Darauf einigen sich die Deutsche Sportjugend, die Japanische Sportjugend und die Deutsche Olympische Akademie.
DOSB vom 28. Juli 2020

Der Berliner Fußball-Verband wird nach dem Senatsbeschluss vom 21. Juli am Wochenende den Betrieb der Amateurligen mit „Testspielen“ wieder aufnehmen.
BFV vom 22. Juli 2020

Neben den weiterlaufenden Sommerkursen der Sportjugend gibt es auch während der Schulferien Initiativen und Angebote der Sportvereine für Kinder. So bietet die Reit- und Fahrgemeinschaft Süd einwöchige Reiterferien im Sommer und Herbst an.
Tagesspiegel vom 21. Juli 2020

LSB-Präsident Thomas Härtel begrüßt die vom Senat beschlossene Lockerung für den Sport und die Änderung der Infektionsschutzverordnung für Mannschafts- und Kontaktsportarten. Er erwartet, dass die Verwaltung und die Bezirke das auch durchsetzen und einheitliche Regelungen erlassen. Auch die Schulsporthallen müssen nach den Ferien wieder in gereinigtem Zustand den Vereinen zur Verfügung stehen.
LSB Berlin vom 21. Juli 2020

Für das ISTAF im Olympiastadion am 13. September gehen die Veranstalter statt von 45.000 nun von 3.500 Zuschauern aus.
rbb vom 21. Juli 2020

Die japanische Bevölkerung spricht sich überwiegend gegen die Veranstaltung der Olympischen Spiele 2021 in Tokio aus. Auch die für 2022 in Peking vorgesehenen Olympischen Winterspiele sieht IOC-Präsident Thomas Bach für gefährdet.
sid vom 17. Juli 2020

Die Sportministerkonferenz spricht sich für eine bundesweite Regelung von Sportwettkämpfen aus. Die SMK-Vorsitzende Anja Stahmann (Bremen) dazu: „Für die sportlichen Wettbewerbe müssen wir von der föderalen wieder auf die nationale Entscheidungsebene zurückkehren. Mit einem Flickenteppich an Regelungen und Kleinstaaterei lässt sich ein geordneter Ligabetrieb nicht wieder aufnehmen.“ Auch eine Öffnung der Sportstätten für Fans, deren Registrierung und ein weiterer, bisher vorbildlicher Gesundheitsschutz ist vertretbar.
Tagesspiegel vom 17. Juli 2020

In einer Pressemitteilung begrüßt der DOSB die positiven Signale im Vorfeld der Sportministerkonferenz zur Wiederaufnahme des Sportbetriebes in Deutschland.
DOSB vom 16. Juli 2020

Die älteste mit 94 Jahren noch aktive Turnerin der Welt, Johanna Quaas (Halle/S.), lädt zu Coronazeiten zur „Bettgymnastik“ ein. Die Übungen macht sie schon immer gleich nach dem Munterwerden und hat sie auf einer DVD gesammelt. Ihr Spruch: Von wegen „Risikogruppe“, wer inaktiv bleibt, der geht ein viel größeres Risiko ein.“
GymMedia vom 16. Juli 2020

Prof. Dr. Helmut Digel geht in seinem Blog auf die gesellschafts- und kulturpolitische Bedeutung des Sports ein und vermisst gerade in Coronazeiten Führungsstärke, Transparenz und Aufbruchsstimmung bei den deutschen Sportverbänden. Er fordert mehr Kompetenz, moderne Strukturen und stärkere Beteiligung der Hauptamtlichen in den Leitungsgremien der Bundes- und Landesverbände. Das Verhalten der Athletinnen und Athleten findet er vorbildlich.
Sport quergedacht vom 15. Juli 2020

IOC-Präsident Thomas Bach gibt die Verschiebung der Olympischen Jugendspiele von 2022 auf 2026 bekannt. Die Spiele sollen in Dakar, der Hauptstadt Senegals, und damit erstmals in Afrika stattfinden.
IOC vom 15. Juli 2020

Strenge Regeln für das internationale Tennisturnier in Berlin werden eingehalten: Fiebermessen für die nicht mehr als 800 Zuschauer, Handschuhe und Mundschutz, Bälle dürfen nicht zurückgeworfen werden und auf Linienrichter wird verzichtet.
Tagesspiegel vom 15. Juli 2020

DOSB-Präsident Alfons Hörmann hält eine Absage der Olympischen Spiele in Tokio 2021 für möglich. Die Vorbereitung für die Spiele wird vom DOSB professionell betrieben, aber mögliche alternative Szenarien werden mit bedacht.
Tagesspiegel vom 15. Juli 2020

Auch im zweitgrößten Sportverband, dem Deutschen Turner-Bund, gibt es für alle Zielgruppen verbindliche Coronaregeln. So erläutert die Deutsche Turnerjugend den Übungsbetrieb im Baby-, Eltern-Kind-, Kleinkinder- und Kinderturnen auf sechs Seiten unter den Rubriken Distanzregeln, Körperkontakte, Freiluftaktivitäten, Hygieneregeln, Nutzung von Umkleide- und Sanitärräumen sowie Vereinsheimen. Hervorgehoben werden die Verkleinerung der Trainingsgruppen, der Schutz der Risikogruppen und die gezielte Minimierung von Risiken in allen Bereichen.
Deutscher Turner-Bund vom 12. Juli 2020

Die Frankfurter Allgemeine berichtet über einen geheim gehaltenen und subversiv organisierten Laufwettbewerb vom 12. Juli im Südosten Berlins. Zwischen Rauchfangswerder und dem Schmöckwitzer Damm waren nach dem Vorbild des „10K Berlin Invitational“ mehrere Läufergruppen unterwegs, die sich auf einen 5 Kilometer Parcours begaben. Der von Horst Milde redigierte Dienst „German Road Races“ hatte kryptisch zu Rekordversuchen durch Alina Zeh und Amanal Petros an nicht bekannten Terminen und Orten aufgerufen. Es ist nicht geheim, dass die anvisierten Zeiten nicht erreicht wurden. Aber es wurde gelaufen.
FAZ vom 12. Juli 2020

Weitsprung-Weltmeisterin Maleika Mihambo kann ihr Training in den USA bei Carl Lewis wegen Corona nicht aufnehmen. Sie wartet auf die Einreise nach Texas und die ihr dort versprochenen optimalen Trainingsbedingungen. Vorerst bleibt sie in Saarbrücken.
Süddeutsche Zeitung vom 13. Juli 2020

Sportsenator Andreas Geisel unterbricht seinen Urlaub und entscheidet: Die Einschränkungen beim Kontaktsport fallen weg, sowohl für drinnen als auch für draußen. Der LSB Berlin hat auf diese politische Entscheidung gewartet.
LSB Berlin vom 13. Juli 2020

Landessportbund und Sportjugend rufen zu einem 8-tätigen Sommercamp auf dem Tempelhofer Feld auf. Die benachbarte Turngemeinde in Berlin organisiert Sport und Spiel für 140 Kinder in 15 Sportarten. Die Kinder kommen zu einem Drittel aus den Sportvereinen, zu zwei Dritteln aus Flüchtlingsfamilien.
LSB Berlin vom 13. Juli 2020

Vor dem Roten Rathaus protestieren 250 Sportlerinnen und Sportler für Wettkämpfe und Training ohne Abstandsregeln. Sie fordern den Senat auf, auch Kontakt-Sportarten wie Fußball, Handball, Hockey und Judo wieder zu erlauben. LSB-Präsident Thomas Härtel hat sich wegen der Ungleichbehandlung des Amateursports an den Regierenden Bürgermeister gewandt und ihn um Hilfe gebeten.
BZ vom 12. Juli 2020

Als letztes Bundesland wendet sich die Berliner Sportverwaltung gegen Zugeständnisse beim erleichterten Sporttreiben und geht mit ihren Hausjuristen auf Tauchstation. Mehrere Sportverbände wollen gegen den Senat klagen und rufen zu Protesten auf. Ziel: Wir wollen uns wieder um die Kinder kümmern.
Tagesspiegel vom 12. Juli 2020

Mit einem „dramatischen Hilferuf des Sports“ wendet sich der Sportpolitiker Frank Steffel, Präsident der Füchse Berlin, an die Bundeskanzlerin. Er schreibt, dass keine der Ligen im Handball, Basketball, Volleyball und Eishockey ihren Spielbetrieb zu Ende spielen wird und „die über Jahrzehnte gewachsene Sport- und Vereinskultur in Deutschland dauerhaft zerstört wird“.
Berliner Morgenpost vom 1. Juli 2020

Lockdown oder zweite Welle?

Während sich die Freizeitsportler auf die Aufhebung der Kontaktbeschränkungen freuen, gibt es Ärger bei den Ruderern, die zurzeit nicht in einem Boot mit der Sportverwaltung sitzen. Der Mindestabstand von 1,50 Metern kann im Ruderboot nicht eingehalten werden. Er liegt zwischen 1,35 und 1,45 Metern. Es drohen Bußgelder zwischen 50 und 500 Euro. Ruderpräsident und LSB-Vize Karsten Finger stellt fest: „Ein Ruderboot kann man nicht umbauen“.
Tagesspiegel vom 26. Juni 2020

Erstmals seit 1974 fällt der Berlin Marathon wegen Corona in diesem Jahr aus. Er sollte am 26./27. September stattfinden. Im Vorjahr hatten sich am Marathon 47.000 Läuferinnen und Läufer beteiligt, mit den Vortagsveranstaltungen waren es insgesamt 75.000 Beteiligte.
Süddeutsche Zeitung vom 24. Juni 2020

Der Pharmakologe Prof. Dr. Fritz Sörgel hält eine Öffnung der Bundesligastadien je nach Größe durchaus für möglich. So könnten im Berliner Olympiastadion 15.000 Zuschauer dabei sein. Von früheren Zuschauerzahlen sollten alle Veranstalter Abstand nehmen: „Wir müssen mit dem Virus für immer in irgendeiner Form leben.“
DPA vom 24. Juni 2020

Der LSB Berlin erwartet über 1000 Anträge auf finanzielle Hilfen durch den Mitte Mai eingerichteten „Rettungsschirm Sport“. Bisher wurden 350.000 Euro an 75 Vereine ausgezahlt. 300 neue Anträge sind eingegangen.
Welt vom 17. Juni 2020

Der LSB Berlin hat mit den Berliner Profisportclubs und der Bildungsverwaltung die Initiative „Bewegte Pause“ gestartet. Übungsleiter und Trainer kümmern sich um Spiel und Sport auf den Schulhöfen und sorgen damit für Bewegung anstelle des ausfallenden Sportunterrichts.
DOSB vom 9. Juni 2020

Bei seinem Besuch der Turnerinnen vom SC Siemensstadt sah LSB-Präsident Thomas Härtel viele fröhliche Gesichter. „Die Kinder dort waren happy, dass sie wieder trainieren können. Der Verein sei hervorragend organisiert und habe die Lockerungen, die vom Senat beschlossen worden seien, sehr gut umgesetzt“. Sport im Verein mit Spaß und Abstand unter Einhaltung der Hygieneregeln funktioniert, das war die Erkenntnis seines Besuchs.
Berliner Morgenpost vom 9. Juni 2020

Auch der Straßenlaufsport ist wieder da. Beim „Berlin 10K Invitational“ sorgt Alina Reh für eine international hochklassige Leistung auf einer flachen Pendelstrecke bei Rauchfangswerder mit 31:26 Minuten. „Es war eine schöne Erfahrung, wieder ein Rennen laufen zu dürfen“ sagte die EM-Vierte über 10.000 Meter von 2018.
German Road Races vom 8. Juni 2020

Der Vereinssport kommt zurück. Der Senat setzt sich für eine Öffnung der Schulturnhallen und Sportplätze ab 8. Juni ein. Das ist ein erfreuliches Beratungsergebnis mit den Bezirken. In den Hallenteilen dürfen maximal 12 Personen kontaktfrei Sport treiben. Die Nutzung von kleineren Schulturnhallen, Umkleide- und Sanitärräumen wird von den Bezirken im Einzelfall entschieden. Hygienekonzepte, regelmäßiges Lüften und Anwesenheitslisten müssen vorliegen.
rbb vom 8. Juni 2020

Ernst Karbe, Jugendtrainer beim Steglitzer FC Stern 1900, zweifelt an der Vorbildrolle der hochbezahlten Bundesligafußballer. Wie soll er seinen Schüler- und Jugendmannschaften beim zurzeit kontaktlosen Training klarmachen, dass Körperkontakte, Umarmen und Küssen tabu sind, wenn bei Bundesligaspielen im Fernsehen umarmt und gejubelt wird wie in coronafreien Zeiten? So bei den Profis von Hertha BSC, was dann von der Presse als „Emotionalität“ verkauft wird. An Hygienekonzepte müssen sich alle halten.
Tagesspiegel vom 6. Juni 2020

Wegen der Pandemie sind die regelmäßigen Dopingkontrollen um 90 Prozent zurückgegangen. Experten sehen darin verheerende Folgen für zukünftige Wettkämpfe, wenn im Spitzensport jetzt nach der Devise „Gelegenheit macht Doper“ unkontrolliert zu illegalen Substanzen gegriffen werden kann.
Deutschlandfunk vom 6. Juni 2020

Die vom DOSB bereits im April verabschiedeten 10 Leitplanken zur Coronapandemie sind nun auch in Polnisch, Türkisch, Russisch, Persisch und Arabisch verfügbar. Die Abstands- und Hygieneregeln werden ständig aktualisiert und bilden die Grundlage für das Sporttreiben in den Mitgliedsorganisationen und Sportvereinen.
DOSB vom 4. Juni 2020

Die Sportfreunde 06 Berlin erhalten als erster Berliner Verein Mittel aus dem Rettungsschirm Sport des Senats. LSB-Präsident Härtel wird den positiven Bescheid dem Pankower Sportverein am 4. Juni überreichen.
Landespressedienst vom 3. Juni 2020

Die Berliner Zwillingsbrüder Max und Marcus Laudan – beide schwer erkrankt und an den Rollstuhl gefesselt - wollen an den Paralympics 2024 in Paris teilnehmen und mussten wegen Corona ihre Qualifikationsturniere in den USA vorzeitig abbrechen. Sie haben so viel Power, dass sie auch zur Not gegen den Rat der Ärzte ihr Rollstuhltennis-Training fortsetzen wollen – als selbstbestimmten Lebensinhalt.
Tagesspiegel vom 3. Juni 2020

Auch die Handball-Bundesliga plant den Re-Start. Uwe Schwenker, Präsident des Ligaverbandes, geht davon aus, dass im September, spätestens aber Anfang Oktober wieder gespielt werden kann.
NDR vom 1. Juni 2020

Tennis-Stars kommen nach Berlin. Die Freude über das Pilotprojekt ist groß, ein internationales Tennisturnier im Steffi-Graf-Stadion auf Rasen und im Hangar des Tempelhofer Flughafens auf Hartplatz zu veranstalten. Berlin ist vom 13. bis 19. Juli weltweiter Vorreiter.
Berliner Zeitung vom 1. Juni 2020

Der Deutschland-Achter geht wieder aufs Wasser. Ruder-Bundestrainer Uwe Bender begrüßt den Wiederbeginn des Trainings im Großboot nach der Corona-Pandemie: „Es ist absolut wichtig für uns, dass wir wieder einen relativ normalen Sportbetrieb durchführen können und beim Training andere Möglichkeiten als bislang haben.“
sid vom 1. Juni 2020

Der Weg zur Normalität ist noch lang

Zum Monatsende ist die Zahl der Corona Infizierten in Berlin auf 6.815 gestiegen, zum 30. April waren es 5.881, davor im Krisenmonat März waren die Zahlen von 1 auf 2.777 in die Höhe gegangen. Der Spruch des Monats Mai: Hinter jeder Maske steckt ein Lächeln.
Stand 31. Mai 2020

Am Pfingstwochenende hat der Jugendferienpark Ahlbeck auf Usedom wieder seine Tore geöffnet. Philipp Schneckmann mit dem Charlottenburger TSV von 1858 gehörte zu den ersten Gästen des Sportjugendparadie ses am Ostseestrand.
facebook vom 31. Mai 2020

Bei den Berliner Sportvereinen gibt es große Unsicherheiten über die Einhaltung der Abstands und Hygienevorschriften nach der Erlaubnis des Sporttreibens im Freien. Alexander Fuchs von der LSB Stabsstelle Grundsatzfragen sagte dazu gegen über DPA: Unser Coronatelefon steht einfach nicht still. Täglich haben wir 150 bis 200 Anruf e von Vereinen.
Berliner Morgenpost vom 31. Mai 2020

Sportsenator Andreas Geisel will die Bundesligavereine außerhalb des Fußballs mit einer Finanzhilfe von 2,2 Millionen Euro unterstützen. Der Senat tritt als Trikotsponsor auf und ernennt die Vereine zu Botschaftern der Sportmetropole Berlin.
Berliner Morgenpost vom 31. Mai 2020

Der Senat hat bei Einhaltung der Corona Hygienevorschriften und der Mund Nase Bedeckung einige Lockerungsmaßnahmen für den Berliner Sport beschlossen: Öffnung der Sporthallen für Vereine und Schulen ab frühestens 8. Juni, Kommerzielle Einrichtungen, die das gemeinsame Sporttreiben beinhalten, dürfen ab dem 16. Juni wieder öffnen.
Pressemitteilung vom 29. Mai 2020

Die neue Sport in Berlin liegt im Briefkasten. Schwerpunkt Corona Krise mit der Schlagzeile Solidarität ist jetzt das Wichtigste und Meldungen aus Wissenschaft, Verbänden und Vereinen. Wir wollen uns wieder näher kommen schreibt der LSB Präsident und erwartet dazu Ausdauer, neue Kraft und Impulse. Das LSB Magazin beschäftigt sich auch mit der Corona Sportpraxis, dem Sport vor der Videokamera und dem Training in den eigenen vier Wänden.
Deutsche Post vom 28. Mai 2020

DOSB Präsident Alfons Hörmann erwartet Sch ä den durch die Coronakrise in Milliardenhöhe. Er hat dem Sportausschuss des Bundestages über die bisherigen Ergebnisse der Mitgliederbefragung bei den Bundesverbänden u nd Landessportbünden berichtet: 75 Prozent der Verbände sehen sich zum Jahresende in ihrer Existenz stark oder sehr stark bedroht. Bei den 90.000 Vereinen erreicht eine Hochrechnung der Schäden durch Corona 1 Milliarde Euro. Die Vielfalt des Vereinssports in Deutschland hält Hörmann f ü r akut gefährdet.
DOSB PM vom 27. Mai 2020

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe bekräftigt, dass die Olympischen Spiele nur dann im Juli 2021 eröffnet werden können, wenn bis dahin Medikamente und ein Impfstoff gegen Coronaviren zur Verfügung stehen.
Welt vom 27. Mai 2020

Eine Woche nach der Zusicherung von Sportsenator Geisel über finanzielle Zuwendungen an Vereine und Verbände zur Überwindung der Coronakrise wurde am 26. Mai 2020 der erste Antrag bewilligt. LSB Sprecher Oliver Weiß sagt dazu: Wir wollen die Übergabe der Gelder zeitnah durchführen.
Berliner Morgenpost vom 26. Mai 2020

In Berlin werden schrittweise ab 25. Mai die Frei und Sommerbäder wieder geöffnet. Allerdings unter Auflagen: Eintritt nur mit Online Ticket, unterschiedliche Zeitfenster, vor jedem Zeitfenster Reinigung und Desinfektion, Toiletten geöffnet, Duschen geschlossen, beschränkte Zahl von Gästen im Schwimmbecken, kein Spielen und Toben, Wasserrutschen und Sprungtürmerbleiben ,geschlossen, Mindestabstand auf den Liegewiesen. Das verlangt von den Badegästen und dem Personal eine ganze Menge.
rbb vom 25.Mai 2020

Viele Vereine halten sich beim Wieder Hochfahren ihres Trainingsbetriebes noch zurück, wegen der Unwägbarkeiten. Claudia Becker von der Berliner Turnerschaft möchte in Kleingruppen und auf abgeteilten Flächen des Sportplatzes wieder mit ihren Leichtathletikgruppen trainieren und stellt sich die Fragen: Wie kann ich die Hygienevorschriften einhalten, was verlangt das Sportamt von mir, habe ich genügend Übungsleiter und wie erreiche ich überhaupt meine Kinder und Jugendlichen? Eine große Verantwortung, die auf den Vereinen lastet und die ihnen keiner abnehmen kann. Ein langer Weg zur Normalität.
taz vom 25. Mai 2020

In Berlin i st die Corona Ampel zum dritten Mal in Folge im roten Bereich der Reproduktionszahl. Wenn sich das stabilisiert, müssen wir uns Sorgen machen so Gesundheitssenatorin Kalayci am 25. Mai im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses. Im Hinblick auf die totale Lockerung in Thüringen ergänzte die Senatorin ihre Worte mit Vorsicht, die Pandemie ist noch nicht vorbei. Tagesspiegel vom 25. Mai 2020

Neue Ideen für Bewegung in Bibliotheken. In der Leselounge der Philologischen Bibliothek der FU Berlin steht vor dem Lesetisch ein Ergometer als Anreiz stundenlanges Sitzen zu vermeiden. Beim Radfahren wird durch den erzeugten Strom gleich das Handy mit aufgeladen. Die Sauerstoffversorgung durch Bewegung verbessert das Lernen, ein Rezept das in wissenschaftlichen Bibliotheken Skandinaviens gang und gäbe ist. Stehpulte, Yogamatte n, höhenverstellbare Schreibtische und Fahrräder geh ö ren dort zur Ausstattung. In Bayreuth steht in der Zentralbibliothek ein Laufband mit Schreibtischplatte, nicht zum Joggen, aber zum Walken und Lesen.
Deutschlandfunk Kultur vom 24. Mai 2020

Max Hartung, vierfacher Europameister im Fechten und Vorsitzender von Athleten Deutschland, attestiert dem DOSB in der Krise einen sehr guten Job gemacht zu haben und weist auf die Probleme der Aktiven durch Corona hin, die nicht bei öffentlichen Arbeitsgebern tätig sind und jetzt ohne Sponsoren dastehen. Hartung: Der schwere Schlag ist erst mal die Lebensplanung. Wir bereiten uns nahezu minutiös auf die Olympischen Spiele vor, erstellen einen Plan über vier Jahre. Und das wird dir plötzlich weggerissen. Das ist wie ein Kartenhaus, mit deiner sportlichen Karriere als oberster Karte, das dann zusammenbricht.
Münchener Merkur vom 23. Mai 2020

Das IOC hat sich mit den Organisatoren der Olympischen Sommerspiele und Paralympics in Tokio darauf verständigt, diese abzusagen, sofern sie nicht spätestens im nächsten Sommer ausgetragen werden können. IOC Präsident Thomas Bach schließt nicht aus, das Wettkämpfe ohne Zuschauer stattfinden könnten, sagt aber: Wir wollen das nicht.
FAZ vom 21. Mai 2020

Die Deutsche Sportjugend und der DOSB haben ein Positionspapier zur Corona Pandemie unter dem Titel Bildung braucht Bewegung! Kein Verzicht auf Sport in der Schule trotz Corona verabschiedet. In sieben Punkten geht es darum, die Schulen durch den Sportunterricht wieder in Bewegung zu bringen und auch beim Homeschooling und in den Pausen für Bewegungsangebote zu sorgen. Ziel ist eine bewegte Schule.
DSJ vom 20. Mai 2020

Der LSB Berlin hat die Antragsvordrucke für den Rettungsschirm getrennt nach Sportverbänden und Sportvereinen einschließlich eines Kriterienkataloges im Netz freigeschaltet.
LSB Berlin vom 20. Mai 2020

Über Move at Home diskutieren Staatssekretär Dzembritzki, LSB Präsident Härtel, Vereinsvorsitzende Duda unter Moderation von VdKI Geschäftsführer Marin und beantworten Fragen zur Coronokrise im Sport. Hier einige Kernpunkte der Video Schalte. Dzembritzki: Rettungsschirm 1 und 2 auch für Großvereine. Pausensport auf Schulhöfen und Bolzplätzen durch Kooperation Schule Verein. Vereinsnutzung nach 16 Uhr möglich. Freigabe Wiesen für Sport im Park noch schwierig. Mitgliedschaften und Bundesligisten erhalten. Härtel: Mitglieder und Übungsleiter im Verein halten. Rehasport auch im Freien. In Notlagen kommt Hilfe. Kommunikation zu den Vereinen ist gewachsen und soll erhalten bleiben. Digitalisierung hat Sport in der Krise geholfen, Hochfahren des Miteinander ist von zentraler Bedeutung. Duda: Zusammengehörigkeit durch Krise gewachsen. Die Zukunft nach Corona kostet richtig Geld. Gesundheitssport für 60 plus muss erhalten bleiben. Vereine möchten Bolzplätze und Schulhöfe nutzen. Soziales Miteinander kann nicht digital ersetzt werden.
Move at Home vom 20. Mai 2020

Sportsenator Geisel hat beim Runden Tisch des Sports am 19. Mai dem Vereinssport und dem Profisport 8,2 Millionen Euro zugesagt. Ein Rettungsschirm von 6 Mio. kann von den gemeinnützigen Sportvereinen bis zum 28. Februar 2021 über einen Online Tool beim LSB Berlin beantragt werden. Die Mindereinnahmen und Ausfälle müssen glaubhaft dargelegt werden Gleichzeitig wurde eine Berliner Erklärung Gemeinsam für den Sport vom Senator und 33 Persönlichkeiten unterschrieben.
Berliner Zeitung vom 20. Mai 2020

Die Hotels in Bayern öffnen zum 30. Mai 2020. In München lassen sich zehn Basketballteams à 22 Personen plus Spiel und Turnierleitung für 3 Wochen in einem Hotel einschließen. Von dort pendeln sie zu ihren Trainingshallen und den Sportstätten, um die Saison zu Ende zu spielen. Dieser Plan eines Quarantäne Turniers der Basketball Liga wurde von der Politik genehmigt und gilt als sportliches Experiment.
Tagesspiegel vom 19. Mai 2020

Die Lotterie GlücksSpirale hat auf Grund von Corona ihre turnusmäßigen Zahlungen an den DOSB, die Stiftung Denkmalschutz und die Freien Wohlfahrtsverbände vorgezogen. Das sind für jede Organisation 1 Million Euro, subito.
DOSB PM vom 19. Mai 2020

Schulsport fällt aus. Die Turnhalle des Eckner Gymnasiums in Tempelhof ist ein großes Klassenzimmer mit Einzeltischen für 32 Schübbler und Sch ü lerinnen. Die Lehrerin unterrichtet Englisch mit Mikrofon und Nachhall. Danach folgen Mathe und Deutsch. Bewegung kommt auf, wenn die vom Hausmeister desinfizierten Stühle nach draußen getragen werden. Auf dem Schulhof finde n die Proben der Big Band statt. Der Präsenzunterrichtet ist ein bis zweimal im Monat, ansonsten gibt es für die 7. Klassen nur Homeschooling. Im Juni dürfen auch die 5 Klässler in Präsenz zur Schule kommen.
Interview vom 18. Mai 2020

Mit einem Milliardenpublikum in den Medien rechnet Karl Heinz Rummenigge, Vorstandschef von Bayern München, wenn der Spielbetrieb der deutschen Bundesliga als erster in der Welt wieder aufgenommen wird.
Sport Informations Dienst vom 13. Mai 2020

Der Sport Ausschuss des Bundestages stellt fest, dass es in fast allen Bundesländern Öffnungsszenarien für den Breiten sport gibt und inzwischen auch die Sportministerkonferenz ein Papier zur Öffnung der Sportstätten verabschiedet hat.
Deutscher Bundestag vom 13. Mai 2020

Die Sprecherin der Konferenz der 16 Landessportbünde und LSVBW Präsidentin, Elvira Menzer Haasis, glaubt nicht, dass das große Vereinssterben droht. Die laufenden Mittel würden bei 5 bis 10 Prozent der Vereine mit hauptamtlichen Mitarbeitern noch ausreichen, ausgenommen einige Einzelfälle. DOSB Präsident Alfons Hörmann sieht die Lage dramatischer: Die Stunde der Wahrheit ist näher als manchem im Moment bewusst ist.
Deutschlandfunk vom 13. Mai 2020

Die Elternvertreter des Schul und Leistungssportzentrums in Hohenschönhausen bitten den Senat von Berlin in einem offenen Brief um Trainingsmöglichkeiten für ihre Kinder. Seit neun Wochen ruht das Training an der Eliteschule des Sports. Die Kinder haben nicht abtrainiert, werden total vergessen. Keiner sieht die körperlichen und seelischen Schäden so die Mutter eines 14 j ä hrigen Schwimmtalents.
Berliner Zeitung vom 13. Mai 2020

Die Sportminister der Europäischen Union unterstützen ein Positionspapier zur Coronakrise, das von 44 europäischen Sportverbänden der EU Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen übergeben wurde. Damit sollen die Sportorganisationen im Rahmen der EU Finanzierungsprogramme zur Überwindung der Krise förderfähig sein.
DOSB Presse vom 12 Mai 2020

Die Sportjugend weist alle Vereine des Kooperationsprogramms Schule und Verein darauf hin, dass anstelle der Sport Arbeitsgemeinschaften nun auch Bewegungs Sport und Spielangebote während der Pausen und der Mittagsbetreuung der Schulen gefördert werden können. Voraussetzung ist, dass sie draußen und mit Mindestabstand stattfinden.
Sportjugend Berlin vom 11. Mai 2020

Nach Aussage von LSB Direktor Friedhard Teuffel überwinden Podcasts, digitale Sprechstunden und Onlinekurse des Sports die momentanen Distanz und Kontaktverbote, vertreiben Einsamkeit und beleben Wohnzimmer, Terrasse und Balkon. Er sieht darin auch eine Weiterentwicklung der digitalen Ausbildung, z.B. für Übungsleiter(innen) an der Gerhard Schlegel Sportschule.
FAZ Net vom 6. Mai 2020

Das war die erwartete Aussage des Berliner Sportsenators Andreas Geisel: Wir werden für die gemeinnützigen, ehrenamtlichen Vereine, einschließlich des Behinderten und Rehasports, also für die gesamte vom LSB abgedeckte Bandbreite, einen Rettungsschirm zur Verfügung stellen. Dabei geht es um Abwehr der Existenzbedrohung der Vereine, nicht um eine hundertprozentige Erstattung der Einnahmeausf ä ll e Der LSB Berlin hatte in einer Umfrage unter den 2.500 Sportvereinen einen Bedarf von 6 Millionen Euro als staatliche Hilfe ermittelt.
Berliner Zitung vom 6. Mai 2020

Prof. Wilhelm Bloch von der Deutschen Sporthochschule Köln warnt vor fatalen Folgen bei Profisportlern mit dem Coronavirus. Auch bei jungen Menschen erwartet er schwere Krankheitsverläufe, wenn die Viren durch zu große körperliche Anstrengung gleich in die Lunge gelangen, irreparable Schäden auslösen und zum Karriere Ende der Aktiven führen.
Süddeutsche Zeitung vom 6. Mai 2020

International bekannte Sporthelden wie Katharina Witt, Britta Heidemann, Fabian Hambüchen, Henry Maske, Kristina Vogel, Stefan Kretzschmar und Boris Becker unterstützen eine Kampagne des DOSB für die Sportvereine. Sie erinnern daran, dass ihre Erfolge im Sportverein begonnen haben und jetzt wichtiges Ziel ist, die Mitglieder in den Vereinen zu halten und ihm gegenüber Solidarität zu zeigen. DOSB Präsident Alfons Hörmann hat besonders die Lockerungen im Breiten und Freizeitsport und die Einleitung eines Wegs zur Normalität unter Beachtung der Infektionsregeln begrüßt.
DOSB vom 6. Mai 2020

Der Verband des Deutschen Sportartikelhandels kritisiert, dass jeder Branchenverband, von der Automobilindustrie bis zu Hoteliers und Gastronomen, sein eigenes Konjunkturprogramm für die Zeit nach Corona fordert. Er hat als kleiner Verband keine Lobby und stellt die Frage, Wo bleibt sie also, die Mehrwertsteuersenkung auf Sportartikel? Wo die Abwrackprämie für alte Laufschuhe? Wo die staatliche Förderung von Lauf Communities? 
Sport Fachhandel vom 5. Mai 2020

Der Vorsitzende der Deutschen Sportjugend, Jan Holze, wendet sich in der FAZ vom 2. Mai gegen das Wegsperren von Kindern in der Coronakrise. Geschlossene Spielplätze und Kindertagesstätten gelten nicht der Gesundheitsvorsorge der Kinder, sonder n dem Schutz des Gesundheitssystems. Das muss sich ändern. Kinder brauchen Bewegung und erleben jetzt Phasen vollkommener Inaktivität. Holze weist auf das Beispiel Berlins hin, wo Spielstraßen und Pop Up Bike Lanes den Kindern Bewegungsmöglichkeiten an frischer Luft ermöglichen. Die Sportvereine sind erfahrene Partner für Kooperationen mit Schulen, Kitas und Kiezinitiativen, also den aktuellen Herausforderungen zu begegnen.
DOSB Presse vom 5. Mai 2020

Thomas Weber, der Olympiapfarrer der Evangelischen Kirche, sieht durch die Verschiebung der Olympischen Spiele die Spitzensportler mental extrem gefordert sind und bis 2021 eine lange Geduldsprobe bestehen müssen. Weber stellt einen erfreulichen und wachsenden Einfluss der Athleten auf die Sportpolitik fest. Wenn der Punkt erreicht ist, dass die Öffentlichkeit den Eindruck hat, die Sportler seien nur noch Gladiatoren und das Andere das Geschäft mit ihnen machen, dann ist das generell kritisch zu sehen.
Katholische Nachrichten Agentur vom 3 Mai 2020

Der Weg zur Normalität ist noch lang.

Die Sportministerkonferenz fordert, den Sportvereinsbetrieb behutsam wieder zu starten. Martin Einsiedler stellt das behutsam in den Vordergrund seines Beitrages. Die soziale Kraft der Sportvereine ist keine Mär der Funktionäre. Der Sportverein gibt seinen Mitgliedern Struktur, Bewegung und Gemeinschaft. Besonders für Kinder und Jugendliche aus sozial schwächeren und wohnräumlich beengten Verhältnissen ist der Verein essentiell Er stellt die Frage, inwieweit der Infektionsschutz in der Praxis des gemeinsamen Sporttreibens gewährleistet werden kann, auch wenn der Sport sich nach außen als regelkonform und bestens gerüstet darstellt.
Tagesspiegel vom 30. April 2020

Ute Blessing kommentiert das Abschieben der ü ber 65 Jährigen als besondere Risikogruppe im Sport. Der DOSB hat gegen ü ber der Bundeskanzlerin dargestellt, was der Sport dazu beitragen kann, ins gesellschaftl iche Leben zurückzukehren. Risikogruppen müssen besonders geschützt werden, aber es ist diskriminierend das am kalendarischen Alter oder einer Behinderung festzumachen. Sie fordert dazu auf, den wundervollen gleichberechtigten Zusammenhalt im Sportverein nicht zu schädigen.
DOSB Presse vom 28. April 2020

In einem Interview mit der Berliner Morgenpost hält Kaweh Niroomand von den Berliner Profisportvereinen die Reaktion des Senats gegen über dem Sport als bisher völlig unbefriedigend Fast 700.000 Mitglieder in den Sportvereinen Berlins praktizieren Integration und Jugendarbeit und erwarten Rettungsprogramme wie in Hamburg, Nordrhein Westfalen und Schleswig Holstein.
Süddeutsche Zeitung vom 26. April 2020

Nach einer Videokonferenz des DOSB mit den 16 Landessportbünden und den Beratungen der Sportministerkonferenz gibt es erste Signale zur Wiederaufnahme des Vereinssports.
DOSB vom 26. April 2020

Nach der Absage des Marathons zeigt sich LSB Präsident Thomas Härtel sehr überrascht über das vom Senat bis zum 24. Oktober ausgesprochene Verbot von Sportveranstaltungen vor Zuschauern. Das trifft besonders hart die Berliner Leuchttürme, die beiden Fußball Bundesligisten, die BRV olleys, die Handballer der Füchse und die Basketballspieler von Alba Berlin. Der LSB erläutert den Sportvereinen die Lockerungen der jüngsten Eindämmungsverordnung des Senats.
Tagesspiegel vom 24. April 2020

Claus Vetter kommentiert unter dem Titel Schluss mit dem Termin Bingo die Unwägbarkeiten der Coronakrise auf geplante Sportveranstaltungen und den Zuschauersport. Organisatoren und Veranstalter werden verunsichert und können weder Einnahmen planen noch mit ihnen rechnen. Er schlägt der Politik ein klare Aussage vor: Liebe Leute, Sportveranstaltungen mit Zuschauern sind nicht möglich, plant damit nicht. Wir können euch auch keine Termine nennen, werden das aber sofort machen, wenn wir zuverlässige Aussagen haben.
Tagesspiegel vom 23. April 2020

Für den Berliner Sportphilosophen Prof. Gunter Gebauer war selbst in Kriegszeiten der sportliche Stillstand nicht so allumfassend wie jetzt. Menschen brauchen aber gerade in Krisenzeiten die Ablenkung und die Entspannung durch Sport. Der Sport bildet ein sehr feines Netz und trägt zum Funktionieren der Gesellschaft bei. Es muss so schnell wieder losgehen, da Live Sport nicht ersetzt werden kann.
Tagesspiegel vom 18. April 2020

Prof. Hansjürgen Schulke ( sieht in der Coronakrise ein Wie dererstarken des Sports, in dem Menschen ihre körperliche und soziale Immunkompetenz sprich Residienz stärken. Die Politik sollte den Gedanken Gesundheit für alle einschließlich des sozialen Miteinanders aufgreifen und stärker die Potentiale des Vereinssports als nur die Abwehr von Krankheiten berücksichtigen. Die Sportvereine sind fü r ihn Hotspots der Gesundheitsprävention von den Kleinen bis zu den Großen, sie sollten von der Politik nicht in Stich gelassen werden.
Sport quergedacht vom 17. A pril 2020

Homeoffice und Reisebeschränkungen machen auch die Dopingkontrollen der NADA fast unmöglich. Einen kleinen Beweis der Sauberkeit der eigenen Leistungen bringt das Projekt Dried Blood Spot Unter Video Aufsicht wird ein Tropfen Blut auf Millimeterpapier aufgebracht und der NADA zugesandt. Eine Innovation im Anti Dopingkampf, sonst angewandt zur Erkennung von Stoffwechselkrankheiten bei Neugeborenen.
Neues Deutschland vom 16. April 2020

Ulrike Spitz widmet sich im Kommentar der Woche den bei vielen Athleten nach der Absage der Olympischen Spiele geplatzten Lebensträumen. Sie hält es mit einer Aussage aus der Psychologie: Wenn Du mit dieser Krise umgehen kannst, dann ist alles andere, was später mal an schwierigen Situationen im Wettkampf folgt, ein Witz dagegen.
DOSB Presse vom 7. April 2020

Wir stehen vor einer fundamentalen Neuordnung des Systems Fußball so äußert sich der Zukunftsforscher Prof. Sascha Schmidt von der WHU Düsseldorf.
Deutschlandfunk vom 5. April 2020

Sarah Voss, eine der aussichtsreichen deutschen Turnerinnen, versetzt sich durch Mentaltraining in die unerreichbare Trainingshalle. Nur ihren Schwebebalken kann sie im Flur ihrer Wohnung nicht aufstellen, sie fragt sich Wie simuliert man ihn mental.
FAZ vom 5. April 2020

Kreative im Spitzensport lassen sich beim Corona Training etwas einfallen. Fußballer Jerome Boateng jongliert mit Toilettenrollen, Toni Kroos zeigt im Video kurze Trainingsaufgaben, die jeder nachmachen kann. Weitsprung Weltmeisterin Malaika Mihambo richtet sich täglich mit einer Übungsstunde aus ihrem Wohnzimmer an Grundschulkinder. Ironman WM Jan Frodeno wird zu Ost ern zu Hause einen Tri@home absolvieren, 3,8 km Schwimmen im neun Meter langen Pool, 180,2 km mit dem Rad auf der Rolle und abschließend einen Marathon auf dem Laufband.
Tagesspiegel vom 5. April 2020

Der Abbruch der Tischtennis Saison hat einen Shitstorm an der grünen Platte ausgelöst. Enttäuschte Sportler und jede Menge Frust, so kommentiert Daniel Theweleit den Schluss der Mannschaftskä mpfe 2020.
Deutschlandfunk vom 4. April 2020

Nach Meinung nahezu aller Virologen geht es im Kern der Maßnahmen gegen Corona um die Vermeidung von direkten Kontakten, nicht um die Vermeidung von Bewegung. Prof. Jonas Schmidt Chanasit vom Hamburger Institut für Tropenmedizin: Sport ist förderlich für die Gesundheit, auch jetzt. Insbesondere auch allein im Freien. Das sorgt Stresssituationen vor, die zu Schlaganfall oder Herzinfarkt führen können. Sein Kollege Prof Christian Drosten von der Charité sieht besonders auch die Förderung der psychischen Stabilität durch Sport positiv.
Deutsche Welle vom 3. April 2020

März 2020: Ein Monat, der die Welt und den Sport verändert

Ein Großteil der Beschäftigten des Landessportbundes Berlin geht ab 1. April 2020 auf Kurzarbeit. Die LSB-Einrichtungen und der Jugendferienpark Ahlbeck bleiben geschlossen. Auch bei den Betreuungsprogrammen der Sportjugend Berlin, der Gesellschaft für Sport- und Jugendsozialarbeit sowie der Kinder in Bewegung gGmbH kommt es zu Einschränkungen. Die 160 in den Sportvereinen im „Freiwilligen Sozialen Jahr“ tätigen jungen Erwachsenen werden vom Bund weiterbeschäftigt, auch wenn direkte Hilfsprogramme vorübergehend wegfallen oder ersetzt werden müssen.
Die Zahl der durch Corona Infizierten ist in Berlin innerhalb von 31 Tagen von 1 auf 2777 gestiegen. In der Metropole an der Spree wird es still.
Stand 31. März 2020

Der LSB Berlin schaltet in der ersten Aprilwoche im Internet einen Fragebogen frei, in dem die Mitgliedsorganisationen und Sportvereine ihre bisher durch die Coronakrise entstandenen Einnahmenausfälle und Zusatzkosten auflisten können. Eine zur Sicherung des gemeinnützigen Sports existentielle Iniative aus Berlin als Grundlage eines „Förderungsfonds“ für den Sport.
DOSB vom 31. März 2020

Das DOSB-Präsidium hat beschlossen, einen Solidarfonds zur „Erhaltung der Vielfalt“ des Sports in Deutschland einzurichten. Dazu stellt die Stiftung Deutscher Sport einen Grundstock von 1 Million Euro bereit, der durch Spendenaufrufe noch verstärkt werden soll. Angesichts der dramatischen Einnahmeverluste geht es um den Erhalt der 90.000 Sportvereine und Verbände, deren Leistungen für die Gesellschaft unverzichtbar sind.
DOSB vom 31. März 2020

Auch am Ende des Monats gilt der am Anfang von Jens Spahn zitierte Aufruf „zu Hause zu bleiben“. Sein Ministerium postet jetzt ein Video unter ?WirBleibenZuhause.
Facebook vom 30. März 2020

In den Vereinszeitungen und auf den Webseiten Berliner Sportvereine werden die vom LSB Berlin zusammengestellten Fragen und Antworten zu Corona im Sport (FAQ) nachgedruckt und aktualisiert. Einer der Vereine, der VfL Lichtenrade, warnt seine Mitglieder davor, auf Verschwörungstheorien in sozialen Medien und auf Fake-News von Kriminellen hereinzufallen, die mit E-Mails und Kettenbriefen zu Geldzahlungen auffordern.
VfL Lichtenrade vom 30. März 2020

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Prof. Dr. Lothar Wieler, warnt in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vor Entwicklungen wie in Italien, wenn das Gesundheitssystem an seine Grenzen stößt. Wieler: „Wir stehen immer noch am Anfang der Welle, und ich kann nur alle auffordern, die Pandemie sehr ernst zu nehmen“.
ZDF vom 29. März 2020

Horst Milde – Mister Marathon – Herausgeber eines Pressedienstes zum Laufsport weist auf die Absagen aller großen Marathon- und Stadtläufe hin und bittet um Unterstützung. Die Veranstalter und Organisatoren sind unverschuldet in Not geraten und es besteht die Gefahr, dass die Lauf-Events in die Pleite gehen.
German Road Races vom 28. März 2020

Der rbb berichtet über ein längeres und ausführliches Interview des LSB-Direktors Friedhard Teuffel mit der Berliner Morgenpost. Es geht um die Sportförderung und die gegenwärtigen Sorgen und Nöte des Vereinssports. Die dabei angesprochenen Themen stehen an anderer Stelle dieser Schwerpunktausgabe von Sport in Berlin.
Berliner Morgenpost vom 27. März 2020

Italienische Zeitungen bringen den explosiven Ausbruch der „Corona-Bombe“ in Bergamo/Lombardei mit dem Achtelfinale der Champions-League zwischen Atalanta und Valencia vom 19. Februar im San Siro Stadion in Mailand in Verbindung. 45.000 der 125.000 Einwohner der Krisenstadt waren dabei und haben vermutlich den Ausbruch des Virus mit verursacht. Die Meldung erinnert an das Jahr 1918: Sumo-Ringern aus Japan wurde vorgeworfen, die „Spanische Grippe“ nach Europa gebracht zu haben.
Tagesspiegel vom 27. März 2020/s.a. Spinney, „1918 – Die Welt im Fieber“.

Julian, Nathan, Domé und Jonas arbeiten über die Sportjugend in Berliner Sportvereinen im Rahmen ihres „Freiwilligen Sozialen Jahres“. Betreuungstätigkeiten fallen derzeit aus und sie sind in Homeoffice. Sie halten den Kontakt zwischen den jetzt arbeitslosen Trainern und Übungsleitern ihrer Vereine aufrecht, übernehmen Verwaltungstätigkeiten, kommunizieren mit ihren bisherigen Schützlingen und unterstützen ihre Vereine bei der Gestaltung der Homepage. Sie machen sich nützlich und lernen fürs Leben etwas vom Ehrenamt. Das alles berichten sie täglich über Facebook.
Facebook vom 27./28. März 2012

In einer Regierungserklärung vor dem Abgeordnetenhaus zur Coronakrise hebt der Regierende Bürgermeister Michael Müller die Förderung des Breitensports für die Gesunderhaltung der Bevölkerung hervor und setzt sich für einen Hilfsfonds zur Unterstützung der Sportvereine ein.
Landespressedienst vom 26. März 2020

Die Sportmedizinerin, Prof. Petra Platen von der Uni Potsdam warnt vor übermäßigen Training während der Infektionsphasen: „Auch Leistungs- und Freizeitsportler(innen) sind während und nach höheren Belastungen besonders anfällig für Corona, vor allem beim Ausdauersport.“
DOSB vom 26. März

Der Berliner Fußballverband geht mit seinen Trainingsstunden online und bietet Konditions-, Technik- und Taktikkurse an. Er berichtet von Solidaritätsaktionen seiner Vereine, so bei der Betreuung von älteren Vereinsmitgliedern durch Einkaufshilfen, Übersetzungstätigkeiten und der Spende von nicht verbrauchten Lebensmitteln aus geschlossenen Clubhäusern an Bedürftige.
BFV vom 26. März 2020

Der LSB Berlin fordert ein „Sofort-Hilfe-Paket“ des Senats für Freiberufler und Selbstständige im Sport und übermittelt dem Senat seine Wünsche für den Fortbestand der gemeinnützigen Sportvereine und schlägt einen „Schutzschirm“ des Landes vor.
LSB Berlin vom 24. März 2020

Der Bundesligaclub Alba Berlin streamt seine erste Sportstunde für Kinder nun auch auf einem youtube-Kanal. Er setzt damit ein Zeichen für neue digitale Angebote des Sports.
Alba Berlin vom 24. März 2020

Der DOSB-Pressedienst analysiert die bundesweiten Diskussionen über Corona im Zusammenhang mit dem Sport und den Olympischen Spielen. Er begrüßt diese und hebt dabei besonders die kreativen Ideen und Solidaritätsaktionen hervor, die von den Sportvereinen in der Krise überall entwickelt werden.
DOSB vom 24. März 2020

Nach langem Ringen entscheiden der Ministerpräsident von Japan, die Gouverneurin von Tokio und der IOC-Präsident, die Olympischen Spiele und die Paralympics 2020 zu verschieben. Der Weltsport erwacht aus seiner Schockstarre.
FAZ vom 24. März 2020

LSB-Präsident Thomas Härtel richtet einen Appell an die Mitglieder der Sportvereine: „Bleibt bitte in den Vereinen, auch wenn die Angebote jetzt nicht bereitgestellt werden. Das ist die beste Unterstützung überhaupt, die ihr den Vereinen bieten könnt“.
LSB Berlin vom 23. März 2020

Der LSB Berlin hofft auf fortlaufende finanzielle Unterstützung des Vereinssports durch den Senat und richtet sich dabei besonders an die Mitglieder des Abgeordnetenhauses.
rbb vom 23. März 2020

DOSB-Präsident Alfons Hörmann bangt um die Fortführung des für 2021 beschlossenen „Goldenen Plans“ für den Bau und die Sanierung von Sportstätten durch jetzt eventuell anstehende Umverteilungen im Bundeshaushalt für die Coronakrise.
DOSB vom 23. März 2020

Der Vizepräsident des Deutschen Handballbundes, Bob Hanning, hält die Ausrichtung der Olympischen Spiele für abwegig und fügt hinzu: „In Zeiten wo Ausgangssperren verschärft werden, überhaupt darüber nachzudenken, ist fast schon amüsant“.
DOSB vom 23. März 2020

Überregionale Zeitungen berichten über das vom LSB Berlin mit dem rbb und Partnern angebotene Online-Fitnessprogramm „move at home“ und kommentieren: „Der organisierte Sport steht zusammen und zeigt, dass auch in der Corona Krise der Alltag mit Sport gestaltet und bereichert werden kann“. Ein erfolgversprechendes Zukunftsprojekt.
Süddeutsche Zeitung/DPA vom 22. März 2020

In einer Analyse des Profisports in den USA, in Südkorea, Russland und Spanien wird aus der spanischen Zeitung AS zitiert: „Der Sport erweist sich als Disneyland, geschaffen für Freundschaft und Glückseligkeit. Nicht für dunkle Zeiten“.
taz vom 21. März 2020

Die Zentraleinrichtungen der Freien Universität und der Humboldt-Universität danken allen Studierenden, die auf die Rückzahlung der Gebühren für abgesagte Sportkurse des Hochschulsports verzichten
Hochschulsport vom 20. März 2020

LSB-Präsident Thomas Härtel stellt in der Presse die Forderung heraus: „Wir brauchen einen Schutzschirm für den Berliner Sport“. Eine Formulierung, die vom DOSB und den Landessportbünden in einem Wunschkatalog gegenüber der Politik übernommen wird.
LSB Berlin vom 19. März 2020

Beim LSB Berlin sind an einem Tag über 100 Anfragen zum Corona Virus eingegangen, die den Dachverband mit einer Vielzahl von Sorgen und Nöten konfrontieren. Im Vordergrund der Fragen stehen für Aktive und Vereine die Nutzung der Sportinfrastruktur, die Bezahlung von haupt- und nebenberuflichen Trainern und Übungsleitern sowie die Kosten für den Ausfall von Trainingslagern, Wettkämpfen und Veranstaltungen. Für den LSB hat die Gesundheit der Bevölkerung und die Sicherung der Zukunft der Sportvereine Priorität. Besonders wichtig ist für ihn in der Krise die Solidarität der Sportfamilie.
DPA-Bericht über Berlin vom 19. März 2020

Der Kajak-Olympiasieger Max Hoff muss sich privat auf die Spiele von Tokio vorbereiten, nachdem sein Essener Trainingsstützpunkt geschlossen wurde. Sein Boot versteckt er an einem Berliner See, sein Auto ist Umkleidekabine, sein Wohnzimmer Trainingsstätte. Im Gegensatz zu seiner Freundin darf er nicht im Kanuzentrum in Tegel trainieren. Auch eine Art von Solidarität.
Berliner Zeitung vom 19. März 2020

Mit einem Milliardenschaden durch Corona rechnet der DOSB und setzt hinter die Veranstaltung der Olympischen Sommerspiele in Japan ein dickes Fragezeichen.
DOSB vom 19. März 2020

Bundeskanzlerin Angela Merkel richtet sich in einer Fernsehansprache an die Bevölkerung: „Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst. Und was das Schwerste ist, uns allen fehlen die Begegnungen, was sonst selbstverständlich ist.“
DPA vom 18. März 2020

Das Programm der digitalen Sportstunde von Alba Berlin trifft bundesweit auf Interesse. Jugendsenatorin Sandra Scheeres sagt dazu: „Gerade von Kita- und Schulschließungen ist es wichtig, dass Kinder und Jugendliche ausreichend Bewegung bekommen und ihnen nicht die Decke auf den Kopf fällt“.
Süddeutsche Zeitung vom 18. März 2020

Die Tagespresse veröffentlicht Aussagen des LSB-Präsidenten Thomas Härtel auf ihren Titelseiten: „In der Coronakrise ist Solidarität jetzt das Allerwichtigste. Das schließt die Solidarität mit unseren Sportvereinen ein“.
BZ u.a. vom 17. März 2020

Die Berliner Sportverwaltung wird auf Notbetrieb und Homeoffice umgestellt. Das gilt auch für das Sportmuseum im Olympiapark, die Bauarbeiten am Maifeld laufen aber weiter. Forum für Sportgeschichte vom 17. März 2020

Das Robert-Koch-Institut ruft für die Pandemie die Gefahrenstufe „Hoch“ aus.
RKI vom 17. März 2020

Der LSB Berlin untersucht die Auswirkungen auf den Wasser- und Pferdesport und begrüßt die Veröffentlichung von Corona-Empfehlungen auf den Webseiten des Seglerverbandes, Landesruderverbandes und der Reiter.
LSB Berlin vom 17. März 2020

Das Manfred-von-Richthofen Haus am Olympiastadion, die Gerhard-Schlegel Sportschule in Schöneberg und die Jugendbildungsstätte im Olympiapark werden geschlossen. Die Mitarbeiter(innen) gehen ins Homeoffice oder nehmen Urlaub, ein Notbetrieb wird aufrechterhalten.
LSB Berlin vom 16. März 2020

Die Sportstättenschließung betrifft auch private und kommerzielle Einrichtungen wie Fitnessstudios, die ihren Betrieb einstellen müssen.
Berliner Morgenpost vom 14. März 2020

Der Senat veröffentlicht die „Verordnung zur Eindämmung des Corona-Virus in Berlin“. Schulen, Kitas und Sportstätten werden geschlossen. Damit kommt der Vereins- und Breitensport zum Erliegen.
Landespressedienst vom 14. März 2020

Thomas Wheeler bescheinigt im Rundfunk dem Sport „Flickschusterei statt klarer Linie“ und meint damit die Profiligen im Eishockey, Fußball und Handball. Bissig kommentiert er die Empfehlung des Handballverbandes Berlin, auf das Abklatschen zu verzichten, aber den Ball noch in die Hand nehmen zu dürfen.
Deutschlandfunk Kultur vom 11. März 2020

Der DOSB veröffentlicht eine erste Zusammenfassung aller bisherigen Corona-Meldungen für den Sport und übernimmt ab sofort die täglichen Hinweise und Erkenntnisse des Robert-Koch-Institutes auf seiner Homepage.
DOSB vom 10. März 2020

Auf Grund der Reduzierung des Profisports und massenhafter Absage von Sportveranstaltungen wird in den Medien die Frage „E-Sport als Alternative?“ diskutiert.
DOSB vom 9. März 2020

Der Sportausschuss des Bundestages setzt für den 11. März 2020 die Auswirkungen des Coronavirus auf den Sport und die Beteiligung von Aktiven an internationalen Sportveranstaltungen auf seine Tagesordnung.
DOSB vom 6. März 2020

In der Schweiz wird die Gelassenheit von IOC-Präsident Thomas Bach bewundert, an Stelle von Corona über Klimaprojekte und Baumpflanzungen in Verbindung mit den Olympischen Spielen in Tokio zu sprechen.
Schweizer Tagblatt vom 5. März 2020

Beim Fußballspiel RB Leipzig – Bayer Leverkusen in Leipzig wird eine Gruppe japanischer Sportwissenschaftler wegen Corona-Angst des Stadions verwiesen.
Neues Deutschland vom 5. März 2020

Der Deutsche Olympische Sportbund richtet für seine Pressedienste eine täglich aktualisierte „Corona-Rubrik“ ein.
DOSB vom 4. März 2020

Im Heiligen Hain von Olympia soll am 12. März 2020 trotz kritischer Stimmen das Olympische Feuer entzündet und nach Japan gebracht werden. Diskussionen über Tokio sind für das IOC „kein Thema“.
Deutsche Presse-Agentur vom 3. März 2020

Prof. Dr. Jeremy Farras vom Hamburger Institut für Tropenmedizin hält das Corona-Virus für eine „beispiellose globale Bedrohung“ der Welt.
Tagesspiegel vom 3. März 2020

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht das „Gemeinwohl“ als einer seiner wichtigsten Aufgaben und unterstützt die Vorschläge der Wissenschaftler an die Bevölkerung „Bleibt zuhause“.
Bundesministerium für Gesundheit vom 2. März 2020

Das neuartige Coronavirus hat sich seit 26. Dezember 2019 explosionsartig über China, Japan und Südkorea ausgebreitet und im Januar 2020 Europa erreicht. Risikogebiete sind nach wenigen Wochen Italien/Lombardei und Spanien/Madrid. Deutschland wird mit Nordrhein-Westfalen, Bayern und dem Saarland zuerst betroffen. Die Bundesregierung bildet einen Krisenstab und beschließt einen Maßnahmenkatalog. Das Robert-Koch-Institut übernimmt die tägliche Information der Regierung und Bevölkerung. Der Norddeutsche Rundfunk schaltet einen regelmäßigen Podcast mit dem Virologen Prof. Dr. Christian Drosten von der Charité. Berlin meldet den ersten Infizierten. Das Leben ändert sich.
Stand am 1. März 2020